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Demokratie in Gefahr: Bewegt euch!
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Viele Menschen leben gerne in einer Demokratie. Sie sitzen aber nur zu Hause rum, gucken Serien und twittern ab und zu was Kritisches. Ob das reicht?

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kritischer-spiegelleser 29.01.2017, 16:31
170. Na ja,

eigentlich hat Demokratie nichts zu tun mit zuhause rumsitzen oder mit twittern oder mit nicht rumsitzen. Und in einer Partei mitmachen ist Politik machen. Demokratie bestimmt wer der Souverän ist. Wer die Entscheidungshoheit hat. Oder haben sollte. Aber weil eben in der Politik auch nur noch sehr wenige wissen was Demokratie ist sehe ich auch die Demokratie in Gefahr.

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Alder 29.01.2017, 16:46
171. Ja ja, geht auf die Strasse.

Aber passt auf, dass man euch nicht "Abschaum" oder "Pack" nennt. Ihr nehmt selbstverständlich nur euer verbrieftes Recht auf Meinungsfreiheit in Anspruch, nichts weiter. Aber wenn eure Meinung den anderen nicht gefällt, wird von der Abschaffung der Meinungsfreiheit fabuliert, wie in dieser Kolumne. Der guten Frau Berg geht es einfach zu gut, sie hat nie echte Probleme gehabt. Wer aber Kinder oder gar Enkel hat, dem kann es nicht egal sein, was aus diesem Land wird. Der Weg ist spätestens seit 2015 vorgezeichnet, das Ende überhaupt nicht absehbar. Das werden dereinst die Geschichtsschreiber dokumentieren, wenn sie über die Abschaffung Deutschlands berichten.

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twistie-at 29.01.2017, 17:02
172. sie bewegen sich doch

interessant dabei ist, dass ja Menschen nun auf die Straße gehen und sich in einer Partei engagieren, also genau das tun, was seit Jahren gerade auch von jenen, die selbst sich nicht engagieren, sondern eher vom eigenen Türmchen oder der Eigentumswohnung aus predigen, gefordert wird. Jetzt geht es aber weiter weil all diese, die sich endlich bewegen und engagieren, aber doch in die falsche Richtung engagieren.

Es geht also im wesentlichen nicht darum, Menschen zu einem demokratischen Engagement aufzufordern, es geht auch darum, ihnen noch zu erklären, wo und wie sie sich zu engagieren haben. Keine Petition bitte, sondern Demos, kein Onlineengagement, sondern natürlich alles ofline, egal ob möglich oder nicht (so kann man auch elegant ausgrenzen), kein Engagement bei Partei X bitte und schon gar nicht sowas wie direkte Demokratie usw. unterstützen, sondern brav dem Pfad folgen.

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JensMauerer 29.01.2017, 17:27
173. Sie missbrauchen das Wort Demokratie

Demokratie heißt nach Wikipedia: "die Regierungsform, bei der eine gewählte Volksvertretung die politische Macht ausübt." Der Begriff impliziert also überhaupt keine politische Ideologie. Ihr Satz: "Demokratie in Gefahr", heißt wörtlich übersetzt also nichts anderes als "Wahlrecht in Gefahr". Warum sehen Sie in der AfD, die zur Bundestagswahl antritt, also eine Gefahr für das Wahlrecht in Deutschland?

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alaba27 29.01.2017, 17:30
174. blablabla

Die etablierten Parteien scheren sich einen Dreck um "Wutbürger" und "Populisten", wichtig ist nur, an der Macht zu bleiben. Und die Saat geht auf, es folgt eine weitere GroKo, bloß weil die Leute nicht schuld haben wollen an AfD & Co.

