Forum: Kultur
Diskriminierung: Sind Ossis auch nur Migranten?
imago/ imagebroker

Dass du nicht richtig deutsch bist, erkennst du daran, dass deine Integrationsfähigkeit in Frage gestellt wird, wenn du einen Fehler machst. Ossis und Migranten haben deshalb viel gemein. Tun wir uns zusammen!

Seite 2 von 22
GueMue 19.05.2018, 14:07
10. Witziger Beitrag

Aber falsch. Ein viertel der heutigen Wessi haben Ossi ursprung. Das Schicksal Deutschlands ist gemeinsam. Die Moslem haben diesen Teil nicht.

Beitrag melden
interessierter10 19.05.2018, 14:08
11. Sehr schöner, Text...

... und so wahr. Der Begriff Wiedervereinigung ist so dreist wie der sog. Einigungsvertrag. Es war schlicht eine Annexion einer komplett empathielosen und arroganten Bundesregierung mit all den psychologisch fatalen Folgen für die Bevölkerung der ehemaligen DDR und letztlich für Gesamtdeutschland....

Beitrag melden
kuschl 19.05.2018, 14:10
12. Kann man nicht mal

Kann man nicht mal, anstatt Blödsinn zu schreiben, gar nichts schreiben? Danke!

Beitrag melden
bernd-willi 19.05.2018, 14:10
13. Grundgesetz

Darf ich Sie einmal darauf aufmerksam machen, dass DDR Bürger immer auch Bundesbürger waren und demnach gar nicht - egal wie - Migranten gleichgestellt werden können? So jedenfalls die Landesregierung von Mecklenburg Vorpommen 2012
"Das Bundesverfassungsgericht stellte im Urteil vom 31.07.1973 fest: „Artikel 16 GG geht davon aus, dass die deutsche Staatsangehörigkeit, die auch in Art. 116 Abs. 1 GG in Bezug genommen ist, zugleich die Staatsangehörigkeit der Bundesrepublik Deutschland ist. Deutscher Staatsangehöriger im Sinne des Grund
gesetzes ist also nicht nur der Bürger der Bundesrepublik Deutschland.“ (Leitsatz 8). g) In seinem Beschluss vom 21. Oktober 1987 – 2 BvR 373/83 – BVerfGE 77, 137 (Fall Teso) hat das Bundesverfassungsgericht Ausführungen zum Fortbestand der einheitlichen deutschen Staatsangehörigkeit gemacht. Es hat festgestellt, dass der Erwerb der Staatsbürgerschaft der DDR zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit geführt hat. Grundsätzlich sind daher alle Personen, die bis zum Ablauf des 2. Oktober 1990 die Staatsbürgerschaft der DDR besessen haben, mit der Herstellung der Einheit Deutschlands - in den Grenzen des ordre public - de
utsche Staatsangehörige geblieben"
https://www.regierung-mv.de/static/Regierungsportal/Ministerium für Inneres und Sport/Inhalte/Sicherheit/Reichsbürger/Rundschreiben vom 31. Mai 2012.pdf

Und darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass es insbesondere die deutsche Linke war, die gegen den Zuzug der ehemaligen DDR Bürger gewettert hat. Und mit was für Argumenten.
"Allerdings mehrt sich seit Wochen die Kritik an allzu lautem Bonner "Willkommensgeschrei" (Tageszeitung). Wie der West-Berliner Senat verlautbarten die evangelische und die katholische Kirche letzte Woche, die Probleme in der DDR seien durch eine Völkerwanderung von Ost nach West nicht zu lösen. Das Diakonische Werk wies auf die wohnungspolitischen Konsequenzen eines anhaltenden Zuzugs hin: "Wir steuern auf eine Katastrophe zu."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497598.html

"Weil Zehntausende von DDR-Bürgern ganz offensichtlich das kapitalistische System einem sozialistischen vorziehen, flüchten sich viele Westlinke in Sarkasmus. So feierte die alternative Tageszeitung die Mauer kürzlich als "Berlins nützlichstes Bauwerk"; schließlich bewahre sie "die BRD und Westberlin vor Horden naturtrüber, säuerlich sächselnder DDRler mit Hang zu Billig-Antikommunismus und Rep-Wählen"
"Fettleibig mit Dauerwelle
Westdeutsche Linke, von grünen Alternativen bis hin zu sozialdemokratischen Ideologen, haben ein neues Feindbild - DDR-Flüchtlinge. "
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498768.html

Würden Sie sich wagen, heutzutage so über Migranten zu reden, wie es ehemals die deutsche Linke getan hat?

