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Der NDR und Xavier Naidoo: Dieser Holzweg
DPA

Der NDR wollte Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest schicken - und entschied sich nach massiver Kritik um. Das Hin-und-Her offenbart, wie ahnungslos die Verantwortlichen sind - und wie wenig Rückgrat sie haben.

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Zaunsfeld 21.11.2015, 22:11
10.

Zitat von realist4
Ich gehöre nicht zum rechten Lager, aber solche Entscheidungen haben immer ein Gerüchlein von Vorstufe zur Zensur. Ich finde shitstorms erbärmlich, noch erbärmlicher ist aber sich durch diese in die Knie zwingen zu lassen. Rückrat ist bei der NDR Führung definitiv nicht vorhanden.
Es ist eine Sache, ob Naidoo privat auf Tour geht. Da kann er machen, was er will und sagen, was er will. Solange seinem Publikum das egal ist, kann er machen, was er will.
Es ist aber was anderes, wenn so einer offiziell ein Land bei einem internationalen Wettbewerb vertreten soll. Noch dazu wurde er ja nicht irgendwie "gewählt" oder so, sondern wurde einfach von einer Handvoll Leuten dafür eingesetzt.

Das sind also zwei völlig unterschiedliche Dinge.

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patrick6 21.11.2015, 22:14
11. Das Allerschlimmste...

...ist doch, dass ich für diesen ganzen Schwachsinn mit meiner GEZ-Zwangsabgabe bezahle. Eine Abgabe für nichts, denn ich sehe oder höre keine der öffentlichrechtlichen Sender, mangels sinnvoller Inhalte. Und dieses Schlagergebrabbel von Xaver Naidu, oder wie auch immer der heisst, OMG, wer will denn sowas noch hören?

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Michael CGN 21.11.2015, 22:15
12. Der Kommentar erfasst den Kern des Aufstandes nicht

denn das kommt der Reaktion näher.

Der ESC ist ein Event, ein Volks-Event, für die, die ihn mögen (für Andere ist es das Musikantenstadl oder Helene Fischer).

Er lebt von der Teilnahme der Fans, nicht von der gesungenen Musik. Es ist letztlich egal, ob erster oder letzter Platz. Der Weg ist das Ziel.
Das hat die ARD, ander als Raab, scheinbar nicht begriffen.

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spon_2937981 21.11.2015, 22:15
13.

Zur musikalischen Bewertung eines Sängers sind seine weltanschaulichen und politischen Ansichten ohne Belang.

Musikalisch ist seine Ausbootung m.E. kein Verlust.
Und sympathisch ist Naidoo schonmal gar nicht...

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noonecares 21.11.2015, 22:20
14. Rechts bleibt rechts

Er ist eben nicht nur Künstler. Wenn Russland, Weißrussland oder Aserbaidschan homophobe, überpatriotische Leute zum ESC schickt, regt sich Urban gebetsmühlenartig darüber auf, wenn ein verwirrter Möchtegernaufklärer mit Drang zu "besorgten Bürgern" und mit rechten Ansichten aus Deutschland geschickt werden soll ist er nur Künstler. Nein, dieser Mann wäre definitiv die falsche Wahl gewesen.

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vox veritas 21.11.2015, 22:22
15. Tut mir Leid ...

... aber ich bin anderer Meinung.

Die Einzigen, die hier herum eiern, sind die Medien und leider auch SPON. Ich bin mir ziemlich sicher, daß ich mehrere Lobartikel auf Naidoo im SPON Archiv finde, wenn ich nur lang genug suche. Im übrigen war er in der Vergangenheit für die Bohème gut genug - wahrscheinlich wegen seines Migrationshintergrunds.

P.S. Ich befürworte den Rückzug vom ESC, weil ich seine Musik überhaupt nicht leiden kann.

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egoneiermann 21.11.2015, 22:23
16.

Man muss schon sehen, dass das Echo der Presse einhellig war. Spiegel, SZ und FAZ etc. haben sich über die Nominierung aufgeregt, teilweise mit seltsamen Argumente (darf daran erinnern dass SPON Herrn Naidoo zu alt fand). Kann mir daher vorstellen dass dem NDR von ganz oben auf die Finger gehauen wurde. Ihm jetzt noch vorwerfen, dass er kein Rückrad hat (was natütlich stimmt) ist dann doch etwas schäbig, zumindest von einem der zugehauen hat. Das Ganze wird als Beispiel in die Geschichte eingeht, welche Macht Presse + Twitter heute haben, auch wenn nicht wirklich Argumente dahinter stehen. So gesehen ist das also nicht nur der Rückzug sondern auch die Kampangne sehr, sehr traurig. Ich mag den Sänger nicht, finde seine religiösen und politischen Auffassungen seltsam, trotzdem kann ich nicht erkennen, dass er ein Rechter oder ein Homophober ist und hätte mich über die Stimme, die wohl zu den besten in Deutschland zählt, bei ESC gefreut, auch weil das Konzept vom NDR sehr interessant klang.

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kirsten14 21.11.2015, 22:26
17. Eine sichere Bank?

In zweiten Punkten erhebe ich Widerspruch:

1. Nur weil Xavier Naidoo hierzulande ein Megastar ist, heißt das nicht, dass der Rest von Europa das auch so sieht. Nationale Geschmäcker sind durchaus verschieden.

2. Wofür die Stars so stehen, kann in Imageberichten rund um den ESC zur Sprache kommen. Sympathien für die Reichsbürger und vermeintlich homophobe Äußerungen können durchaus dazu führen, dass Zuschauer in anderen Ländern Vorbehalte haben, für ihn anzurufen.

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dlmb 21.11.2015, 22:26
18. Twitter

Ich verstehe nicht, warum Medien wie der Spiegel jeden digitalen Furz, der auf besonders sinnbefreiten sozialen Plattformen wie Twitter gelassen wird, zum Orkan aufblasen müssen.

Glaubt man damit wirklich allen Ernstes ein Meinungsbild aus der Breite der Bevölkerung wiederzugeben? So naiv kann man doch gar nicht sein.

Und auch die Leute, die aufgrund solcher "Shitstorms" irgendwelche Rückzieher machen, überschätzen solche Twitter-Fürze ganz gewaltig.

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donostia-sansebastian 21.11.2015, 22:29
19. verblendet

Zitat von iman.kant
wir brauchen Typen wie Herrn Naijdoo zur Vertretung Deutschlands nicht. Homophob und vor der rechten Szene referierende Menschenfeinde sind nicht mehr dass Bild eines Deutschlands dem ich angehören möchte. Dass der NDR solch einen Mann in Erwägung gezogen hat ist fürchterlich genug. Die Frage die man stellen muss, lautet: Ist der NDR Intendant noch haltbar, oder will man solche Manager wirklich in den Schaltzentralen der Medien?
Aha, wie kommen Sie denn darauf das Hr. Naidoo Homophop ist? Wie kommen Sie darauf das er vor rechten Szene referiert(ich weiß vor wem er in Berlin referiert hat und die sind nicht rechts)? Wie kommen sie darauf das er ein Menschenfeind ist? Wen Sie sich mal intensiv mit Hr. Naidoo auseinandersetzen würden merken Sie vermutlich eines, wie wenig Sie Wissen und wie viel Sie Blödsinn Sie einfach ungeprüft nachplappern. Sie repräsentieren das Bild eines ungebildeten Deutschlands dem ich auch nicht angehören möchte, soviel dazu.

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