Forum: Kultur
Deutsche Traditionen: Nach alter Väter Brauch und... bitte?
DPA

Was wird aus Deutschland, wenn immer mehr Menschen einwandern? Und was aus seinen guten alten Traditionen? Bevor wir uns darüber Sorgen machen, sollten wir wissen: Deutsche Kultur ist weder besonders alt noch besonders deutsch.

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From7000islands 06.12.2015, 19:19
130.

Zitat von SigismundRuestig
Geistige Brandstifter haben offensichtlich mit ausländerfeindlichen, populistischen Parolen Erfolg! Sie befürchten eine übermäßige Islamisierung unseres Landes? Dann gehen sie wieder in die Kirchen und pflegen Sie wieder unsere christlich-abendländische Kultur! Sie befürchten eine Überfremdung unseres Landes? Dann setzen sie mehr Kinder in die Welt und schaffen eine kinderfreundliche Umgebung! Sie befürchten eine Beeinträchtigung der kulturellen Statik unseres Landes? Dann wehren sie sich gegen Auswüchse der Globalisierung (man muss nur mal mit offenen Augen durch unsere Einkaufsmeilen gehen: weitgehend durch internationale Ketten gleichgeschaltet)! Und warum sollen eigentlich nur Geldströme und Waren frei über die Grenzen fließen können, nicht aber Menschen? Sie befürchten, dass unser Land wirtschaftlich überfordert wird? Dann helfen Sie mit, Flüchtlinge schnell in das Arbeitsleben zu integrieren, damit sie ihren Unterhalt selbst verdienen sowie Steuern und Beiträge zahlen können! Sie befürchten, dass es in unserem Land zu eng wird? Dann stellen sie sich einfach mal vor, die Familienpolitik unserer Regierung wäre so erfolgreich, dass die beklagte, extrem niedrige Geburtenrate sich verdoppeln würde (das wären dann auch fast 800 Tausend zusätzliche Kinder pro Jahr), um die demografische Lücke zu schließen. Hätten sie dann auch Probleme mit einem solchen Ansturm neuer Bürger? Hätten Sie auch Angst, dass diese unserem Sozialstaat auf der Tasche liegen würden, dass diese noch weitgehend unqualifiziert für den Arbeitsmarkt wären, dass diese Ihnen oder ihren Kindern später den Arbeitsplatz wegnehmen würden, dass einige von diesen sich später zu Terroristen entwickeln könnten, dass sich darunter ca. 50% junge Männer befinden? ............................... ...............................
Ich würde im Falle der Verteidigung eigener Interessen die USA als Vorbild nehmen. Sonst hechelt man den USA hinterher. Wenn es um die Förderung und den Schutz der eigenen Bevölkerung geht, sind die USA plötzlich tabu - da stimmt doch was nicht in der Groko und ihren Freunden.
Wenn Sie schon die niedrige Geburtenrate in D erwähnen, möchten Sie sagen, dass die 80% junger alleinstehender muslimischer Männer dafür sorgen sollen, dass deutsche zwangsweise konvertierte Frauen mehr muslimische Kinder bekommen? Nur so kann man Ihre Andeutungen verstehen.

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Muffi 06.12.2015, 19:22
131. Bei dem

Artikel klappen sich mir mal wieder die Fußnägel
hoch. Dass das heutige Deutschland ein "Flickenteppich" aus verschieden "Ländern" ist weiß jeder Grundschüler. Dass diese einzelnen Länder aber schon viel früher als deutsche Nationen bezeichnet wurden wird verschwiegen. Schön erkennbar am hl. römischen Reich welches gegen Ende des 15. Jahrhunderts den Zusatz "Deutscher Nationen" erhielt. Desweiteren wird das Wort Deutschland seit dem Spätmittelalter verwendet. Allerdings tauchen Wortkombinationen aus Deutsch und Land(e) schon in deutlich älteren Schriftstücken auf.
Man kann die deutsche Kultur nicht einfach am Begriff Deutschland fest machen.
Auf vielen kulturellen Errungenschaften des Deutschordensstaats (ab 1230) basierte Preußen, welches dann später zum Deutschen Kaiserreich usw. usf.....
Deutsche Geschichte ist nicht einfach, aber wir können getrost behaupten, dass die deutsche Kultur viele viele Jahrhunderte alt ist.

Sorry, aber dieser Artikel ist Nonsens und dient nur dazu den Leuten einzureden, dass es deutsche Traditionen und Kultur eh nicht gibt und deshalb Millionen Flüchtlinge für unsere Kultur kein Problem darstellen.

