Forum: Kultur
Der NDR und Xavier Naidoo: Dieser Holzweg
DPA

Der NDR wollte Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest schicken - und entschied sich nach massiver Kritik um. Das Hin-und-Her offenbart, wie ahnungslos die Verantwortlichen sind - und wie wenig Rückgrat sie haben.

Seite 19 von 33
bernsteinchen 22.11.2015, 10:43
180. Hättes es einen regulären Ausscheid gegeben,

hätte Naidoo gewonnen. Davon bin ich überzeugt. Leider ist der ESC in D zur Bühne von Selbstdarstellern geworden, wenn ich nur an unsere Jury des letzten Jahres denke... LACH!!! Und natürlich ist Musik Geschmackssache, dennoch sehr interessant: Ohne die albernen Jurys in den jeweiligen Ländern hätten 2015 die italienischen Tenöre gewonnen. Man kann also deutlich sehen, die gemeine Masse hat den besseren Musikgeschmack, oder?

Beitrag melden
Untertan 2.0 22.11.2015, 10:46
181. Hexenjagd

So ähnlich lief das damals unter McCarthy mit dem Kommunisten. Ein falsches Wort und du warst ein Roter, ganz egal was du sonst dein Leben lang gemacht hast.

Beitrag melden
hschmitter 22.11.2015, 10:50
182.

Zitat von KaroXXL
Ja wenn die lautstarke Minderheit der Empörungs- und Gesinnungsterroristen von Twitter und ominösen Blogs bellt, knicken eh nicht besonder stabilen Rückgrate sofort ein... Genießen diese Leute eigentlich ihre Macht, gibt ihnen das Sinn und Identität, merken die eigentlich wie wir der DDR in dieser Beziehung immer näher kommen?
Die Ausgangslage: der NDR hat im Gegensatz zu den Vorjahren das zahlende Publikum nicht an der Auswahl des Kandidaten (oder für Genderfanatiker: des entprechenden weiblichen Pendants) beteiligt. Auch, soweit ich es mitgekriegt habe, nicht darüber informiert, daß es eine Festlegung auf einen Kandidaten (offensichtlich schon länger) gibt ohne das Publikum beteiligen zu wollen.

Das hätte ausreichen sollen, um für Empörung zu sorgen - die bis dato existierende Zuschauerbeteiligung wurde einfach so gekippt, ohne Vorwarnung, ohne Angabe von Gründen. So stelle ich mir einen ÖR , der über Geld in Massen verfügt, aber von Transparenz nicht viel hält, nicht vor.

Welche ideologischen Schlachten jetzt deswegen stellvertretend geschlagen werden, ist lächerlich bis absurd.

Beitrag melden
kalim.karemi 22.11.2015, 10:51
183. Da stimme ich Ihnen zu!

Zitat von iman.kant
wir brauchen Typen wie Herrn Naijdoo zur Vertretung Deutschlands nicht. Homophob und vor der rechten Szene referierende Menschenfeinde sind nicht mehr dass Bild eines Deutschlands dem ich angehören möchte. Dass der NDR solch einen Mann in Erwägung gezogen hat ist fürchterlich genug. Die Frage die man stellen muss, lautet: Ist der NDR Intendant noch haltbar, oder will man solche Manager wirklich in den Schaltzentralen der Medien?
Wir sollten unbedingt einen bekennenden homosexuellen muslimischen Asylbewerber schicken, nichts repräsentiert unser Land doch besser. Die wahren Kleingeister sind genau solche vordergründig toleranten Typen wie Sie.

Beitrag melden
leasch 22.11.2015, 10:52
184. Ausgerechnet Naidoo

Wenn jetzt sogar Naidoo in die rechte Ecke gestellt wird, sagt das viel über die gehirngewaschen Deutschen und die Twitter-Schreihälse aus. Im Denunzieren hat sich seit 80 Jahren nichts geändert - da bleiben die Deutschen ewiger Weltmeister. Und gerade diese Denunzierer stellen andere in die Nazi-Ecke...

Beitrag melden
vincent1958 22.11.2015, 10:52
185. Hören Sie sich..

Zitat von hapeschmidt2
Sind Sie taub? :-)
..erstmal die Lieder von Edo Zanki an.Dann merken Sie, dass XN nur dessen Plagiat ist.

Beitrag melden
hschmitter 22.11.2015, 10:54
186. Hättes es einen regulären Ausscheid gegeben,

Zitat von bernsteinchen
hätte Naidoo gewonnen. Davon bin ich überzeugt.
Dann stellen Sie doch dem NDR die alles entscheidende Frage: warum gab es keinen Ausscheid mit Publikumsbeteiligung?

Auf die Antworten wäre ich auch sehr gespannt.

Beitrag melden
kajoter 22.11.2015, 10:54
187.

