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Debatte um Islamophobie: Peinlicher Aufklärungsunterricht

Mehr Selbstverachtung und Realitätsverlust war selten: In deutschen Feuilletons tobt eine neue Debatte über den richtigen Dialog mit dem Islam. Kurioserweise werden dabei ausgerechnet jene Publizisten als "Hassprediger" bezeichnet, die auf westliche Werte wie Aufklärung und Menschenrechte pochen.

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RobbiTobbi 15.01.2010, 16:59
20. Rassismus der "Gutmenschen"

Ich empfinde es als krasse Verachtung, wenn meine Ablehnung des Islam, einer Gemengelage von Religion, Ideologie, Antisemitismus, Frauenverachtung und Herrenmenschentum als "Phobie", als psychische Störung, bezeichnet wird.
Ich lasse mit mir diskutieren ob meine Meinung, nicht nur bezgl. des Islam, einen Spiegel in der Realität hat oder nicht, ich lasse mich aber nicht als "krank" bezeichnen.

Der Artikel von Herrn Mohr macht deutlich, was nicht nur er und ich schon lange sehen: eine meinungsmachende Gruppe von Guten Menschen (B.B.) will allen anderen ihre Meinung aufzwingen. Dazu dienen dann Begriffe wie "politisch korrekt", deren Definitionsmacht natürlich auf seiten der besagten Guten Menschen liegt.

Nur: es funktioniert nicht. Wir, die normalen Bürger, die ebenfalls eine gewisse Bildung vorweisen könnten, wenn wir es nötig hätten, fallen nicht auf den Schmarren herein. Wir wissen, wie lange für die Freiheit in Europa gekämpft und gestorben wurde, wie lange diese Freiheit auch gegen den Imperialismus der Osmanen, die immer nur "Heilige Kriege" geführt haben, verteidigt wurde und verteidigt werden musste, weil die Angriffe, militärisch, "des Islam" in Form des "Beherrschers der Gläubigen", gegen die Freiheit der europäischen Bevölkerung nie aufgehört haben, über 1000 Jahre lange wurde gekämpft, aus Bagdad, Kairo, Istanbul.

Frieden zu schliessen war völlig unmöglich, weil der Kalif einen Frieden mit "Ungläubigen" schliessen durfte. Maximal Waffenstillstand, für eine begrenzte Zeit, war möglich.

Dafür können die heutigen Türken nichts, aber sie, und die Araber, die Pakistanis, die Berber, können etwas für ihre eigene Gegenwart. Sie sind selbst verantwortlich für ihre besch* Lage, die sie massenhaft nach Europa treibt, weil man hier LEBEN kann, weil man hier FREI ist, weil einem hier keiner den Mund VERBIETET.

Es ist nicht unsere Aufgabe, sie zu befreien (geistig, sozial, wirtschaftlich), und sie haben kein Recht, uns vorzuschreiben, wie wir leben wollen.

Fakt ist, wenn die Zahlen noch stimmen, dass 0.8 Prozent der 3.7 Millionen Moslems in Deutschland die Scharia einführen wollen. Das heisst: 99.3 Prozent sind in dieser Hinsicht demokratietauglich, aber 0.8 Prozent von 3.7 Mio sind fast 30.000 Leute die allen Ernstes hier leben und wollen, dass Christen und Juden als Bürger zweiter Klasse "leben bleiben dürfen", wenn sie eine Kopfsteuer zahlen, Atheisten und Schwule aber gleich umgebracht werden sollen, dass Frauen nur noch halbe Bürgerrechte bekommen, usw. Man google nach "Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam".

Wir wären dumm und unverantwortlich, wenn wir das zuliessen.

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csaa6966 15.01.2010, 17:00
21. Danke

Ein sehr guter Artikel, Herrn Mohr und dem Spiegel meinen Dank für dieses längst überfällige Statement!