Beitrag melden
jan07 19.05.2018, 14:11
14. Geschichtslos

Der Osten hat noch keine Probleme, jedenfalls nicht die, die der Autor unterstellt. Er möchte nur nicht die Probleme bekommen, die der Westen durch eine seit Jahrzehnten ungeregelte Armutseinwanderung kulturfremder Unterschicht längst hat. Als gelernter BRD Bürger weiss ich auch, wie hochmütig eine gewisse Links intellektuelle Schicht im Westen deshalb auf den Osten schaut. Aber die waren damals schon blind gegen den Unrekchtsstaat DDR und sind heute genau so blind gegen die verheerenden Spätfolgen solch einer Masseneinwanderung. Darum: eine wie auch immer geartete Solidarität zwischen Ostdeutschen und Moslems wird es nicht geben. Und eine Gleichsetzung der Wiedervereinigung Deutschlands mit der illegalen Massenmigration heute ist so Geschichtslosigkeit wie dumm. Aber klar, man kann es ja mal probieren....

Beitrag melden
joG 19.05.2018, 14:14
15. In den meisten Fällen....

....outet sich jeder, der von einer Gruppe fesstellt, sie wäre nicht integrationsfähig als selbst asozial, intolerant und einer freiheitlichen Demokratie ungeeignet.

Beitrag melden
darkk 19.05.2018, 14:15
16. jup

Als Im Osten lebender Wessi kann3 ich das leider bestätigen

Beitrag melden
WolfThieme 19.05.2018, 14:16
17. Schau'n wir mal.

In den "Wessi"-Bundesländern wird die AfD in absehbarer Zeit keine Wahlen gewinnen. Und In Sachsen, Brandenburg, Meck-Pom, Sachsen-Anhalt, Thüringen? Schau'n wir mal, welche abenteuerlichen Begründungen dann hervor gekramt werden.

Beitrag melden
ramon 19.05.2018, 14:19
18. Es gibt keine Solidarität unter Außenseitern

Das hat schon der Literaturwissenschaftler Hans Mayer im letzten Jahrhundert festgestellt. Es wird immer wieder jemand die Rolle des Sündenbockes spielen müssen. Egal ob jetzt Flüchtlinge, Ostdeutsche, Arbeitslose, Frauen oder alte Autofahrer usw.. Die Aufgabe des zivilisierten aufgeklärten Menschen ist es, nicht selbstgefällige Vorurteile zu kultivieren, sondern seinem Mitmenschen mit Respekt zu begegnen, auch wenn das nicht immer leicht ist.

Beitrag melden
GeMe 19.05.2018, 14:22
19. Wenn ich mich an 1989/90 erinnere...

Ich bin in einer Kleinstadt in der Nähe der Grenze (20Km) zur ehemaligen DDR aufgewachsen. Als 1989 die Grenze geöffnet wurde sind wir Anfang November in die DDR gefahren, um mal zu sehen wie es dort ist. Wir waren in Nordhausen und Umgebung... Was für ein Elend. Die Häuser, die Straßen, die Industrie, die Landwirtschaft, alles runtergewirschaftet. Ob das noch zu retten war? Aber wir freuten uns für die Menschen, dass sie nun in den Westen reisen konnten.
Dann gab es das Begrüßungsgeld (100 DM) und unsere Kleinstatt wurde von DDR-Besuchern überannt. Die kauften mit ihrem Begrüßungsgeld jeden Mist. War ja immer noch besser als das Zeug im Osten. Als dann die DM kam, kauften sie bei uns Autos. Egal welcher Zustand, egal welcher Preis. Für mein Auto, das ich zwei Jahre vorher gebraucht für 6000 DM gekauft hatte, wollte man mir 9000 DM geben. Ich hätte aber keinen Ersatz bekommen, gab ja nichts.
In den nächsten Jahren haben wir viele Milliarden in den Osten gepumpt, um die Infrastruktur und das Land zu moderniesieren.
Die Zeiten in denen ich mich über die Wiedervereinigung gefreut habe, sind lange vorbei. Heute bin ich der Meinung, dass man die DDR erst hätte Pleite gehen lassen müssen. Wenn dann alles zusammengebrochen wäre, hätte man den Anschluß an den Westen anbieten können. Das wäre auch nicht teurer für den Westen geworden, hätte aber einen Vorteil gehabt.
Die Ossis wären etwas dankbar dafür gewesen, dass wir sie aus dem Elend der DDR geholt hätten.
Sieht man sich heute an, was uns die Wiedervereinigung gebracht hat, was bleibt dann?
25% für die AfD! Mehr fällt mir nicht ein.

Beitrag melden
Seite 2 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!