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Die Krux mit der Diskriminierung: Weiße und Männer können alles haben, aber das nicht
DPA

Klar werden auch Männer gemobbt, brutal geschlagen und unfair behandelt - diskriminiert aber werden sie nicht. Dafür fehlen in dieser Welt noch immer die entsprechenden Machtstrukturen.

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telarien 06.11.2018, 23:06
80. Wie öde...

Der gleiche Kram wie immer. Frauen sind gut, Männer sind schlecht.
Richtig ist: Männer sind Schweine, Frauen auch.
Wenn wir die Spitze der Groko mit Merkel und Nahles betrachten, wie passen die in das Schmalspur-Weltbild der Autorin?
Man könnte auch noch schauen, wem der Verlag hinter Spiegel gehört.
Ja, Frauen sollten absolut gleichberechtigt sein. Aber Autoren wie Frau Storkowski helfen dabei nicht.

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burgtheaterfan 06.11.2018, 23:11
81. Weiße und Männer

– Warum steht da die Konjunktion "und" dazwischen ? Das erschließt sich mir nicht. "Weiße und Männer" ist zweifelsfrei ein anderer (nämlich weitaus größerer) Personenkreis als "Weiße Männer", rein logisch betrachtet. "Männer und Weiße können ungefähr alles auf der Welt haben, aber Diskriminierung können sie nicht haben. Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße und keinen Sexismus gegen Männer." Es gibt aber sehr wohl Sexismus gegen weiße Frauen und Rassismus gegen schwarze Männer. Also ist doch wohl nur die Spezies "weiße Männer" (wohlgemerkt ohne "und") weitgehend vor Diskriminierung gefeit, wenn sie nicht gerade mit einer der im Text genannten Vorurteile (sexuelle Orientierung, Behinderung, soziale Herkunft, Alter) konfrontiert werden.

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Margaretefan 06.11.2018, 23:21
82. @ #77 von im_ernst_56

Nö, die Dame hat selbstverständlich Recht. BTW: Der hier auch ins Spiel gebrachte Vergleich mit dem GW-Piloten, der ist völlig daneben. Der Typ hat 100 Mal gemordet und nicht einmal hundertfach. Sorry, ich versteh's eh nicht, dass hier so viele Anonyme sich gegen eine äußerst kluge und sehr gelassene Fighterin für ne gute Sache stellen? Woher kommt's, dass weiße alte Männer meinen sich mit Arschgeigen solidarisieren zu müssen? was soll der Sch*** Hass, Gewalt und Quälerei gegen Frauen zu relativieren? Frauen als Gebärmaschinen anzusehen, bzw sich mit denen, die das so sehen gemein zu machen? Ganz ehrlich, wer sich mit Ihnen als Frau einlässt bzw von Ihnen die Tochter ist, tut .or wirklich leid.

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az150 06.11.2018, 23:34
83. Eigendefinition von Schlüsselwörtern

Dass man den Begriff der Diskriminierung auch anders definieren, bzw. stärker ausdifferenzieren kann und muss, als Frau Stokowski es hier dogmatisch vorexerziert, ist von sehr vielen Foristen bereits erkannt und erläutert worden. Wenn man das tut, gelangt man auch zu anderen Schlüssen in Bezug auf die Diskriminierbarkeit von Weißen und Männern. Faktisch ist dies in bestimmten Situationen auch häufig der Fall. Die Diskriminierung von Vätern bei der Zuteilung des Sorgerechts oder ähnlicher Rechte für ihre Kinder im Falle einer Trennung von der Mutter scheint mir das prägnanteste Beispiel, das auch von anderen genannt wird. Und jetzt komme mir niemand mit der Behauptung, hier handele es sich ja um Väter und nicht um Männer als solche! Denn bei einem Elternpaar ist der Vater der Mann und die Mutter die Frau - per definitionem. Wenn also Väter im Sorgerechtsstreit regelmäßig benachteiligt werden, liegt dies daran, dass es sich um den männlichen Elternteil handelt und um nichts anderes. Auch alle Begleitumstände, die hier möglicherweise zur Urteilsfindung ins Feld geführt werden, wie bspw. weniger enger Kontakt zu den Kindern (meistens bedingt durch umfassendere Berufstätigkeit als die Mutter) sind Dinge, mit denen Männer üblicherweise als Privilegieninhaber abgeurteilt werden. Im Falle eines Sorgerechtsstreits gereicht es ihnen aber eindeutig zum Nachteil. Differenzierte Betrachtung auch bei der Bewertung von vermeintlichen Privilegien tut also dringend Not.
Im Großen und Ganzen macht mir Stokowskis Beitrag den Eindruck, dass sie bei vielen von ihr vertretenen Positionen, wie etwa der Nichtdiskrimierbarkeit von Männern und Weißen, ein Rechtfertigungsproblem hat, und daher zu solchen dogmatischen Eigendefinitionen von Schlüsselbegriffen moderner Diskussionen greifen muss.