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Biochemiker1976 06.12.2015, 19:23
132. Kopfschütteln

Dieser Beitrag zeigt erneut, dass es für eine Vielzahl auch gebildeten Damen und Herren, der Weitblick für das persönliche Empfinden einer Kultur zu vernachlässigen versucht und die Banalsierung für die eigenen Werte im Sinne der eigenen Kultur Einzug hält. Es interessiert doch niemanden, ob die in der Kindheit geprägten, kulturellen Eigenschaften nun nationalistisch oder durch andere Kulturen geprägt worden ist. Deswegen gewinnt sie nicht weniger an Bedeutung für den Einzelnen, für eine Gruppe, einer Etnie oder einer Nation noch gibt es Gründe sie im Zuge des Zuzugs von Migranten zu negieren. Der Kommentar ist ein Paradebeispiel, wie teilweise mit obskuren Argumenten versucht wird, die eigen angenommenen Traditionen als nicht wichtig darzustellen und die "Neuen" als das Non-Plus-Ultra der kulturellen Bereicherung zu glorifizieren. Dabei geht es auch noch nicht einmal um den Aspekt, dass es andere Kulturen sind, sondern um den Aspekt, dass die eigene Kultur als weniger wichtig angesehen wird als die Neuerungen. Von Bedeutung ist hierbei, dass es sich niemand nehmen lassen sollte, welche Traditionen er pflegt oder nicht. Man gewinnt hier den Eindruck man müße sich den neuen Kulturen beugen, weil die bestehende Kultur eben nicht nationalistisch oder typisch "deutsch" ist. Über diesen obsoleten Kommentar kann man nur den Kopf schütteln.

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bretone 06.12.2015, 19:23
133. Wie wunderbar ...

... richtig der SPON-Kommentar auch sein mag, natürlich musste sich hier wieder der deutschtümelnde Mob in entsprechender Manier auslassen. Selbstredend gibt es Traditionen, die man gemeinhin mit der einen oder anderen Ecke dieser Welt verbindet. Dass die wenigsten darunter jedoch ursprünglich in ebenjenem Ort auch entstanden sind, wird nur allzu gern vergessen (oder besser gesagt: übertüncht). Dass Weihnachten eben kein typisch deutsches Fest, Bockwurst kein typisch deutsches Essen und Bier auch kein typisch deutsches Getränk ist, haben auch in diesem Forum wohl mal wieder all die beleidigten Geister zur Kenntnis zu nehmen, die sich sonst so gern daran erbauen und gegen alles Andere geifern. Nein, lieber deutschnationale Forist (und davon scheint es hier leider wieder allzu viele zu geben!), die Kommentatorin hat hier deutlich nicht Traditionen zum Abschuss freigegeben! Sie hat auch nicht dazu aufgerufen, sog. fremdländische Werte und Riten gleich nach der Einwanderung der entsprechenden Volksangehörigen als Notwendigkeit in das deutsche Allgemeingut zu ersetzen! Sie hat niemanden dazu zwingen wollen, seine traute und hübsch verschlossene Heimseligkeit gegen Offenheit und Toleranz herzugeben! Es spricht aber von sozialer Intelligenz und - auch deutschem - Geschichtsbewusstsein dies endlich einmal zu tun!
Und - nur zur Ergänzung: nein, das Weihnachtsfest ist nicht aus deutschem Boden erwachsen, das Silvesterfest ist kein urdeutsches Fest, deutsche Architektur ist immer auch eine international geprägte Architektur, Made in Germany hätte es ohne die Engländer im 19. Jh. auch nie gegeben (gehört zur Allgemeinkultur!) und Bier, Brezel und Braten sind allesamt keine deutschen Erfindungen. Ja und? Sie sind eingewandert! Wurden aus anderen Weltengegenden kopiert, angepasst, verändert, womöglich gar verfälscht! Wie selbst unsere deutsche Sprache, die es ohne ein uraltes Hindi überhaupt gar nicht gäbe und die es in einer puren, zu schützenden Reinform erst recht nicht gibt! Augen auf, werter Deutscher: nur ein offener Geist kommt weiter!

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hschmitter 06.12.2015, 19:25
134.