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Nior aon Duine 15.01.2010, 17:02
22. Niveau ist keine Hautcreme. Außer in München-Steinhausen

Zitat von goliat7
Sehr guter Artikel. Mich erstaunt, daß FAZ und SZ so einen Unsinn auch noch drucken!
Mich nicht. Die Bayern-Emma kennt schon lange kein Minimal-Niveau mehr.

Bezeichnent ist doch das Necla Kelek und Henryk M. Broder als Beispiele für "Christliche Islamkritik" herhalten sollen.

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OnkelHotte 15.01.2010, 17:03
23. Danke Reinhard Mohr

Danke Reinhard Mohr für diesen Artikel.

Bei dem ein oder anderen Islamophobie-Schreier hat man den Eindruck, er möchte sich rechtzeitig in voraus eilendem Gehorsam auf die richtige Seite der Geschichte schlagen. Sich Freunde machen in der Hoffnung, verschont zu werden, wenn die Einschläge des islamischen Furors näher kommen und womöglich auch in den gutbürgerlichen Viertel dieser bis-zur-Selbstaufgabe-Toleranten zur Bedrohung werden.
Umsonst wird diese Hoffnung sein.

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Cedric Noles 15.01.2010, 17:05
24. Vor den Menschenrechten kommen die Geschäfte

Zitat von Bernie0711
Ich habe elf Jahre in islamischen Ländern gelebt. Dort wurde mir mehrmals versichert, daß vor allem Saudi Arabien, aber auch der Iran und die Türkei Milliardenbeträge an Politiker und Journalisten in Europa ausgeben, damit diese für den Islam öffentlichkeitswirksam Werbung betreiben.
Solche Förderung der Meinungsbildung wird nicht nur von den Scheichs betrieben. Auch die meisten multinationalen Konzerne fördern alles, was "Diversity" und ein gutes Verhältnis zu den (hier: muslimischen) Kunden fördert. Und da war man noch nie wählerisch in Sachen Demokratie, Toleranz oder Menschenrechte - Hauptsache das Geschäft stimmt. Und das betrifft ja keineswegs nur die islamischen Länder. Man denke nur an China oder früher Rumänien oder das Südafrika der Apartheit...

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elandy 15.01.2010, 17:06
25. Deutschland

Zitat von hatem1
... Herr Benz, Herr Steinfeld und Herr Seidl wissen einfach nicht, wovon sie reden. Ich kann den Herren nur dringend empfehlen, einige Zeit in einem muslimischen Land zu verbringen.
Warum denn? Es geht hier um Deutschland. Und da bläst Mohr in dasselbe ressentimentgeladenen Rohr wie Broder und Co.

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monsterastronaut 15.01.2010, 17:08
26. Ein notwendiger Text

Auch ich muss mich sehr wundern über den Unfug, den ein Blatt wie die SZ abdruckt. Aber sie tut es, und sie darf es, und das ist das schöne an der westlichen Demokratie:
Es gibt Dinge wie Pressefreiheit.
Und auch wenn mir der Inhalt eines solchen Textes nicht gefällt, dann veröffentliche ich noch lange keinen Mordaufrauf gegen den Autoren oder demonstriere vor dem Verlangsgebäude, am Besten noch unter Abbrennen der Flagge eines beliebigen islamischen Landes (kommt ja immer gut, dieses beliebte und sinnvolle Ritual, wenn Fotografen da sind):
Das nennt man Toleranz.