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Margaretefan 06.11.2018, 23:48
84. Warum...

...fällt es (weißen? oder bzw und alten?) Männern so schwer die wahren und keinesfalls alle Männer anklagenden Worte verstehen zu können oder zu wollen? Kein Penis dieser Welt verschrummpelt oder fällt gar ab, wenn eingstanden wird, dass Frauen Recht haben. Nein, selbstverständlich sind nicht alle (weißen, alten) Männer Arschgeigen. Ein diesbezügliches, strukturelles Problem gibt es allerdings ohne jeglichen Zweifel. ....und ja, die Generation der heute um die 20-Jährigen (Männer) hat euch alten Säcken (bzw auch mir altem Sack) was voraus. Für diese Generation ist Gleichberechtigung meist ein Selbstverständnis. @ehrenwerte Kolumnistin: Ärgern Sie sich nicht mehr all zu sehr mit Männern meiner Generation herum. Lohnt nicht. Sie (Anfang, Mitte 30?) sind die Zukunft. Sie erreichen die Generation der 15 bis 40 Jährigen. Lassen Sie sich hier nicht täuschen. Sie sind großartig und wichtig!!!

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az150 06.11.2018, 23:57
85. Rollenklischees werden immer von beiden Geschlechtern gepflegt

Sehr treffende Zusammenstellung! Um es noch einmal zusammenzufassen: Diskriminiert wird vor allem, wer "aus der Rolle fällt". Und die Rolle insbesondere von Mann und Frau wird jeweils von großen Mehrheiten aus BEIDEN Geschlechtern definiert. Wenn also kritisch von "männlichen Tugenden" gesprochen wird, sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass diese "Tugenden" nicht nur von Männern, sondern auch und vor allem von Frauen hochgehalten und eingefordert werden. So gesehen ist der Begriff "männliche Tugenden" irreführend, weil er die Verantwortung für dieses problematische Rollenverständnis allein den Männern in die Schuhe schiebt. Treffender wäre "Männerrolle" oder "den Kerl spielen".

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Alexis_Saint-Craque 07.11.2018, 01:22
86. Eine Bewerbung

Hat MaSto deswegen den Medienmann mit der größten Macht in der Bildkonvention des pornös Aktiven selektiert? Ist diese Kolumne eine Bewerbung? Möglicherweise sogar eine Verzehrung?

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mk4711 07.11.2018, 01:35
87. Diskriminierung nicht immer Machtfrage

Also mir fällt dazu ein, dass ich als Mann Wehrdienst leisten musste, meine Kolleginnen im Büro jedoch nicht. Ich finde schon, dass das eine Form von Diskriminierung war. Außerdem war es früher in Deutschland so, dass Frauen früher in Rente gehen konnten. In Österreich ist das noch heute so. Auch die Regel "Männer und Frauen zuerst" bei Schiffsunglücken (man denke an die Titanic) ist eine Form der Diskriminierung. Es hat nicht immer etwas mit Machstrukturen zu tun. Das kommt schon daher, weil es nicht "die" Männer gibt. Es gibt auch traditionelle Erwartungen an die verschiedenen Geschlechter, die noch immer tief verwurzelt sind. Auch bei vielen Frauen.

