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Deutscher Musikmarkt: Streaming hängt CD-Verkäufe ab
imago/ SKATA

Der Musikmarkt in Deutschland hat sich neu geordnet: Erstmals brachte Streaming mehr Umsatz als der Verkauf von CDs. Auch der kleine Boom der Schallplatte scheint vorbei zu sein.

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purple 07.03.2019, 11:53
1. Gruselig

Mir geht der ganze Zustand schwer auf die Nerven. Streaming in guter Qualität (zB. FLAC) gibt es nicht. 10.- € im Monat für einen Dienst bei dem man dann die Hälfte nicht hören kann, dazu noch - keine Ahnung SKY und DAZN -gehts noch?. Und dann die Forderung nach Internetzensur (Uploadfilter - die NIE funktionieren können). Alles nur Ärger aund Abzocke. Ich würde das Urheberrecht auf die Patentregeln stutzen. D.h. nach 25 Jahren ist alles gemeinfrei.

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meister_proper 07.03.2019, 12:01
2. Musik verkommt zum bloßen Hintergrundrauschen

Ich verstehe es nicht, aber beobachten kann man es überall. Musik läuft im Hintergrund und wird nicht mehr aktiv gehört. Bei dem Quark, der derzeit aus den Studios kommt ist das allerdings auch kein Wunder. Es ist selten geworden, dass einem eine aktuelle Melodie mal nicht mehr aus dem Kopf geht oder dass man einen Song hört, dessen Text einen zum Nachdenken bringt. Statt einfallsreicher Klangkompositionen ertönen überall die gleichen langweiligen Loops, bestenfalls angereichert mit Schnipseln aus alten Hits. Für diesen Schrott ist Streaming eine völlig ausreichende Form des Konsums. Ich möchte meine Sammlung an Alben jedenfalls nicht missen und darauf weiterhin zugreifen können, wenn ich nicht online bin. Solange es kein rein digitales Äquivalent zur CD gibt, kaufe ich diese, rippe sie mir verlustfrei und greife auf dieses Archiv zu, wann immer ich will.

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Aberlour A ' Bunadh 07.03.2019, 12:05
3. Eine analoge Revolution

Digitales kann die Schallplatte nie ersetzen. Egal was mir Tontechniker und Frequenzanalytiker erzählen wollen. Da ich meine Lieblingswerke in beiden Formaten besitze, bleibt für mich eins immer klar. Die LP klingt einfach "lebendiger". Und bietet darüber hinaus viel Sinnlicheres.

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Hans-Dampf 07.03.2019, 12:05
4.

Schade, denn ich sehe Streaming als reines Konsumieren von Musik, für die sich (je nach Musikrichtung) die Künstler ordentlich ins Zeug gelegt haben. Mich würde daher auch interessieren, welche Muskrichtungen eher beim Streaming anzutreffen sind im Gegensatz zu Musikrichtungen, bei denen eher die CD/LP gekauft wird.
Noch weitere Aspekte stören mich beim Streaming:
- die Qualität ist oft grausam. Ich weiß nicht, mit welchen Datenraten und Codierung da gearbeitet wird, aber selbst MP3-Dateien mit 320 kbit/s klingen um Längen besser
- wenn der Anbieter pleite geht oder aus anderen Gründen seinen Dienst einstellt, ist die komplette Sammlung weg
- wenn der Anbieter entscheidet, dass ein Werk oder einzelne Teile davon nicht mehr angeboten werden, ist es einfach weg
- der Anbieter kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt einzelne Teile des Werks austauschen oder gar löschen
- beim Streaming ist man auf eine Internetverbindung angewiesen, die je nach Schnelligkeit auch Auswirkungen auf die Qualität hat. Die Offline-Speicherung mag da hilfreich sein, funktioniert aber in der Regel nur auf entsprechenden Endgeräten. Und die heruntergeladenen Dateien sind auch nur dann mit dem einen Programm/App abspielbar.
.
Alle oben genannten Punkte sind natürlich auch auf Filme übertragbar.

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hirsnemehism 07.03.2019, 12:46
5. Wer...

