Forum: Kultur
Deutsche Traditionen: Nach alter Väter Brauch und... bitte?
DPA

Was wird aus Deutschland, wenn immer mehr Menschen einwandern? Und was aus seinen guten alten Traditionen? Bevor wir uns darüber Sorgen machen, sollten wir wissen: Deutsche Kultur ist weder besonders alt noch besonders deutsch.

Seite 1 von 52
Marc Anton 06.12.2015, 16:49
1. ach Gott, wie durchschaubar

Befremdlich deutlich sind Motivation und Zielrichtung des Kommentars erkennbar.
Gewohnt wird über die individuelle Befindlichkeit hinweggewischt. Jeder Mensch definiert sein Brauchtum und Tradition bzw. den Raum in dem er sich wohlfühlt für sich. Und es ist sehr wohl des Deutschen berechtigtes Anliegen, sich über dessen Zukunft in Anbetracht der zu befürchtenden Veränderungen Sorgen machen zu dürfen.
Da kann noch so oft versucht werden, das Gegenteil mit heimatfeindlicher Motivation herbeizuschreiben.
Wer die Menschen dieses Landes nicht mitnimmt, hat sie irgendwann gegen sie. Der Willen zum Konsens ist derzeit nicht auffindbar - auf allen Seiten. Leider hilft dieser Kommentar da ebenso wenig.

Beitrag melden
vogelsberg 06.12.2015, 16:57
2. Wer keine Traditionen mehr hat

verliert seine Identität. Was ich hier von einer Professorin höre ist das typische oberflächliche Geschwafel der neuen Zeit. Danke Frau Professorin. Wir brauchen einen Halt. Der liegt in unserer Tradition. Es ist sicher richtig, die sicher nicht "deutsch-national" sein muss. Es sind aber regionale Traditionen und diese sollten bestehen bleiben.
Die Verleugnung der Tradition ist der erste Weg um seine Identität zu verlieren. Wenn Deutschland nicht deutsch wäre, wären die Flüchtlinge wohl in Griechenland und Italien geblieben.

Beitrag melden
Glasperlenspiel 06.12.2015, 17:00
3. Bekommt man heute ...

... als Professorin keine Drittmittel mehr, wenn man nicht so richtig schön politisch korrekt diskutiert?

Es ist sicherlich richtig, dass viele "Bräuche" in Deutschland historisch recht jung und eigentlich "zusammengesetzt" sind. Das ist aber noch lange kein Grund, diese Sitten auf dem Altar der sog. "Willkommenskultur" zu opfern.

Die einfache Frage ist doch: Was kommt danach?
Eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer getrennt lernen und feiern, in der Frauen nicht Männer unterrichten und muslimische Frauen nicht Deutsche heiraten dürfen. In der "kritische" Kunstwerke abgehängt werden oder garnicht erst entstehen.

Wesentlich sind eben nicht solche formellen Aktionen wie ein Integrationsgebot oder das berühmte Burka-Verbot. Entscheidend ist das Leben Tag für Tag, in dem wir unsere Sprache, unsere Kultur und unsere Sitten nicht einfach zur Disposition stellen dürfen.

Auch wenn man dann vielleicht etwas schlechter Drittmittel beim Staat bekommt.



Aber nun haben wir diese "Bräuche" nun einmal. D

Beitrag melden
Rotauge 06.12.2015, 17:04
4. Ja ja

alles ist vergänglich,auch Traditionen, egal welcher Art
auch Weihnachten,denn das ist nur noch reiner Kommerz
und hat mit dem eigentlichen Sinn nichtsmehr zu tun.

Beitrag melden
ricson 06.12.2015, 17:09
5.

Kultur ist ein Sammelsurium an Eigenschaften, und eine Unterscheidung verschiedener Kulturen hängt nur daran für wie wichtig man bestimmte Eigenschaften erachtet. Ob jemand zum selben Kulturkreis gehört oder nicht liegt nur im Auge des Betrachters. Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich zwischen alle Menschen finden. Gut lässt sich das im Urlaub betrachten. Wenn in einem Hotel auf Mallorca Deutsche unter sich sind gibt es meist klare Trennlinien Ossis und Wessis bleiben meist gerne unter sich. Man betrachtet den anderen gern etwas abschätzig, der Dialekt macht hier den Kulturkreis. Das ganze lässt sich sehr schnell ändern in dem man z.B. ein paar Engländer in den Mix wirft. Gegenüber dem fremdartigen Verhalten dieser Menschen scheint der Dialekt plötzlich keine so große Bedeutung mehr zu haben, gemeinsames Kopfschütteln ob des als ungebührlich betrachteten Verhaltens schweißt zusammen. Aber auch die Deutsch-Britischen Beziehungen lassen sich kitten, alles was es dafür braucht sind ein paar Russen. Die Lösung für den Weltfrieden ist also einfach, wir brauchen Ausserirdische.

Beitrag melden
bauausdo 06.12.2015, 17:11
6. Erfolgreicher Mix

Ein kluger Artikel. Günter Grass verwies schon in den frühen 80ern darauf, dass die Kulturnation der Deutschen eine Erfindung sei. In Wirklichkeit sind wir ein Volk aus Einwanderern. Vielleicht macht gerade das uns so erfolgreich.

Beitrag melden
thelix 06.12.2015, 17:14
7. Denkfehler oder Widerspruch?

Zitat von Marc Anton
Jeder Mensch definiert sein Brauchtum und Tradition bzw. den Raum in dem er sich wohlfühlt für sich. Und es ist sehr wohl des Deutschen berechtigtes Anliegen, sich über dessen Zukunft in Anbetracht der zu befürchtenden Veränderungen Sorgen machen zu dürfen.
Wenn jeder Mensch sein "Wohlfühl-Brauchtum" selber definiert (was in meinen Augen absolut zutreffend ist)...

... wie kann es dann ein (!) deutsches "Wohlfühl-Brauchtum" geben, das es gegen äußere Einflüsse zu verteidigen gilt?

Ansonsten: starker Artikel! (auch wenn "gewisse Personen" sich da wieder mal angegriffen fühlen.)

Beitrag melden
lövgren 06.12.2015, 17:16
8.

Zitat von vogelsberg
verliert seine Identität. Was ich hier von einer Professorin höre ist das typische oberflächliche Geschwafel der neuen Zeit. Danke Frau Professorin. Wir brauchen einen Halt. Der liegt in unserer Tradition. Es ist sicher richtig, die sicher nicht "deutsch-national" sein muss. Es sind aber regionale Traditionen und diese sollten bestehen bleiben. Die Verleugnung der Tradition ist der erste Weg um seine Identität zu verlieren. Wenn Deutschland nicht deutsch wäre, wären die Flüchtlinge wohl in Griechenland und Italien geblieben.
Es ist aber auch gute deutsche Tradition, dass man andere Meinungen akzeptiert und nicht die Vertreter anderer Meinungen als "Leugner" tituliert. Mit dieser Maschen machen AfD, Pegida und die anderen Rechtsradikalen deutsche Traditionen kaputt.

Beitrag melden
fessi1 06.12.2015, 17:17
9. Weinachten das Nazifest

"Gerade im Nationalsozialismus hatte schließlich eine germanophile und xenophobe Traditionserfindung oder -pflege Konjunktur, die bis heute nachwirkt. Weihnachten wurde dort erst zur "deutschen Weihnacht"..." Ohne Worte

Beitrag melden
Seite 1 von 52
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!