Forum: Kultur
Deutschlands Krisenkurs: Schulmeister der Nationen

Wir erleben die Re-Nationalisierung der Politik: Statt*ihre Führungsrolle*zum Wohl Europas zu nutzen, spielen sich die Deutschen als*Oberlehrer auf. Sie verteilen Zensuren an andere Länder und ignorieren, dass es die EU morgen*vielleicht gar nicht mehr gibt.

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garfield 03.12.2011, 16:12
190.

Zitat von DMenakker
Ned nur dumme Phrasen dreschen, auch konkret werden. Was bedeutet das denn, dass die Politik wieder die Entscheidungen in die Hand nimmt? Geld drucken heisst das, sonst nix.
Es könnte auch heißen, Eurobonds einzuführen, es könnte heißen, Staaten ohne den Zwischenhändler privater Banken Kredite zu geben, es könnte heißen, endlich mal das wieder zu regulieren, was jahrelang DEreguliert wurde. Kann ich Ihnen sonst noch irgendwie weiterhelfen?
Zitat von DMenakker
Denn es ist eben KEINE Entscheidung der Politik, ob eine Bank ihr Geld leiht oder nicht.
Aber es wäre eine Entscheidung der Poltitik den Staaten die Kredite ohne die Zinsspanne, an denen sich die Banken eine goldene Nase verdienen, dirket zukommen zu lassen.
Zitat von DMenakker
Da können Sie ( um mal bei dem Phrasengedresche zu bleiben ) noch so sehr den Primat der Politik festlegen, Spekulation verbieten, Finanzmärkte regulieren und weiss der Geier was noch alles.
Sehen Sie es also ein, das würde eine ganze Menge helfen und wären ausnahmsweise mal keine hinhaltenden Phrasen, wie sie Merkel immer ablässt und es damit noch schlimmer macht, wie viele Kommentatoren im In- und Ausland es sehen, sondern konkrete Taten.
Zitat von DMenakker
Wenn eine Bank / Finanzinstitution "Njet" sagt, gibts nix.
Aha, und woher bekommen die Banken ihr Geld? Raten Sie mal, wo viele Banken stehen würden, wenn Merkeln "Njet" gesagt hätte, als der Steuerzahler einspringen durfte.
Zitat von DMenakker
Und Merkelchen macht ALLES richtig. Sie gibt nicht den lezten deutschen Heller aus, um die anderen nochmal 6 Monate vor dem Chrash zu bewahren und dann mit unterzugehen, sondern sie sorgt dafür, dass zuerst Strukturen geschaffen werden, um ein Desaster wie das Augenblickliche gar nicht erst wieder zu ermöglichen, bevor sie die Kasse ( oder zumindest Staatshaftung ) aufmacht.
Ja, in Ihren Träumen vielleicht. Bisher macht sie alles nur schlimmer. Aber um mal IHRE Phrasen zu hinterfragen: Welche Strukturen wurden denn dank Merkel geschaffen?

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davincione 03.12.2011, 18:21
191. Solidarität von wem?

Zitat von kritischer.blick
... Wie erklären Sie, dass wir angeblich Aufschwung haben, aber 8 Millionen Aufstocker? Wie kann es sein, dass trotz "guter wirtschaftlicher Situation" 20% der Deutschen im Niedriglohnsektor arbeiten (Der höchste Anteil in Europa übrigends)? Ihren letzten Absatz verstehe ich überhaupt nicht. Wo bin ich unsolidarisch? Ich bin kein fanatischer Steuersenkungsbefürworter wir die meisten im Spon. Ich bin kein faschistoider Griechenlandhasser, der Hass auf ein Volk pflegt, welches nicht so dämlich ist, Arbeitgebern in die Tasche zu wirtschaften, ohne dafür anständig entlohnt zu werden. ... Merke also: Die Interessen des Arbeitnehmers und die "der Wirtschaft" können maximal kollidieren. Wenn dann die auf Niediglöhnen basierenden Unternehmergewinne als "gute Wirtschaftsdaten" bezeichnet werden, bedeutet dies, dass unsere Journaille ausschließlich aus Arbeitgebersicht schreibt. Schlimm genug. Ich hoffe also, dass Ihre Frage nicht ernst gemeint war. Unsere Situation freut Arbeitgeber natürlich, ist aber eine Katastrophe für den Rest der Bevölkerung. Ein "unser" gibt es in Deutschland nicht, die Situation ist ein Desaster für Arbeitnehmer. Sollten Sie zu den Arbeitgebern gehören, herzlichen Glückwunsch. Sollten Sie ernsthaft Arbeitnehmer sein und trotzdem den Unsinn von "wir stehen gut da" nachbeten, haben Sie, freundlich ausgedrückt, etwas informationellen Nachholebedarf. BILD bildet nicht. Der Spiegel auch schon lange nicht mehr. P.S. Ich hoffe, Sie erinnern unsere Gutverdiener mit einem flammenden Appell an die Solidarität, wenn mal wieder über die hohe Unternehmensbesteuerung und die angeblich zu hohen Arbeitgeberbeiträge geklagt wird.
...oder wenn der Genosse der Bosse sich zurückmeldet, damit seine SPD nicht etwa von den Falschen Solidarität einfordert. Wer die - in JEDEM Fall - zu Schonenden sind, ergibt sich aus seinem "Ehrentitel". (Siehe heutigen SPON)
Ein weiterer guter Beitrag von Ihnen!

