Forum: Kultur
Deutsche Traditionen: Nach alter Väter Brauch und... bitte?
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Was wird aus Deutschland, wenn immer mehr Menschen einwandern? Und was aus seinen guten alten Traditionen? Bevor wir uns darüber Sorgen machen, sollten wir wissen: Deutsche Kultur ist weder besonders alt noch besonders deutsch.

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syracusa 06.12.2015, 18:27
70. Religionen kommen und gehen, die Feste bleiben

Religionen kommen und gehen, die Feste bleiben. Weihnachten war in vorchristlicher Zeit das Fest der Wintersonnwende, und es hat sich wegen des Festakts des Teilens der letzten leicht verderblichen Nahrungsvorräte zu einem Familienfest entwickelt, das selbstverständlich auch überzeugte Atheisten, Juden und Muslime gerne mitfeiern. Die Globalisierung sorgt ohnehin dafür, dass Konsumfeste wie Weihnachten nicht länger religiös gebunden sind, denn das verhindert unnötig Umsätze. So sind die Shopping Malls in Istanbul und Abu Dhabi während der Vorweihnachtszeit nicht von denen in München oder Paris unterscheidbar.

Wir müssen also keine Angst davor haben, durch die Zuwanderung unsere kulturelle Identität zu verlieren. Wenn das geschieht, dann in viel stärkerem Ausmaß sowieso durch die fortschreitende Kommerzialisierung.

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shardan 06.12.2015, 18:28
71. Hin und wieder

Hin und wieder sollte man auch Traditionen überdenken. Wie echt ist denn die besinnliche Friede-Freude-Eierkuchen-Weihnacht noch? Fakt ist, das hier längst ausgegrenzt wird, keineswegs Ausländer, sondern Deutsche. Weihnachten ist schon lange kein besinnliches Fest mehr, es ist eine Veranstaltung zwischen Familienstreit und Schlagabtausch mit der Kreditkarte geworden. Einen Tag nach Heiligabend stehen die Kids draußen und rechnen gegenseitig auf, wieviel sie bekommen haben, in euro und cent. Wehe dem Kind des Hartz-IV Empfängers, das kain nagelneues Smartphone unter dem Christbaum hatte. Bei dieser Ausgrenzung braucht man weder nach Flüchtlingen noch Muslimen oder ähnlichem suchen... Wer sich am alten Brauchtum hochziehen möchte, könnte ein paar Überraschungen erleben. Nicht einmal der Christbaum ist christlichen Ursprungs, die Germanen nagelten um diese Jahreszeit schon eine Tanne über die Tür. Der ach so bracuhtümliche rot-weiße Weihnachtsmann - Tradition? Von wegen! Der Hl. Nikolaus war ein Bischof und trug ein entsprechendes Gewand. Der rot-weiße Dicke ist eine Werbeerfindung von Coca Cola. So könnte man eine Menge Traditionen und "Volksgut" auseinandernehmen. Viele dieser Traditionen werden schlicht als Abschottung "Wir" und "Die da" genutzt. Und die, die das tun, halten wohl auch den Musikantenstadl für Volksmusik.

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SachDebattierer 06.12.2015, 18:28
72. Weihnachtsmann ist älter als Coca Cola

Zitat von Ich heisseAnders
Coca Cola wird traurig sein, wenn wir den Weihnachtman abschaffen, schließlich hat das Unternehmen ihn erfunden.
Nein, Ihr Beispiel taugt nicht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsmann#Angebliche_Erfindung_durch_Coca-Cola

Das Lied "Morgen kommt der Weihnachtsmann" z.B. wurde schon 1835 geschrieben, die Firma Coca Cola gibt es erst seit 1882.

