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Diskurs über sozial Schwache: Ungebildet, faul und selber schuld?
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Über die sogenannte Unterschicht lachen? Geht immer. In seinem Buch "Proleten, Pöbel, Parasiten" analysiert Christian Baron, selbst Arbeiterkind, warum Linke untere Klassen so gerne abwerten.

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allessuper 08.12.2016, 22:15
20. Sie sind ein Bot!

Zitat von puqio
Diese Formel basiert auf einer intelligenten Familienplanung, die erst ab einem IQ von ca. 100 möglich ist. Vorher wird gerammelt und geboren "soviel wie geht". Und den Beweis können wir jeden Tag überall sehen. Augen auf!
denn sonst wüßten Sie, dass ausgesprochen viele Familien aus dem Bildungsbürgertum, Ärzte usw. gern 4-5 Kinder produzieren. Reproduktionsmedizin ist außerdem teuer und nur für Wohlhabende. Braucht viel Geld und Zeit. Soll also nur Provokation Ihrerseits sein?

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c.m.johannsen 08.12.2016, 22:16
21. Da kommt Ihr jetzt erst drauf?

Ich habe das Gefühl, dass seit der Trump-Wahl plötzlich Dinge hier bei SPON diskutiert werden, die vorher hochnäsig weggelächelt wurden. Und jetzt das! Ja, es gibt sie, die Salonsozialisten und jeder, der aus der "Arbeiterklasse" kommt, kennt sie, diese gutsituierten, von ihren Eltern hervorragend ausgestatteten Dampf- und Kampfplauderer. Bekanntschaft mit dieser besonderen Spezies konnte ich bereits in der Oberstufe machen: Sonntags noch Teilnahme an einer Antifa-Demo gegen rechts, montags wurde dann eine Klassenkameradin, die nicht so gut aussah, die keinen Stallgeruch hatte, mit nassen Schwämmen und blöden Sprücken traktiert. Heute arbeitet man/frau übrigens für internationale Konzerne und Architekturbüros und ist auf der ganzen Welt zu Hause, aber nur in den In-Vierteln der Millionenstädte. Und ein wenig Charity geht immer.

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allessuper 08.12.2016, 22:18
22. wäre ja kein Problem--

Zitat von Hirnretter2.0
... "Die Mutter der Dummen ist immer schwanger", allerdings wird niemand dumm geboren. War mir noch der Weg aus der kinderreichen Arbeiterfamilie an die Uni offen (Schüler-BaFöG!), prügeln heute wohlsituierte Helikoptereltern ihre Brut zu 75% nur noch mit Nachhilfe zum G8-Abitur. Folge: das Prekariat wächst und immer mehr überforderte Abrecher kommen dazu. Noch Fragen?
wenn die Brut aus dem Wohlstand nicht so unbedarft dumm und einfallslos wäre. Dann hätten wir ja Eliten, die wir auch akzeptieren können. Dem ist aber weiß Gott nicht so. Wir alle finanzieren das Studium von höheren Töchtern, die dann doch nie einen Beruf ergreifen, weil es plötzlich sinnvoller ist, eine siebenköpfige Wohlstandsfamilie zu gründen.

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c.m.johannsen 08.12.2016, 22:19
23. Da kommt Ihr jetzt erst drauf?

Ich habe das Gefühl, dass seit der Trump-Wahl plötzlich Dinge hier bei SPON diskutiert werden, die vorher hochnäsig weggelächelt wurden. Und jetzt das! Ja, es gibt sie, die Salonsozialisten und jeder, der aus der "Arbeiterklasse" kommt, kennt sie, diese gutsituierten, von ihren Eltern hervorragend ausgestatteten Dampf- und Kampfplauderer. Bekanntschaft mit dieser besonderen Spezies konnte ich bereits in der Oberstufe machen: Sonntags noch Teilnahme an einer Antifa-Demo gegen rechts, montags wurde dann eine Klassenkameradin, die nicht so gut aussah, die keinen Stallgeruch hatte, mit nassen Schwämmen und blöden Sprücken traktiert. Heute arbeitet man/frau übrigens für internationale Konzerne und Architekturbüros und ist auf der ganzen Welt zu Hause, aber nur in den In-Vierteln der Millionenstädte. Und ein wenig Charity geht immer.

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TS_Alien 08.12.2016, 22:21
24.

Linke Ideen (kein Kommunismus!) drehen sich um gerechte(re) Bezahlungen und gerechte(re) Gesellschaften. Das schließt nicht aus, dass man bei manchen Menschen an seine Geduldsgrenzen stößt.

Wer bereits jetzt sein Leben nicht geregelt bekommt und dennoch weitere Kinder in die Welt setzt, darf und muss kritisiert werden. Das Kindergeld und die Anrechnungszeiten bei der Rente sollten kein Grund sein, unkontrolliert Nachwuchs in die Welt zu setzen.