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Umbriel 04.12.2011, 01:00
192. Wenn

Zitat von nixus_minimax
.... Wer Nationalist ist und nationale Interessen vertreten möchte, verteidigt Europa bis aufs Blut. Der Rest aalt sich im Chauvinismus der uns schon öfter in Verderben ritt. Seien Sie Egoist, aber mit Verstand!
Wenn es denn so wäre, aber leider ist auch das nur ein blöder Trick, es wird versucht, das starke finanzielle Engagement für "Europa" als politische und wirtschaftliche Zukunftsivestition zu verkaufen.

Damit wird zu der Idee eingeladen, daß es einen Plan gebe, der dazu führt, daß diese Investitionen später für die Investoren auch auszahlen, das ist ja der Sinn jedweder planvollen Investition.

Tatsächlich jedoch kann davon nicht die Rede sein, denn wie unschwer zu erkennen ist, wird von Deutschland nur Geld, aber keine Gestaltung erwartet.

Es geht also bei diesen europäischen Ideen mehr oder weniger darum, Deutschland politische niederzuhalten.

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settembrini. 04.12.2011, 09:21
193.

Zitat von lohnsklave123
Sie scheinen ja vom Arbeitnehmer an sich nicht viel zu halten. Nennen Sie doch mal Ihr nicht-Arbeitnehmer-orientiertes Modell und belegen Sie den Beweis seiner Wirksamkeit. Was ist an Eurobonds und Geldmarkttpolitik der EZB weniger dirigistisch? Wenn man gegen Merkel und ihre Politik ist, dann folgt man doch wohl eher der SPD und den Grünen? Legen Sie doch mal klar ihren Standpunkt dar anstatt immer nur pauschal alles abzuwerten.
Ach werter Forist,
fühle mich an den SPON Beitrag "Grundrauschen des Rechthabens" erinnert.
Was soll ich Ihnen bitte beweisen müssen, was noch niemand bisher bewies?
Halten wir doch einfach mal fest, dass es uns insgesamt sehr viel schlechter ergehen würde, wenn es in der Welt gerechter zugehen sollte.
Da marschieren Theorieen wie "Man muss von seinem Lohn gut leben können." und "Weniger arbeiten", doch in die entgegengesetzte Richtung.
Mein Standpunkt?
Die Wertschätzung von Arbeit und Leistung ist nicht eine Frage, die unter Nationaler Sicht richtig beantwortet werden kann.

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c++ 04.12.2011, 11:16
194. .

Vielleicht können wir uns darauf einigen:
Deutschland ist nicht Schulmeister der Nationen,
Deutschland ist aber auch nicht Zahlmeister der Nationen.


Jede Nation entscheidet ihr Schicksal selbst und haftet auch selbst für ihre Entscheidungen.

Dann können alle in Frieden miteinander leben.

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silverhair 04.12.2011, 12:36
195. Gegenseitigkeit

Zitat von c++
Vielleicht können wir uns darauf einigen: Jede Nation entscheidet ihr Schicksal selbst und haftet auch selbst für ihre Entscheidungen. Dann können alle in Frieden miteinander leben.
Dann müßten sie aber auch dicke Mauern zwischen den Nationen hochziehen - und auf Gewinne verzichten , den die heißen das jemand anderes Verluste hat!
Und ganz abgesehen davon - Dieser Planet stört sich nicht daran wo sie "nationale Grenzen" hochziehen - wenn sie Müll ins Meer werfen , dann müssen den irgendwann alle fressen - wenn Vulkane ausbrechen - dann werden wohl alle ihre "effizienten Flugzeuge" lange Zeit einmotten können!

Und "Zahlmeister?" Woher kommt den ihr Geld zum "zahlen" - doch von den anderen oder? Wenn alle darauf peinlich achten das man keine "miesen Macht" - dann "Importiert" man eben auch nix mehr aus anderen Ländern - schlecht für Exportnationen!