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toralf2010 06.12.2015, 18:28
73. Entschuldigung, mir wird schlecht bei diesem

Beitrag.
Natürlich ist es (in den Mainstream Medien) erwünscht solchen Unfug zu schreiben aber da hat Frau Professor wohl sehr einseitig geschrieben. Ich, und mein kompletter Freundes- und Bekanntenkreis wollen deutsche Traditionen pflegen! Mit dieser Abschaffung des nationalen und des traditionellen schafft man nur eins nämlich das unter dem Mantel extrem nationalistischer Sichtweise ganze Bevölkerungsgruppen Abfällen vom Liberalen Glauben. Nun sind wir ganz normale Menschen aus der sogenannten Mittelschicht und wir werden eine Teufel tun uns unsere Feste so vermanschen zu lassen.
Übrigens, hat Frau Professor schon eine Idee durch was die Ostereier ersetzt werden?

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vielflieger_1970 06.12.2015, 18:29
74.

Zitat von Wetterumschwung
Nicht alt? Mir hat es die letzten 50 Jahre so gefallen. Deutschland ist trotz zweier verlorener Kriege ein gut funktionierendes christliches Land. Das ist mir Tradition genug. Da woher die Menschen jetzt zu uns kommen liegt alles in Trümmern, herrscht Not. Was sollen wir also gegen was tauschen oder ändern, weil diese Menschen uns kommen? Aber wie die Vorredner schon festgestellt haben. Tendenziöser Artikel. Immer weiter immer wieder.
Naja, Ihre 50 Jahre sind leider geschichtlich keine relevante Größe:-) Anscheinend trauern Sie noch über die " zwei verlorenen Kriege", die wir übrigens angezettelt hatten, und fühlen sich wohl in ihrem Mikrokosmos. Herzlichen Glückwunsch!

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CancunMM 06.12.2015, 18:29
75.

Zitat von ricson
Was bedeutet denn Abschaffung der deutschen Sprache? Wenn wir als deutsche Sprache die Art definieren wie Menschen hier vor 200 Jahren gesprochen haben ist die deutsche Sprache bereits abgeschafft worden. Sie wollen eine Sprache die sich nicht weiterentwickelt? Da empfehle ich das Lateinische, da hat sich in letzter Zeit nicht mehr viel getan. Sie haben ihre hochgeschätzte Kultur nur weil sie sich vor allem durch äußere Einflüsse zu dem entwickelt hat. Das Verlangen einiger den aktuellen Status Quo einzufrieren für alle verbindlich zu erklären und jeden zu bestrafen der sich nicht daran hält ist blanker Faschismus und auch sehr unnatürlich. Eine Kultur die sich nicht entwickelt ist eine tote Kultur. Wie sich richtig bemerkt haben ist es vor allem in Deutschland sehr üblich die eigene Kultur mit Argwohn zu betrachen. Das ist gewissermassen deutsche Kultur seit der Aufklärung. Die Ironie bei Leuten wie Ihnen ist es, dass sie strikt dagegen sind andere Traditionen zu übernehmen. Man sollte stattdessen lieber die Tradition andere Länder, übernehmen keine Traditionen zu übernehmen.
1. Mit keinem Wort hat der Kollege einen Stillstand der deutschen Sprache oder Kultur gefordert.
2. Man muss schon ziemlich gestört sein, wenn man von seiner eigenen ,,hochgeschätzetn´´Kultur so abschätzig spricht.
3. Was soll eigentlich Ihr letzter Satz bedeuten ?
4. Was sie wollen ist keine evolutionäre Entwicklung der eigenen Kultur, sondern eine Aufgabe.
5. Was ist so schlimm daran erst einmal gegen die Übernahme anderer Traditionen zu sein. Wie entstehen überhaupt Traditionen ? Das ist die Ironie bei Typen wie Ihnen (um es mal mit Ihren Worten zu forulieren), dass sie rumschwafeln ohne auch nur die Ahnung zu haben wie Traditionen entstehen und warum.

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schoenfaerber_dr 06.12.2015, 18:29
76. Religiöse Tradition?

