Forum: Kultur
Deutsche Traditionen: Nach alter Väter Brauch und... bitte?
DPA

Was wird aus Deutschland, wenn immer mehr Menschen einwandern? Und was aus seinen guten alten Traditionen? Bevor wir uns darüber Sorgen machen, sollten wir wissen: Deutsche Kultur ist weder besonders alt noch besonders deutsch.

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schwaebischehausfrau 06.12.2015, 18:54
100. Man kann sich alles schönreden...

Man kann sich offenbar alles schönreden: Ein Einknicken lässt sich dann ja einfach als "tolle Erkenntnis" schönreden, nämlich dass Schweinefleisch sowieso nicht gut ist für eine bewusste, gesunde Ernährung. Hauptsache, die Friede-Freude-Eierkuchen Stimmung für die konfliktscheuen Lehrer und Eltern wurde gerettet. Es geht vielen Menschen nicht nur um "Bräuche und Sitten", sondern darum, dass sie bewusst in einem westlich-orientierten Land leben möchten und nicht in einer vom öffentlichen Straßenbild her eher orientalisch anmutenden Kopftuch-Republik.

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syracusa 06.12.2015, 18:58
101.

Zitat von wutbürger2010
Ich bin stolz darauf in Deutschland geboren zu sein, Dt. Grundgesetz Dt. Asylrecht Dt. Bier- Reinheitsgebot Dt. Fußball Dt. Nationalhymne/Hymnentext Dt. Sozialsystem Dt. Schul-/ Bildungssystem Medizinische Versorgung Dt. Warenqualität Dt. Lebensmittel Dt. Dichter und Denker Dt. Feste und Lebensart wie Fasching, Kirmes, Grillen, Schrebergärten, Apfelsaftschorle, Radler, Currywurst, Oktoberfest/Bayern, christliche Feste wie Weihnachten/Ostern/St. Martin etc. Dt. Märchenkultur (Grimm) Dt. Dichter und Denker Meinungsfreiheit Rechtstaatlichkeit Pressefreiheit Religionsfreiheit Schutz von Minderheiten das Prinzip der offenen Gesellschaft Wertschätzung des Individuums Pluralität der Lebensstile Toleranz Geschlechtliche Gleichberechtigung Emanzipation der Frau sexuelle Selbstbestimmung Homo-Ehe keine religiöse Gesetzgebung keine religiöse Geschlechtertrennung ... Man sollte diese Werte und Traditionen nicht einem links-grünen Mainstream opfern.
Ihnen ist aber schon klar, dass ein wesentlicher Teil dieser positiven Aspekte Deutschlands ausschließlich auf links-grüne Bewegungen zurück gehen, oder?

Ich bin nicht stolz darauf, in Deutschland geboren zu sein (warum auch, das ist nicht mein Verdienst), aber ich bin stolz auf die Entwicklung Deutschlands nach 1968, denn an dieser Entwicklung hin zu einer freiheitlichen, offenen Demokratie habe ich aktiv mitgewirkt.

Lustigerweise bin ich ganz besonders stolz auf diejenigen Eigenschaften Deutshclands, die von AfD/Pegida stets als "linksgrün" diffamiert und in den Dreck gezogen werden. Bei Ihnen bin ich aber ein wenig verwundert, denn das Prinzip der offenen Gesellschaft, Wertschätzung des Individuums, Pluralität der Lebensstile, Toleranz, Geschlechtliche Gleichberechtigung, Emanzipation der Frau, sexuelle Selbstbestimmung und Homo-Ehe sind doch keine Werte, die von AfD/Pegida geteilt werden. Im Gegenteil: diese linksgrünen Werte werden von denen verteufelt.

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goodand 06.12.2015, 18:58
102.

Zitat von schoenfaerber_dr
Eine "deutsche Kulturnation" ist und bleibt Konstrukt, das stimmt. Ich habe auch keine Angst um "das Deutsche" oder ähnlich kleinkarierte Identitätskrücken. Es geht einzig und alleine um das, was alle Regionen und Nationen Europas (!) verbindet und heutzutage Toleranz wie Menschlichkeit garantiert: unsere 2000 Jahre alte Religion (und ihren Ausdruck im Humanismus). DAS ist es, liebe Professorin, was konstanten Wert hat und weiter haben muss!
Der Humanismus ist ein objektives und wissenschaftlich offenes Gedankengebäude und damit als Basis einer aufgeklärten Kultur tauglich. Ihre "2000 Jahre alte Religion" ist all dies nicht und taugt daher dafür nicht.

Wenn wir das so sehen, befinden wir uns - wenn auch sicher nicht moralisch - dann doch aber intellektuell durchaus auf einem Niveau mit dem IS!

goodand

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kladderadatsch 06.12.2015, 18:59
103. Wie wärs mit islamischen Feiertagen?

