Forum: Kultur
Deutsche Traditionen: Nach alter Väter Brauch und... bitte?
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Was wird aus Deutschland, wenn immer mehr Menschen einwandern? Und was aus seinen guten alten Traditionen? Bevor wir uns darüber Sorgen machen, sollten wir wissen: Deutsche Kultur ist weder besonders alt noch besonders deutsch.

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syracusa 06.12.2015, 19:30
140.

Zitat von neo91
Wenn mehr Menschen anderer Kulturen hier einwandern, haben wir ganz einfach mehr Leute die eben andere Feste feiern als der Rest. Ich habe persönlich noch keinen Moslem erlebt, der sich über Weihnachten erbost. Die feiern halt ihre Feste.
Und nicht nur. Die meisten mir bekannten muslimischen und jüdischen Familien feiern sogar Weihnachten, weil sie dem wg der Kinder einfach nicht entkommen. Und ich lasse mich gerne von türkischen Freunden zum Şeker Bayramı einladen. Mit dem islamischen Opferfest aber kann ich mich eben so wenig anfreunden wie mit dem auch von Christen gefeierten Umstand, dass Abraham seinem Gott so willenlos ergeben war, dass er bereit war, seinen Sohn zu opfern. Das lass' ich dann lieber aus.

Aber schauen Sie doch einfach mal in die weihnachtlich geschmückten Shopping Malls in Istanbul und Abu Dhabi. Die machen das ja nicht für die christlichen Touristen, sondern für Muslime. In wenigen Jahren werden die eingewanderten Muslime genau so Weihnachten feiern wie wir. Solche Traditionen haben nämlich relativ wenig mit Religion zu tun, und deshalb können sie leicht von Menschen aus anderen Kulturkreisen adaptiert werden. Die Zuwanderer nehmen uns also nichts weg, sondern bereichern tatsächlich unsere Kultur. Das fängt doch schon beim banalen Schnellimbiss an: Weder Burger noch Pommes noch Döner sind deutsch, und doch kennzeichnen sie den aktuellen Stand deutscher Fastfoodkultur.

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mariendistel 06.12.2015, 19:32
141. Traditionen nicht abschaffen!

Ich bin dagegen, Traditionen abzuschaffen, die uns teuer sind. Deswegen kann man ja trotzdem Rücksicht auf Anhänger nichtchristlicher Glaubensrichtungen nehmen. Zum Beispiel in der Schule die Schüler nicht zwingen, etwas machen, was gegen ihr Gewissen geht. Sagen wir einmal, wenn jemand beispielsweise nicht bereit sein sollte, ein christliches Weihnachtslied mitzusingen, dann sollte die Klasse das Lied trotzdem singen dürfen und es dem entsprechenden Schüler freistellen, nicht mitzusingen.
Traditionen sind wichtig, sie geben Verwurzelung - deshalb schaffen wir sie nicht ab! Lieber integrieren wir neue Traditionen. Warum nicht mit den Moslems des Ende des Ramadams feiern? Lieber mehr feiern als weniger!

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hschmitter 06.12.2015, 19:32
142.

Zitat von secret.007
... ja wohl der primitivste Versuch uns einreden zu wollen "alles wird gut" auch die "Veränderungen". Ich will keine Veränderungen in unserem Brauchtum, Millionen andere wollen das auch nicht. Wann begreifen das endlich die "hausierenden Gutmenschen"?
Ihre Vorfahren haben das anders gesehen, ansonsten säßen Sie noch wie diese im Wald am Feuer in einer schlecht isolierten Hütte.

Das ist halt der Lauf der Dinge - alles ändert sich, mal langsam, mal schnell. Im Augenblick eher schnell, da man sehenden Auges unvorbereitet alles so geschehen ließ.

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blaumupi 06.12.2015, 19:33
143. Verlogen

Unsere Werte und Traditionen werden nicht durch andere Kulturen bedroht, sondern durch uns selbst!

Ich kann das ganze verlogene Gerede der "Kulturbewahrer" nicht mehr hören! Die Mehrheit dieser Leute kennt noch nicht einmal die Bedeutung von unseren kirchlichen Feiertagen! Hier zählt nur noch der Freizeitgedanke und (wie aktuell wieder) der Kommerz.
Nicht zu vergessen, dass die Meisten von denen nach mehr verkaufsoffenen Feiertagen schreien. Hat sich was mit dem Sonntag als Ruhetag.

Bei so einem Traditionsverständnis sollte man nicht mit dem Finger auf andere Kulturen zeigen, die ihre Traditionen ernster nehmen.

Lasst also das Gejammere!

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Heinrich_Hoert 06.12.2015, 19:34
144. Viele deutsche fragen sich

Zitat von hschmitter
Ich als Atheist aus Berlin sehe vieles in punkto Religion und "christliches" Abendland sowieso völlig anders als katholische Kölner oder Bayern.
ist Berlin eigentlich eine deutsche Stadt geschichtlich betrachtet, seit wann gab es Preussen und wer hat vorher dort gelebt?

Nur mal zum Nachdenken viele Berliner haben Polen als Vorfahren und gehen mit dem Geld der Süddeutschen um als ob man es nicht im Süden erarbeitet hätte.

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hschmitter 06.12.2015, 19:36
145.

