Forum: Kultur
Deutsche Traditionen: Nach alter Väter Brauch und... bitte?
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Was wird aus Deutschland, wenn immer mehr Menschen einwandern? Und was aus seinen guten alten Traditionen? Bevor wir uns darüber Sorgen machen, sollten wir wissen: Deutsche Kultur ist weder besonders alt noch besonders deutsch.

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wutbürger2010 06.12.2015, 17:41
30. Deutsche Traditionen oder typisch deutsch

Ich bin stolz darauf in Deutschland geboren zu sein, einem der friedlichsten Länder dieses Planeten. Weder meine Eltern noch ich kennen Krieg.

Hier nur eine kleine Auflistung von für mich positiv besetzten Begrifflichkeiten, welche ich mit meinem Geburtsland Deutschland verbinde:

Dt. Grundgesetz
Dt. Asylrecht
Dt. Bier- Reinheitsgebot
Dt. Fußball
Dt. Nationalhymne/Hymnentext
Dt. Sozialsystem
Dt. Schul-/ Bildungssystem
Medizinische Versorgung
Dt. Warenqualität
Dt. Lebensmittel
Dt. Dichter und Denker
Dt. Feste und Lebensart wie Fasching, Kirmes, Grillen, Schrebergärten, Apfelsaftschorle, Radler, Currywurst, Oktoberfest/Bayern, christliche Feste wie Weihnachten/Ostern/St. Martin etc.
Dt. Märchenkultur (Grimm)
Dt. Dichter und Denker
Meinungsfreiheit
Rechtstaatlichkeit
Pressefreiheit
Religionsfreiheit
Schutz von Minderheiten
das Prinzip der offenen Gesellschaft
Wertschätzung des Individuums
Pluralität der Lebensstile
Toleranz
Geschlechtliche Gleichberechtigung
Emanzipation der Frau
sexuelle Selbstbestimmung
Homo-Ehe
keine religiöse Gesetzgebung
keine religiöse Geschlechtertrennung
...

Man sollte diese Werte und Traditionen nicht einem links-grünen Mainstream opfern.

Kennt jemand ein besseres Land auf diesem Planeten ?

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mvdg 06.12.2015, 17:41
31.

Vielleicht sollte man sich in Deutschland darüber im Klaren sein, dass der Weihnachtsbaum nichts mit dem Christentum zu tun, sondern nur ein antiker Brauch ist, sich zur dunklen Winterzeit frisches Grün in die Wohnung zu holen. Ich kann mich noch erinnern, dass wir als Kinder sogar einen Knicks vor dem Baum machen mussten und ein Gedicht auftragen. Das war ja schon fast heidnisch! Was es Tradition angeht: Ich habe sehr gute muslimische Freunde, die ihre Religion mehr als Tradition ansehen. Viele Leute können einfach nicht mit Traditionen leben, und viele Traditionen sind ja auch schön, und wahrscheinlich auch notwendig, aber man sollte doch immer einen "open mind" für Wandlungen und Änderungen haben.
w

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gilderoy 06.12.2015, 17:42
32. Blödsinn

Die wahre (alte) deutsche Tradition(en) beruhen auf der europäischen! Tradition der Aufklärung und des damit verbundenen Humanismus, und nur bedingt der jüdisch-christlichen Tradition. Diese wird/wurde schrittweise zurück gedrängt, aber nun gibt es ja "Nachschub". Das Problem mit unseren neuen zukünftigen Mitbürgern sind nicht die vielen kulturellen Bräuchen und ganz viel leckeren Essen, sondern dem oftmals vorhandenen Unwillen dieser die wunderbaren Werte der Aufklärung anzuerkennen. Für sie ist es Schwäche, für uns Stärke und das passt einfach nicht zusammen. Zumindest nicht in diesem Umfang, da das Ausmaß dieser Völkerwanderung zu gewaltig sind, um diese Werte einer bronzezeitlichen Bevölkerung effektiv zu vermitteln. Kulturrelativismus bringt es einfach nicht so sehr sich Menschen wie die Autorin auch bemühen. Es gibt einfach Unterschiede in der Entwicklung der Kulturen. Ich jedenfalls keine Lust auf das Recht des Stärkeren, sondern für die intelligenteste Lösung bei auftretenden Problemen.

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zursachet 06.12.2015, 17:43
33.

