Forum: Kultur
Deutsche mit Zonenhintergrund: Willkommen im Club
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Was haben eine Frau mit Kopftuch und ein Mann mit sächsischem Dialekt gemeinsam? Von beiden wird einer Studie zufolge oft erwartet, dass sie sich besser integrieren und von Extremisten distanzieren. Was lernen wir daraus?

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Arrivato 06.04.2019, 21:17
50. Was soll das?

Muslime, die ihre Kopftücher „wie angeborene Körperteile“ tragen, zeigen damit deutlich, dass sie sich selbst der „künstlichen Kategorie“ der Muslime zuordnen.

Warum sollen sich „Original-Westdeutsche“ erst integrieren? So ein Schwachsinn.

Hat Ataman im „Wessiland“ keine fairen Bildungschancen erhalten? Zumindest konnte sie in „unserem“ Land Journalistin werden, und Spiegel-online bietet ihr nun regelmäßig eine Plattform, wo sie ihre Hetze gegen die „Originaldeutschen“ loslassen kann. Eine vergleichbare Chance haben nicht viele „Originaldeutsche“. Ich stelle mir vor, was los wäre, wenn ein „Originaldeutscher“ hier ständig Hetze gegen türkische Mitbürger betreiben würde. Denke nicht, dass er damit so glimpflich davon käme wie Frau Ataman, die Vorsitzende des Vereins „Neue deutsche Medienmacher“ (NdM) ist.

Das Bundeskanzleramt hat die NdM, die auch von den Open Society Stiftungen des Aktivisten George Soros unterstützt werden, 2017 mit 577.918,08 € und 2018 mit 453.394,54 € unterstützt. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration förderte verschiedene Projekte des Vereins zwischen 2013 und 2017 mit insgesamt 826.043,70 Euro.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die NdM im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ mit der Koordination der nationalen Umsetzung des No Hate Speech Movement beauftragt und entsprechend gefördert.

Nun sehen sich Deutsche, die ihre Wurzeln in Deutschland haben (was Ataman ihnen absprechen will - warum nur?), der Hetze von Ataman ausgesetzt, erhalten aber keine staatl. Fördermittel, um sich dagegen zur Wehr setzen zu können. Toll!

https://www.epochtimes.de/meinung/neue-deutsche-medienmacher-bundesregierung-und-soros-finanzieren-verein-gegen-neutrale-berichterstattung-a2663333.html

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wolflangecker 06.04.2019, 21:19
51. Und was ist mit den Bayern?

Die Bayern sind für mich auch keine Deutschen ;)
Ist für einen Preußen aber auch schwer, einen Nicht-Preußen als Deutschen zu sehen :::)
Mal Spaß bei Seite.
Deutscher ist, wer in Deutschland geboren ist, oder deutsche Großeltern hat... . Egal ob helle oder dunkle Haare/Haut, Dialekt oder Sprachfehler , Hochdeutsch sprechend oder eben anderes Deutsch, das ich kaum verstehe, wie Schwäbisch oder sächsisch. Migrationshintergrund hat jeder Mensch, egal wo er und seine Eltern/Großeltern usw geboren sind.
Wer hier geboren ist, ist folglich Deutscher, egal welche Kulturen er sonst noch in sich trägt, zumal Kultur nie fest, sondern stets in Bewegung ist.

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ole#frosch 06.04.2019, 21:28
52. Individuum!

Ossis haben nicht die AFD gewählt es ist jeweils ein Individuum das seine Stimme einer Partei gibt.
Hört bitte auf damit Gruppen irgendwelche Eigenschaften überstülpen zu willen.
Nicht mal Zwillinge haben dieselben Charaktereigenschaften. Es gibt sie einfach nicjt, die Wessis, Ossis, Muslime, Ausländer. Es ist immer eine Gruppe Individuen.

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aurora77 06.04.2019, 21:35
53. Frage des Respekts

Der Artikel und auch viele der Kommentare hier zeigen: Ob Integration gelingt, hat wenig mit den Einwanderern zu tun, sondern hängt ganz maßgeblich von der Kultur des Gastgeberlands an. Haben die Gastgeber die Erwartung, dass alle neuen so werden sollen wie sie selbst, kann es keine Integration geben. Erst wenn die Leute anderen Menschen Respekt und Interesse entgegenbringen und die anderen Menschen so akzeptieren und schätzen wie sie sind, können sich diese integrieren.
In unserem Stadtviertel in München wird eine solche Kultur übrigens schon gelebt. Die verschiedenen Kulturen werden hier zelebriert, sowohl die aus anderen Teilen der Welt als auch aus anderen Teilen Deutschlands. Selbst Leute, die kein Deutsch sprechen, sind über ihre Kinder hier gut vernetzt und integriert.

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p.torau 06.04.2019, 21:50
54. Ostdeutscher Akzent

"Oder können Sie sich vorstellen, dass jemand mit ostdeutschem Akzent genau so stark diskriminiert wird wie eine Frau mit Kopftuch?"