Ich kann den ganzen dümmlichen Pseudointellektuellen (Erfordert Intellekt nicht eine gewisse Reflexionsfähigkeit?) in ihrem Selbsthass nur raten: Verbringen Sie einige Zeit in einem weltoffenen, toleranten Land wie Saudi-Arabien, nehmen Sie am Besten Frau (ganzkörperverhüllt) und Kinder (bevorzugt männlich, ansonsten ganzkörperverhüllt) mit, schicken Sie ihre Kinder auf eine der für ihre umfassende Herzensbildung berühmten Schulen, erfahren Sie die Freuden jeglichen Mangels an Toleranz, erfreuen Sie sich am ausgewogenen, informativen und unterhaltsamen Programm des dortigen Staatsfernsehens, ergötzen Sie sich daran, dass es keine lästige Meinungsfreiheit gibt, und geniessen Sie eine geistesgeschichtliche Reise in die Zeit, als es in Europa, dem christlichen Abendland, auch nur eine Meinung gab, die der vor-aufklärerischen Einheit von Kirche und Staat. Und das schönste, zumindest für Teile der Zielgruppe: Man muss dort Einstellungen wie Antisemitismus nicht wie hierzulande mit Begriffen wie Anti-Zionismus verbrämen, sondern man kann einfach im Kaffeehaus nach Herzenslust drauflos wettern, wie einem der Schnabel gewachsen ist.

Ich wünsche viel Vergnügen!

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marypastor 15.01.2010, 17:10
27. Islam

[QUOTE=sysop;4842188]Mehr Selbstverachtung und Realitätsverlust war selten: In deutschen Feuilletons tobt eine neue Debatte über den richtigen Dialog mit dem Islam. Kurioserweise werden dabei ausgerechnet jene Publizisten als "Hassprediger" bezeichnet, die auf westliche Werte wie Aufklärung und Menschenrechte pochen.

Ich bin es leid, mich weiter mit dem Islam zu beschaeftigen. Bevor islamischen Voelker unaufgefordert in unsere europaeischen Laender stroemten, weil sie ihre eigenen abgewirtschaftet hatten, waren wir unter uns und hatten unserer Ruhe. Jetzt muessen 95 % der einheimischen Bevoelkerung 5 % der muslimischen dauernd die westlichen Werte erklaren und sie haetscheln, damit sie nett und freundlich mit uns sind. Mein lieber Mann !

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Andreas Heil 15.01.2010, 17:10
28. Immerhin

Zitat von RobbiTobbi
Ich empfinde es als krasse Verachtung, wenn meine Ablehnung des Islam, einer Gemengelage von Religion, Ideologie, Antisemitismus, Frauenverachtung und Herrenmenschentum als "Phobie", als psychische Störung, bezeichnet wird.
Immerhin ein Anfang. Vielleicht ein erster Schritt zur späteren Reflektion, die einem Denkprozess nachfolgt, um die Phobien zu überwinden.

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mardas 15.01.2010, 17:11
29. Ja und?

Sicherlich stimme ich dem Autor hier zu, aber hätte irgendwer das nicht getan? Er hat sich lediglich einen ziemlich randwertigen Artikel eines selbsternannten Intellektuellen herausgesucht und ihn zu Recht auseinandergenommen. Und was noch? War das etwa alles, was der Spiegel zu bieten hat?

Ich finde es wirklich witzig, wie "westliche Werte" als Meinungsfreiheit, Emanzipation und Demokratie pauschalisiert werden, ohne dabei genauer hinzuschauen, wenn wir unsere eigenen Wertvorstellungen brechen, eben um den Islam (komischerweise nicht den Islamismus, sondern den Islam) "aufzuhalten", ohne jedoch eine vernünftige Diskussion heraufzubeschwören. Letztlich scheint es immer nur um 3 Positionen zu gehen:
- Entweder wird der Islamismus kritisiert und die Anfälligkeit des Islams für Radikalismus durch seine Rückständigkeit in demokratischer Hinsicht. (Meine Position)
- Oder aber es geht um die Pauschalisierung von Islamismus und Islam als Agressoren des christlichen Abendlandes.
- Oder aber es gibt die weitverbreitete Meinung von Toleranz gegenüber "religiösen Gefühlen" und einem scheinbaren Recht auf Intoleranz und Rückständigkeit.

Der Autor war weder auf Seite 1, 2 oder 3, er hat lediglich Seite 3 zurecht kritisiert, ohne dafür eine konstruktive Gegenmeinung zu bieten.
Ein perfekter Artikel war es nicht, aber scheinbar waren andere Zeitschriften noch viel schlimmer...

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