Zitat von cherrypicker
Natürlich werden Traditionen immer neu ausgehandelt. Gay-Pride-Paraden gehörten vor 50 Jahren gewiss noch nicht zur deutschen Pop-Kultur, heute aber schon. Und ich habe überhaupt nichts gegen orientalische Küche, die schmeckt ganz hervorragend. Aber ab und an dürfen es halt auch Schweinswürstel sein. Genau damit haben aber manche Migranten ein Problem, ebenso wie mit nackten Hintern auf Werbeflächen, nur so als Beispiel. Das Problem ist doch nicht unsere angebliche Intoleranz, sondern die Intoleranz derjenigen, denen wir uns gegenüber tolerant aufführen wollen/dürfen/sollen. Ich warte auf den Tag, an dem sich ein Muslim darüber beschwert, dass ihn lautes Kirchengeläute beim Beten stört. Ganz nebenbei: Dasselbe gilt auch für christliche Fanatiker und links-grüne Zwangsbeglücker, rohkost-faschistische Gesundheitsapostel, militante Tierschützer oder sendungsbewusste Veganer: kurz, um alle Spaßbremsen da draußen, die meinen, ihren Mitbürgern das Leben diktieren zu dürfen. Denn die Besserwisser sind die wahren Intoleranten. Vor mir aus dürfen alle leben, wie sie wollen. Nur sollen sie mir bitte nicht mit ihrem Sendungsbewusstsein auf den Wecker gehen. Danke.
Danke. Der beste Forenbeitrag zur angeblichen "Debatte". Sendungsbewusstsein und Missionierung aus. Toleranz ein. Das gilt insbesondere aber auch für diejenigen, die neu dazu kommen. Ich kann nicht in ein Land kommen, um Schutz zu suchen und mich dann beschweren, dass dort Weihnachten gefeiert wird und Schweinebraten verzehrt wird.

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martinbabenhausen 06.12.2015, 17:45
34. Wieder so ein peinlicher Versuch

Ach Frau Götz, wenn sie mir jetzt noch erzählen wollen, dass unsere Kultur weder besonders alt noch besonders deutsch ist weil der Osterhase vor 1200 Jahren von den Persern eingeführt wurde, dann gehört Ihnen echt ein Vormund. Ist Ihr Artikel wieder so ein Versuch, uns davon zu überzeugen, daß das beige Grau im Wasserglas am schönsten ist, nachdem die Pinsel aller Farben darin ausgewaschen wurden?

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hermanbalk 06.12.2015, 17:47
35. Unbewusst urdeutsche Maßlosigkeit dieser Thematik

Lesenswerter Artikel, weil er unbewusst an eine der nachhaltigsten deutschen Traditionen anknüpft: Während die Bewohner einer bestimmten Region Mitteleuropas im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert einen zum Überschwang neigenden Nationalismus auslebten, haben ihre Nachfahren nun laut Mainstream-Ideologen wie Frau Götz gar keine Tradition mehr. Typisch deutsch; alles oder nichts. Ist schon eine Ironie der Geschichte und wie am Ausgang des Nationalismus zu erkennen ist, ist die Phase ideologischer Selbstverleugnung ebenfalls kein sonderlich empfehlenswerter Weg. Die Zukunft wird es zeigen, dann will es vermutlich wieder niemand propagiert heben.

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balotelli 06.12.2015, 17:47
36. Genau ....

.... es gibt eigentlich keine deutschen Traditionen. Das sind nur Märchen aus Kindertagen. Regionales Getue - längst überholtes Zeug in unserer modernen, fortschrittlichen, globalisierten Welt. Mit so einem Kram sollte man sich nicht das Leben schwer machen. Frau Professorin - jetzt mal im Ernst: Theoretisieren sie mal schön weiter, die Realität wird anders empfunden. Wir werden sehen, wie sich die nächsten Jahre entwickeln. Ich lasse mich jedenfalls durch Artikel dieser Art nicht manipulieren und viele andere auch nicht.

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Moonshine42 06.12.2015, 17:48
37.

Traditionen kann man nicht per Identitätspolitik verordnen. Die gezwungene politische Korrektheit, die dazu führt, dass Schulen das Krippenspiel streichen, sehe ich als äußerst kontraproduktiv an.
Davon abgesehen ist der Text für einen nicht mit dem Thema befassten Laien schwer verständlich bis langweilig (entsprechend der deutschen akademischen Tradition des Klugsprech: "nur wenn man mich nicht versteht bin ich Experte"). Ich vermute: irgend eine wissenschaftliche Veröffentlichung, nur grob bearbeitet für den SPON.

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Heitgitsche 06.12.2015, 17:49
38. Welche Einwanderer?

Zitat von bauausdo
Ein kluger Artikel. Günter Grass verwies schon in den frühen 80ern darauf, dass die Kulturnation der Deutschen eine Erfindung sei. In Wirklichkeit sind wir ein Volk aus Einwanderern. Vielleicht macht gerade das uns so erfolgreich.
Die kürzlich in Istanbul gefundene Landkarte des Ptolemaios zeigt, dass es bereits im 2. Jahrhundert n.CHr. germanische Städte - bis zur Weichsel gab. Danach gab es zwischen 450 - 600 die Völkerwanderung - auch das Germanen. 1945 kamen die deutschen Vertriebenen dazu. Wann und wo hat also Ihre Einwanderung stattgefunden? Sicher nicht im Geschichtsunterricht

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angelobonn 06.12.2015, 17:50
39. Gegen den Relativismus

Die Geisteswissenschaften scheinen in Deutschland wirklich in einem beklagenswert schlechten, weil politisch extrem einseitig ausgerichteten Zustand zu sein. Angesichts der massenhaften Einwanderung von Moslems sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass wir unsere heimischen Traditionen pflegen und bewahren und gegen den dem Islam inhärenten Missonarismus zu verteidigen. Stattdessen wird hier ein unsäglicher Relativismus betrieben, der nicht einmal davor zurückschreckt, deutsche Weihnachtstraditionen in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Unfassbar!

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