Liebe Identitätspredigerin, es gibt keinen Ostdeutschen Akzent, wohl gibt es aber in Ostdeutschland massenhaft Akzente, Dialekte und Mundarten. Und auf ihre Frage, ich verstehe jetzt mal ostdeutscher Akzent = sächsisch: Ja kann ich mir absolut vorstellen. Die Sprache ist gerade in Deutschland derartig wichtig, dass Kopftücher da nicht im Ansatz mithalten können. Nicht mal ein ganz, ganz kleines bisschen.

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akerensky 06.04.2019, 21:51
55. Ostdeutsche müssen sich endlich integrieren

Vor allem bei den Frauen sind die Unterschiede immer noch riesig. Laut einer Studie des Familienministeriums aus 2016 bekommen ostdeutsche Frauen mehr Kinder, arbeiten öfters in Vollzeit-Jobs und kleiden seltener ihre Männer ein als die Frauen im Westen. Unfassbar dass nach 30 Jahren die ostdeutschen Frauen unsere Werte immer noch nicht akzeptieren!

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hackebeilchen 06.04.2019, 21:57
56. Bessere Sprachbeherrschung....zweifelsohne

„Die deutsche Sprache beherrschen wir besser, wie arrogante Wessis“ ( besser , wie .....echt jetzt ?). „Zu dieser Kolumnistin schreibe nie etwas, um hier zu erscheinen.“ —> ???????
„Paralellgesellschaften“ .... aha.... kommt das von Parallele ? Salzigsten sind wohl die neuen Salafisten ? Jaja die neue Rechts(s)Schreibung, ich sag´ s ja. Danke für die Nachhilfe in den Osten der Republik. Scheinbar ist es bei manchen Foristen inzwischen üblich, wenn man schon die Intellektuellen Hosen hier runterlässt, das auch mit ordentlich Schmackes zu tun. Chapeau.

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Antalyaner 06.04.2019, 22:12
57.

Sehr geehrte Frau Ataman, dadurch, dass Sie hauptsächlich über Themen schreiben, die irgendeinen Bezug auf Migration/Ausländer/Integration o.ä. haben, erfüllen Sie selbst genau die Vourteile/Ressentiments/Klischees, die Sie in Ihren Artikeln monieren bezw. auf die Sie aufmerksam machen möchten. Schade drum.

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im_ernst_56 06.04.2019, 22:24
58. Es wird vermischt, was differenziert betrachtet werden müsste

In der Kolumne wird einiges miteinander vermischt, was differenziert betrachtet werden müsste. Von Ostdeutschen hat niemand erwartet, dass sie integrieren müssten. Was natürlich neu für sie war, war der Wegfall der gewohnten sozialen Sicherheit, der sichere Arbeitsplatz, die niedrige Miete, die Bedeutung von Geld im Kapitalismus. Neu war der Wettbewerbsdruck auf dem Arbeitsmarkt. Allerdings hatten manche Berufsgruppen weniger Probleme, Ärzte und Zahnärzte zum Beispiel. Auch viele Schauspieler/innen, die heute ständig in Filmen und im Fernsehen zu sehen sind, kommen "von drüben", haben ihre Ausbildung in der DDR gemacht, waren dort kleine Stars und sind nach der Wiedervereinigung richtet durchgestartet. Es hatten diejenigen ein Problem, die zu alt waren, um sich an die sozialen Verhältnisse außerhalb des implodierenden real existierenden Sozialismus zu gewöhnen. Viele fühlen sich um ihre Lebensleistung betrogen. Dass der sächsische Dialekt unter allen deutschen Dialekten am wenigsten gelitten ist, muss nicht unbedingt mit der DDR und dessen verhassten Gründervater, dem Leipziger Walter Ulbricht, zu tun haben, es könnte aber so sein. Schon in der DDR hat niemand bei Radio und Fernsehen eine Chance, der sächselte. Die Probleme, die Migranten, die aus einem Kulturkreis von jenseits des Mittelmeeres haben, sind m.E. ganz anderer Art. Deswegen ist es auch völlig abwegig zu erwarten, die Ostdeutschen würden sich mit Muslimen solidarisieren, weil sie dieselbe Diskriminierungserfahrung gemacht haben oder noch machen. Was übrigens die Ostdeutschen die Vereinigung eingebracht haben, war eine Verstärkung der Säkularisierung. Der Anteil der Ostdeutschen, die einer Religionsgemeinschaft angehören, ist noch niedriger als bei den Westdeutschen. Für beide spielt Religion aber überhaupt keine Rolle. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass viele Deutsche in Ost und West mit einer Kultur fremdeln, in der die Religion eine so zentrale Bedeutung für die kulturelle Identität zu haben scheint und von vielen so demonstrativ (durch Kleidung etc.) vor sich hergetragen wird.

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rleu 06.04.2019, 22:58
59.

Zitat von spon-facebook-10000031099
Ach du meine Güte. Nur mal so als Denkanstoß: Wenn ein Viertel oder mehr der Ostdeutschen der Meinung sind eine Partei mit verfassungsfeindlichen Zielen zu wählen, dann sind sie offensichtlich nicht bei "unseren Werten" angekommen, denn "unsere Werte" sind in dieser Verfassung niedergeschrieben.
Aber Deutschland hat doch gar keine (vom Volk gegebene) Verfassung, die eigentlich auch nach dem (von den Siegermächten aufgesetzten) Grundgesetz nach der Wiedervereinigung gefordert wird.

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