Eine "deutsche Kulturnation" ist und bleibt Konstrukt, das stimmt. Ich habe auch keine Angst um "das Deutsche" oder ähnlich kleinkarierte Identitätskrücken. Es geht einzig und alleine um das, was alle Regionen und Nationen Europas (!) verbindet und heutzutage Toleranz wie Menschlichkeit garantiert: unsere 2000 Jahre alte Religion (und ihren Ausdruck im Humanismus). DAS ist es, liebe Professorin, was konstanten Wert hat und weiter haben muss!

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rhholzhuetter 06.12.2015, 18:32
77. Frau Götz

hat einen langen Kommentar geschrieben-aber was will sie damit ausdrücken? Ich verstehe das so:Latent ist ihr Kommentar der Politcal Correctnes gewidmit --alles deutsche muss mit Vorsicht behandelt werden--ähnlich wie bei den Grünen die oft den Eindruck vermitteln das sie sich schämen Deutsche zu sein.Fakt ist: In Deutschland wird Weihnachten gefeiert und ich will das es so bleibt ! Jeder kann noch seine freie Meinung äußern-auch Frau Professor.Von Meinungsterror halte ich nichts !!!!!

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gluepie 06.12.2015, 18:33
78. Hetzbeitrag

Ich lasse mir den Spass an alten deutschen christlichen Traditionen nicht von so einem dummem Geschreibsel versauen.
Was irgendwelche Flüchtlinge mit vorwiegend islamischem
Hintergrund davon halten oder ihre Gutmenschbefürworter ist mir egal. Alle Wehnachtskritiker haben bislang mitgefeiert.
Eure antideutschen Berichte könnt ihr euch alle dahin stecken, wo nie die Sonne scheint.
Wenn unser bisheriges Deutschland so verkehrt war/ist, dann haut doch a l l e ab. Deutschland braucht euch nicht.

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upalatus 06.12.2015, 18:35
79.

Zitat von robert,haube
Aus beruflichen Gründen habe ich viel mit der Begutachtung von Häusern in meiner Region (SW-D)zu tun. Es ist zu beobachten, dass durchaus schützenswerte Gebäude für Zuwanderern günstig zu haben sind, aber ohnehin schon bröckelnde Bausubstanz wird oft nur auf Verschleiß genutzt, mit Trockenbau wird alles zugebastelt, dann ist gut. In zwanzig Jahren wird da nicht mehr viel zu retten sein. Ich frage mich dann ab und zu, warum ich ein Vermögen in den Erhalt und in die Sanierung alter Fachwerkgebäude stecke, die gern mal dreihundert Jahre auf dem Buckel haben, eigentlich doch um unsere Tradition zu retten, es folgenden Generationen zu überliefern. Ich will nur dieses kleine Beispiel nennen, um zu belegen, dass Tradition sich nicht nur um die Weihnachtsgans dreht, da gibt es noch jede Menge anderer Punkte. Warum sollten Zuwanderer ihr Geld z.B. in die Sanierung alter Bauwerke stecken, sie werden sich nur schwer damit identifizieren. Es ist billiger, den Bagger zu holen. Das wäre dann, auch übertragen, die Zukunft unserer Tradition.
Meine Erfahrung als AlteHäuser-Fan zeigt, dass es die urdeutschen, alteingesessenen Hausbesitzer sind, die das Objekt ohne Vorbehalte verkommen lassen und plattmachen. Dass sehr viele dieser Häuser noch reparabel wären keine Frage, aber die Summen, die man reinstecken muß, ändern zb. an niedrigen Raumhöhen und ungünstigen Raumaufteilungen nichts. Wer kaufte sich für den wahren Preis so ein Haus?? Noch ein paar Beispiele: eine uralte regional bekannte Gaststätte, eine kleinere weitere und diverse verbaute Bruchbuden aus den frühen 50ern wurden und werden hier von Nichtdeutschen mit Invest und viel Arbeit reaktivert. Ein Deutscher war dafür nicht zu finden.

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