Forum: Kultur
Debatte um Kühnerts Vorschläge: Das Tabu, das er bricht
Markus Schreiber/ AP

Warum sich so viele über den Juso-Vorsitzenden aufregen? Weil es als Frevel gilt, politische Fantasie dort walten zu lassen, wo es um Besitz und Geld geht. Dabei ist es höchste Zeit genau dafür.

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spon_5217121 05.05.2019, 09:57
410. ...doch siehe auf das Ende

Kühnert ahnt etwas-und er ist nicht allein...etwas andere Sicht;Globalisierungsprozess=Endstufe des Neoliberalismus=erst Hosianna,dann Menetekel,da G immer n e u e und heftigere Migrationswellen auslösen wird,die auch vom Kapitalismus nicht mehr beherrschbar sind

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dynamoraul 05.05.2019, 09:58
411. Der

Juso Vorsitzende gibt ein Persönliches Statement ab und die Lemminge rennen los.Einfach mal das SPD Parteiprogramm lesen.Auch die Jungliberalen,Junge Union
Mitglieder stehen meist konträr zu Ihren Altvorderen.Meingott was ist in dieser Welt geschehen.Bei jeden Furz wird ein Weltuntergangszenario zelebriert.

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Bibe 05.05.2019, 10:26
412. Ja, man kann...

... über Kühnerts Ideen diskutieren. Genauso wie über Höckes Ideen. Muss es aber nicht. Ich halte es für Zeitverschwendung und verstehe nicht, wie bei uns aus jedem abgefahrenen Schwurbel gleich eine sogenannte „Debatte“ herbeigeredet wird.

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bhang 05.05.2019, 10:35
413. [Zitat]Warum soll man sich noch Mühe geben und wirtschaftliche Leistun

g erbringen wenn doch alles gleich verteilt wird usw.[/Zitat] Irgendwas "Sinnvolles" zwischen dieser extremen "arm/reich-Schere" und "alles gleich verteilt"-Situation (dass alles gleich verteilt ist, will doch keiner... wäre schließlich auch absurd so was), muss es doch geben, oder...? Wo es am ehesten funktioniert (in skandinavischen Ländern?), ist seltsamerweise die Lebenszufriedenheit mit am besten. Wie jemand mal gesagt hat: mit Gesetzesänderungen kann man das weniger hinbekommen als vielleicht eher mit einer Bewusstseinsänderung.

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moritz27 05.05.2019, 10:39
414. Seine angeblich bahnbrechenden neuen

Ideen sind das Aufwäremen kalten Kaffees. Die praktsche Verwirklichung ist weltweit x-mal gescheitert. Und trotzdem scheint der Glaube ungebrochen, dass es bei einem neuen Versuch diesesmal klappen könnte. Herr Kühnert wollte Aufmerksamkeit und Medienhype. Das hat er bekommen. Kann man jetzt bitte wieder berichten, was Greta momentan macht?

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schocolongne 05.05.2019, 10:49
415. Was für ein heuchlerisches Lamento, fangen Sie doch bei sich selbst an

Zitat von runtothehill
Man ist schon so infiziert vom kapitalistischen Denken des Immer-Mehr, man ist so eingelullt durch all den Konsum, dass man nicht erkenen will, dass die derzeitige Wirtschaftsform für viele Probleme (Umweltverschmutzung, Klimaveränderung, Migration, Armut usw.) verantwortlich ist. Es ist mehr als bedenklich, dass man fernab dieser Wege keine neue Ideen denken soll, wie es anders gehen kann. Fühlen sich dann die Reichen un die Mächtigen bedroht? Ich bin überzeugt, wir brauchen eine neue Form der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ausrichtung. Hin zu Nachhaltigkeit der Produkte, hin zu einer gerechten Verteilung der Vermögenswerte in der Gesellschaft, hin zu anderen Werte wie Solidarität, persönliche Weiterentwicklung und Verbesserung des sozialen Miteinanders. Und dafür brauchen wir Politiker, Philosophen, Soziologen und jeden interessierten Bürger, der neue Gesellschaftsformen vordenkt.
Die heutige Gesellschaftsordnung lässt Einzelnen wie auch Unternehmen ja durchaus die Wahl, sich nachhaltig, sozial und gemeinnützig zu verhalten und viele machen das auch, -oder eben nicht.

Sie sollten daher selbst nicht jammern und auf andere, gar den Staat hoffen, sondern selbst anpacken.
Bekanntlich "gibt es nichts gutes, außer man tut es".

Und Sie sollten selbst Nachdenken.
Etwa über all die wirtschaftlich und moralisch gescheiterten sozialistischen Staatsgebilde, oder einfach nur über gewerkschaftliche Wirtschaftsprojekte:

Warum verhalten sich gewerkschaftseigene Betriebe gegenüber den eigenen Arbeitnehmern häufig alles andere als wertschätzend, sozial und auf Mitbestimmung bedacht?

Sagt Ihnen der Name "Neue Heimat" etwas? -hier finden Sie näheres: https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Heimat

Man lerne: nicht überall wo sozial drauf steht, ist auch tatsächlich sozial drin.

Zu denken, das Leute wie Albert Vietor durch "den Kapitalismus" verführt wurden, ist übrigens eben so richtig, oder falsch, wie der Versuch des "Ex-Pabstes, Ex-Kardinals und Ex- Leiters der Kongregation für die Glaubenslehre, Benedikt XVI, alias Joseph Aloisius Ratzinger", die vieltausendfachen Vergewaltigungen von Kinder durch katholische Funktionsträger bis hin zum Kardinal-Rang, dem allgemeinen sexualisierten Zeitgeist an zu lasten.