"Sein Metier ist die Unterhaltung. Der Mann ist Künstler. Als solcher ist es nicht unbedingt seine vornehmste Aufgabe, diese Welt zu einem weniger homophoben oder rassistischen Ort zu machen...." - Sie haben offensichtlich ein sehr merkwürdiges Verständnis von der Gattung "Künstler". Noch nie Adorno gelesen? Noch nie "Fidelio" gehört? Um damit nur 2 Beispiele von politisch- und sozial-engagierten Werken zu nennen, die eine andere Sicht auf Künstler und deren Aufgaben vermitteln. Sie meinten wahrscheinlich Unterhaltungskünstler und diese Unterscheidung ist im vorliegenden Fall entscheidend, denn was uns die in Deutschland ihr Unwesen treibenden Schlager- und Pop-Ausübenden bieten, ist nichts anderes als deren unfreiwilliges Eingeständnis der eigenen intellektuellen Limitationen (zumindest in der Regel). Es gibt wohl kaum ein anderes Land auf der Welt, in dem das Niveau der Unterhaltungsindustrie derart niedrig und beschämend ist wie hierzulande. Und einen beträchtlichen Anteil daran tragen die Sender mit ihrer Programmauswahl. Folglich sitzen genau dort die sogenannten "Spezialisten", die Musik ausschließlich danach beurteilen, ob sie ihrer Meinung nach massenkompatibel ist. Dort gibt es eben keine künstlerischen Abwägungen, keinen Mut zum Wagnis und keine Suche nach etwas Neuem. Das würde nur die Quote mit einem unsicheren Fragezeichen versehen. Nein, massenkompatibel und bewährt - so muss es sein. Es wundert mich daher, dass man nicht den Namen Helene Fischer in den Ring geworfen hat. Aber die scheint für die NDR-Spezialisten wahrscheinlich schon zu hoch auf dem Unterhaltungsolymp zu thronen, um sich auf eine Pseudo-Abstimmung wie dem ESV einzulassen. - Schauen Sie doch auf die Redakteure und Entscheidungsträger. Glauben Sie, dass dort tatsächlich nur ein einziger Fachmann sitzt? Ein Mensch, der irgendeine Qualifikation auf einem musikalischen Gebiet vorweisen kann? Dort sieht es nicht anders aus als in ihrer SPON-Redaktion, die sich mit Musik befasst.

Beitrag melden
floditt 22.11.2015, 10:55
188. Digitaler Mob

Zitat von gathokata
Lächerlich. Jeder weiß doch dass sich mittlerweile fast nur noch Versager in den sozialen Netzwerken tummeln, die im echten Leben nichts auf die Reihe bekommen haben und jetzt dort so richtig die Sau raus lassen. Im echten Leben würde denen keiner zuhören.
Bingo.
Interessant an dieser Geschichte sind nicht Xavier, seine Ueberzeugungen, die Entscheidung ihn zum ESC zu schicken oder dann wiederum genau dies nicht zu tun, sondern die Art, wie ein digitaler Mob irgendwelches Gedoens, das es vom Hö¬ren¬sa¬gen (oder besser von irgendwelchen "sozialen" Netzwerken) aufgenommen hat, um es dann unverdaut, als verbale Diarrhö auf ihn, der nun von irgendwelchen "rechtschaffenden" Alphatieren zu vogelfrei verurteilt wurde, zu werfen. Unwuerdig wie dabei Spiegel-Online mit Schadenfreude das Halali blaest...
Diese Menschen unterscheidet nichts von den Vollpfosten, die seit Monaten in Dresden ihre diffusen Aengste manifestieren. Nicht ihre Art, ihre Methoden, ihre Wut, ihre Ueberzeugung moralisch den oder dem anderen ueberlegen zu sein und auch ihr beschraenkter Intellekt ist ihnen gemein.

Beitrag melden
sabadin 22.11.2015, 10:58
189. Erst umfasend informieren, dann Meinung bilden, dann Mund auf machen...

Zitat von iman.kant
wir brauchen Typen wie Herrn Naijdoo zur Vertretung Deutschlands nicht. Homophob und vor der rechten Szene referierende Menschenfeinde sind nicht mehr dass Bild eines Deutschlands dem ich angehören möchte. Dass der NDR solch einen Mann in Erwägung gezogen hat ist fürchterlich genug. Die Frage die man stellen muss, lautet: Ist der NDR Intendant noch haltbar, oder will man solche Manager wirklich in den Schaltzentralen der Medien?
Hier haben wir ein Beispiel eines schlecht informierten Bürgers. Hört auf populistische Schreihälse, reagiert impulsiv. Empfehlung: Erst umfasend informieren, dann Meinung bilden, dann Mund auf machen. Herzliche Grüße

Beitrag melden
Seite 19 von 33
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!