Das jetzige Wirtschaftsystem ist doch gerade keines was "fairen" Handel - also bessere Güter aber ohne "Geld-Gewinne" provoziert - man will selber "reicher sein" und das heißt -die anderen sollen ärmer werden - ein System was zwangsläufig die "Kunden" die man selber dringend braucht vernichtet!

Deutschland "hätte nicht zu zahlen" wenn es vorher nicht hätte Gewinne machen wollen - und Deutschland wird keine Gewinne mehr machen, wenn in der EU und Weltweit ringsum alle verarmen - oder alle sparen - oder pingelig drauf achten keine Verluste mehr zu machen!

Handel - Geschäfte machen ist ein Spiel was auf "Gegenseitigkeit" basiert - und keines wo man sich alleine Hinstellen kann und sich nur zum Sieger machen kann - ohne das man die Folgen die dann auf die anderen Zukommen ignorieren kann - insbesondere nicht dann wenn man die "anderen" als Kunden braucht!

Der Handel zwischen Staaten basiert darauf das Staaten sowohl als "Produzenten" wie auch als "Konsumenten" auftreten - und - damit das lange funktioniert darf da keiner "Gewinne" und keiner Verluste machen - ein mehr als schwieriges Spiel - nur wenn man einen hat der sich als "Gewinner" aufspielt - und der dann auch noch glaubt er würde in Zukunft Gewinne machen wenn alle um ihn herum Pleite sind - dann ist er einfach dumm und ziemlich überheblich!

Der Preis fürs "Gewinne" machen ist das man diese wieder abgeben muss - und wenn das nicht freiwillig passiert dann wird wirklich "der Markt" das erzwingen - er bricht einfach zusammen - oder die Notenbanken drucken Geld bis die Gewinne verdunstet sind - oder irgendeine andere Lösung wird Platz fassen - zusammenbruch des Währungsystems - oder der Weltwirtschaft .. irgendwas davon wird passieren - und es wird sicherlich nicht erfreulich werden - die "Gewinne und die Vorstellung" man wäre deshalb Zahlmeister werden danach nicht mehr existieren!

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salut 04.12.2011, 12:51
196. Wer ...

[QUOTE=mwroer;9256686]
..drängt sich in Europa auf? Deutschland oder Griechenland? M.W.n. wollte Griechenland damals NICHT in den EURO; und wissen Sie was damals hinter den Kulissen vereinbart wurde?
Und die EURO-Zone steht derzeit auf gewaltig wackelnden Füßen. Und ob hier jedes vermeintliches stützendes Mittel
um jeden Preis sein muß, bezweifle ich stark. Außerdem wird EURO Dollar niemals ablösen.

Nur kann es nicht angehen, daß eine DDR-BK bzw. Deutschland heute nach 66 Jahren wieder anderen Ländern "droht" und zwar mit vors Gericht gehen! Welche Anmaßung. Feinfühligkeit war schon immer ein Fremdwort in der deutschen Politik!

Ob Griechenland wirklich nun das Land ist, welches die EURO-ZONE im Falle des Abwanderns in die eigene Drachmen-Währung ins Unheil stürzen würde, kann ich nicht beurteilen.
Aber ob das Festhalten am EURO/an der EURO-ZONE das unbedingte lebensrettende Medium ist, auch nicht. Und ich unterstelle, NICHT der Einzige diesbezüglich zu sein!

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silverhair 04.12.2011, 12:59
197. So funktionert das niocht

Zitat von lohnsklave123
..Geld kann heutzutage ganz einfach erzeugt werden. Die EZB erhöht einfach die Geldmenge und schon ist es da und wird in den Wirtschaftskreislauf gepumpt ohne das dafür irgendjemand gearbeitet hat. Arbeiten müssen Sie erst, wenn die Gläubiger ihr Geld zurückfordern. Was Sie in der Schule gelernt haben stimmte bis etwa 1890 enigermaßen, als die Geldstücke ihren Gegenwert in Gold und Silber hatte.
So funktioniert das nicht - sorry!

Das jetzige System arbeitet ein wenig anders!

Die EZB verwaltet die "Geldbasis" - das ist nicht viel - unter einer Billion Euro. Die Banken verwalten das Buchgeld - und das hat gut 10 Billionen Umfang! und wenn die EZB "kredite" den Banken gibt - dann heißt das nicht das die Banken diese "weitergeben" - sondern sie "können dann mehr Buchgeld ausgeben" - das "Zentralbankgeld bleibt aber immer bei der Zentralbank" das wird eben genau nicht in den Wirtschaftskreislauf gegeben - sondern mehr "Buchgeld".

