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Deutsche mit Zonenhintergrund: Willkommen im Club
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Was haben eine Frau mit Kopftuch und ein Mann mit sächsischem Dialekt gemeinsam? Von beiden wird einer Studie zufolge oft erwartet, dass sie sich besser integrieren und von Extremisten distanzieren. Was lernen wir daraus?

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MichaelM1972 06.04.2019, 23:05
60. Allein schon Ostdeutsche als Migranten zu bezeichnen....

zeigt, dass dieses hämische Besser-Wessi-Getue noch genauso vorhanden ist wie in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung. Was bleibt denn den Ostdeutschen angesichts dieser Hochnäsigkeit anderes übrig, als „Alternativen“ zu wählen. Und auch Dank der Schreiberin dieses Artikels wird das wohl demnächst 3x massiv stattfinden. Es wird wirklich Zeit für meine Generation und die Leute aus dem Osten, die für Euch immer noch „die Idioten da drüben“ sind, den Spiegel abzubestellen, die neue Chefredaktion ist eine Katastrophe. Ich bin mal gespannt, ob viele Westdeutsche Herrenmenschen, Ökofreaks, Klimademonstranten und Tempo-100 Fans als Neuabonnenten einspringen.

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Sensør 06.04.2019, 23:42
61. Was unterscheidet die Frau mit dem Kopftuch von sächselnden Mann?

DIe Frau könnte das Koptuch sofort abnehmen, und wird dann 'nur' noch wie alle anderen Frauen diskiminiert. Der sächsisch sprechende Mann wird seinen Dialekt wohl nie los, hat als Mann aber die Wahl, die Frau wegen ihrem Kopftuch, oder wegen ihrem Geschlecht zu diskriminieren. Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Als Bewohner einer nordeutschen multikulturellen Großstadt diskriminieren wir lieber PolitikerInnen, PolizistInnen und gierige VermieterInnen.

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ole#frosch 07.04.2019, 00:12
62. @56 Zwiebelfisch

Dann aber auch selber aufpassen.

Sie schreiben scheinbar und meinen doch anscheinend.
Freundlichst ein Mensch der Erde.

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meine__Meinung 07.04.2019, 00:33
63. billige Vereinnahmung

Wie lange muss ich das Geschreibsel von der Frau noch hier lesen lassen. Diese "Studie" ist wertlos. Aber Frau Ataman treibt jede Sau durchs Dorf um noch mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.Da werden auch mal die Ostdeutschen den Menschen mit Migrationshintergrund gleichgestellt. Ein Dialekt ist mit einem Akzent nicht gleichzusetzen. Eine zumindestens meistens fehlerfreie Wortwahl und Grammatik ist nicht zu verwechseln mit dem Ghettogestammel, welches ich viel zu oft anhören muss.
Jede diese "gefoerderten" oder "unterstuetzten" Studien sind ihr Geld wert. Aber nur dem, der das "gefoerdert" oder "unterstuetzt" hat, denn komischerweise sind dessen Ansichten damit ja immer "wissenschaftlich bewiesen.
Es ist blanke Lobbyarbeit , ob das nun die Pharmaindustrie ist, oder das Dezim-Institut.
Nur dass die Pharmakonzerne ihre Kosten fuer derartige Studien von ihrem Gewinn bezahlen muessen, waehrend diese Studien direkt oder indirekt auch noch von den deutschen Steuerzahlern bezahlt werden.

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vernetzt weiblich denken 07.04.2019, 04:25
64. Im Gänsemarsch

Wenn alle ein Thema vernetzt haben
folgen die Andern im Tippelschritt,
anstatt endlich weitflächig rechtzeitig zu vernetzen.
Hätte wir das beim Willkommensfestival gemacht,
gäbe es heute keine AfD im Bundestag.

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aliof 07.04.2019, 05:35
65. ad 'Ossis'

Zitat von spon-facebook-10000031099
Ach du meine Güte. Nur mal so als Denkanstoß: Wenn ein Viertel oder mehr der Ostdeutschen der Meinung sind eine Partei mit verfassungsfeindlichen Zielen zu wählen, dann sind sie offensichtlich nicht bei "unseren Werten" angekommen, denn "unsere Werte" sind in dieser Verfassung niedergeschrieben.
.. es gibt auch in (Dunkel-)Bayern Regionen in denen ebenfalls ein Viertel extrem rechts wählen , also rechts der CSU , der bis vor Kurzem Alleinherrscher-Partei .

Und noch eine Parallele fällt mir auf :: in Ost-(MDR)-Deutschland gibt es , wohl aus Staatsräson keine 20-Uhr-Tagesschau , und in Bayern das Desintegrative mir-san-mir , aber 24 Stunden am Tag.

