Forum: Kultur
Die Flüchtlingskrise in den Medien: Durch Gefühle ändert sich nichts

Es droht ein schrecklicher Herbst: Das gefühlsduselige Palaver zur Flüchtlingsfrage hat Überhand gewonnen. Dabei brauchen wir vor allem eine Neugründung Deutschlands aus dem Geist eines ernsthaften Multikulturalismus.

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Eduschu 11.09.2015, 14:32
1.

Der Artikel behandelt die provokanten Thesen, die in der Einleitung standen, zwar nur am Rande: Trotzdem - Deutschland muss sich nicht neu erfinden - Deutschland hat, als es sogar noch weit konservativer war als heute, bereits mehrere Wellen von Zuwanderungen beispielhaft gemeistert. Deutschland ist wahrscheinlich gerade darum, weil es ist wie es ist, Ziel so vieler Menschen, die auf der Flucht sind. Im Übrigen frage ich mich, wie ernsthaft ein Multikulturalismus sein muss, um Gnade in Herrn Diez' Augen zu finden. In einigen Großstädten Deutschlands leben bereits mehr Personen mit einer Migrationsgeschichte als solche ohne. Zu nennen wären da insbesondere Darmstadt, Pforzheim und Heilbronn. Es ist nicht überliefert, dass in diesen Städten Menschen wegen der Beibehaltung von Sitten und Gebräuchen aus der alten Heimat stärker angefeindet wurden als z.B. konservative Bayern, die sich in diesem Forum als solche zu erkennen geben.

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jojack 11.09.2015, 14:36
2. Na hoffentlich!

Nach den hektischen Entscheidungen der letzten Wochen, wo Deutschland debattenbefreit zum Einwanderungsland mutiert ist, tut die demokratische Aufarbeitung des aktuellen Geschehens aber auch dringend Not! Das fängt schon bei der Frage an, ob eine freiheitlich-demokratische Leitkultur nicht die bessere Antwort für die gemeinsame Zukunft ist, als ein unerprobtes Sammelsurium aus gescheiterten Fremdkulturen. Und dann stellt sich die Frage, wie eine erfolgreiche Integration dieses Mal gelingt. Damit dereinst eben kein zweiter Thilo Sarazzin über Parallelgesellschaften schreiben muss. Und zu guter Letzt muss trotz aller Abwiegelungsversuche der Kanzlerin auch über die Frage der inneren Sicherheit gesprochen werden, wenn vorwiegend junge Männer im wehrfähigen Alter einwandern.

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ficino 11.09.2015, 14:39
3. Gefühle sind das Gegenteil von Politik?

Da haben Sie aber bisher nicht viel von Politik kapiert oder noch nie welche gemacht, Herr Dietz. In kaum einem anderen Bereich wird so sehr mit Gefühlen operiert wie in der Politik! Sie sollten Politik nicht mit Bürokratie verwechseln. Das ganze Gefühls-Spielchen fängt im Wahlkampf an, die überzeugendsten Redner in Parlament und Regierung operieren mit und appellieren an Gefühle. Der Stammtisch - oder ersatzweise der Wähler oder das Volk - also die Zielscheibe von Politik, hören in der Regel auf ihren Bauch (physisch wie psychisch) statt auf rationale Argumente. Und fast ausschließlich jeder durch die Politik angezettelte Krieg funktioniert nur mit dem Entfesseln von Emotionen. Verehrter Herr Dietz, sorry, aber DAS ist Politik ....

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labjmh 11.09.2015, 14:39
4. Schade, ein selbstgerechter Monolog!

Der Autor braucht nur einen Blick in ZON-Leserforen zu werfen und wird schon wissen, dass ein derartige Monolog der ganzen Thematik nicht würdig ist.

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hypervasquez 11.09.2015, 14:44
5. Auch wenn das ein Kommentar ist...

... so muss auch Herr Diez - der von seiner Meinung lebt - die Meinung anderer akzeptieren. Er muss die Äusserungen eines Herrn Sarrazin nicht mögen aber zumindest anerkennen das es noch ganz andere Weltbilder gibt als das eigene. Das nennt man Meinungsfreiheit. Und die ist Teil unserer Demokratie.

Wann kommt in den Köpfen der Journalisten endlich an das sie eben nicht die Deutungshoheit über die tatsächliche Stimmung im Lande haben?

Zum Thema: Willkommenskultur hin oder her - am Ende entscheiden die Fakten und Zahlen. Wir werden sehen wo die Wärme und Fürsorge der Deutschen bleibt wenn von einem gleichbleibenden oder schrumpfenden Stück Kuchen eine stetig wachsende Zahl an Menschen (gleich welcher Religion oder Herkunft) ihren Teil abhaben will.

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sooloop 11.09.2015, 14:44
6. Keine Tolerenz

"Keine Tolerenz für religiöse, sexistische oder ethnische Gewalt auf irgendeiner Seite ....." und folgende Sätze.

Das dürfte für deutlich mehr als 90% aller, ein paar unverbesserliche rechte Hohlköpfe ausgenommen, sicher weniger das Problem sein.
Ich hoffe diesen Aufsatz sollten (wollten?) sie aber auch an religiös geprägte intolerante Minderheiten in den bekannten Parallelgesellschaften adressieren.
Mein ja nur, wenn wir schon unser Land neu gründen sollen, müssten auch alle mitmachen.
Habe da leider meine Zweifel....
Ohne deutliche Zugeständnisse an die islamisch geprägte Bevölkerung, und damit unweigerlich die Aushöhlung säkularer Prinzipien, dürfte das ziemlich schwierig werden.

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eine-Meinung-unter-Vielen 11.09.2015, 14:56
7. Das bringt mich auf eine Idee ...

Zitat von jojack
... Sicherheitsrisiko ... wenn vorwiegend junge Männer im wehrfähigen Alter einwandern.
... man könnte den Spieß ja umdrehen. Die Bundeswehr sucht doch gerade händeringend Rekruten. Warum nicht damit werben, dass ein junger Mann die Gesellschaft, die ihn als Flüchtling aufgenommen hat, nicht "verteidigen" könnte ... nur mal so angedacht ...

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pauleschnueter 11.09.2015, 15:01
8. Wundervoll

Das war einfach gut.

Ja. 100% Zustimmung.

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analyse 11.09.2015, 15:04
9. Erstaunliche Einsicht von Herrn Diez:

Das muß bitter für ihn sein: Frau Merkel geliebt und bewundert als Flüchtlingskanzlerin ! Er reagiert dementsprechend gefühlvoll ! Immerhin ist seine Analse im ersten Abschnitt seines Kommentars realistisch ! Im 2. Abschnitt gehts wieder in alter Manier weiter:Die böse CSU und der böse Kapitalismus !

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