Forum: Kultur
Deutsche Traditionen: Nach alter Väter Brauch und... bitte?
DPA

Was wird aus Deutschland, wenn immer mehr Menschen einwandern? Und was aus seinen guten alten Traditionen? Bevor wir uns darüber Sorgen machen, sollten wir wissen: Deutsche Kultur ist weder besonders alt noch besonders deutsch.

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derpolokolop 06.12.2015, 18:35
80. Wer wird am Liberalsten...

aller Liberaler? Ist es inzwischen ein Wettbewerb? Wer zeigt sich als verständigsten aller Medien? Wer führt momentan unter den SPON Schreiberlingen?
Irgendwie kommt es mir vor wie eine Krankheit. Die Baghwani-Generation die damals alle mit Hände zum Himmel getanzt haben arbeiten jetzt alle in den Medien/Zeitungshäuser.

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syracusa 06.12.2015, 18:35
81.

Zitat von robert,haube
Ich frage mich dann ab und zu, warum ich ein Vermögen in den Erhalt und in die Sanierung alter Fachwerkgebäude stecke, die gern mal dreihundert Jahre auf dem Buckel haben, eigentlich doch um unsere Tradition zu retten, es folgenden Generationen zu überliefern. Ich will nur dieses kleine Beispiel nennen, um zu belegen, dass Tradition sich nicht nur um die Weihnachtsgans dreht, da gibt es noch jede Menge anderer Punkte.
Sie haben völlig recht damit, aber diese kulturellen Traditionen werden durch die Einwanderung in keiner Weise bedroht. Mal abgesehen davon, dass die deutschen Fachwerktraditionen allesamt auf römisch-antike Militär- und Pionierbauweisen zurück gehen, sind diese regional verwurzelt, und werden selbstverständlich auch von den Einwanderern adaptiert. Echte Traditionen sind das aber sowieso nicht mehr, denn diese Bauweisen werden ja aus guten Gründen schon seit langer Zeit nicht mehr bei Neubauten angewandt.

Da geht es nur um die Erhaltung geschlossener Dorf- und Stadtbilder, und nicht mehr um Bautraditionen, an die ein Bauherr oder Eigentümer noch persönlich gebunden ist. Und das Interesse am Erhalt historischer Bausubstanz dürfte immer völlig unabhängig von der kulturellen Herkunft des Bauherrn sein.

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rauschebart 123 06.12.2015, 18:39
82. Ein sehr oberflächlicher

Artikel von einer noch oberflächlicheren Professorin.Es braucht nun wirklich wenig Recherche um herauszufinden, dass die großen christlichen Feiertage, wie Weihnachten und Ostern, ihren Ursprung in der nordischen Mythologie haben und von den Christen nur übernommen worden. Einmal ist es die Sonnenwende und Ostern wird der Frühling und die Saatzeit gefeiert. Ostera, die nordische Göttin des Frühlings war sogar Namensgeberin für Ostern. In fast allen Kulturen werden diese beiden jährlichen Ereignisse in fast allen Religionen der jeweiligen Religion einverleibt.
Mir gefällt, wie ich sie bisher gefeiert habe und sehe nicht ein, weshalb sie mir nun weniger gefallen oder Einschränkungen wie gefeiert, gemacht werden sollen, nur weil Flüchtlinge, die hier leben möchten, Bedenken egen ihrer Religion haben könnten.

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themistokles 06.12.2015, 18:40
83.

Schöner Artikel- und vor allem schön viele Kommentare die zeigen, wir richtig die Autorin liegt und wie wenig die immergleichen Leute verstehen (wollen). Anstatt sich mit dem Inhalt (und der Historie) auseinander zu setzen, wird gleich wieder die Traditionskeule rausgeholt und ein germanisches Ur-Brauchtum heraufbeschworen. Naja.

Ach ja, und zum Thema Weihnachten (und Nikolaus): Wir feiern einen türkischen Bischof, einen verwahrlosten Wanderprediger und drei arabische Gelehrte. Wenn die heute zusammen auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt gehen würden...

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syracusa 06.12.2015, 18:40
84.

Zitat von wahnfriedwhiner
Traditionen aendern sich, aber viele Menschen wollen nicht, dass ihnen Fremdes AUFGEZWUNGEN wird.
Wenn Ihnen irgend was Fremdes gegen Ihren Willen AUFGEZWUNGEN wird, warum wenden Sie sich dann nicht an die Polizei? Die ist für solche Straftaten zuständig.

Ich fürchte nur, Sie binden uns hier einen Bären auf. Durch die Aufnahme von Menschen in Not wird Ihnen persönlich nämlich gar nichts aufgezwungen. Sie dürfen Ihr Leben so weiterleben wie bisher, dürfen Trachten- und Heimatpflege treiben, wie Sie wollen, und dürfen weiterhin jeden Tag in die katholische Messe gehen, wenn Sie wollen. Sie müssen nichts, absolut gar nichts, an Ihrem Lebensstil ändern.

Von Ihnen wird nicht mehr verlangt als bisher auch schon: dass Sie die Freiheiten anderer Menschen genau so respektieren, wie diese die Ihrige respektieren müssen. Und wenn Ihnen die Freiheiten anderer Menschen egal sind, dann haben Sie immer noch die Möglichkeit, sich auf Ihrem Grundstück zu verbarrikadieren. Niemand zwingt Sie zum Umgang mit Menschen, die Sie nicht leiden können.

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himmelhilf0506 06.12.2015, 18:41
85. Regierungs-PR von der Uni?

