Forum: Kultur
Der Fall Relotius - diskutieren Sie hier!

SPIEGEL-Reporter Claas Relotius hat in großem Umfang Artikel gefälscht. Durch Recherchen des SPIEGEL-Kollegen Juan Moreno erhärtete sich der Verdacht gegen Relotius, der Fälschungen zugegeben hat. Der Vorgang legt auch Lücken und Fehler in den Sicherungssystemen des SPIEGEL offen. Andere Medien sind ebenfalls betroffen. Was ist Ihre Meinung?

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masterrobin93 14.05.2019, 21:59
800.

zudem fällt mir auf, die titelthemen haben in diesem jahr leider nur wenig mit politik zu tun. klar die afd-affäre war wichtig und das thema impfen, aber insgesamt überwiegen die seichten themen. rudolf augstein würde sagen, das stelle ich mir nicht unter dem spiegel vor, ich muss die komplette redaktion wachrütteln.

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river runner 17.05.2019, 12:11
801. Überprüfung der Artikel von Relotius in der FTD erst jetzt

Zitat von masterrobin93
.....herr klusmann .....
Die FTD hat zwischen 2010 und 2012 insgesamt zehn Artikel von Relotius gedruckt. Dies war bereits seit Monaten aus dem wikipedia-Artikel über Relotius bekannt. In diesen Jahren war der heutige „Spiegel“-Chefedakteur Steffen Klusmann der zuständige FTD-Chefredakteur, siehe 1, 2, 3 und 4.

Die FTD erschien zwischen 2000 und 2012; seit 2008 war Gruner + Jahr Alleineigentümer. Da die Zeitung Verluste schrieb, wurde sie im Dezember 2012 von Gruner + Jahr eingestellt, siehe 1, 2, 3 und 4.

Journalistik-Studierende haben sich nun die Text von Claas Relotius aus der "FTD" vorgenommen, siehe 1 und 2. Diese sollen "mehr als nur Ungereimtheiten" und "Indizien für Zudichtungen" enthalten. Die genauen Ergebnisse der Studie wollen die Forscher bei Message online zur Verfügung stellen.
Siehe:
(1) 17.05.2019 Kai-Hinrich Renner
Medien
Fall Relotius: Hamburger Professor enthüllt noch mehr
…….Immerhin hat der „Spiegel“ sich um Aufklärung bemüht. Das kann man nicht von allen Institutionen behaupten, für die Relotius tätig war. Bevor er „Spiegel“-Redakteur wurde, arbeitete der Journalist frei für zahlreiche namhafte Blätter. Unter ihnen war auch die „Financial Times Deutschland (FTD)“. …..
https://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article217793467/Wie-NDR-G-J-und-eine-Hochschule-im-Fall-Relotius-agieren.html
(2) Der "Spiegel"-Fälscher hat der "FTD" zwischen 2010 und 2012 zehn Texte geliefert, Lilienthal sieht "mehr als nur Ungereimtheiten" und "Indizien für Zudichtungen".
http://www.turi2.de/allgemein/turi2-morgen-claas-relotius-alexander-holzmann-dpa/
(3) Tod einer Zeitung Das Ende der Financial Times Deutschland - FTD Doku des NDR aus 2012
Teil 1/2
https://www.youtube.com/watch?v=vqoDOqbwosM
(4) Teil 2/2
https://www.youtube.com/watch?v=o8I31UWrBXA

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Ali Tacim 26.05.2019, 20:20
802.

Die Tatsache ist dass Herr Relotius hat sich gut behauptet und Leser haben seine Artikels "genossen". Wie viel davon wahr war Spielt keine rolle. Die Redaktion, die Leser alle haben einfach versagt. Viele wollen jetzt nachhinein schon früher geahnt haben. "Blödsinn." Seit Monaten "Herr Relotius/ Fall Relotius." Deswegen braucht Spiegel nicht "traumatisiert zu werden" Der Mann schreibt gut. Frei erfunden oder Wahrheit treu. Er hat geschrieben und wir haben ihm abgekauft. die Wahrheit im fall Herr Relotius liegt zwischen was er geschrieben hat und wie viel wir davon geglaubt haben. Endlich Schluss damit. Liebe Spiegel Redaktion nach vorne schauen bitte!

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fmatern1 30.05.2019, 21:47
803. Relotius

