Forum: Kultur
Deutsche Traditionen: Nach alter Väter Brauch und... bitte?
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Was wird aus Deutschland, wenn immer mehr Menschen einwandern? Und was aus seinen guten alten Traditionen? Bevor wir uns darüber Sorgen machen, sollten wir wissen: Deutsche Kultur ist weder besonders alt noch besonders deutsch.

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UM Pieper 07.12.2015, 05:11
290. Fragen an Fr. Götz

Warum sollten Einwanderer sich zu einem Land bekennen, loyal zu ihm sein, seinen Regeln folgen - wenn dieses Land sich und seine Regeln selbst nicht achtet?
Ein cleverer Kollege von Ihnen hat in einem Zeitungsbeitrag mal festgestellt, daß man von Migranten kaum erwarten könne, Deutsch zu lernen, wenn die Deutschen ihre Kinder in englischsprachige Schulen schicken und glauben, ihre Sprache irgendwie aufwerten zu müssen, indem sie sie mit englischen Begriffen durchsetzen, woraus dann Denglisch wird, weder gutes Deutsch noch Englisch.

Aufgrund Ihrer Überlegungen müßten Sie allen anderen Völkern (Teile) deren Kultur absprechen. Tun Sie das? Würden Sie je wagen, von einem Franzosen/Polen/Dänen/Marokkaner... zu fordern, Teile ihres Brauchtums zu hinterfragen und evtl. abzuschaffen? Rhetorische Frage, denn das würden Sie nicht.

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clockwork-orange 07.12.2015, 06:11
291. Aber

Aber die Feiertage genießen sie alle, Christen, Muslime, Atheisten...
Bin gespannt, wann das Zuckerfest in Deutschland zum Feiertag wird.

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clockwork-orange 07.12.2015, 06:16
292. Völlig daneben

"Die Lehrerin hatte das traditionelle Krippenspiel durch eine Unterrichtseinheit über gesunde Ernährung ersetzt. Sie wollte die große Zahl muslimischer Kinder (und Eltern) nicht durch ein christlich geprägtes Spiel ausgrenzen." Kein Wunder, dass sich Ausländer nicht integrieren. Die Lehrer "integrieren" unsere Kinder.

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UM Pieper 07.12.2015, 06:20
293. Es geht um die Stoßrichtung, das LATENTE Thema

Zitat von MatthiasPetersbach
…genau DAS zu diskutieren, was man so ins Thema selbst hineindeutet. Daß das überhaupt nicht Gegenstand des Artikels war, ist dann auch egal. Die Angst der Leute vor ner Bedrohung, die nicht existiert, nicht gefordert wurde, die man sich nur in die eigenen Köpfen hineinphantasiert. Und dann aufschreit. In Wirklichkeit hat wohl jeder, egal wie "offizielle Weihnachten" aussieht, eigene, weitaus jüngere Gebräuche und Rituale, die weitaus wichtiger und prägender sind als das, was so im Kalender vorkommt. Ob das Mittwochs der Fußball, freitags die Sauna und einmal im Monat die Kneipenrunde mit Freunden. Oder was anderes. Und das steht nicht zur Debatte. Genausowenig wie Weihnachten ohne Baum, Esel und Maria und Co.
Ich glaube, daß die meisten sehr wohl begreifen, was Thema des Artikels ist - der ist ja nun offensichtlich.
Es geht vielmehr um die Intention der Autorin - die ist nicht offen-sichtlich, und doch, dank der einleitenden Sätze ("Was wird aus Deutschland, wenn...Deutsche Kultur weder besonders alt noch besonders deutsch") und der Überschrift überdeutlich.

Und darum geht die Diskussion: die implizierte Aufforderung an das deutsche Publikum, sich von gewissen religiösen Traditionen/Traditionen religiösen Ursprungs auf lange Sicht womöglich zu verabschieden und ihm diesen Abschied leichter zu machen.