… HÖRT denn heutzutage überhaupt noch Musik? Damit meine ich, sich hinzusetzen und sich völlig ablenkungsfrei wenigstens ein Album anzuhören. Ich selbst musste das seinerzeit (zeitlich noch vor der CD) auch erst LERNEN. Seither sind die Ablenkungen so gewaltig geworden, dass viele schon unruhig werden und sie ein solch dringendes Bedürfnis haben auf etwaige "WhatsApp-Nachrichten" etc. zu schauen, dass sie kaum auch nur ein Stück anHÖREN KÖNNEN. Für diese Leute spielt dann aber auch die Klangqualität keine Rolle mehr. Mein Fazit: Wer Musik noch HÖREN will, wird zur besten Tonqualität greifen und dafür auch zahlen. Der (leider zahlreichere) Rest ist schon zufrieden damit, sich mit minderer Qualität berieseln/bestreamen zu lassen.

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GoaSkin 07.03.2019, 12:57
6.

Der Schallplatten-Boom, der angeblich rückläufig ist, wird hier auch nur in der Überschrift erwähnt. Dabei hat sich was Vinyl betrifft, überhaupt nichts geändert: Die wenigen verbliebenen Presswerke laufen seit Jahren im Dauerbetrieb und tun es heute immernoch. Die Technik liefert heute kein Hersteller mehr. Nicht die Nachfrage bremst die Menge der produzierten Schallplatten, sondern die Kapazitäten der noch vorhandenen Technik.

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otto.normahl 07.03.2019, 13:10
7. Musik ist zum Hintergrundgeräusch verkommen

Dank Streaming ist es den meisten Konsumenten dieser Dienste völlig egal von wem das Hintergrundgeräusch erzeugt wurde. Hauptsache der eingebaute KI sucht was gefälliges aus. Aus Kunst ist für sehr viele nur noch ein gefälliges Rauschen geworden. Überall wo es Datenempfang gibt. Oder solange es den Anbieter gibt. Aber wenn einer dieser Anbieter ins digitale Gras beißt, weil das kommerzielle Ziel nicht erreicht worden ist, dann ist es eh Wumpe. Klick nächste App.
Schade nur für Dinosaurier wie mich, die sich gerne zum bewussten Hören die nötige Zeit nehmen. Denn wenn die Musik zum Hintergrundrauschen verkommt, bleibt hochwertiges Gut leider aus.
Der Trend zur völligen Abhängigkeit von digitalen Diensten der amerikanischen Konzerne scheint nicht mehr zu stoppen sein. Zumal diese mit geschickter Lobby-Arbeit auch noch letzten freien (digitalen) Inseln durch Rechtsprechung (siehe Upload-Filter) vernichten wollen. Alles im Namen des Shareholdervalues .

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Referendumm 07.03.2019, 13:17
8.

Zitat von meister_proper
Ich verstehe es nicht, aber beobachten kann man es überall. Musik läuft im Hintergrund und wird nicht mehr aktiv gehört. Bei dem Quark, der derzeit aus den Studios kommt ist das allerdings auch kein Wunder. ...
So ist es. Weshalb eben das Hören einer LP, die man erst aus der (oft schön bedruckten) LP-Hülle herausholen, dann auf den Plattenteller legen und den Tornarm feinfühlig zur Position bringen muss, eben oftmals bewusster wahrgenommen wird.

Dass die Umsätze der LPs wieder zurückgehen, verwundert nicht, wenn man immer noch nicht kapiert hat, dass bereits vom Werk verkratzte / verrauschte und leider verbogene LPs nicht dazu beitragen, gerne tiefer in die Tasche zu greifen.

Mit "meiner" Musik aufm NAS sowie einer umfangreichen LP-Sammlung bin ich gut aufgestellt. Die aktuelle Musik ist, wie Sie Forist "meister_proper" anmerkten, eh nur was für die Mülltonne - selbst hochgelobte Künstler können sich anscheinend nicht durchsetzen, wenn deren Produzenten ihre Musik wahllos komprimieren, die Lied-Dynamik fast vollständig beseitigen und alles am Limiter hochjubeln.
Und einige der hochgelobte Künstler bzw. Künstlerinnen meinen sogar, das wäre das Beste an ihrer Darstellung. Armselig!

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dinnyc 07.03.2019, 13:31
9.

@Goaskin:

Im Text steht „Die Vinyl-Erlöse sanken 2018 um 5,2 Prozent auf 70 Millionen Euro“. Damit ist die Überschrift durchaus berechtigt.

Persönlich kaufe ich mir Alben, die mir wichtig sind, auf Vinyl. Aber auch nur solche, die es als besondere Pressungen gibt. Alles andere wird nur noch gestreamt (wenn ich davon ausgehe, ein Album nur ein paar mal zu hören) und das seit Jahren. Früher hab ich alles gekauft, was absolute Geldverschwendung war

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