Rein rechnerisch , und dadurch besteht Hoffnung , sind zwei Drittel (sowohl der Ossis als auch der Bayern) aber bestens integriert. - Also besteht eher nur eine graduelle Abweichung dieser Deutschen .. 'von uns' (?)

Interessieren würde mich in Fortsetzung des Gedankengangs , Studien zur ggf. erfolgten Integration der Ostpreußen bzw. Schlesier usw. Post-WW II .

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leseoma 07.04.2019, 06:45
66. Na und?

Als nach dem 2. Weltkrieg die Flüchtlinge kamen, hatten wir das gleiche Problem. Meine Mitschüler sprachen so komisch und sangen auf unserem langen Schulweg andere Lieder als wir. Zudem hatten viele Läuse vom Lageraufenthalt. Da hat die Integration auch gedauert, und heute merkt kein Mensch mehr den Unterschied. Jeder muß halt wollen.

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blurps11 07.04.2019, 06:46
67.

Zitat von dirkloechel
Dass man als Leyla Öztürk (oder, noch schlimmer, Ali al-Samel) deutlich schlechtere Erfahrungen bei Bewerbungsgesprächen macht als als Cindy Bargende oder Ronny Schleubitz ist sicher richtig. Aber gerade der Dialekt ist eine nicht zu unterschätzende Hürde für Ostdeutsche, weswegen viele gen westen Aufgebrochene den auch ablegen.
Das mag auf Sachsen und Thüringer zutreffen, auf den Rest sicherlich nicht. Bekanntlich gibt es keinen Dialekt "Ostdeutsch".

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caspiat 07.04.2019, 06:55
68. Frau mit Kopftuch und Frau ohne

Raif Badawi, Nasrin Sotoudeh, Seyran Ates, etc.

Da ist es mit der Diskriminierung mehr als schlimm.
Sind das Themen, die Sie auch beschäftigen, oder geht es nur um die Sünden der Deutschen?

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fördeanwohner 07.04.2019, 08:41
69. -

Zitat von aurora77
Der Artikel und auch viele der Kommentare hier zeigen: Ob Integration gelingt, hat wenig mit den Einwanderern zu tun, sondern hängt ganz maßgeblich von der Kultur des Gastgeberlands an. Haben die Gastgeber die Erwartung, dass alle neuen so werden sollen wie sie selbst, kann es keine Integration geben. Erst wenn die Leute anderen Menschen Respekt und Interesse entgegenbringen und die anderen Menschen so akzeptieren und schätzen wie sie sind, können sich diese integrieren. ...
Ja, aber ... So einfach es klingt, so undifferenziert ist es.
Es gibt sehr viele verschiedene Aspekte bei einer solchen Betrachtung zu bedenken.
Wichtig ist, über welchen Zeitraum man spricht, wie die sozial-politischen Umstände sind, welchen Bildungsgrad Migranten haben, wie viele Migranten sich wo ansiedeln, welchen Druck das Heimatland ausübt ...
Stellen wir Vergleiche an mit anderen Ländern, die eine ähnliche Entwicklung durchlaufen haben, erkennen wir, dass die Probleme überall mehr oder weniger gleich sind.
Es scheint also nicht damit zu tun zu haben, wie nett die "Urbevölkerung" ist, sondern mit den oben genannten Aspekten.
Mit Verlaub, inzwischen nervt es mich ein wenig, wenn immer wieder so getan wird, als wenn Millionen von Menschen hierzulande einen miesen Charakter hätten, an dem sie unbedingt arbeiten müssen, wenn es eigentlich nur Zeit braucht, sich an neue Umstände zu gewöhnen bzw. zulernen, wie man damit umgeht.
Damit will ich niemanden verteidigen, der Menschen mit dunklerer Hautfarbe usw. per se ablehnt, sondern nur darauf hinweisen, dass nichts einfach mal so von heut auf morgen möglich ist.
Schauen wir in die USA, die ein klassisches Einwanderungsland seit Jahrhunderten sind, nicht einmal dort hat man es bis heute hingekriegt, dass alle Menschen überall gleichwertig betrachtet werden.
Natürlich muss man dagegen arbeiten, aber es bringt m.M.n. nichts, andauernd die Moralkeule herauszuholen und undifferenziert eine Gruppe von Menschen zu beschuldigen, sie allein wäre schuld an bestimmten Missständen, so wie es Frau Ataman tut.
Nichts für ungut, aber ich finde diese Kolumne kontraproduktiv und würde mir für die Zukunft wünschen, dass sie eine andere Richtung einschlägt.

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