Zitat von auslaender101
"Schließlich ist Weihnachten, ein vom Ursprung her christliches Fest" Mein Gott, das sagt eine "Professorin". Die Dame sollte wissen, dass das Weihnachtsfest eine Fortführung der Saturnalien ist. Erst im 4 Jh. wird es von den Christen für sich in dieser Form vereinnahmt. Die Integration wird nie und nimmer klappen so, wie sich das die relativ dummen deutschen Eliten vorstellen. Anstatt herumzutrompeten, dass sich alle der jüdisch-christlichen Tradition unterzuordnen haben (welche genau, by the way), sollte man die gemeinsame Basis dort suchen, wo sie zu finden ist: im griechisch-römischen Erbe. Denn: auf Wissen kann man sich einigen, auf Glauben - eher nicht.
Dann aber auch noch das arabische, persische, indische, chinesische Erbe - dazu noch die heute wichtigsten Obst- und Gemüsesorten aus aller Welt, die vom Ursprung so gar nicht deutsch sind - Erdbeere und Kartoffel z.B. usw. usw. Global geht es schon seit Jahrtausenden ab.

Ich würde bei allem Zweifel am Erfolg Verstand als wichtigste Prämisse ansehen.

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Celestine 06.12.2015, 19:37
146.

Zitat von storchentante
Es sind die Dinge, die schon unsere Eltern mit uns getan haben, die wir jetzt mit unseren Kindern tun. Das sind 3 Generationen. Weniger als 150 Jahre. Und es muß nicht jede Tradition allgemeingültig für die gesamte Population sein. Wer seine Traditionen abschafft, löscht einen Teil seiner familiären Identität.
Mir ist es aufgefallen, dass es manchmal die gleichen Leute sind, welche weder die Traditionen noch die herkömmliche Familie wertschätzen, sondern auch die Familie negativ betrachten und für ein "Auslaufmodell" bzw. spießig halten.

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martynka1 06.12.2015, 19:39
147.

Zitat von syracusa
Wenn Ihnen irgend was Fremdes gegen Ihren Willen AUFGEZWUNGEN wird, warum wenden Sie sich dann nicht an die Polizei? Die ist für solche Straftaten zuständig. Ich fürchte nur, Sie binden uns hier einen Bären auf. Durch die Aufnahme von Menschen in Not wird Ihnen persönlich nämlich gar nichts aufgezwungen. Sie dürfen Ihr Leben so weiterleben wie bisher, dürfen Trachten- und Heimatpflege treiben, wie Sie wollen, und dürfen weiterhin jeden Tag in die katholische Messe gehen, wenn Sie wollen. Sie müssen nichts, absolut gar nichts, an Ihrem Lebensstil ändern. Von Ihnen wird nicht mehr verlangt als bisher auch schon: dass Sie die Freiheiten anderer Menschen genau so respektieren, wie diese die Ihrige respektieren müssen. Und wenn Ihnen die Freiheiten anderer Menschen egal sind, dann haben Sie immer noch die Möglichkeit, sich auf Ihrem Grundstück zu verbarrikadieren. Niemand zwingt Sie zum Umgang mit Menschen, die Sie nicht leiden können.
noch wird Ihnen nichts aufgezwungen, warten Sie noch. Die Verhältnisse werden rüber zu uns gebracht. Warum kämpfen die Leute, die hier kommen nicht in ihrem Heimat? Jedes Land auf dieser Erde hat Opfer gebracht. Aber in Deutschland wird alles frei zur Verfügung gestellt - das zieht an. Aber wie lange noch?

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KaiRasper 06.12.2015, 19:40
148. Pseudofakten und leeres Gefasel!

Ihr Artikel Frau Götz ist eher ein sinnloses Geschwafel und Ihr Versuch dies durch Pseudofakten, wie "Gerade im Nationalsozialismus hatte schließlich eine germanophile und xenophobe Traditionserfindung oder -pflege Konjunktur, die bis heute nachwirkt. Weihnachten wurde dort erst zur "deutschen Weihnacht", zum vorchristlichen winterlichen Lichterfest. Die kirchlichen Bräuche des Jahreslaufes wurden hier als Relikte "germanischen Volkstums" mit regelrecht falschen Ursprungsdeutungen im Sinne nazistischer Volkstumspolitik aufgeladen und instrumentalisiert." zu stützen, wirkt eher bizarr als wissenschaftlich!
Das Datum des Weihnachtsfestes wurde schon im Römischen Reich unter Konstantin "Dem Großen" festgelegt! Weihnachtsmärkte gibt es schon seit dem Mittelalter! Den Christstollen schon seit dem Jahre 1329! Für solch einen Artikel sollte man nicht nur über ein Schmalspurwissen in Geschichte verfügen!
Auch wenn in Deutschland von Region zu Region Bräuche verschieden sind, eins wird jedoch überall genutzt, es hat zwar überall eine andere Färbung aber es ist überall! Es ist unsere Sprache! Ein Fremder mag sie erlernen, aber die Bedeutung eines "Viel versprechenden Politikers" erschließt sich doch eher eines Einheimischen!
Und ihre Europaideologische Einheitssuppe auf die ihr Artikel abzielt, möchte ich nicht! Denn wir hatten schon "Braune und Rote Einheitssuppe" zu Genüge!

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SachDebattierer 06.12.2015, 19:40
149.

Zitat von syracusa
Ihnen ist aber schon klar, dass ein wesentlicher Teil dieser positiven Aspekte Deutschlands ausschließlich auf links-grüne Bewegungen zurück gehen, oder?...
In ihren anderen Beiträgen geben Sie gern den NATO Soldaten, ... komisch, dass sie sich hier auf links-grüne Errungenschaften berufen, SEHR, SEHR KOMISCH.

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