Und für die besonders merkwürdigen Namen bei Kindern muss man Spott erwarten und ertragen. Man hätte doch auch andere Namen wählen können.

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TS_Alien 08.12.2016, 22:27
25.

Zitat von icke69
Diese Menschen sind nicht sozial schwach. Sie sind ökonomisch schwach. Wann begreift der sog. "Spiegel" diesen Unterschied?
Die Schnittmenge zwischen sozial Schwachen und ökonomisch Schwachen ist genausowenig leer wie die Schnittmenge zwischen sozial Schwachen und ökonomisch Starken. Die Unterscheidung in sozial oder ökonomisch Schwache ist für Studien sinnvoll. Wenn es um eine verkürzte Darstellung geht, darf man es ruhig weniger ganu nehmen. Früher hat man Sozialhilfe bezogen, auch wenn es eher eine Ökonomiehilfe gewesen ist.

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duebelknuebel 08.12.2016, 22:27
26.

Ich finde en gibt einen unterschied, ob man der "Arbeiterklasse" angehört (was sich an sich schon ziemlich nach 19. Jhr. anhört) oder einfach bildungsfern und Strunz dumm. Damit wird jedem normal lebenden, gebildeten Arbeiter unrecht getan.

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k70-ingo 08.12.2016, 22:28
27.

Zitat von bronstin
wie heutzutage immer noch mit Marxens Klasseneinteilung gearbeitet wird, obwohl schon vor 1914 klar war, dass es nicht der Realität entsprach. Ein Hoch auf die Dialektiker oder besser Diabetiker (passend wäre auch Diabethiker)... Ummpffff (darf sich jeder selber seinen Reim drauf machen). Bei Bedarf liefere ich die entsprechend angeeiterte Satire nach!
Die marxsche Klasseneinteilung ist nicht minder aktuell als zu seinen Lebzeiten. Aus ihr ist sogar der aktuelle Begriff für das entstanden, was dem Schreiber des "Schantalle"-Buches vorgeworfen wird: "Klassismus". Früher hieß es "Standesdünkel", aber dieser Ausdruck -nicht die Haltung- ist unmodern geworden.

Übrigens kann man das "Schantalle"-Buch in jedem Laden von Ruhr-Tourismus und der Route der Industriekultur Ruhr erwerben. Weil es in erster Linie eine gut beobachtete und nur minimal satirisch überspitzte liebevolle Beschreibung von als typisch angesehenen Ruhrgebietstypen ist.

Diese Typen sind keineswegs Klischee, sie sind alle hier im Ruhrpott zu finden. Wir Ruhris können auswärtigen anthropologischen Expeditionsgängern gerne mit speziellen Tipps, wo sie beobachtet werden können, behilflich sein. Und ja, es handelt sich dabei meist um Angehörige von bildungsfernen Schichten. Aber nicht zwangsläufig, denn auch der Mittel- und Oberschicht Zugehörige sind stolz, ein Ruhri zu sein und machen sich den Spaß, diese von der Herkunft her prollige Sprache zu kultivieren.

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grommeck 08.12.2016, 22:29
28. Die Beschreibung passt ganz gut auch zu unseren Politikern...

Obwohl bei denen eher das Unvermögen überwiegt, wie jeden Tag zu sehen. Fachliche Qualifikation ist bei Ministern nicht immer Voraussetzung, manchmal reicht eine helmförmige Frisur aus.

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freigeistiger 08.12.2016, 22:40
29.

Zitat von allessuper
das Wort Schadenfreude, wie auch das Wort Blitzkrieg, werden weltweit auf deutsch verwendet. Einfach weil dieses Empfinden - von Gefühl kann ja nicht die Rede sein - urdeutsch ist. Es ist doch so schön, wenn sich die deutsche Seele aufwerten darf, zwischen überheblich und unterwürfig. Das können wir gut. Als Bildungsbürgertum (??) oder was auch immer. Chantal ist ein Vorname, wie Kevin auch, früher waren es Detlev, Martin, Annegrethe und Christiane. Ob nun Anne, Anna, Katharina, Jule, Julia oder Johann, Maximilian, Christopher, Justus : das ist doch echt wurscht. Hauptsache, es steht ein Mensch dahinter, drüber und dazu. Oder?
Kognitiv, politisch korrekt und Schön-Sprech haben Sie mit den Namen Recht. Hier aber hat der Autor Recht. In erziehungs-=bildungsmäßig und sozial schwachen Familien sind bestimmte Namen besonders beliebt, die dann auch noch falsch ausgesprochen werden. Die leiten sich oft von aktuellen Filmen oder TV-Serien ab. Diese Namen sind schon fast ein Beweis für ein geringes bildungsmäßiges und soziales Niveau. Hören Sie solchen Menschen vier Sätze zu, dann sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Kindernamen und geringer sprachlicher Ausdrucksfähigkeit.

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