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Die Krux mit der Diskriminierung: Weiße und Männer können alles haben, aber das nicht
DPA

Klar werden auch Männer gemobbt, brutal geschlagen und unfair behandelt - diskriminiert aber werden sie nicht. Dafür fehlen in dieser Welt noch immer die entsprechenden Machtstrukturen.

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ghp2 07.11.2018, 23:21
200.

Zitat von paysdoufs
Ein Nachtrag in diesem Sinne: https://www.zeit.de/2018/46/margarete-stokowski-absage-lesung-buchhandlung-muenchen - - - - - - - - -Begründung der Autorin: https://www.rowohlt.de/news/stellungname-margarete-stokowski?fbclid=IwAR3G4yD136CWdqXSlW_ASDXghXiVoEx dW0I2fjoYngY1yBhfNoxfSARs0kc, mfG Redaktion Forum
Die Begründung der Autorin find ich aber jetzt so richtig gut.
Lieber Boltar Cavanaugh - wer schreibt muss aufpassen, dass er nicht zu viel von sich preisgibt, hat mal ein Schriftsteller gesagt.

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vera gehlkiel 08.11.2018, 00:01
201. @felix.milla

Sie vermischen leider wahllos Dinge, die z.B. in eine Psychotherapie oder Familientherapie gehören würden, mit reinen Sachfragen, die z.B. behördenseitig eventuell zur Klärung, und immer unter der Ägide einer Interessenvertretung der mutmasslich Schwächsten, also der Kinder, anstehen. Dass sie von vorneherein anscheinend erwarten, dass ihre ureigene Sichtweise bezüglich deren Wohl und Wehe im Allgemeinen geteilt werden müsste, wohingegen diejenige einer Expartnerin in jedem Falle nachrangig zu behandeln ist, würde ich zum Beispiel als eher problematisch empfinden. Und dies ggf. im Zuständigkeitsfalle auch so zur Sprache bringen. Allerdings ohne vorgegebene Mann/Frau- Hierarchie, sondern unter dem Aspekt einer technischen Neutralität, welcher sich Behörden verpflichten. Wenn sie das mit dem nie ausgeräumten Geschirrspüler relativieren, ist es aber ein eher typisches Symptom einer Verkennung unter den Bedingungen von akutem seelischem Stress. Denn für Kinder ist es nun mal enorm wichtig, dass wenigstens eine relative Beständigkeit in der Haushaltsführung, und damit ihrer Grundversorgung, bruchlos gegeben ist. Selbst bei schon älteren Kindern, respektive sogar den Jugendlichen, ist so etwas noch viel wichtiger, als gerade Männer oft annehmen. Und Kinder können das meist erstaunlich klar benennen, wem sie hinsichtlich der Grundversorgung eher über den Weg trauen. Denn sie sind schliesslich darauf angewiesen. Ein enorm rätselhafter Tatbestand für mich ist schon immer gewesen, dass Männer sehr oft "Einfluss" mit der Option "Liebe" fest zusammendenken. Oder sie die reine numerische Häufigkeit ihrer Kontakte zu den hauptsächlich bei der Mutter verbleibenden Kindern mit der Wichtigkeit respektive dem inneren Wert ihrer eigenen Beziehung gleichsetzen. Ein Denkansatz, wie er sich bei ihnen allerdings häufiger erst nach Trennungen ergibt.

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Pela1961 08.11.2018, 07:17
202. Eigentlich ganz einfach

Nach den hier geschriebenen Definitionen kann man wohl mit Recht behaupten, dass Scheidungsväter in vielen Fällen diskriminiert werden. Zitat: "Diskriminierung ist strukturelle Benachteiligung, das heißt, es muss eine (Macht-)Struktur geben, die sie stützt. " Passt. Die Machtstruktur ist verankert in den Jugendämtern, meistens sind es weiße Frauen.

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mucschwabe 08.11.2018, 07:32
203. @ vera gehlkiel

Mein Beitrag Nr. 187 bezieht sich auf Ihren Text Nr. 144. Leider gab es ein technisches Problem, der zitierte Text wurde nicht übernommen.

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mucschwabe 08.11.2018, 07:44
204. @ vera gehlkiel Nr. 201

Sie könnten Ursache und Wirkung verwechseln. Da ja ein Vater im Vergleich zur Mutter bei einer Trennung im Allgemeinen der Verlierer ist und ihn dies dann in der Situation von seiner Umgebung klar gemacht wird, ist es eine wahre Herkulesaufgabe, dann so entspannt, strukturiert zu bleiben, wie die Gewinnerin in dem Spiel. Sagen Sie doch mal einer Frau, dass sie sehr wahrscheinlich nicht die Kinder nach der Trennung bekommt und sie vermutlich sich damit abfinden muss. Ich bin sicher, dass dann der Vater als Ruhepol und Hafen der Sicherheit angesehen wird. Der Gewinner tritt immer souveräner auf.

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im_ernst_56 08.11.2018, 08:01
205.

Zitat von humorrid
Ein Beispiel für die Autorin - deutsches Familienrecht / Scheidung / Sorgerecht. Oder Versuchungen Sie, nur so als Experiment, als alleinstehender Mann in städtischen Bereich eine Wohnung zu mieten. Journalisten sollen es doch besser wissen, dass jede Form der Verallgemeinerung nicht richtig sein kann.
"Journalisten sollen es doch besser wissen, dass jede Form der Verallgemeinerung nicht richtig sein kann."
Frau Stokowski ist eine Autorin und Kolumnistin, keine Journalistin, die Sie mit dem Objektivitätsdogma eines Hajo Friedrich ("Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten") konfrontieren dürfen. Damit werden Sie ihr nicht gerecht.

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