Forum: Kultur
Die deutsche Debattenkultur: Macht's doch besser

Gibt es ein besser Beispiel für das Vergeuden von Lebenszeit als Literaturdebatten? Liebe Kritiker, macht doch lieber was aus Eurem eigenen Leben - und nicht das der anderen kaputt.

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croco_deal 24.08.2014, 15:26
30. In großer Eile oder Wut

Zitat von sitiwati
mal: früher war an der >Schlafzimmer Schluss, heute fängts bei den Schlafzimmertür an, kein Buch, kein Film, kein Krimi ohne ein gehörige Prise Sex, vorbei die Zeiten wo man züchtig das Bettlaken vor die Brust hielt, es gab mal eine Zeit, wo sich die ÖR über Sat1 oder RTL mokierten, weil die des Nachts ein paar verschwommen nackte auf dem Bildschrim hatten, Schmuddelsenderm heute macht man die Ehestandberwegungen und noch mehr zu besten Sendezeit alles nur im Namen der Kunst, Bücher-ich bin so wild nach deinem Honig/ Rosen? mund usw oder andere erotische, sexistische Büchern blieben fast ungekannt, heute kanns nicht erotische genug sein, vorsichtig ausgedrückt, auf den grossen Theaterbühnen, gehören nackte Frauen zum Alttag, auch dass man einer einen Haufen in die Ecke macht-jaja, die Zeiten ändern sich halt! Kunst kommt von Können, sonst würde es ja Wunst heissen!
Sie haben Ihren Beitrag, wie mir scheint, in großer Eile oder in noch größerer Wut geschrieben. Nach mehrmaligem Lesen habe ich jedenfalls nicht annähernd verstanden (nur die ersten vier Zeilen), was Sie vermitteln wollten. Schade!

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davidrohde 24.08.2014, 15:54
31. Berg an Augstein: Haben ein Problem!

Liebe Frau Berg, Sie sprechen sicher vielen Lesern aus der Seele, nicht nur beim Thema "Literatur"!

Ein besonderer Adressat könnte Ihr Kollege Augstein sein, der seine Textbausteine liebt und zelebriert wie ein "Spät-68er". Er ist mit seinen teils intelligenten, teil semi-akademischen Ausführungen und Kritik immer am Puls der Zeit und des Problems, aber kann immer nur Ungefähres liefern ("Freunde im Geiste sammeln"), aber um Gottes willen nie wirklich konkret sein!

Seine Helden sind stets seine Textbausteine, im Zentrum steht der Kritiker selbst und um pragmatische Lösungsansätze muß es ja nicht gehen...

Frau Berg, danke für Ihre Beschreibung wenig hilfreicher Kritiker!

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teletube 24.08.2014, 16:18
32. Klar,

Zitat von frank_rademacher
meistens werden ich auf Sibyle wegen ihres äusseren aufmerksam. Gut aussehen tut sie ja, aber schreiben? Zumindestens hat sie nicht wieder über Israel geschrieben.
daß Sie nur 7 Zeilen gelesen haben, denn schreiben können Sie auch nicht. Nicht mal abschreiben...

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stubborn 24.08.2014, 17:04
33. Warum immer

Schauspieler, Künstler, Regisseure? Damit beginnt es doch schon (und nicht nur in Deutschland). Als wenn Jugend eine Qualität per se ist....

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tim.berg78 24.08.2014, 17:07
34. @ihawk

Ich stimme Ihrem Beitrag vollkommen zu. Hier auf SPON werden unbequeme, dem Mainstream nicht entsprechende Kommentare "wegzensiert". Eine traurige Entwicklung unser so hochbejubelten Meinungsfreiheit in Deutschland. Im Übrigen ein langweiliger, nichts aussagender Artikel, dessen Botschaft ist: "Liebe Deutsche, passt euch dem Idealbild der gleichgeschalteten Medien weiter an".

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sitiwati 24.08.2014, 17:24
35. weder in Eile noch

mit Wut, lieber, croco, also, ich versteh was ich geschrieben haben, muss wohl so sein! was heute an KUNST oder Unterhaltung geboten wird, unterscheidet sich im grossen Masse von den alten Zeiten, man brauchte nicht umzählige Leichen, literweise Kunstblut, Kommissare, dei ungewaschen, ungekämmt über die Bühne laufen, und vor sich her/Hin nuscheln ! wie gesagt-ohne nackte Frauen und Sexposen läuft in deutscher Kultura nix !

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troubadorab 24.08.2014, 17:50
36. Zensur?

Ich find's schon interessant,dass mein Beitrag von heute morgen nicht erscheint,obwohl es fast nur Goethe war,fällt der Gute heute wohl auch der Unwissenheit oder der political correctness zum Opfer,schade,zumal Frau Berg in Weimar geboren wurde.

