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Diskriminierung: Sind Ossis auch nur Migranten?
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Dass du nicht richtig deutsch bist, erkennst du daran, dass deine Integrationsfähigkeit in Frage gestellt wird, wenn du einen Fehler machst. Ossis und Migranten haben deshalb viel gemein. Tun wir uns zusammen!

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lachina 19.05.2018, 15:51
70. Das Wahre an dem Artikel ist

dass sich "die da unten" immer wunderbar gegeneinander aufhetzen lassen - und die da oben können in Ruhe durchregieren. So empfindet der Niedriglöhner Neid nicht gegenüber dem Manager - sondern dem HartzIV- Empfänger.
Und "die da unten" werden sich niemals einigen....nie....nie.

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leo Pold 165 19.05.2018, 15:51
71. Nein natürlich nicht

Wir habe eine gemeinsame Vergangenheit und eine gemeinsame Zukunft wir war und ein paar Jahre getrennt. Es ist wieder so ein Artikel der ablenkt von der Problematik des Demographischen Wandel der dazu führen wird das der deutsche ohne Migrationshintergrund zur Minderheit wird. Das ist natürlich kein Problem aber wir leben nun mal in einer Demokratie und wenn der Muslimische Anteil in einer Demokratie zur Mehrheit wird, können wir uns das schon mal in Ländern anschauen in den das passiert oder in gewissen Stadtteilen in Deutschland. Aber ist halt einfacher einem dummen Artikel über Ostdeutsche zu schreiben, als sich mit den Problemen auseinander zusetzen. Schöne Pfingsten

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h_jahn 19.05.2018, 15:51
72. Selten so was Dummes gelesen...

Zitat von joergzs
Das Fazit von 30 Jahre "Wiedervereinigung": 2 Billionen Euro an die Ossis bezahlt, eine geschenkte West-Rentenkasse und wieder Nazis im Bundestag. Diese 17 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge aus der Ehemaligen DDR kommen uns bei weitem teurer, als jeder Kriegsflüchtling. Wer hat eigentlich uns Wessis gefragt, ob wir die nächsten 100 Jahre Kohls Goldjungen alimentieren wollen?
2 Billionen an "die Ossis" würde heißen, sowohl meine Frau als auch ich hätten ca. je 125.000 EUR bekommen. Daran kann ich mich irgendwie nicht erinnern. Ziemlich genau weiß ich aber, dass wir zusammen ca. 350.000 EUR alleine an Einkommenssteuern gezahlt haben, dazu kommt noch Soli, AV, KV und PV. Natürlich auch noch MWSt und alle anderen Abgaben. Sie schreiben also bewusst dummes Zeug, weil Sie sich irgendwie benachteiligt fühlen. Tatsächlich sind diese 2 Bio im Wesentlichen auf den Konten westdeutscher Unternehmen gelandet (Hoch- und Tiefbau, Banken, Versicherungen, Handel) und schaffen so Arbeitsplätze, nicht zuletzt im Westen. Wer alimentiert hier wohl wen?

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whugo 19.05.2018, 15:54
73. Danke!

Zitat von bernd-willi
Darf ich Sie einmal darauf aufmerksam machen, dass DDR Bürger immer auch Bundesbürger waren ... . . . Würden Sie sich wagen, heutzutage so über Migranten zu reden, wie es ehemals die deutsche Linke getan hat?
Wie hilfreich doch hin und wieder ein gutes Gedächtnis ist! Herzlichen Dank für Ihren Beitrag, bernd-willi!!

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moritz27 19.05.2018, 15:55
74. Dass die deutsche Teilung

Familien zerrissen hat, ist der lieben Frau Ataman vermutlich aufgrund ihres Alters nicht geläufig. Wir haben nie Ossiwitze gemacht. Warum sollten wir Witze auf Kosten unsere Tanten und Onkel machen? Und nach der Wiedervereinigung haben wir durch sie neue Freunde in Sachsen und Thüringen gefunden. Manche der obigen kalten Kommentare verstehe ich daher überhaupt nicht. Es war immer das Ziel, Deutschland wieder zu vereinigen. Sogar der Text unsere Nationalhymne ist darauf abgestimmt. Ein Ziel, die schrumpfende Bevölkerung nicht durch ausgesuchte Einwanderung, sondern durch unkontrollierte Zuwanderung auszugleichen, habe ich bisher noch nirgends fixiert gefunden. Und Witze über Deutsche wird es erst in drei oder vier Generationen geben. Witze gelingen immer nur dann, wenn sie Minderheiten betreffen. Ein Witz könnte dann so lauten: Geht ein Deutscher zum Metzger und möchte ein Schweineschnitzel kaufen. Antwort: "Nix verstehn. Du türkisch oder arabisch sprechen, dann wiederkommen". Er lernt mühselig die paar Worte türkisch und kommt am nächsten Tag erneut. Diesmal lautet die Antwort: "Nix Schweinefleisch. Da guckst du, gell!"