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fr00lunch 07.11.2018, 02:17
88. kritischer Kommentar/Bewertung

Guten Tag Frau Stokowski,
ersteinmal Danke für Ihren Beitrag. Ich möchte direkt darauf Hinweisen, dass mir die Titelunterschrift sauer aufstösst. "Klar werden auch Männer gemobbt, brutal geschlagen und unfair behandelt[...]" Dies ist recht unglücklich, schon weil die Opferzahlen von Gewalttaten bei Halbfrauen höher liegen (nach pks17 um 50%). Zudem ist es eine Art Aufreger Clickbait, indem es sich nach einer diffusen Diskriminierung anhört und man dann den Artikel lesen muss - man könnte ja betroffen sein.
Im weiteren wird aufgebaut, dass kein/e Seximus/Diskriminierung gegen w. Halbfrauen vorliegen kann, weil es keine Machtstruckturen gibt. In diesem Definitionsrahmen haben Sie recht (Die Wikipedia Definitionen von Seximus und Deskriminierung sind weiter gefasst). Die Waffe der Beschämung wird mMn unterschätzt (auch in ihrer psychologischen Gefährlichkeit), aber das tut wenig zur Sache.

Interessanter ist für mich, was Sie zur naja 'Wut' (oder Engagiertheit) verleitet hat. Zum einen sind da zwei Mordserien, die offenbar nicht genug Aufmerksamkeit bekommen haben. Es hätte mehr Aufmerksamkeit schon sein können, aber nicht müssen. Immerhin waren beide Aktionen offenkundig illegal und sind von der Vollzugsbehörde verfolgt worden. Unter der Annahme, dass unsere Behörden lernfähig sind, sieht man da keine immanente Bedrohung. Die Emotionen kann ich nicht gut beurteilen.
Zum zweiten die Freiheitsbedroher. ... Eine Gefühlsmischung aus Hass und negativem Neid kann manche Leute zu großem ** verleiten. Jedoch sehe ich nicht, was man da persönlich gegen machen soll. Man kann manchmal die mehr verzweifelten dieser Leute im persönlichen Gespräch aufmuntern und temporär auf nicht-toxische Themen bringen, aber das hilft kaum.
Generell scheint es mir sehr destruktiv vage Religionen, Machtstrukturen und ein System (der Begriff steht recht weit oben auf der Liste von Verfassungsfeindlichen Vereinigungen) zu Beschuldigen ohne Verbesserungsvorschläge u.ä. zu machen.
P.S.: Ersetzt 'Halbfrauen' mit Männer. War wegen den Chromosomen und so... ach nicht wichtig.

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Igelnatz 07.11.2018, 03:18
89. Diskriminierung ist strukturelle Benachteiligung

schreibt die Autorin. Nein, Diskriminierung kann auch wertneutral Trennung oder Unterscheidung bedeuten - so gibt es die statistische Methode der Diskriminanzanalyse. Man versteht darunter allgemein die Herabsetzung bzw. Benachteiligung von Personen oder Gruppen - aber strukturell im Besonderen nicht! Ich möchte betonen, dass ich den im Artikel bescholtenen Preisträger nicht besonders schätze und dass der Preis Kartoffel wohl nicht diskriminierend auf weisser Mann, sondern auf eine unansehnliche Feldfrucht zurück geht. Gut, kann man so interpretieren. Trotzdem muss ich der. Autorin widersprechen! Es ist ziemlich ignorant zu meinen, weisser Männer können nicht diskriminiert werden . JEDER kann aus den verschiedensten Gründen diskriminiert werden. Und kein Fall ist berechtigt! Ich finde es von der Autorin ignorant, inhuman, von wenig Herzensbildung und Mitgefühl zeigend, es anders zu sehen! Ich halte kein Plädoyer für den weissen Mann, sondern für jeden Menschen! Jeder Mensch muss respektiert werden. Das soll nicht heißen, das jedes Verhalten respektiert werden muss - auch nicht verkrustete Strukturen. Aber ein gutes Menschenbild ist trotzdem wichtig!

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