Zitat von gluepie
Ich lasse mir den Spass an alten deutschen christlichen Traditionen nicht von so einem dummem Geschreibsel versauen. Was irgendwelche Flüchtlinge mit vorwiegend islamischem Hintergrund davon halten oder ihre Gutmenschbefürworter ist mir egal. Alle Wehnachtskritiker haben bislang mitgefeiert. Eure antideutschen Berichte könnt ihr euch alle dahin stecken, wo nie die Sonne scheint. Wenn unser bisheriges Deutschland so verkehrt war/ist, dann haut doch a l l e ab. Deutschland braucht euch nicht.
Ich bin nicht mal Christ und verbringe als Berliner Atheist Weihnachten ganz anders als Sie - schon da fangen Unterschiede an - innerhalb des Landes.

Da brauchen Sie nicht einmal die absurde Gutmenschen- und Flüchtlingskeule zu schwingen.

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kitty 06.12.2015, 19:26
135. Zweifel an der Integrationsfähigkeit

streng gläubiger Muslime müssen erlaubt sein, ohne die Zweifler sofort in die rechte Ecke zu stellen. Insbesondere in Bundesländern mit mehrheitlich atheistischer Bevölkerung (wie z.B. in Sachsen) ist die Furcht vor extremistischen Gläubigen aller Religionen weit verbreitet.
Heimatliebe und liebgewonnene Traditionen sind der Kitt der Gesellschaft, egal ob es sich uraltes oder neueres Brauchtum handelt.
Wo kommen wir hin, wenn wir uns selber aufgeben, nur um nicht als "ewig Gestrig" dazustehen und wenn wir wegen übertriebener "Political correctness" nicht mehr unsere Meinung sagen.

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sososo.63 06.12.2015, 19:27
136.

Zitat von gonzo60
..die eigene Kultur als unwichtig und irgendwie überflüssig darzustellen ist ja in Deutschland sehr beliebt. Ich glaube nicht das es in anderen Ländern so beliebt ist die eigene Kultur und Traditionen als eigentlich unwichtig darzustellen. Ich stell mir mal vor in islamischen Ländern würde jemand so mit abwertendem Ton über die islamische Kultur schreiben. Es ist ja schön das man in unserer noch funktionierenden Demokratie kritisch sein darf, aber manchmal frage ich mich schon wieso es bei uns so beliebt ist die eigene kulturelle Identität in Frage zu stellen, bei gleichzeitigem Hinweis gegenüber anderen Kulturen aber bitte 100% Tolerant zu sein.
Das, was viele ehemalige Migranten in meinem Umfeld verwundert, ist der hier kategorisch gelebte Relativismus.

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Matyaz 06.12.2015, 19:28
137. au den Punkt gebracht

Zitat von themistokles
Ach ja, und zum Thema Weihnachten (und Nikolaus): Wir feiern einen türkischen Bischof, einen verwahrlosten Wanderprediger und drei arabische Gelehrte. Wenn die heute zusammen auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt gehen würden...
köstlich- das verdient eine weitere Verbreitung!
Und an alle die Weinerlichen , die meinen Rot-Grün und Multikulti haben ihnen ihre Gartenzwergwelt kaputtgemacht: ich bin mit Pizza und Döner aufgewachsen, beim Fussball als Kinder waren selbstverständlich auch mal ein Mehmet oder Giuseppe dabei, ich war als Kind nie an der "deutschen" Nord-oder Ostsee sondern mit meinen Eltern an der Adria.
Ich bin genauso stolz darauf ein Deutscher zu sein, wie darauf zwei A....backen zu haben, aber mein Heimatland, die weltoffene, multikulti Bundesrepublik mit ihrer genialen Verfassung, das liebe ich.

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subduktion 06.12.2015, 19:30
138.

"Tradition ist die Illusion der Permanenz",...sagte Woody Allen in "Harry außer sich". Mit dieser Feststellung hat er völlig recht. Jede Generation hat ihre biederen Verfechter "alter Sitten und Gebräuche" , ohne zu bemerken dass ihr Konservativismus auch ständigem Wandel unterzogen ist. Dekadente Völlerei und Besäufnisse zu Weihnachten sind bei Hunderttausenden auch längst zur Tradition geworden, ohne dass während der Feiertage der Name "Jesus Christus" fällt.
Es gilt auch bitteschön zu unterscheiden zwischen "Privattraditionen" und gesellschaftlichen Traditionen - In beiden Fällen beginnt der Unterschied schon im deutschen Nachbarhaus, nicht erst mit der Zuwanderung von Flüchtlingen.

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windpillow 06.12.2015, 19:30
139. Hopfen und Malz...

Da ist mir das Hemd näher als die Hose, sprich: die bayerische Tradition ist mir dann doch lieber als die Deutsche.

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