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UM Pieper 07.12.2015, 06:45
294. Keineswegs

Zitat von hschmitter
[...] In diesem Artikel geht es nur darum, wie sehr Traditionen sich aus verschiedensten Einflüssen ergeben und verändern. Alles andere wird wieder reflexhaft da reininterpretiert.
Aus diesen Zeilen spricht Naivität. Als Leser dieser Nachrichtenseite müßte Ihnen aufgefallen sein, daß diesellbe sich als Anwalt der Merkelschen Asylpolitik begreift und seit Monaten mehr oder weniger plump versucht, deren Risiken herunter zu spielen und deren Nutzen geradezu verzerrend zu betonen.

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ford_mustang 07.12.2015, 06:48
295. Wo ist denn hier die bunte Gesellschaft?

Foodwatch statt Krippenspiel. Alles wird zu einem Einheitsbrei.
Jeder darf anscheinend seine Traditionen ausleben, nur die Deutschen sind immer irgendwie schlecht.
Wie ausgegrenzt fühlen sich denn christliche Kinder beim Zuckerfest?
Ist ja egal, da muss man schon Verständnis haben für die Traditionen der Anderen.
Wir haben einige Bekannte, mit islamischen Hintergrund und nehmen beim Essen immer Rücksicht.
Ich habe esnoch nie erlebt, dass dort mal eine Schweinswurst angeboten wird.
Ich mag keinen Käse, stelle aber immer ein reichhaltiges Angebot mit auf den Tisch.
Damit will ich nur sagen, dass islamische Familien sich keine Gedanken machen, über Ausgrenzung.

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Linksruck 07.12.2015, 07:41
296. Sehr jung

Gibt es irgendwelche Gründe, noch junge Traditionen abzuschaffen, weil sich Mitglieder einer Sekte gestört fühlen könnten?
Was ist mit unserem Grundgesetz? Das ist auch noch sehr jung. Man könnte es also, aus Rücksicht auf andere Kulturen, einfach abschaffen oder verändern.
Wir können auch auf alles, was wir noch als Freiheit bezeichnen, zu Gunsten Anderer verzichten.
Das hat den amerikanischen Ureinwohnern doch auch gut getan.

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basimir 07.12.2015, 07:44
297. ach so ist das

Es gibt eigentlich gar keine deutsche Kultur, keine Heimat. eigentlich gibt es nichts. Nur "Menschen" die sich hier aufhalten. Die Franzosen gestern, die Polen kürzlich, die Ungarn, die engländer usw. scheinen das alles anders zu sehen.

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Michael CGN 07.12.2015, 08:06
298. Als Rheinländer kann man nur erfreut über diesen Kommentar

sein.

"Volks- und Brauchtum" sind nationalistische "Entartungen", die nichts mit wirklichen Traditionen der Bevölkerungen zu tun haben.

Wir im Rheinland, jenem Teil, der die längste "deutsche" Geschichte hat, mussten das immer wieder erfahren.
Von der Verfolgung hiesiger Traditionen (Karneval) durch die Preussen bis hin zum Abriß und Neubau von mittelalterlichen Häusern durch die Nazis, da diese ihrem "Deutschtums"-Verständnis nicht entsprachen.

Dazu gehört auch die Verwunderung von Besuchern, wenn sie in der Galerie der Oberbürgermeister der Stadt Köln in der Zeit vor dem 19 Jahrhundert keine "deutschen" Namen finden und denken, die Stadt wäre von Holländern, Franzosen oder gar Italienern besetzt gewesen.

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ftester 07.12.2015, 08:09
299. Jetzt

Zitat von syracusa
Nun, wer will Ihnen denn Ihre Traditionen rauben? So weit ich das einschätzen kann, wird weder Ihnen noch den Sorben das Ausleben der Tradition irgendwie erschwert. Keiner greift sie an, keiner will Ihnen was anderes aufdrängen. Warum also diese Angst vor einem Verlust kultureller Traditionen? Es geht nix verloren, solange Sie das selbst leben. Und wenn Sie's selbst irgendwann anders machen wollen, vielleicht um eine neue Tradition zu begründen, dann hindert Sie auch niemand daran.
verdrängen Sie aber die grün-roten-offenes-Feuer Verweigerer:-), zumindest das "Hexenfeuer" sollte schon verboten werden, da war aber so richtig was los, im 70% CDU wählenden Landstrich.....:-))

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