Forum: Kultur
Deutscher Film in der Krise: Reich, aber unsexy
Cannes Film Festival

Weil die Besucherzahlen einbrechen, versuchen die Kinobetreiber eine anzügliche Werbe-Kampagne. Dabei gibt es viel bessere Ideen, um den braven deutschen Film wieder aufregend zu machen.

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Icki 16.06.2018, 11:59
20. Schweiger/Schweighöfer/FYGoethe-Filme

@HansHansen
Was das unverkrampfte Honorieren betrifft, gebe ich Ihnen Recht: Es war und ist peinlich, mit welcher Borniertheit die Branche z.T. auf die entsprechenden Erfolge reagiert bzw. reagiert hat. Wie das mit der von Ihnen zitierten Steilvorlage funktionieren soll, erschließt sich mir hingegen nicht. Könnten Sie dazu vielleicht noch ein paar erklärende Sätze sagen? Danke und beste Grüße!

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Erkläromat 16.06.2018, 12:38
21. Kulturell anspruchsvoll? Kuratoren? Gremien? Oper?!

Vielleicht sollten deutsche Studios mehr Filme für das Massenpublikum produzieren. Wie viele Menschen sich für kulturell anspruchsvolle Filme interessieren, zeigen die Quoten von ARTE deutlich.
Und wozu muss eigentlich das Kino gefördert werden? Es gibt wie gesagt ARTE....

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str.21.de 16.06.2018, 12:49
22.

Der deutsche Film macht eher den Eindruck, nur eine Geldwaschmaschine zu sein. Kein Anspruch auf Qualität, einfach nur teure Produktionen mit den typischen Schauspielern, die der alten Rentnerfrau noch das Herz erwärmen, mehr nicht. Da gab es diese Indie-Serie auf YouTube, und das war's dann schon. Kann man alles vergessen. Und trozdem fließt das Geld. Merkwürdig.

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S.P.O.C.K 16.06.2018, 13:53
23. Es gibt so ziemlich keinen guten deutschen Film

Ich habe die Kolumne nicht ganz gelesen, da es einen klaren Grund dafür gibt, warum deutsche Filme nicht ziehen.

Sie sind: Langweilig, Billig-Produziert, Schauspieler aus der Schublade, oft geklaut...

Ich kenne keinen einzigen deutschen Schauspieler beim Namen, außer die, die auch in Hollywood mit dabei sind/waren. Wie Jürgen Prochnow, Semmelrogge, Bruce Willis (deutscher), Sandra Bullock (deutsche und spricht hervorragend deutsch)...usw.

Deutsche Filme sind zu 95% zum fremdschämen und der Rest lässt sich an einer Hand abzählen. Deutsche Filme werden für einen Bruchteil von Hollywood produziert und das sieht man. Vergesst die deutschen Kameras, nehmt endlich Panavision. Auch die Drehbücher sind, nun ja, grausam. Dann der Ton. Die Effekte. Und wenn im deutschen Kino eine Verfolgungsjagd gezeigt wird, wirkt das immer ungewollt schäbig. Da wird so dermaßen übertrieben, dass es einfach nicht zum ansehen ist. Auf Teufel komm raus will man an Hollywood ran. Doch das geht immer schief. Dann nehmt euch verdammt noch mal einen echten Hollywood-Stunt-Koordinator.

Es gibt so vieles, was an deutschen Filmen einfach grausig ist. Alleine dafür bräuchte man ein ganzes Buch.

Es gibt nur wenige Filme die ich gut finde die aus deutschen Landen kommen: Das Boot, Die Unendliche Geschichte, Momo und die von Roland Emmerich (in seinen Anfangsjahren).
Das Gleiche gilt bei deutschen Serien. Mies.

Erst wenn der deutsche das Budget verpulvert, welches Hollywood verbraucht, dann werden die Filme besser. Und vor allem eins: Der deutsche kann kein Kino. Und die die es können, sind in Hollywood.
Wenn der Amerikaner an sich nicht der hellste ist: In Sachen Film, Serien und Kino, macht keiner dem Ami so schnell was vor.

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mmengi 16.06.2018, 13:58
24. wie immer

Dieser Artikel, wie so viele bezüglich des Kinos ist an Naivität nicht zu überbieten.
Das Gerede von "gewagten" oder "experimentellen" Filmen... Kino ist eine ausentwickelte Kunst des 20igsten Jahrhunderts. Heute sind ganz andere Kommunikationsformen aktuell.
Fördert das Kino wie die Oper und überlasst die Medien für junge Leute den jungen Leuten.

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sekundo 16.06.2018, 14:13
25. Semmelrogge

