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Deutscher Neokolonialismus: Afrika ist kein Land!
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Frankreich muss sich den Vorwurf gefallen lassen, afrikanische Staaten wie Kolonien zu behandeln. Aber was ist mit uns: Wie viel koloniale Haltung steckt noch in Deutschland?

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nobody_incognito 26.01.2019, 17:48
30.

Zitat von Braveheart Jr.
... Liebe Afrikaner: ich würde euch gerne alles zurückgeben, was meine Vorfahren geraubt haben - wenn ihr dafür in Afrika bleibt und dort eure Kultur hütet und pflegt. Und sagt das bitte auch den Chinesen, die nerven nämlich genauso. Und den Amerikanern. Und den Englän ... halt, nein. Das Problem wird sich in ein paar Wochen erledigt haben.
Deutschland ist doch nur deshalb "fein" raus, weil es mit seinen kolonialistischen Bestrebungen 2 mal gescheitert ist. Jetzt ist man selbst Kolonie in einer sich globalisierenden Welt. Ist halt Fluch und Segen besonders rentables Humankapital zu verkörpern. Da bleibt dann wenig Zeit^^ für wirkliche Sinnfragen.

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mullertomas989 26.01.2019, 17:50
31. Fluchtursachen bekämpfen will....

... muss in Wahrheit eben alles tun, damit Afrika wirtschaftlich stark werden KANN. Also auch mal kein Milchpulver o.ä. hinverkaufen..

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curiosus_ 26.01.2019, 17:51
32. Attitüde?

Zitat von nobody_incognito
Das ist schon mal eine Attitüde, nämlich die Deutungshoheit darüber was "sinnvolle Entwicklung" sein soll. Aus rein existenzialistischer Sicht gibt es sowas wie "Sinn" gar nicht, sondern nur das Überleben an sich. Und so gesehen ist alles was derzeit (noch) existiert gleich erfolgreich/sinnvoll. Ob unsere Zivilisation einem nachhaltigen Überleben bzw. irgendeinem Sinn näher ist, als Leute die irgendwo im Urwald existieren, daran kann man durchaus begründete Zweifel haben.
Was sinnvoll ist und was nicht hängt immer am zugrundeliegenden Maßstab, nur der definiert das. Und den (meinen!) habe ich explizit aufgeführt: "Weder ökonomisch noch demokratisch".

Was soll daran "Attitüde" sein? Eine sinnvolle (Maßstab: Nutzen bringende, nicht "aneinander Vorbeireden") Diskussion geht nur so, wie denn sonst?

Also, Butter bei die Fische: Was ist Ihr Maßstab?

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klaus. 26.01.2019, 17:51
33. Kommentare zeigen Notwendigkeit des Artikels

einige Kommentare sind genau der Beweis. Da wird wieder von (Schwarz)Afrika gesprochen statt von einzelnen Ländern. Man darf nicht vergessen, was die Grenzziehung durch die Europäer und der andauernde Dumping Export in vielen Ländern anrichtet. Da reichen 40 Jahre nicht. Eigentlich müssten schnellsten Grenzen und Staaten geschaffen werden, die zu den Völkern passen sowie faire Handelsbeziehungen. So lange das nicht passiert wird es nicht besser und Schuld daran ist immer noch "Europa" - auch wenn z.B. die Liechtensteiner nicht viel dafür können, aber sie sind ja auch Europäer...

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curiosus_ 26.01.2019, 17:55
34. Sub -...

Zitat von novoma
Schwarzafrika darf man jetzt auch nicht mehr sagen, das heißt jetzt Subsahara-Afrika.
...das geht ja gar nicht. Wo wir sind ist oben (die nördliche Hemisphäre), und die Anderen sind "Sub", also unten.

Noch mehr verschlimmbessern geht ja gar nicht, demnächst klingelt die Sprachpolizei an Ihrer Tür.

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5b- 26.01.2019, 17:55
35. Etwas weit hergeholt

Afrika vereinfacht zu verstehen muss kein Ausdruck von Kolonialismus sein. Es ist wohl eher eine Form von Ignoranz.
Damals in der Zeit vor den Informationen, da wusste man noch ganz genau, dass man eigentlich nichts von Afrika wissen musste. Heutzutage ist man fast behindert, wenn man nicht wenigstens in Wikipedia nachschlägt bevor man über ein Thema spricht. Ein „Ich Interessiere Mich Nicht Dafür“ ist keine Erklärung, sondern ein Schlag ins Gesicht derer, die daran interessiert sind. Also, selbst wenn es einen nicht berührt, so sollte man doch was darüber wissen. Desinteresse hat und ja auch nicht von der Schule abgehalten.
Damals konnte man mit Klischees von entfernten Ländern umgehen, da jeder eine ähnlich ignorante Sicht auf die Dinge hatte.