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wauz 24.08.2014, 20:54
37. Kunst ist

Zitat von sitiwati
mit Wut, lieber, croco, also, ich versteh was ich geschrieben haben, muss wohl so sein! was heute an KUNST oder Unterhaltung geboten wird, unterscheidet sich im grossen Masse von den alten Zeiten, man brauchte nicht umzählige Leichen, literweise Kunstblut, Kommissare, dei ungewaschen, ungekämmt über die Bühne laufen, und vor sich her/Hin nuscheln ! wie gesagt-ohne nackte Frauen und Sexposen läuft in deutscher Kultura nix !
nicht immer da, wo man sie vermutet. Was Sie wahrnehmen, ist das, was auf den Markt kommt. Noch haben wir (sozusagen offiziell) ein höchst bürgerliches Kunstverständnis. Kunst ist da eine Ware, die von ihrem Produzenten feilgeboten wird.
Und ja, auf dem Warenmarkt, der sich Kunst, Kultur und Unterhaltung nennt, gibt es jede Menge fragwürdiger Dinge, die allein dadurch gerechtfertigt sind, dass sie sich verkaufen lassen. Und da gilt "Sex sells" und Gewalt kommt gleich danach.
Kunst muss aber nicht in Warenproduktion ausarten. Das muss sie nur da, wo der Künstler anders nicht existieren kann.
Inzwischen kann man Kunst auch als Hobby btreiben, weil es andere Distributionskanäle als nur den Warenmarkt gibt. Im Internet zum Beispiel. Photos, Malerei, Grafik, Musik, Videos kann man wunderbar am Warenmarkt vorbei veröffentlichen.
Es gilt jetzt nur noch, die heiligen Gralshüter des Warenmarkts, VG Wort und GEMA, endlich los zu werden.

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albert schulz 24.08.2014, 21:05
38. alles halb so schlimm

Zitat von troubadorab
Ich find's schon interessant,dass mein Beitrag von heute morgen nicht erscheint,obwohl es fast nur Goethe war,fällt der Gute heute wohl auch der Unwissenheit oder der political correctness zum Opfer,schade,zumal Frau Berg in Weimar geboren wurde.
Trösten Sie sich, es wird seit langer Zeit alles wegzensiert, was nicht paßt. Frau Berg scheint für die SPONistinnen eine hehre Lichtgestalt zu sein. Was ein bezeichnendes Licht auf die Schwestern wirft (und natürlich auch auf die Brüder).

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albert schulz 24.08.2014, 21:07
39. Kritiker kritisieren Kritiker

Zitat von ihawk
Beiträge im SPON Forum werden gnadenlos zensiert, obwohl sie den Richtlinien entsprechen aber nicht auf der Marschrichtung des Spiegel liegen. Z.B. kann man unzensiert auf bodenlosem Niveau gegen Russland hetzen - wenn man andererseits formvollendet auf Vertragsbruch durch die USA/EU hinweist, wird der Beitrag "zensiert". Ich kann auch im Fernsehen keine kritischen Stimmen mehr erkennen, wenn ansatzweise Kritik aufkommt, wird sie mobbing-artig verbal niedergemetzelt. Kritik ist nicht gewollt - alles muss dem vorgegebenen Mainstream entsprechen - da hilft der vorliegende Kommentar lediglich als Alibifunktion, ernst genommen wird er selbst vom eigenen Verlag nicht.
Vollkommen richtig. Das Lesen von Büchern und Artikeln der Frau Berg ist absolut überflüs-sig. Und jedes Kommentieren. Außerdem ist es unverhältnismäßig aufwendig, jeden Satz in einem längeren Artikel zu besprechen. Das liest keiner, und es hat keinerlei Konsequenzen.

Das Problem der Feuilletonisten wie Frau Berg ist es leider, Seiten schinden zu müssen, und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Gerade der Spiegel war immer führend auf diesem Gebiet, im Gegensatz zur Bildungszeitung, die die Reduktion ganzer Romane auf ein paar Worte meisterhaft beherrscht. Diese paar Worte zu lesen ist allerdings genauso Zeitvergeudung, weil sie keinerlei Aussage enthalten, was dem Spiegel durchschnittlich alle drei Seiten mal gelingt. Die Zeit braucht vergleichsweise neun.

Die Menschen, die sich für Schriftsteller halten, sind leider sehr zahlreich, vor allem sind sie unbelehrbar, zumeist auch gar nicht zu denken bereit. Das gilt in ähnlichem Maße für ihre Kritiker, die sich regelmäßig für verkannte Genies halten und selbst glänzen wollen, ohne in einem besprochenen Werk mehr zu sehen als einen Anlaß wortreich und spitzfindig zu rabu-lieren. Sie geben also vor, ein eigenes Werk zuschaffen.

Wenn jetzt einer, der sich für einen Schriftsteller hält, andere, die sich für Kritiker halten, kriti-siert, so begibt er sich freiwillig auf eine Stufe weit unterhalb dieser Kritiker. Er zeigt nur, daß er sich ärgert, und deswegen herumkreischt. Diese Art der Reaktion wird vor allem von dem weiblichen Geschlecht gewählt. Das Krakeelen bringt rein gar nichts, ein Erkenntnisgewinn ist hiervon nicht zu erwarten. Man kann es nicht mal würdigen oder kritisieren.

Kritiker werden bezahlt, das ist ihre Haupteigenschaft. Und wenn der Verlag das Geld nicht herausrückt für Lobeshymnen, wird entweder die Wahrheit geschrieben, was regelmäßig auf einen Verriß hinausläuft, oder eben völlig sinnfrei herumschwadroniert, was Frau Berg per-fekt beherrscht, ein Talent, das die große Göttin insbesondere Frauen in die Wiege gelegt hat, und Journalisten.

Kritiker wollen übrigens billig zu entlohnen sein, genauso wie Autoren. Inhalte sind nachrangig.

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