Forum: Kultur
Derweil im Migrationshintergrund: Es brodelt in Kanakistan
Daniel Bockwoldt/ DPA

Stärkt es die Demokratie, wenn Rassisten in Parlamenten und Medien zu Wort kommen? Wer das so sieht, ist wohl selbst von Hass und Hetze nicht betroffen. Bei denen, die es sind, wächst das Unverständnis - und die Wut.

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starryk 28.11.2019, 16:35
1. Vorschäge für Maßnahmen

Was mir in dieser Debatte extrem fehlt, sind echte Vorschläge, was man denn tun kann, um die Situation zu verbessern. Meines Erachtens kann man Rassismus nur wirksam bekämpfen, in dem man sich gegenseitig offen begegnet und lernt dass wir alle auch nur Menschen sind dem anderen das Streben nach seinem persönlichen Glück gönnen und ihn nicht eine andere Lebensweise aufzwingen wollen. Es hat schon seinen Grund warum die Fremdenfeindlichkeit dort am höchsten ist, wo es am wenigsten 'Fremde' gibt. Es fehlen einfach diese positiven persönlichen Erfahrungen.
Alle als Rassisten zu bezeichnen die irgend ein belastetes Wort benutzen, bringt keinen dabei weiter. Das letze was wir brauchen, ist ein Kampf zwischen Weißen und PoC in Deutschland, Davon wird kein echter Rassist bekehrt, aber Menschen, die keine Rassisten sind, könnten dadurch welche werden. Wir Menschen neigen nun mal zum Gruppendenken und dem wir gegen die. Das sollte man nicht befördern, indem man alle Weißen in eine Gruppe steckt und alle PoC in eine andere. Dadurch kann es nur schlimmer werden.

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kuebel 28.11.2019, 16:45
2. Mühlen der Gerechtigkeit.

Tja, die Mühlen der Gerechtigkeit mahlen langsam. Ich stimme daher zu, dass gefühlt zuwenig gegen Rassismus unternommen wird (auch und vor allem vom Rechtsstaat)
Es ist tatsächlich unverständlich, wenn Kinder der dritten Generation sich mit Rassismusproblemen herumschlagen müssen, wo wir doch eigentlich ganz andere Probleme haben.
Als Privatperson kann man hauptsächlich im eigenen Bekanntenkreis auf das Problem aufmerksam machen oder Leute darauf ansprechen, wenn sie sich entsprechend äußern.

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mitte50 ist ende 28.11.2019, 16:50
3. engagiert euch!

Wählen alleine reicht nicht, Ihr (oder WIR.... wie deutsch bin ich mit meinem zugegeben lange zurückliegenden Migrationshintergrund?) müsst selbst vorne stehen, geht in die Politik, werdet beruflich erfolgreich, geht in die Bundeswehr, geht ins Fernsehen und die Medien!

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Hans.Meier 28.11.2019, 16:51
4. Danke für diesen Artikel!

Menschen mit Privilegienhintergrund! Das muss ich mir merken. Ihr Artikel ist voll von messerscharfen Analysen und Rassismus entlarvenden Begriffen, die deren Urspungswort auf den Kopf stellen. Besonders eindrücklich finde ich den Satz, dass es keine Diskussion über die eigene Daseinsberechtigung geben darf, die allerortens nun en Vogue geworden ist. Auch machen Sie deutlich, dass es keine einsame Stimme im Walde ist, sondern viele verschiedene Aktivisten und Journalisten bereits bemerkt haben - nur die Mitte noch nicht! Die, die nicht betroffen sind, machen es sich immer leicht oder intellektualisieren das Problem einfach nur.

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Klaus.Freitag 28.11.2019, 16:56
5. Halbkanacke

Als Halbkanacke -in den 60iger Jahren geboren damals hieß das noch "Rassenschande" und meine Mutter, mit einem Palästinenser liiert, war das "Perserflittchen"(?) - liebe ich Ihre Kolumnen.

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dark_schneider 28.11.2019, 17:00
6. postfaktisch

Viel wurde zuletzt immer wieder vom postfaktischen Zeitalter geredet. Wenn man sich die Kolumnen von Frau Ataman durchliest hat man das Gefühl, dass das nicht untertrieben ist. So sehr rechte Umtriebe auch schmerzen, muss man doch festhalten, dass es kaum ein Einwanderungsland gibt, das den Zugewanderten mit mehr Tolleranz und Vorleistungen entgegenkommt wie Deutschland. Das die Autorin ausgerechnet hier so pauschal auf die "Weißen" draufhaut ist eine Frechheit. Auch ihr ständiges Labeln ala "Ich Kanake, du Weißer" hilft uns nicht beim Bestreben ein zwangloses Miteinander zu erreichen. Ich kann mir aber auch kaum vorstellen, dass es das ist, was Frau Ataman im Sinn hat. Denn letztlich ist der Artikel kaum mehr als eine Ansammlung von Drohungen. Über eine Androhung mache ich mir indes am wenigsten Sorgen; die des Auswanderns. Denn wo könnten Minderheiten, ob aus ethnischer, religiöser oder sexueller Sicht, freier und sicherer leben als hier? Grüße aus Berlin

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Ayanami 28.11.2019, 17:01
7. Tatsächlich

Tatsächlich frage ich mich schon lange, warum wir noch keine "Ausländer-Lobby-Partei" haben. Sofern diese integrative und nicht konfrontative Arbeit betreibt, würde ich das sehr begrüßen.

