Forum: Kultur
Deutschlands Krisenkurs: Schulmeister der Nationen

Wir erleben die Re-Nationalisierung der Politik: Statt*ihre Führungsrolle*zum Wohl Europas zu nutzen, spielen sich die Deutschen als*Oberlehrer auf. Sie verteilen Zensuren an andere Länder und ignorieren, dass es die EU morgen*vielleicht gar nicht mehr gibt.

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surensohn1 02.12.2011, 16:54
90. Na dann mal her mit Ihren Zahlen und Fakten

Zitat von alcapone0815
Oh je, immer wieder der gleiche Unsinn. Woher nehmen Sie denn die Information, dass Deutschland alles bezahlt? Haben Sie irgendwann einmal Zahlen gelesen, Hintergrundinformationen ......
Ich vernehme hier auch nur substanzloses Geschwurbel. Wo sind denn Ihre belegten Fakten.Die EU kann längst nicht mehr in unserem, und damit meine ich die deutsche Bevölkerung, sinne sein.Globalisten und internationale Finanzinstitutionen profitieren vom Euro. Der Schaden ist längst angerichtet und wir werden lange an Versaille 3 zu kanbbern haben (Versaille 2 war der Vertrag zur Währungsunion).Deutschland war in den letzten hundert Jahren immer Wirtschaftsmacht Nummer eins in Europa und würde es zweifellos auch ohne Euro sein. Das ist doch die Angst der Südeuropäer inklusive Frankreich und England.

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küss_di_hand 02.12.2011, 16:54
91. .

Zitat von alcapone0815
Oh je, immer wieder der gleiche Unsinn. Woher nehmen Sie denn die Information, dass Deutschland alles bezahlt? Haben Sie irgendwann einmal Zahlen gelesen, Hintergrundinformationen gesammelt oder sonstiges Wissen angehäuft? Sie sollten besser dringend Ihr "Wissen" überprüfen!! Deutschland kassiert seit Jahren die südlichen Länder ab, und dass auf übelste Art!....
Soviel Dummfug habe ich selten gelesen. Also wenn die Südeuropäer in Wirklichkeit besser dastehen als Deutschland, warum schreien sie dann nach Eurobonds und Hilfe durch die EZB etc.?
Ich glaube, im Täuschen sind die Griechen dann doch besser als wir Deutsche.

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Chinainteressierter 02.12.2011, 16:55
92. .

Zitat von PZF85J
Das sehe ich anders. Ich würde auch verstehen, dass die Welt nicht am deutschen Wesen genesen will. Aber sollen die bitte auch nicht am deutschen Gelde genesen. Ist doch ganz einfach.
Ich stelle die Rechtmässigkeit der Forderung nicht in Frage. Ich möchte hier nur anmerken, das Besserwissertum und Monday morning quarterbacking eine urdeutsche Eigenschaft ist.

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ger-rulez 02.12.2011, 16:57
93. Spiegel-Überschriften, immer wieder faszinierend

Die immer in die gleiche Richtung gehenden Spiegel-Überschriten, also auf der einen Seite die legitimen EU-Forderungen, auf der anderen Seite eine Frau Merkel, die
engstirnig, schulmeister-und oberlehrerhaft die nationalen
deutschen Interessen vertritt, werden langsam langweilig.
Zuerst einige Vorschläge, die die wahren Sachverhalte
widerspiegeln:
1. Merkel wieder von EU-stalkern belästigt
2. Spiegel und die LINKE Hand in Hand gegen die Regierung

zu 1. Wenn eine Regierung klar sagt, sie will keine Eurobonds,
und Vertreter der EU immer wieder diese Forderungen erheben, ist dies eine klare, wissentlich und beharrlich
verfolgte Belästigung und erfüllt alle Merkmale
von stalking.
zu 2. Als langjährigen Spiegelleser nerven mich die Kommentare, die 100% mit der Position der LINKEN übereinstimmen.
Nur mal zur historischen Klarstellung: diesen Leuten
war bis 1987 noch nicht mal klar, dass es in Betrieben auch eine Gewinn- und Verlustrechnung gibt. Soviel zu deren wirtschaftlichen Sachverstand.
Warum stellt nicht mal der Spiegel folgende Fragen:

Was hindert die USA daran, notleidenden EU-Staaten Kredite zu geben?
Wieso legen z.B Länder wie Frankreich und Italien nicht gemeinsame EU-Bonds auf und unterstützen damit notleidende
Staaten?

