Forum: Kultur
Debatte um Kühnerts Vorschläge: Das Tabu, das er bricht
Markus Schreiber/ AP

Warum sich so viele über den Juso-Vorsitzenden aufregen? Weil es als Frevel gilt, politische Fantasie dort walten zu lassen, wo es um Besitz und Geld geht. Dabei ist es höchste Zeit genau dafür.

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pdebus0 04.05.2019, 18:12
320.

Kühnert hat einfach recht. Das Kapital Janus lobhudeln hat der SPD wie viel Zustimmung gebracht? Sie ist längst keine Arbeiterpartei mehr und war es auch nie.Der Verrät begann mit Zustimmung zu den Kriegskrediten und setzte sich mit dem Verrat an der Revolution fort.

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berther 04.05.2019, 18:12
321. Bezeichnenderweise...

... wurde im ersten Parteiprogramm der CDU unmittelbar nach ihrer Gründung auch die Enteignung der Groß-Industrie verlangt.
Dann kam Adenauer, Ehrhardt machte das Wirtschaftswunder möglich und die CDU passte sich schnell den neuen Gegebenheiten an.
Heute haben die Enkel und Urenkel von Adennauer und Ehrhardt natürlich ihre Anfänge längst vergessen und verdrängt.
Und wollen sie auch nicht mehr glauben und wahr haben!
Son ändern sich die Zeiten.

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der_anonyme_schreiber 04.05.2019, 18:13
322.

Zitat von hippie.jonny
...mit dem Kapitalismus untergehen. Welches praktische Experiment denn? Sie haben ja gar keine Menschenwürde mehr, wenn Sie Ihr Dasein dem Kapitalismus unterordnen, denn das tun sie scheinbar auf religiöse Weise, das weiß ich, weil Sie glauben...
Was ich glaub oder nicht glaube wissen sie überhaupt nicht. Der Beitrag auf den Sie anspielen, wendet sich gegen Menschen, die andere herabwürdigen weil sie glauben.
Damit ( mit der herabwürdigung) kann ich nichts anfangen.
Und mit der pseudointellektuellen Überlegenheit die darin zum Ausdruck kommen soll .
Und dass ich mein "Dasein dem Kapitalismus unterordne ", ist , mit Verlaub, reiner Blödsinn. Auch hier wieder: Die pseudointellektuelle Überlegenheit ( "gar keine Menschenwürde mehr") in Verbindung mit mangelndem logischen Denkvermögen.

Auch hier wende ich mich gegen eine Diktatur, nur unter dem Mäntelchen der Gleichheit. Gegen eine Diktatur der selbstgerechten, wie Sie wohl einer sind.

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53er 04.05.2019, 18:19
323. Kühnert haut nur,

auf einen, seit Jahren bereits, extremen Klotz den lange erwarteten extremen Keil. Die Vertreter des Neo/Kapitalismus haben mittlerweile extremste Positionen erreicht und auch Kühnert macht bewusst auf extrem. Dass da Nahles und Scholz die Panik bekommen ist verständlich, stehen doch Wahlen bevor. Aber heute hat eine Umfrage zum Thema bereits gezeigt, dass sich Befürworter und Gegner der Kühnertschen Thesen fast die Waage halten, nur sollten sich die Vertreter des fast schon extremen Kapitalismus klar darüber sein, dass mit jeder brutalen Mieterhöhug neue Befürworter dazukommen, Berlin lässt Grüßen. Was aufhorchen lässt, sind die Schreie der sogenannten Arbeitnehmervertreter, die Gewerkschaften müssen sich endlich fragen, ob sie tatsächlich noch die Interessen der Mehrhet der Arbeitnehmer vertreten oder eher die Interessen einiger weniger privilegierter Arbeiter und Angestellten, die noch das Glück haben, einen Betriebsrat bilden zu können. So jedenfalls steigert man nicht die Löhne der großen Masse.

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fichtner 04.05.2019, 18:19
324.

Zitat von hans-rai
Wenn ich es am Beispiel BMW von Kühnert festmachen müsste, dann würden der Familie Quandt keine Milliarde Euro Dividende zufließen, wenn nicht so viele Käufer sich einen BMW kaufen würden. Die Reichen werden reicher, weil die Masse der Bürger deren Produkte kauft bzw. diese Produkte anbieten, die genau den Vorstellungen von einer großen Zahl von Bürgern gewünscht wird. Nicht anders als z.B. beim Fußball, wo erfolgreiche Spieler das Interesse der Masse finden und dadurch mehr Geld bekommen, weil sie mehr Zuschauer vor den Fernseher bzw. in die Stadien locken. Dass die derzeitige Form des Kapitalismus bei uns - nach amerikanischen Muster - überdenkenswert ist, da möchte ich Kühnert ausdrücklich unterstützen. Von dem Ursprung der Sozialen Marktwirtschaft sind wir - leider - ganz weit abgekommen.
Die Reichen werden immer reicher, weil die Politik es seit Jahren, fast Jahrzehnten versäumt, die Steuern (Vermögens-, Erbschafts-, Einkommens - und Kapitalertragssteuern) so zu gestalten, dass die Vielverdiener und Vermögenden ihren gerechten Beitrag für die Gesellschaft leisten. Obwohl das sogar schon die liberalen Wirtschaftstheoretiker vor Jahrhunderten für notwendig erachtet haben, um eine Chancengleichheit in der Gesellschaft zu erhalten.
Das ist ein drastisches und inzwischen fast kriminelles Versagen.
Inzwischen muss man sich leider vorstellen, dass doch zu viele Politiker sich haben kaufen lassen. Nur mit Dummheit kann ich mir das nicht mehr erklären. Dafür wurde einfach zu viel Klares und Kluges geschrieben in den letzten Jahren zu dem Thema.