Aber - und da kommt der Hacken -die Banken geben diese "Buchgeld-Kredite" nur gegen "Schuld-Verschreibungen" aus - und da im Moment keiner mehr Interesse hat "Schulden zu machen" geben die Banken kein "Geld=Kredite" mehr aus - Es liegt ungenutzt bei der EZB rum - und das seit fast zwei Jahren!

Sprich, Die Schiene das "Geld in die Wirtschaft" zu Pumpen über die Banken funktioniert überhaupt nicht mehr die Leute, die Unternehmen nehmen einfach keine "Kredite mehr auf" und die Banken haben zuviel Angst das die "illiquiede" Kundschaft ihnen für 4% "Eigenkapital" noch die Milllionen ins Haus tragen!

Dieses Zentralbank "Geldbasis - Geldschöpfungsfaktor - Buchgeld" gibt es als Konzept erst seit ca. 1950 - und so richtig umgesetzt wurde es erst ab 1970 ...

Und jetzt hackt das ganze mehr als gewaltig. Wer "Schuldgeld" ausgibt muss eben aufpassen das seine Schuldner reich bleiben - ansonsten kann er sein Geld in der EZB drucken soviel er will - es kommt nichts mehr in der Wirtschaft an!

Und - das ist das was die Banken überhaupt nicht mögen - wenn die EZB jetzt Anleihen direkt kauft - dann schiebt sie das EZB Geld direkt ohne Einschalung der Banken über den Staat, über Löhne, über Subventionen in die Wirtschaft - die Banken sind da "ausgehebelt" - und deshalb ziemlich böse auf die EZB weil ihr schönes Geschäftsmodell "Geld aus dem Nichts" zu erschaffen damit pleite geht!

Solange sie Geld mit Deckung durch "Gold/Silber" hatten - konnten ihnen die "Schuldner" als Staat egal sein - waren die Pleite verhungerten sie einfach. Beim Heutigen Schuldgeld der Banken müssen Sie aber höllisch aufpassen das ihnen die Schuldner nicht wegsterben - den dann schreiben die Banken ihre "Wert=Buchgeld" runter - das heißt erstens - es gibt keine Zinsen mehr für Einlagen und Zweitens wenn das weitergeht - die Konten werden gelöscht - weil einfach nichts mehr da ist .. man hat ja nur 4% = 4cent /Euro überhaupt besessen für jeden Euro den man angeblich verliehen hat!

Wenn also heute/morgen viele Leute zur Bank gehen - und ihre Millionen abholen wollen - dann bekommen sie pro Million grad noch 50.000 Bargeld ausbezahlt .. lustig nicht .. so dieser Wechselkurs des größten Hebels aller Zeiten für "Leerverkaufs-Buchgeld" - den nichts anderes ist das heutige Kontengeld .. reine Leerverkaufsware - nichts wert wenn man sie benutzen will - und nur als Illusion solange am Werkeln wie man es NICHT benutzt!

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Umbriel 04.12.2011, 19:01
198. Unsinn

Zitat von silverhair
Dann müßten sie aber auch dicke Mauern zwischen den Nationen hochziehen - und auf Gewinne verzichten ,
Diese Argumentation ist sehr beliebt, wenn es darum geht, Pro-Zahlmeister-Kurs durchzupeitschen. Insbesodnere das ö.r. TV & SPIEGEL & Co. reichen diese "Idee (C)by GOLDMANN SACHS" ständig an die deutschen Zuhörer durch.

Es ist aber nur eine rhetorische Falle, um die Öffentlichkeit zu manipulieren.

***

Forderung 1: 3000 Tonnen Goldreserven aus NEW YORK nach FRANKRFURT, vorher überhaupt nicht reagieren.

***

Schönen Abend

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Umbriel 04.12.2011, 19:14
199. Woher haben Sie das?

[QUOTE=salut;9261244] Zitat von mwroer
..drängt sich in Europa auf? Deutschland oder Griechenland? M.W.n. wollte Griechenland damals NICHT in den EURO; und wissen Sie was damals hinter den Kulissen vereinbart wurde?!
a) wenn Sie spektakuläre Hintergrundinformationen haben dann bitte mal mitteilen

b) wir brauchen mehr Demokratie und mehr Transparenz. Der Euro wurde im Wissen um die sich anbahnende Südeuropa-Schuldenkatastrophe gegen den Willen der Völker in Mitteleuropa umgesetzt, indem die öffentliche Meinung massiv manipuliert wurde

Eins ist aber sicher:

- Deutschland ist auf gute Kontakte zu vielen Ländern angewiesen, wenn das insgesamt 100% seien, dann ist Griechenland davon etwa ein ppm.

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