Wieso werden die EU-Zahlungen nicht prozentual daran gekoppelt, wie viele Abgeordnete jedes Land in das EU-Parlament schickt?

Zum Schluss: Diese Regierung will weder Zensuren verteilen noch sich als Oberlehrer aufspielen.
Deshalb raus aus dem aufgezwungenen Euro und schon haben die
EU-Länder keine nervigen, rechthaberischen und dogmatischen Deutschen mehr.
Dem Glück dieser Länder steht ja dann nichts mehr im Wege.*g

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bluesraider 02.12.2011, 17:00
94. Der "Amerikanische Freund"

..von Herrn Diez ist nicht automatisch ein Freund Deutschlands.

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j.anus 02.12.2011, 17:00
95. Schon seit

Zitat von deus-Lo-vult
Seit wann diktieren die Bittsteller die Regeln?
viel zu langer Zeit!
Und dass sich diese an diesen Umstand zu sehr gewöhnt haben ist das eigentliche Problem!

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alexbln 02.12.2011, 17:00
96. .

Zitat von tangarra
eine Option, wenn sie eine echte Nationalbank wäre, aber so ist es eben nicht, es ist die gemeinsame Nationalbank von vielen Ländern. Außer Deutschland hat im Augenblick kein anderes Land Interesse daran, den Euro durch eine solide Finanzpolitik zu retten, da ja beim Euro im Gegensatz zu den Nationalwährungen die Möglichkeit besteht, seine eigenen Schulden auf Kosten der solider wirtschaftenden anderen Euro-Staaten zu finanzieren. Deshalb ist Deutschland auch isoliert und viele deutsche Politiker würden sich gerne - so wie immer in der Vergangenheit - die Freundschaft der anderen EU-Länder mit dem Geld des deutschen Steuerzahlers kaufen und kritisieren deshalb heftig Frau Merkels Standhaftigkeit. Richtig ist, dass der Euro nur zu retten ist, wenn die EZB die Staatsanleihen aller Euro-Länder aufkauft. Richtig ist aber auch, dass, wenn die EZB dies tut, der Prozess irreversibel ist und in Zukunft dann niemand mehr außer der EZB diese Staatsanleihen kaufen wird. Grundsätzlich sollte es eine politische Option in einem souveränen Staat sein, dass die Zentralbank Staatsanleihen dieses Staates kauft und so die Staatsausgaben - zumindest teilweise - finanziert. Wenn dem Bürger das nicht gefällt, kann er bei der nächsten Wahl die Regierung abwählen und für Änderungen sorgen. So ist es in USA oder Großbritannien der Fall. Die amerikanische Zentralbank kauft im großen Stil amerikanische Staatsanleihen und finanziert damit die zu hohen Staatsausgaben. Falls den amerikanischen Bürgern das nicht mehr passt, wählen sie einfach einen neuen Präsidenten, der verspricht, das in Zukunft sein zu lassen. Bei Euro oder der EZB ist das nicht der Fall und damit ist dies keine politische Option: Die Berlusconis und Papandreos vom Club-Med versuchen mit der Androhung mit einer Pleite ihres Staates die Finanzierung der Staatsschulden über die Notenpresse der allen Euro-Ländern gemeinsamen EZB zu erzwingen und entwerten so die Ersparnisse der solider wirtschaftenden Bürger, nicht nur deutschen Bürger, und die Bürger aus den solider wirtschaftenden Staaten - und so Konsumverzicht übenden - haben keine Möglichkeiten mit ihrer Stimme an der Wahlurne dies zu ändern. Das Gegenteil ist der Fall: die Bürger der Club-Med-Staaten werden bei einer Wahl mit großer Mehrheit dafür stimmen, dass ihrer Staatsschulden von den Sparern der solider wirtschaftenden Staaten bezahlt werden.