Hallo liebes Spiegelteam, ich habe den Kommisionsbericht gelesen im Heft ich habe die Leserbriefe gelesen, die zum Thema geschrieben haben. Mein Fazit, es gibt sehr viele Leute, die die Ursache solcher Betrugsfälle erkannt haben, nämlich der linksorientierte Gutmenschenbericht, .."der arme Junge in Syrien, der böse Jäger an der mexikanischen Grenze... usw..." Niemand vom Spiegel hat recherchiert , warum die Hälfte der US-Bürger Trump wählen, oder 12% der Deutschen Wähler AfD wählen , diese Leute werden einfach als böse und dumm dargestellt und als nicht akzeptabel abgetan, als Volksfeinde und Nazis. So kann man keinen objektiven Journalismus betreiben. Eine Zeitung wie der Spiegel sollte keinerlei Partei beziehen, er sollte über die Menschen im Land und auf der Welt berichten und zwar wahrheitsgetreu. Das sind nicht immer angenehme Wahrheiten, ...z.B. haben die Leute in Haiti immer noch nicht Ihr Erdbeben aufgeräumt, oder die Flüchtlinge haben gar keinen Bock auf eine Arbeit oder Ausbildung in Deutschland. Und viele Beispiele mehr.
Ich bin 1988 aus der DDR geflohen und lese seitdem den Spiegel, 1989 habe ich ihn abonniert, besitze noch die Hefte aus der Wende, und das Abonnement selbst über schlechte Zeiten meines Lebens behalten. In den letzten Jahren gab es hefte, die sehr an das "Neue Deutschland" in der DDR erinnerten...des böse Kapitalismus und der gute Sozialismus. Ich und viele andere Leser besitzen die Fähigkeit, diese Seiten im Heft zu überblättern , schulterzuckend aber

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masterrobin93 15.06.2019, 19:49
804. viele bilder weniger text

wenn main im inhaltsverzeichnis des spiegel guckt, findet man immer themen, die einen brennend interessieren. diese erwartung von vielen wichtigen informationen wird aber zum beispiel im wirtschaftsressort schnell zunichte gemacht, wenn ein vermeintlich langer artikel durch werbeseiten sowie seiten mit einem dazugehörigen langen bild künstlich gestreckt ist. als stammleser könnte man das vielleicht verkraften, als neuleser stößt man aber schon auf verwunderung, wie wenig text der artikel dann doch nur erhält. deshalb ein appell an euch. bitte weniger großformatige bilder so wie früher und wirklich textlastige artikel ins heft, wo alles wichtige erklärt wird. sonst kann ich auch gleich den focus lesen, der hat auch viele bilder. was ich auch schade finde, der deutschlandteil wird künstlich auf 30 seiten gestreckt. damit enttäuscht ihr viele leser, die wirklich mehr informationen bekommen möchten. und zum schluss bringt insgesamt mehr geschichten ins heft, 45 artikel und eine netzwelt-rubrik wären schon sehr cool, um das heft mehr aufzulockern.

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masterrobin93 27.06.2019, 14:38
805.

allerdings in den 90er-jahreen war der poltikteil investigativer und mehr geschichten waren pro ausgabe enthalten. das hat leider dieses jahr abgenommen. im deutschlandteil steht die politik nicht im vordergrund. was wird sich eigentlich im bezug auf die fusion zwischen print und online im heft konkret ändern?

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shucker 01.07.2019, 16:40
806. Empirische Studie Fall Relotius

Werte Mitdiskutanten,

dieses Forum zeigt wie sehr der Fall Relotius weiterhin die Gemüter bewegt und zum Austausch anregt.
Wir, von der Hochschule Macromedia, beschäftigen uns aktuell in einer Studienarbeit mit den Folgen des Falls.
Dazu benötigen wir ihre Unterstützung als aktive Kenner und meinungsstarke Betrachter des Falls. Im Folgenden bitten wir Sie an der Teilnahme einer kurzen Befragung zu ihrem Meinungsbild der Thematik unter dem folgenden Link:

https://ww2.unipark.de/uc/bachelorarbeit_huck_vertrauen_spiegel/

Wir danken für ihre Teilnahme.

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espet3 01.07.2019, 17:59
807. Nicht nur Relotius

Jedem Redakteur müsste, wenn er in die Tasten greift, die beschämende Rede vor Kollegen von John Swinton (1829-1901) in den Ohren klingeln.
Auch Mark Twain, einst Redakteur in Virginia City, hat in die selbe Kerbe gehauen und zugeben, dass man geschrieben und übertrieben habe, dass sich die Balken bogen, wenn Not am Mann war.

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masterrobin93 19.07.2019, 19:32
808.

alle sagen, der spiegel war früher besser. inwiefern betrachtet war er früher besser? früher gab es noch die ddr, viele ereignisse in der sowjetunion, irakkrieg usw. damals war der spiegel halt überall dabei und enthüllte geheime infos aus regierungskreisen. da heutzutage dies eher nicht der fall ist, finde ich es fatal, dafür dem spiegel zu unterstellen, dass er nicht mehr das war, was er früher war. in früheren ddr zeiten ist politisch und geopolitisch viel mehr passiert. ich wüsste nicht, was der spiegel derzeit besser machen könnte. investigativ ist er und immer auf die suche nach der wahrheit, was eigene quellenüberprüfungen durchaus bestätigen.

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masterrobin93 27.07.2019, 22:32
809.

es gibt viele leser, die sagen wenn rudolf augstein wüsste, wie negativ und aggresiv sich der spiegel verändert hätte, muss man dies widerlegen, da 2001 die texte vom stil her genauso geschrieben wurden wie heute auch. es hat sich also vom prinzip des nachrichtenmagazins spiegels im gegensatz zu früher meiner meinung nach, nichts negatives verändert. ich denke rudolf augstein wäre zufrieden mit dem derzeitigen heft.

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