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keery 19.05.2018, 15:59
75. Richtig ist,

dass der "Kulturkreis" der Ostdeutschen auch ein anderer war und das bei der Wiedervereinigung einfach ignoriert wurde. Die Unterschiede waren nicht religiös sondern politisch und gesellschaftlich (z.B. kein etabliertes Bürgertum), aber auch das hat nach 45 Jahren die Menschen, eine ganze neue Generation, nachhaltig geprägt. Ins kalte Wasser geschmissen und für die Schwimmversuche auch noch ausgelacht worden. Wo soll da die uneingeschränkte Liebe für den sich moralisch so überlegen gebenden Nachbarn kommen? Eine Sprache zu sprechen (und selbst das wurde in Frage gestellt und die Ostdeutschen wg. ihrer Sprache verlacht) und vor einem halben Jahrhundert mal eine gemeinsame Geschichte gehabt zu haben ist eben keine ausreichende Grundlage für reibungslose Integration. (Das hat nicht mal mit den Flüchtlingen aus den Ostgebieten funktioniert, als die gemeinsame Geschichte nur wenige Monate her war.) Man hat sich über die Unterschiede lustig gemacht und zu wenig ernsthafte Gedanken darüber gemacht, was diese Unterschiede für die gesellschaftliche und politische Integration des ostdeutschen Normalbürgers bedeuten. Heute ernten wir die Saat von damals. Es werden vielleicht nicht mehr so viele Ossi-Wessi Witze erzählt, aber wenn vor der Wahl im SPON eine Serie erscheint, in der westdeutsche Journalisten die neuen Bundesländer wie ein fremdes Land bereisen und beschreiben und vom hohen Pferd herab nachträglich kommentieren, wie ihnen die Menschen begegnet sind, dann braucht sich auch keiner wundern, wenn die Menschen in den neuen Bundesländern sich abgelehnt fühlen und es ihrerseits ablehnen, sich anzubiedern und die Politik in Vertretung der Gesellschaft der alten Bundesländer ablehnen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es ähnliche Aspekte bei der Integration von Migranten gibt. Die überhebliche Haltung einer Gesellschaft, die schon vorneweg signalisiert, dass egal was man tut, es nie genug sein wird um voll akzeptiert zu sein, weil es die Herkunft ist, die einen erniedrigt. Das ist dann auch das, was zur Selbstaus- und abgrenzung führt. Irgendwo muss der Mensch seinen Halt und seine Bestätigung finden. Und wenn es nicht im Neuen sein kann, dann muss man eben das Alte pflegen.

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clausbantel 19.05.2018, 16:02
76. Das Beste was ich seid Jahren im Spiegel gelesen habe

Allerdings gilt das nicht nur für Ausländer und Ossis. Alle Deutsche, auch Wessis, die irgendwie anders sind, als die "besorgte" Mehrheit, bekommen dies zu spüren.

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sarkasmis 19.05.2018, 16:06
77.

Ossis sind keine Migranten. Sie haben sich nicht vom Fleck bewegt. Dass sie 40 Jahre in einem sozialistischen Pseudostaat gefangen waren ist historisches Unglück aber ändert nichts daran, dass sie immer Deutsche waren.
Banter zwischen Subgruppen eines Volkes gab es schon immer. Nennen sie einen Franken mal "du Bayer", dann erleben und hoffentlich überleben sie was. Dann gibt es noch harmloses wie Ostfriesenwitze. Oder wieder ernsteres wie den Händel zwischen Badnern und Schwaben, Kölnern und Düsseldorfern etc.
Vielleicht geht dieses Lokalkolorit an einem aber spurlos vorbei, wenn man ohnehin nicht so richtig in der deutschen Kultur angekommen ist ...

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ip2018 19.05.2018, 16:09
78.

Zitat von io_gbg
Es mag sein. Aber sie stützen eine rechtsradikale Partei, eine Partei, die und deren Führung undemokratische "Werte" stützt und propagiert. Als Wähler/in hat man eine Mitverantwortung. "Es ist einfach unseriös die AfD und ihre Wähler immer in die Neo-Nazi Ecke zu stellen." Nein, ist es nicht, weil die AfD da ein massives Problem hat. Unseriös ist es, so eine Partei zu verteidigen. "Die AfD ist von 13% der Bundesbürger in den Bundestag gewählt worden. Und die Tendenz zur AfD ist steigend." Das eine undemokratische Partei gewählt werden kann, macht sie ebensowenig zu einer demokratischen Partei wie, dass sie mehr Zuspruch bekommt. "Vielleicht sollte das SPON und seine Kommentatoren mal zur Kenntnis nehmen." SpOn nimmt das offenbar zur Kenntnis, berichtet auch darüber. Und Kommentatoren behandeln es ebenso. Ist auch bei SpOn nachzulesen.
"....undemokratische "Werte"...."

Dann erklären Sie mal, welche "undemokratische Werte" das sein sollen.

"...SpOn nimmt das offenbar zur Kenntnis, berichtet auch darüber. Und Kommentatoren behandeln es ebenso. Ist auch bei SpOn nachzulesen...."

Und wer sagt, daß diese Kommentatoren recht haben? Weil es Ihrer eigenen Meinung entspricht. Ich habe eher den Eindruck, daß hier meinungsmachend berichtet wird. Vergleichen können Sie mit der FAZ, der "Süddeutschen" oder der "Zeit". Der "Spiegel" war mal das Maß der Dinge, was sich aber mit Augsteins Tod (dem Alten) erledigt hat.

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spon-facebook-10000276786 19.05.2018, 16:11
79. Noch ein Nachtrag

Um es übersichtlicher zu machen, hier noch ein kleiner Nachtrag. Man hat erst einmal geübt wie sich das am besten bewerkstelligen lässt. Man muss im Zielgebiet erst einmal die Wirtschaft zerschlagen um die Bevölkerung erpressen zu können. Genau sind sie dann vorgegangen als sie sich die DDR gegriffen haben und uns einverleibten. Wir sind nicht zu einem Deutschland zusammengewachsen sonder wurden regelrecht einverleibt. Zerschlagung der Wirtschaft, auch der intakten Betriebe wie der DSR. die Reederei in der ich gearbeitet habe. Sicher war Vieles marode, das stelle ich nicht in Frage. Aber auch gute Firmen wurden platt gemacht. Und ist es heute anders? Wo kommen die Flüchtlinge her? Aus Gegenden wo Krieg, Not und Mangel herrschen. Die Frage ist nur, was bekommen die "Beschenkten" dafür?

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