Zitat von syracusa
Wenn Ihnen irgend was Fremdes gegen Ihren Willen AUFGEZWUNGEN wird, warum wenden Sie sich dann nicht an die Polizei? Die ist für solche Straftaten zuständig. Ich fürchte nur, Sie binden uns hier einen Bären auf. Durch die Aufnahme von Menschen in Not wird Ihnen persönlich nämlich gar nichts aufgezwungen. Sie dürfen Ihr Leben so weiterleben wie bisher, dürfen Trachten- und Heimatpflege treiben, wie Sie wollen, und dürfen weiterhin jeden Tag in die katholische Messe gehen, wenn Sie wollen. Sie müssen nichts, absolut gar nichts, an Ihrem Lebensstil ändern. Von Ihnen wird nicht mehr verlangt als bisher auch schon: dass Sie die Freiheiten anderer Menschen genau so respektieren, wie diese die Ihrige respektieren müssen. Und wenn Ihnen die Freiheiten anderer Menschen egal sind, dann haben Sie immer noch die Möglichkeit, sich auf Ihrem Grundstück zu verbarrikadieren. Niemand zwingt Sie zum Umgang mit Menschen, die Sie nicht leiden können.
oder einer Stadt, in denen die Geschäfte nur noch in Türkisch oder Arabisch ihre Waren anbieten? Ich denke es wäre einfacher, über einen Mio. Menschen zu helfen, wenn man wieder mehr von Asyl und Hilfe auf Zeit sprechen würde als von Zuwanderung und Integration. Wie man an den Beiträgen sieht, weckt dies nur Angst vor Kultur- und Identitätsverlust.

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syracusa 06.12.2015, 19:01
104.

Zitat von vox veritas
Für jemanden der Ethnologie lehrt - ein Fach, das mit der Soziologie (der Lehre des Sozialen Verhaltens) eng verwandt ist
Nein, eher nicht. Die der Ethnologie am nächsten stehende Wissenschaft ist die der Kulturanthropologie. Und bezüglich Ihres weiteren Kommentars kann ich nur pauschal feststellen: Sie haben nichts, absolut gar nichts aus dem Artikel verstanden.

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haidemann 06.12.2015, 19:02
105. Aufklärung?

Übrigens Goethe Frau Professor:

"Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdets nicht erjagen."

und:

"Man erkennt die Absicht und ist verstimmt."

Auch von Goethe.

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neo91 06.12.2015, 19:02
106. Ganz einfach

Wenn mehr Menschen anderer Kulturen hier einwandern, haben wir ganz einfach mehr Leute die eben andere Feste feiern als der Rest. Ich habe persönlich noch keinen Moslem erlebt, der sich über Weihnachten erbost. Die feiern halt ihre Feste. Die einzigen, die sich ständig über "Ausgrenzungen" aufregen sind Personen aus der linken Ecke.

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Heinrich_Hoert 06.12.2015, 19:02
107. Was soll die Diskussion?

Zitat von Glasperlenspiel
Es ist sicherlich richtig, dass viele "Bräuche" in Deutschland historisch recht jung und eigentlich "zusammengesetzt" sind. Das ist aber noch lange kein Grund, diese Sitten auf dem Altar der sog. "Willkommenskultur" zu opfern.
Die Gute Frau schreibt ja das es regionale Traditionen seit langer Zeit gibt.

Und was anderes sind weder die Feste noch die Traditionen.

Es sind regionale Spezialitäten. Vielfallt statt einfallt.

Jeder versuch darüber etwas zu stülpen hatte verheerende Folgen. Luther und die Ermordung der Bauern die gegen die Herrschenden aufstanden, die Hexenverbrennungen die protestanten noch heftiger betrieben als Katholiken.


Sowie das Kaiserreich und NS Zeit sprechen Bände.

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goodand 06.12.2015, 19:04
108.

Zitat von toralf2010
Ca. 95% der Menschen auf der Welt geht es schlechter als den Mensche die hier geboren sind! Welche Länder sind denn ähnlich? Vielleicht gibt es eine Handvoll Länder denen es besser geht, mehr aber auch nicht. In welchem Land ist es denn gelungen das die Menschen nach der totalen Zerstörung innerhalb von 50 Jahren eine Wirtschaft aufgebaut hab n die Weltweit ihres gleichen sucht? Es sind Leute wie Sie die alles nieder reden nur um sich wichtig zu tun.
STOLZ sollte man nur auf eigene Leistung sein - nicht auf glückliche Fügung!

Nicht falsch verstehen: Auch ich bin dankbar in Deutschland geboren zu sein und in einem weitgehend funktionierenden Land aufzuwachsen. Vermutlich geht es 99 % der Weltbevölkerung schlechter als mir im Moment. Aber stolz bin ich dann doch lieber auf das, was ich selbst erreicht habe...

goodand

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zeisig 06.12.2015, 19:06
109. Nein, es braucht keine geistigen Brandstifter.

Meine Angst gründet sich auf das, was ich über die Medien höre, sehe und lese. Daraus bilde ich mir ein Urteil und ja, das erzeugt bei mir auch Emotionen wie zum Beispiel Angst um den sozialen Frieden in unserem Land. Ich ärgere mich maßlos über Leute wie Sie, die mir unterstellen, ich sei Opfer von geistigen Brandstiftern. Ich verwahre mich gegen derartige Geringschätzung und Abqualifizierung von Mitbürgern, die eine andere Meinung haben als die Ihrige.

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