Forum: Kultur
Die irre Welt der Reaktionäre: Ein Typ will dir an die T...? Mach doch die Bluse zu!

Der Klimawandel? Erfunden. Die Evolution? Eine Lüge. Gleichberechtigung von Mann und Frau? Emanzen-Quatsch. Reaktionäre ignorieren alle Fakten. Applaus ist ihnen dennoch sicher.

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conocedor 06.03.2015, 18:23
20. ziemlich dünn

Das, was Sie den „Reaktionären“ vorwerfen -primitives Denken und Handeln in Kategorien von gut und böse, schwarz und weiß-, praktizieren Sie in fast jedem Satz ihres Artikels selbst.

Bisher ist die These, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt, eben nicht mehr als eine These, der letztliche naturwissenschaftliche Beweis steht bis heute aus.

Ich bin nicht davon überzeugt, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt: reaktionär, rückschrittlich, von der Ölindustrie bezahlt?

Ich bin davon überzeugt, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt: revolutionär, fortschrittlich?

Gut ist der, der für gender studies ist, böse der, der dagegen spricht?

Ach ja Herr Diez, und wie siehts denn aus mit denjenigen, die sich gegen den Fortschritt durch moderne Gentechnik stemmen? Oder „shock and awe“ mit dem „Chlorhühnchen“ praktizieren?
Kohle schlecht, vogeltötende Windkraft gut?
Reaktionäre? Aber die sind ja grün, also per definitionem immer die Guten und Edlen.
Oder gehören, um Ihren Satz zu zitieren, zu denen, „die, die die Welt besser und gerechter machen wollen“.

Ist eine so einfache Schwarz-Weiß-Welt die, in der sie leben mögen, Herr Diez?
Ich nicht.

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Diskutierender 06.03.2015, 18:27
21. Weitere Kritik

Die an den Universitäten ausgeübte Form der Gender Studies hat zudem nichts mit Wissenschaft zu tun:

Wissenschaft und Forschung sind immer ergebnisoffen. Eine Wissenschaft, die aber bei den Unterschieden von Mann und Frau die Biologie komplett ausblendet und diese Unterschiede einzig soziologisch erklärt, ist nicht ergebnisoffen, sondern ideologisch.

Eine sinnvolle Geschlechterforschung dagegen würde z.B. gerade erforschen, welche Unterschiede zwischen Mann und Frau biologisch, und welche soziologisch begründet sind, und zwar ohne ideologische Scheuklappen.

Jetzt kann mich der Autor auch als Reaktionär bezeichnen.

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marcw 06.03.2015, 18:28
22.

Genau so schlimm ist der Aktionär, entschuldige, "Aktivist", der seine haarsträubenden Hypothesen als die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit anpreist und jeden Kritiker aufs Übelste diffamiert.

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sch123 06.03.2015, 18:34
23. Bravo!

Sehr gelungene Kolumne.

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plutinowski 06.03.2015, 18:36
24. Geburt der Vernunft

Zitat von silentsport
Manchmal gewinnen Reaktionäre. So geschehen mit der Kernenergie in Deutschland und der Missgeburt des Wahnsinns, der sogenannten Energiewende.
Den Gedanken, regnerative Ressourcen zur Energiegewinnung nutzen zu wollen, finde ich überhaupt nicht reaktionär, sondern - im Wortsinne - fortschrittlich. Keine Missgeburt des Wahnsinns, sondern eine Geburt der Vernunft.

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Jasro 06.03.2015, 18:38
25. Und zum Stichwort...

..."Klimawandel":

Ist es nicht eher so, dass die These vom menschengemachten Klimawandel vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen auf genau so wackeligen Beinen steht wie der Kreationismus?

Ist das nicht beides eher eine Glaubensfrage?

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LeBigMacke 06.03.2015, 18:48
26.

Reaktionär, noch so ein Schlagwort mit dem eine "vernünftige" Debatte unterbunden wird bzw werden soll. Ich erlebe derzeit so viele politische und gesellschaftliche Strömungen, die schlicht auf als Tolerenz getarnte Ignoranz zurückzuführen sind. Für die viel zitierte Toleranz, also eine Erduldung, müsste man nämlich erstmal wissen, worüber man spricht oder verhandelt und was man demzufolge schließlich erdulden 'könnte'. Tut man dies nicht und besteht dennoch auf dem eigenen Standpunkt, hat man entweder keine Ahnung oder man agiert wider besseren Wissens.

Das kann man auf nahezu alle aktuellen Themen anwenden, sei es die Einwanderung, der Ukraine-Konflikt, die Bankenrettung und so weiter. Die journalistischen Artikel, welche ich zu diesen Thesen gelesen habe und die diese Themen meiner Ansicht nach wirklich mal differenziert beleuchteten kann ich trauriger Weise an einer Hand abzählen. Anscheinend sind alle Menschen davon getrieben, sich vorab auf eine Seite einer Diskussion schlagen zu müssen, bevor diese überhaupt erst losgeht, das betrifft wie gesagt auch die Presse. Auch wenn sich Herren und Damen Journalisten gern so darstellen, als sei jegliche Kritik an ihrer Arbeit.. wie war das noch, reaktionär?

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Diskutierender 06.03.2015, 18:55
27. Differenzierung

Zitat von Jasro
..."Klimawandel": Ist es nicht eher so, dass die These vom menschengemachten Klimawandel vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen auf genau so wackeligen Beinen steht wie der Kreationismus? Ist das nicht beides eher eine Glaubensfrage?
Und selbst beim Klimawandel haben Sie noch eine Differenzierung:

1. Der Klimawandel bzw. die Erderwärmung existiert - das ist wohl nicht zu bezweifeln, da durch Messungen und weitere Indikatoren belegt.

2. Der Klimawandel ist Menschen-gemacht. Hier gibt es viele Indizien und plausible Erklärungen. Den Aussstoss an Klima-relevanten Gasen kann man z.B. aus dem Energieverbrauch ermitteln. Dies ist aber noch kein endgültiger Beweis, auch wenn sehr vieles dafür spricht.

3. Die Folgen des Klimawandels. Da bin ich ich absolut nicht der Meinung der vielen Horrorszenarien. Die Geschichte zeigt nämlich, dass es den Menschen gerade in warmen Zeiten besonders gut ging (z.B. Römerzeit, Hochmittelalter), während kalte Zeiten für Not und Elend sorgten ("kleine Eiszeit"). Hier könnte ich sogar provokant fragen, warum wir uns im Kampf gegen den Klimawandel gegen eine Verbesserung der Situation wehren, und ob der Klimawandel nicht positiv in den Folgen zu bewerten ist.

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helmutkuhn 06.03.2015, 18:59
28. Traurig

Es ist traurig und auch alles andere als ein Zeichen von Demokratie, Fairness und Toleranz wie in solchen Artikeln lachhaft und degradierend über solche gesprochen wird, die, genauso wie die Schreiber dieser Artikel, auch nur ihre Meinung vertreten. Es ist eben gar nicht offensichtlich, dass die THEORIE der Evolution richtig ist. Etwas wissenschaftlich bis heute nicht Nachweisbares wird als Wahrheit dargestellt. Der Artikel unterstützt eine meiner Theorien: die Untolerantesten sind oft die sogenannten Toleranten. Sie tolerieren eben oft nicht die anderen.

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sabrina74 06.03.2015, 19:00
29. Großartig!

Einfach großartig diese Kolumne (und die Bestätigungen folgten auch auch gleich im Forum) - vielen Dank Herr Diez, das war ein guter Start in den Feierabend!

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