Blackfacing war vielleicht etwas albern aber ansonsten war es egal. Heutzutage wird sich darüber empört, dass Tilda Swinton, eine äußerst weiße Britin, eine Rolle übernimmt, die eigentlich einen Tibeter darstellen sollte. Dabei wird vergessen, dass die Rolle ja umgeschrieben wurde und sie nun einer Keltin gilt. Als Jet Li einen Bulletproof Monk, also einen kugelsicheren tibetischen Mönch gespielt hat, da hat sich keiner aufgeregt obwohl die Chinesen Tibet mit Gewalt eingenommen haben. Es ist also so als ob ein weißer Amerikaner einen amerikanischen Ureinwohner spielt. Es lohnt sich nicht zu schreien, dass eine Rolle einem Tibeter gelten sollte, wenn es keinen (männlichen) tibetischen Schauspieler von Weltformat gibt der sie ausfüllen könnte.

Mir ist Afrika als abstraktes Konzept völlig egal. Ich kenne auch niemanden von dort. Einen kannte ich, dessen Familie war von dort. Das war es aber auch schon. Ich hoffe dass beste für alle die dort leben. Alles was ich über Afrika weiß ist recht schwammig. Alles was man wissen muss, ist, dass alle Menschen im Kern gleich sind. Alle wollen glücklich sein und keiner will leiden. Den Rest kann man als nebensächlich betrachten wenn man sich abstrakte Gedankenkonstrukte ansieht.

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vox veritas 26.01.2019, 17:56
36.

" Wie viel koloniale Haltung steckt noch in Deutschland?"

Genauso viel wie man finden möchte. Wobei ich eigentlich nicht den Eindruck habe, daß Deutschland jemals wirklich eine echte Kolonialmacht war. Höchstens eine "Möchte gerne Kolonialmacht.".

Die Deutschen war noch nie eine erfolgreiche Großmacht, wie die Geschichte lehrt.

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derHamlet 26.01.2019, 17:57
37.

Zitat von Henry Jones Jr.
Ganz schwacher Artikel. Absurde Vorwürfe, steile Thesen und nichts davon begründet. Lustig das Sie Ihre eigene Unwissenheit so sorglos auch Ihrer Leserschaft vorwerfen. Nein, nein. Wer hier keine Ahnung hat, das sind vorrangig nur Sie, lieber Autor. Zu den Auswirkungen des ehemaligen Kolonialismus gibt es allerlei Wissenschaftsliteratur (auch von mir). Statistisch lässt sich hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung kein signifikanter Unterschied zwischen ehemaligen afrikanischen Kolonialstaaten und Staaten, die nie einer Kolonialmacht unterworfen waren, erkennen. Also wenn ich einen Artikel schreiben würde, der behauptet, dass Afrikanische Staaten bis heute unter den Folgen des Kolonialismus leiden, dann hätte ich zuerst dazu Faktenwissen studiert. Was Sie schreiben ist Stimmungsmache ohne informativen Mehrwert.
Guten Abend Henry Jones Jr.,

im deutschen Strafrecht als Schuldstrafrecht wird heute die Frage über die reine Schuld nach dem Warum gestellt, also warum handelt jemand oder eine Gruppe wie sie handelt, sprich was ist die Vorgeschichte und dies ist bei der Urteilsfindung in Betracht zu ziehen.

Wenn Sie es rein auf Statistiken, also auf Zahlen reduzieren, werden Sie das Individuum, den Mensch, negieren.

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isi-dor 26.01.2019, 17:58
38. Bei alldem sollte eines nicht vergessen werden:

Der US-Präsident kennt kaum ein einziges afrikanisches Land, nicht mal beim Namen, denn "Nambia", was auch immer das sein soll, ist für ihn nur ein "shithole country". Dabei vergisst er eines: niemand plündert den afrikanischen Kontinent derzeit stärker aus, als China und die USA. Land grabbing ist gang und gäbe und die Ressourcen werden gestohlen - eher selten von Europa.

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isi-dor 26.01.2019, 17:59
39.

Zitat von danielc.
Als Kind habe ich in meinem kleinen Heimatdorf einen dunkelhäutigen Menschen gesehen, das war etwas ganz besonderes.
Vermutlich war es einer der "heiligen" drei Könige.

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