deutschland ist mitnichten isoliert, auch wenn das so in den überschriften steht- niederlande, finnen,österreich sind sehr wohl auf der seite. dazu ganz sicher viele ländern aus der EU , die nicht in der eurozone sind-schweden, dänemark, polen, slowakei.

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Moewi 02.12.2011, 17:00
97. Keine Macht den Titeln

Zitat von Titus14
Damit deckt sich meine Meinung mit der Mehrheit.
Als ob "Mehrheit" allein schon für Richtigkeit sorgt...

(P.S.: Wollen Sie auch Guttenberg wiederhaben? Wie die Mehrheit?)

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Spiegelkritikus 02.12.2011, 17:01
98. Der Idealist spricht

Zitat von sysop
Wir erleben die Re-Nationalisierung der Politik: Statt*ihre Führungsrolle*zum Wohl Europas zu nutzen, spielen sich die Deutschen als*Oberlehrer auf. Sie verteilen Zensuren an andere Länder und ignorieren, dass es die EU morgen*vielleicht gar nicht mehr gibt.
Lieber Herr Diez, ich schätze Sie als Feuilletonisten und als solcher sollten Sie auch dabei bleiben, so wie der Schuster bei seinen Leisten. Ihr Artikel zeugt von der typischen idealistischen Europamania, die für die Gründerväter von Euro und Eu typisch war bzw. ist. So wie diese lassen Sie allerdings jegliche ökonomische Pragmatik ausser acht.

Sie bemühen amerikanische Kritiker der vorsichtigen deutschen Haltung in der Schuldenkrise und vergessen dabei, dass die USA an einem schwachen Europa bzw. Euro sehr interessiert ist und die Krise propagandistisch via Rating-Agenturen forciert hat. Sie wollen zwar nicht, dass Europa völlig wegbricht, aber es soll deutlich geschwächt werden, damit der Dollar Weltwährung bleibt.

Sie machen sich zum Sprachrohr der unreflektierten Position von SPD und Grünen, wenn Sie bedingungslose Solidarität mit den Krisenstaaten der Euro-Zone fordern, also die Vergemeinschaftung der Schulden per Euro-Bonds. Das wäre zum jetztigen Zeitpunkt das Ende der Euro-Zone, weil die Grundproblemazik, die Überschuldung, nicht behoben ist.
Erst muss geklärt werden, ob insbesondere der hoch verschuldete Club Med in der Lage ist, seien Haushalte in Ordnung zu bringen, was sehr zweifelhaft ist. Falls das gelignen sollte, kann eine weitere Integration in fiskalischer, politischer und sozaler Hinsicht angestrebt werden, aber nicht vorher. Der europäische Traum ist vorläufig schlicht an gravierenden ökonomischen und sonstigen Disparitäten gescheitert, das muss nun mühsam aufgearbeitet werden - mit ungewissem Ausgang.

Noch nie hat es funktioniert, ein Pferd (idealistisch) von hinten aufzuzäumen!

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Whitejack 02.12.2011, 17:01
99. Ausnahmsweise mal...

... tatsächlich eine treffende Kolumne von Herrn Diez. Normalerweise gefällt er sich ja eher darin, mit Worten herumzujonglieren, aber diese Analyse ist durchaus korrekt. Nicht unbedingt die Folgerungen daraus, aber das, was er über die Mentalität der Deutschen schreibt, stimmt nur zu sehr.

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