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bandelier 28.11.2019, 17:03
8. Liebe Ferda Ataman

Sie beklagen u.a., dass Zuwanderer der 3. Generation nicht akzeptiert werden. Es wäre korrekt, das zu ergänzen um die Feststellung, dass viele dieser 3. Generation immer noch nicht richtig Deutsch sprechen und keine Schulabschlüsse haben, weil Bildung eben kein vorrangiges Ziel ist. Ich freue mich jedoch sehr darüber, dass ausgerechnet die Töchter im öffentlichen Leben sehr viel stärker präsent sind, z.B. in den Medien, obwohl sie per Erziehung viel schlechtere Startchancen hatten und haben. Doch sie wollen. Und dieses Wollen vermisse ich bei den Paschas. Ich lebe in einem sehr durchmischten Gebiet und beobachte just diese Paschas in ihren dicken Autos - wie immer die finanziert wurden - tagsüber, wie sie im totalen Halteverbot stehen, umd sich zu treffen, und die Lokalität rücksichtslos vermüllen. Auch im Strassenverkehr erlebe ich sie extrem rücksichtslos, jegliche Regeln verletzen. Auch darüber sollten Sie reden. Und das sind Probleme, für die nicht wir als Aufnahmegesellschaft von Zuwanderern verantwortlich sind, sondern die Zuwanderer selbst. Und warum engagieren Sie sich als "Kanaken" nicht selbst in den politische Parteien? Dem steht nichts im Wege. Ich freue mich sehr über den ersten türkischstämmigen BM in einer grossen Hauptstadt, in Hannover. Der Mann ist deutsch, ohne wenn und aber, und er hat es sich selbst erarbeitet. Warum werfen Sie uns immer Rassismus vor, verschweigen aber den Rassismus der Muslime, die integrations- und oft bildungsunwillig sind, weil unsere Bildung nicht ihren Vorstellungen entspricht. Es wäre sicherlich gut, wenn Sie auch die andere Seite der Medaille ansprechen würden. Wissen Sie, ich ärgere mich über Kinder, die zur Einschulung, obwohl sie hier geboren wurden, kein beschulungsfähiges Deutsch sprechen und ihre Eltern an Elternabenden nicht teilnehmen, weil sie kein Wort Deutsch verstehen. Wo bleibt da Ihre Kritik? Und ich wünsche mir Zuwanderer, die konzidieren, dass sie gern in diesem freien Land leben wegen der höheren Lebensqualität, die aber auch selbst dazu beitragen. Herr Gysi sage dieser Tage so schön: "Zuwanderer können unser Land gern mit ihrer Kultur bereichern, aber uns nicht einzwängen." Diese Aspekte sollten Sie in Ihre Betrachtungen mit einbringen, dann könnte das was werden.

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claus7447 28.11.2019, 17:04
9.

Danke erst mal für diese Kolumne an Ferda Ataman. Es ist schon erstaunlich wie sich Deutschland insbesondere seit 2006 gewandelt hat. Erinnert man sich noch an die WM, mit Pressestimmen aus dem Ausland die verwundert waren über ein offenes, liebenswertes und buntes Deutschland!

Der Wandel kam mit der braunen Brut die immer noch in den Köpfen von Ewiggestrigen vorhandenen ist, von irgendeinem verschrubelten völkischen und heimttreuem Denken. Und wer gießt täglich Öl in das Feuerchen? Die AfD Volksgenossen, die sich noch mit staatlicher Alimentierung bezahlen lassen. Einer Truppe die sich nicht zu schade ist für jeden geistigen Dünnschiss. Da ist Wir werden sie jagen! noch das schwächste.

Erstaunlich, das gerade in Regionen mit dem geringsten Ausländeranteil der Zuspruch am höchsten ist. Vererbt? Vielleicht, denn schon in DDR Zeiten wurden die Vertragsarbeiter "Kanaken" genannt. Wurden kaserniert und im Extremfall auch mal seitens der Staatsanwaltschaft als "Sache" klassifiziert. Wenn am heimatlichen Herd keine Toleranz gepflegt wird, dann haben AfD Parolen es leicht.

Wo bleibt der Aufschrei der Mehrheit? Denn auch mit 40% sind diese Braunen die Minderheit! Steht endlich auf und duldet den geistigen Terror nicht mehr. Geht auf die Straße. Outet ihre Sprecher, ihre aufwiegler! Setzt die Ordnungsmacht Polizei unter Druck. Kein zulassen von Bürgerwehren, denn die gab es schon mal! Da hießen sie SA!

Ach ja, fast vergessen, sprecht mit eurem Nachbarn, gerade wenn er nicht bio-deutsch ist. Ladet ihn ein. Der erste Schritt zur Beseitigung von ANGST!

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