Früher haben Professoren noch ergebnisoffen geforscht. Aber dieser Text ist erkennbar eine Art Gefälligkeitsgutachten für die Asylpolitik der Kanzlerin und ihrer Unterstützer von Rotgrün.

Inhaltlich hat er denn auch nicht viel zu bieten. Daß Deutschland lange Zeit ein politisches Flicken-Land war, ist ja nun kein Geheimnis. Na und? Ohne gemeinsame Kultur wäre nie ein Nationalstaat entstanden.
Und das deutsche Traditionen wie Folklore, Sprache, Gebräuche "nicht alt" seien, ist lediglich eine persönliche Einschätzung der Professorin.
Gemessen an den Pyramiden ist alles jung. Die deutsche Sprache ist 1500 Jahre alt, viele Bräuche Jahrhunderte.
Und das Argument der Einwandererprägung ist absolut mißbräuchlich. Die gerufenen europäischen Fachleute, die hin und wieder neue Technologien in deutsche Länder brachten, sind absolut nicht mit einer Masseneinwanderung von gelinde gesagt wenig Gebildeten zu vergleichen. Außer noch mehr orientalischen Restaurants, wenn auch mit leckerem Essen, haben wir nicht zu erwarten.

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vox veritas 06.12.2015, 18:43
86. P.s.

Für jemanden der Ethnologie lehrt - ein Fach, das mit der Soziologie (der Lehre des Sozialen Verhaltens) eng verwandt ist - ist der Beitrag unglaublich unwissend geschrieben.

Wir durchleben gerade eine Zeit, die unglaublich wirr und chaotisch ist. Das sind Zeiten, in denen man an Althergebrachtem festhält, weil dies Dinge sind, die Bestand hatten und haben und Orientierung geben, so in etwa wie ein Leuchtturm einem Schiff einen Orientierungspunkt gibt (Wo bin ich? Wo will ich hin? Wo sind Untiefen?).

Glaubt die Professorin tatsächlich, daß heutzutage viel Bereitschaft besteht, Traditionen zu überdenken, zu modifizieren oder abzuschaffen??

Das ist so, als ob man in einem Schlauchboot mit dem Messer spielt.

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thelix 06.12.2015, 18:43
87.

Zitat von wutbürger2010
Ich bin stolz darauf in Deutschland geboren zu sein, einem der friedlichsten Länder dieses Planeten. Weder meine Eltern noch ich kennen Krieg. Hier nur eine kleine Auflistung von für mich positiv besetzten Begrifflichkeiten, welche ich mit meinem Geburtsland Deutschland verbinde: Dt. Grundgesetz Dt. Asylrecht Dt. Bier- Reinheitsgebot Dt. Fußball Dt. Nationalhymne/Hymnentext Dt. Sozialsystem Dt. Schul-/ Bildungssystem Medizinische Versorgung Dt. Warenqualität Dt. Lebensmittel Dt. Dichter und Denker Dt. Feste und Lebensart wie Fasching, Kirmes, Grillen, Schrebergärten, Apfelsaftschorle, Radler, Currywurst, Oktoberfest/Bayern, christliche Feste wie Weihnachten/Ostern/St. Martin etc. Dt. Märchenkultur (Grimm) Dt. Dichter und Denker Meinungsfreiheit Rechtstaatlichkeit Pressefreiheit Religionsfreiheit Schutz von Minderheiten das Prinzip der offenen Gesellschaft Wertschätzung des Individuums Pluralität der Lebensstile Toleranz Geschlechtliche Gleichberechtigung Emanzipation der Frau sexuelle Selbstbestimmung Homo-Ehe keine religiöse Gesetzgebung keine religiöse Geschlechtertrennung ... Man sollte diese Werte und Traditionen nicht einem links-grünen Mainstream opfern. Kennt jemand ein besseres Land auf diesem Planeten ?
Wobei man ja nun nicht vergessen sollte, daß Sie die zweite Hälfte Ihrer Aufzählung dem "linksgrünen Mainstream" zu verdanken haben, nicht wahr?

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sean100 06.12.2015, 18:44
88. Tradition!?

Wie sieht es eigentlich mit dem Weihnachtsgeld aus? Wie wollen wir das umbenennen, das Arbeitnehmer anderen Glaubens diese Sonderzahlung annehmen können, ohne beleidigt zu sein?
Oh Verdammt! Darüber hat sich ja noch niemand beschwert. genauso wenig wie über christliche arbeitsfreie Feiertage!
Das alles wird klaglos akzeptiert!
Nein! Hier kann ein Autor schreiben was er will. Das dies, wo mit man aufgewachsen ist, angeblich nicht wert ist. Das wir uns anpassen müssen. Rücksicht nehmen müssen usw.! Das jenes mit dem man aufgewachsen ist, kein Bestand mehr haben soll!
Nein! Kultur und Werte haben wir durchaus! Und uns sollte niemand erzählen das es nicht so ist! Toleranz ist wie eine Münze und die hat bekanntlich zwei Seiten! Und wer hier leben möchte, sollte gefälligst uns gegenüber Toleranz zeigen! Und wenn wir nicht unsere Kultur und Werte hätten, würde es wohl kaum einen Menschen in unser Land ziehen!

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MeineMeinung2 06.12.2015, 18:48
89. Die Frau Professor

redet der deutschen Selbstabschaffung das Wort. "Leider" werden aber nicht all mitmachen. Jenseits des Nationalsozialismus gibt es deutsche Werte und Tugenden, die es sich zu bewahren lohnt. Das Weihnachtsfest gehört in diesen Dunstkreis. Sorry, Frau Professor. Von mir aus haben Sie Ihre Meinung. Meine Meinung ist es nicht.

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