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ambulans 04.05.2019, 18:22
325. einfach

nur herrlich, wie sich hier heerscharen von schweizern, ossis und briten artgerecht echaufieren: habt ihr wirklich so viel angst um ... euer omma ihr kleines (idyllisches) häuschen, euern immer noch auf-wechseln-laufenden porsche, der-letzte-urlaub-ist-auch-noch-nicht-bezahlt, immer wieder die kinder ..., dieses fitness-studio!, und anderes dieser couleur?. wie alles insgesamt zusammenpassen (volkswirtschaft) muss, damits überhaupt klappen kann, hat euch doch noch nie interessiert. nun denn, dann also viel spaß ...

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jim.panse 04.05.2019, 18:23
326.

Zitat von markus_wienken
Einen "wirklichen Sozialismus" kann es gar nicht geben weil er von einem nicht existierenden atruistischem Menschenbild ausgeht. Insofern muss Sozialismus zwangsläufig in eine Diktatur abrutschen.
Das ist leider so. Eine traurige Erkenntnis. Daher ist Marktwirtschaft mit klar sozialer Ausrichtung der bessere Weg. Man muss dabei aufpassen die Eigenverantwortung nicht zu nehmen und damit die Eigeninitiative nachhaltig abzuwürgen. Das ist die Gratwanderung und die hohe Kunst der sozialen Marktwirtschaft.
Aktuell sind wir aber dabei diesen guten Weg deutlich zu verlassen.

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Freidenker10 04.05.2019, 18:30
327.

Zitat von 53er
auf einen, seit Jahren bereits, extremen Klotz den lange erwarteten extremen Keil. Die Vertreter des Neo/Kapitalismus haben mittlerweile extremste Positionen erreicht und auch Kühnert macht bewusst auf extrem. Dass da Nahles und Scholz die Panik bekommen ist verständlich, stehen doch Wahlen bevor. Aber heute hat eine Umfrage zum Thema bereits gezeigt, dass sich Befürworter und Gegner der Kühnertschen Thesen fast die Waage halten, nur sollten sich die Vertreter des fast schon extremen Kapitalismus klar darüber sein, dass mit jeder brutalen Mieterhöhug neue Befürworter dazukommen, Berlin lässt Grüßen. Was aufhorchen lässt, sind die Schreie der sogenannten Arbeitnehmervertreter, die Gewerkschaften müssen sich endlich fragen, ob sie tatsächlich noch die Interessen der Mehrhet der Arbeitnehmer vertreten oder eher die Interessen einiger weniger privilegierter Arbeiter und Angestellten, die noch das Glück haben, einen Betriebsrat bilden zu können. So jedenfalls steigert man nicht die Löhne der großen Masse.
Tja die SPD muss sich halt auch mal entscheiden. Setzt man nun voll auf die Gerechtigkeitslücke oder will man wie bisher auf allen Partys ein bisschen mitspielen? Ich persönlich denke, wenn sich die SPD wirklich für das Soziale und Gerechte entscheidet, wären sicherlich um die 30 % drin, denn es gibt doch immer mehr Menschen die durch den Rost fallen, mittlerweile sogar schon die untere Mittelschicht und der Wasserspiegel steigt....

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claus7447 04.05.2019, 18:32
328.

Zitat von thunderstorm305
Man sollte nicht ganz vergessen dass es gerade die Großunternehmen sind die durch ihren Erfolg und die Steuern die die vielen Angestellten zu verrichten haben den Sozialstaat am Leben erhalten. Man kann der Meinung sein dass die Automobilindustrie derart bestraft werden müsste, dass sie alle untergehen. Aber wer zahlt dann die Steuern und wer die Arbeitslosenbeiträge? Und wenn man von zukünftigen Antrieben redet, dann ist überhaupt nicht gesagt, dass es die Batterie sein wird, die ja erhebliche Nachteile hat. Ein Unternehmen wie BMW in der Art anzugreifen ist schon unverschämt. Besonders wenn man bedenkt dass Herr Kühnert in seinem beruflichen Werdegang noch nicht viel geleistet hat. Ein Unternehmen wie BMW von innen hat er sicher noch nicht erlebt. Kein Wunder dass sich der Betriebsrat von BMW und auch von Daimler darüber aufregen. Alle diese Visionen von Vergesellschaftung der Gewinne und Verstaatlichung von Industrien hatten wir in der DDR schon einmal. Jeder soll am Ende das gleiche verdienen und es soll kein Unterschied mehr geben. Die Konsequenzen daraus blendet man aber einfach aus. Am Ende haben wir Unternehmen die am staatlichen Tropf hängen aber nicht mehr konkurrenzfähig sind.
Noch einer, der den Text von KK nicht gelesen hat und nicht versteht.

Ok, vielleicht blättert er gelegentlich durch die 325 Beiträge.

Es geht nicht um Verstaatlichung!

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spon_1980133 04.05.2019, 18:32
329. Irrtum ...

Zitat von der_anonyme_schreiber
Er lässt keinerlei politische Phantasie walten. Seine "Phantasie" ist aus dem 19 Jhdt. Und im 20.Jhdt bis heute noch wiederholt im praktischen Experiment widerlegt worden. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Die “Phantasie” entspricht in den Grundzügen der in den 1950er Jahren entworfenen Parameter der sozialen Marktwirtschaft. Ein Erfolgsmodell! Darauf beruht das unglaubliche Wirtschaftswunder der BRD. Und das war ein praktisches Experiment. Die Älteren werden sich erinnern: damals galt es aufzubauen und Verantwortung zu übernehmen. Der permanent auf Wachstum gerichtete Blick wurde erst in den 1980er Jahren salonfähig.

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