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bk2000@sm 05.05.2019, 11:23
416. Die SPD weit jenseits der Relevanz

Es ist keinesfalls '...politische Fantasie... die Kühnert hier versprüht. Es ist der Griff in die Mottenkiste längst als gescheitert geltender Fantastereien. Unsere Gesellschaft zeigt gerade, dass wir verlernt haben wie Wirtschaft geht. Wir haben alles überreguliert, wir schreien allenthalben nach 'dem Staat' und wundern uns dann, warum die Energiewende zu scheitern droht, in Berlin kein Flughafen fertig wird und uns die Chinesen und Amerikaner bei der Digitalisierung abhängen. Eigeninitiative ersticken wir im Keim. Bevor in Deutschland jemand ein Unternehmen gründet lernt er erstmal die Effizienz unseres Beamtenstaates beim Verhindern kennen. Unser Staat und seine Beamten zeigen jeden Tag ihre Unfähigkeit mit Geld umzugehen. Sie zeigen bei jedem Projekt ihre Inkompetenz ein solches zu managen und zum Erfolg zu führen. Und ausgerechnet diese Elite soll unsere Probleme lösen? Gott sei Dank ist die Meinung des Vorsitzenden der Jugendorganisation einer zukünftigen 8%-Partei zunehmend irrelevant. War sie es doch, die zusammen mit den Grünen von '98-'05 den Sozialstaat verschlimmbessert hat. Schröder hat seinerzeit das durchgesetzt, was sich die CDU nie getraut hätte. Diese Reformen mit Augenmaß zu korrigieren ohne in Sozialismus abzudriften ist der SPD bis heute nicht gelungen. Denn dazu braucht es Visionen und Konzepte und kein Salonsozialismus aus der Mottenkiste.

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Yves Martin 05.05.2019, 11:47
417.

Zitat von Karlowitsch
Warum sollen einige Bestandsschutz zu Lasten der Allgemeinheit bekommen, wo doch qualifizierte Leute Wohnraum zu suchen scheinen? Wer zuerst da war hat gewonnen? Warum dann nicht das Recht des (finanziell) Stärkeren?
Es muss ja nicht einmal der finanziell Stärkere sein; es würde vielleicht schon genügen, ein knappes Gut wie Wohnraum dem "für die Allgemeinheit Nützlicheren" zur Verfügung zu stellen. Der Arbeitslose oder Hartzer, der auf Kosten der Allgemeinheit lebt, muss das ja nicht in Berlin-Mitte tun. Schon gar nicht mit dem Verweis auf "Gewohnheitsrechte" oder "war zuerst da".

Seine bisherige Wohnung könnte man einer Krankenschwester, einem Busfahrer oder einer alleinerziehenden Aldi-Kassiererin zuteilen, die ihre Arbeitsplätze in der Stadt haben, während der Transferleistungsbezieher eben nach Brandenburg umzieht, wo das Leben sowieso billiger ist. Zumindest so lange, bis er wieder Arbeit in der Stadt hat.

Wer über "Enteignungen" von Immobilieneigentum nachdenkt, für den sollten solche Überlegungen erst recht keine heiligen Kühe sein.

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koch-51 05.05.2019, 11:47
418. Es ist jetzt die richtige Zeit.

30 Jahre nach dem Ende von Sowjetunion und DDR ist es jetzt der richtige Zeitpunkt, die sozialistische Idee wieder als Vision dem real existierenden Kapitalismus entgegen zu stellen. In gewisser Weise haben wir heute die Chance an die Sozialismusdiskussionen vor 1989 wieder anzuknüpfen. Für mich als Mensch, der in der alten Bundesrepublik aufgewachsen ist, ist das eine glückliche Entwicklung.

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ropowinz 05.05.2019, 12:14
419.

Zitat von der_anonyme_schreiber
Er lässt keinerlei politische Phantasie walten. Seine "Phantasie" ist aus dem 19 Jhdt. Und im 20.Jhdt bis heute noch wiederholt im praktischen Experiment widerlegt worden. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Das hätten Sie wohl gerne, dass hier Denkverbote aufgestellt werden. Wenn man Ihnen die Frage der Gerechtigkeit stellt, oder die Frage nach dem Grundgesetz über die Verpflichtung des Eigentums, oder die Frage stell, wo hin der neoliberale Kapitalismus mit seiner Scharia führt, werden sie dann auch Schweigen verlangen, haben Sie dazu nichts zu sagen? Und haben Sie keine Kinder, und es ist Ihnen völlig egal wenn diese oder andere Menschen verrecken, weil die Welt am kapitalistischen Dreck zu Grunde geht?
Im Übrigen, wenn Sie sich wirklich mit dem Neoliberalismus und seiner Entstehung beschäftigt hätten, dann wüssten Sie, dass dieser ein Produkt des 19. Jhd. ist, und dass dessen Gottvater, Hayek, explizit eine Diktatur forderte, damit seine kruden Ideen durchgesetzt werden können. Und was meinen Sie mit praktischem Experiment? Ich vermute, dass sie die Diktaturen der DDR und UDSSR meinen., die am Kapitalismus, an ihrem eigenen Kapitalismus gescheitert sind, am Staatsmomopol-Kapitalismus. Diese "praktischen Experimente" zeigen lediglich, dass Diktaturen und Kapitalismus im 20 Jh. kein Mittel der Politik mehr sind, die zukunftsweisend sind.

ropowinz

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