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hape2412 29.01.2017, 17:43
175. Es war kein Problem,

Hundertausende gegen Atomkraft und den NATO-Doppelbeschluss zu mobilisieren. In den USA haben die Proteste gegen DT allmählich diese Größenordnung erreicht. Demonstrationen sind in meinen Augen das einzige Mittel um kurzfristig seinen Unmut gegen das was schiefläuft bzw. sogar eine potentielle Gefahr für unsere Demokratie ist. Der lange Marsch durch die Institutionen oder Parteien dauert sehr lange und kann, wenn man den Eindruck hat, nichts ändere sich dadurch, sehr frustrierend sein, was nicht heißen soll, man solle von vornherein davon Abstand nehmen. Außerdem ist die Arbeit in Parteien oft mit Intrigen und Durchstechereien verbunden (eigene Erfahrung). Pressefreiheit (die vierte Gewalt), Demonstrations- und Versammlungsfreiheit sind verbriefte Rechte unseres Grundgesetzes. Die fünf Jahre dauernde Mahnwache in Glinde gegen einen Laden, der die in rechtsextremen Kreisen beliebte Thor-Steinar Bekleidung verkaufte, hat nach fünf Jahren Erfolg gehabt - gelebte Demokratie! Die Nutzung dieser Grundrechte kann also durchaus etwas bewirken. Frau Berg, Sie haben recht: 1932 haben hunderttausend gegen die NSdAP demonstriert und es hat nichts genützt - weil Millionen sie gewählt haben. In jüngerer Zeit haben die Montagsdemonstrationen wohl durchaus etwas bewirkt. Eine aufmerksame Presse und eine wachsame Bevölkerung sind in meinen Augen sehr wichtige Faktoren für eine funktionierende Demokratie - ebenso wie eine Gesetzgebung und Rechtsprechung, die Extremismus - gleich in welcher Form verhindern. Mein Gruß geht hier an das Bundesverfassungsgericht. Ach ja: Frau Berg, Couch Potatoes werden Sie nur schwerlich für diese Themen begeistern können. Wenn diese sich denn überhaupt vom Sofa an die Wahlurnen bequemen, werden sie wohl am ersten für die Partei stimmen, die ihnen ihre bisherige Bequemlichkeit verspricht. In diesem Sinne: bleiben Sie wachsam!

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leroyrs 29.01.2017, 18:58
176.

Es ist schon eine Schande, dass man nur in Foren darüber befinden darf, was andere denken oder tun sollen. Man muss noch nicht einmal AfD Sympathisant sein, um es sich mit der linken, elitären Besserwisserfraktion zu verscherzen. Wenn ich sage, dass ich kein Fan von Frau Merkel bin, dann bin ich automatisch ein Anhänger von Frau Petry oder von Hern Höcke. Wenn ich sage, dass in der Kommunikation während der Flüchtlingskrise einiges schief gelaufen ist, dann bin ich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen und toleriere rechtsradikale Attacken auf Flüchtlingsheime. Wenn ich dann auch noch behaupte, dass unsere Demokratie eine AfD verkraftet, dann tue ich das, weil ich an unsere Demokratie glaube und die Situation anders einschätze und nicht, weil ich heimlich ein nationalsozialistisches Deutschland herbeisehne. Ich würde mich also bewegen, auf die Straße gehen, um denen "Besorgtbürgern" einen Gefallen zu tun, die mich mit ihrer eigenen Ideologie und Ansichten nicht überzeugen können. Auch das gehört zu unserem pluralistischen Gedanken, Meinungen, die mir nicht gefallen, zu akzeptieren statt zu diffamieren. Unser politisches System krankt an einer zu langen großen Koalition. Es fehlt die Alternative, ob ich grün, rot oder dunkelrot wähle, ich wähle immer die Merkel CDU. Das ist das eigentliche Dilemma, und das ist, warum die AfD so viel Zulauf erhält. Wären Leute wie Höcke und Gauland nicht die Plappermäuler der Partei, sondern gemäßigte Vertreter wie Frau Alice Weidel das Aushängeschild, hätten unsere etablierten Parteien ein noch viel größeres Problem. Ich sehe unsere Demokratie nicht in Gefahr, von daher gehe ich auch nicht auf die Straße. Damit bedient man sich dem gleichen Mittel der "Angstmacherei", das doch eigentlich das Stilmittel von Frau Petry&Co ist. Danke, ich weiß selbst, wann ich mich bewegen muss, dafür brauche ich keine "gutgemeinten" Belehrungen - weder von linker noch von rechter Seite.

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