Zitat von S.P.O.C.K
Ich habe die Kolumne nicht ganz gelesen, da es einen klaren Grund dafür gibt, warum deutsche Filme nicht ziehen. Sie sind: Langweilig, Billig-Produziert, Schauspieler aus der Schublade, oft geklaut... Ich kenne keinen einzigen deutschen Schauspieler beim Namen, außer die, die auch in Hollywood mit dabei sind/waren. Wie Jürgen Prochnow, Semmelrogge, Bruce Willis (deutscher), Sandra Bullock (deutsche und spricht hervorragend deutsch)...usw. Deutsche Filme sind zu 95% zum fremdschämen und der Rest lässt sich an einer Hand abzählen. Deutsche Filme werden für einen Bruchteil von Hollywood produziert und das sieht man. Vergesst die deutschen Kameras, nehmt endlich Panavision. Auch die Drehbücher sind, nun ja, grausam. Dann der Ton. Die Effekte. Und wenn im deutschen Kino eine Verfolgungsjagd gezeigt wird, wirkt das immer ungewollt schäbig. Da wird so dermaßen übertrieben, dass es einfach nicht zum ansehen ist. Auf Teufel komm raus will man an Hollywood ran. Doch das geht immer schief. Dann nehmt euch verdammt noch mal einen echten Hollywood-Stunt-Koordinator. Es gibt so vieles, was an deutschen Filmen einfach grausig ist. Alleine dafür bräuchte man ein ganzes Buch. Es gibt nur wenige Filme die ich gut finde die aus deutschen Landen kommen: Das Boot, Die Unendliche Geschichte, Momo und die von Roland Emmerich (in seinen Anfangsjahren). Das Gleiche gilt bei deutschen Serien. Mies. Erst wenn der deutsche das Budget verpulvert, welches Hollywood verbraucht, dann werden die Filme besser. Und vor allem eins: Der deutsche kann kein Kino. Und die die es können, sind in Hollywood. Wenn der Amerikaner an sich nicht der hellste ist: In Sachen Film, Serien und Kino, macht keiner dem Ami so schnell was vor.
in Hollywood?!? Ich lache mich kaputt.
Der wird ja hierzulande noch nicht 'mal
mehr für den Rummelplatz gebucht!!
Haben Sie den Namen Christoph Waltz
schon einmal gehört?!?
Schauen Sie sich den Film "Der Gott des
Gemetzels" an. Hollywood-Produktion
mit dem grossartigen österreichischen
Schauspieler Waltz.

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nosports28 16.06.2018, 22:25
26.

Will man Leute ins Kino locken, muß man ihnen Filme bieten, die die Vorteile der großen Leinwand voll ausnutzen und die das heimische Entertainment System überfordern. Stattdessen bringt man auf die Leinwand, was selbst für dem Smartwatch-Bildschirm noch zu schäbig wird. Wie wäre es mal mit einem opulenten Epos? Historie und Literatur sind doch genug vorhanden. (Aber wie wird Historie hierzulande angegangen? Die immer gleichen Schema-F-Geschichten werden in irgendeinen schlecht nachgebastelten Hintergrund eingewoben.). David Lean und Richard Attenborough sind selbst für die größte Heimkinoleinwand zu gewaltig. Die muß man schon im Kino sehen, um sie sich voll entfalten lassen zu können. Und denen stand nicht mal heutiges 3D zur Verfügung. Und soll es kein heimischer Klassiker sein: Kurosawa verlegte einst Shakespeare ins mittelalterliche Japan. Und Leone und Lucas wiederum Kurosawa in den wilden Westen und ins Weltall. Warum nicht mal ein Italo-Western-Stoff, verlegt in die Zeit des 30-jährigen Krieges? Dort ließe sich auch einer unserer Standortvorteile gut ausnutzen: Düsterkeit. (Was natürlich nichts bringt, wenn man sie - wie leider üblich - flach ausleuchtet.). Der Low-Key-Stil und die tiefschwarzen Schatten des deutschen Expressionismus prägten den Film einst nachhaltig. Stattdessen lautet das Patentrezept für unseren Mißerfolg: Grundsätzlich das Gegenteil von dem machen, was jemals gut war oder wenigstens funktioniert hat. Tja, und so kann das natürlich nichts werden.

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X5-452 17.06.2018, 00:22
27. Wir sollten es einsehen...

...wir können es einfach nicht! Volle Zustimmung für den Beitrag von S.P.O.C.K.! Die (meisten) Deutschen können "Film" einfach nicht. Das größte Problem stellen meiner Meinung nach tatsächlich die grottenschlechten Drehbücher dar. Mich packt das kalte Grausen, wenn ich beim Durchzocken mal aus Versehen bei einem deutschen Film lande - einfach nur schlecht, was einem da vorgesetzt wird. Diese Dialoge! Diese hanebüchene Sprache! Völlig unauthentisch. Aber ja, es gibt in D tatsächlich jemanden, der das richtig gut kann - nämlich der hier vielfach gescholtene Bora Dagtekin (jepp, von ihm stammen die Filme der Fack Ju Göhte-Reihe). Seine Serien (z.B. Doctor's Diary) sind einfach richtig gut geschrieben. Gute Komödien zu schreiben ist doch ne wahre Kunst. Auch "Wo ist Fred?" fand ich damals überragend lustig. Ich für meinen Teil möchte beim Film- oder Serienschauen einfach gut unterhalten werden. Auf irgendwelche mit dem Holzhammer vorgetragene Sozialkritik kann ich gut verzichten. Auch brauche ich keinen x-ten dunkel-düster, melodramatisch-depressiv verpackten Emo-Schmonz, den ich noch dazu aufgrund der oben geschilderten Problematik (Drehbuch!!!) einfach nicht ernst nehmen kann.
Achso, "Cloud Atlas" fand ich übrigens auch klasse, ist ja genau genommen auch ein deutscher Film. Und der ist gar nicht mal sehr alt! Bitte mehr davon.

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jro04 17.06.2018, 08:04
28. Nicht alles ist schlecht

Vor der Morgenröte über den Schriftsteller Stefan Zweig fand ich sehr bewegend. Wir haben uns den Film in einem Deluxe Kino angesehen - viel Platz, Service und elektrische Liegesessel. Tolles Kino.

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der_gezeichnete 17.06.2018, 10:55
29. Nicht alles ist schlecht

macht aber nicht das meiste besser ;) Von den meisten eher mauen Drehbüchern mal abgesehen, sind auch die dt. Schauspieler. Hölzern, nicht authentisch und überzeugend in ihrem Auftritt eher gar nicht. Persönlich favorisiere ich Inhalte aus dem skandinavischen Raum bzw. von der Insel - die sind ja auch nicht zwingend für ihre euphorische Mentalität bekannt, dennoch wirken sie besser als die meisten der deutschen.

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