Forum: Kultur
Diskussionskultur: Apropos, wir müssen reden
Getty Images

Politiker nur Pappkameraden, die Demokratie nur Kulisse: Das ist die Welt, die sich superreiche Superrechte wünschen. Hauptsache, der ohnehin enorme Besitz wird immer weiter gemehrt.

Seite 1 von 9
Fuxx81 24.11.2018, 12:45
1.

Zitat von
Politiker nur Pappkameraden, die Demokratie nur Kulisse: Das ist die Welt, die sich superreiche Superrechte wünschen
Das ist die Welt in der wir aktuell schon lange leben. Wenn Sie mir nicht glauben, schauen Sie doch einfach mal Nachrichten. Ich gab mal ein paar Stichworte: Finanzkrise, Snowden, Dieselskandal. Demokratie? Da lachen ja die Hühner...

Beitrag melden
christoph_schlobies 24.11.2018, 12:52
2.

Ich werde wohl ein Buch veröffentlichen müssen,über die riesige Zahl völlig korrekter,höflicher und niemanden beleidigenden Kommentare,die nicht von Reichen,sondern von unseren Medien
wegzensiert werden.Das ist schon ein Lehrbeispiel.-
Da gibt es gerade eine Diskussion zum Lehrerportal der AfD .-
Folgender Beitrag wurde wegzensiert.
"Christopher Franzmann-KorffDie AfD ist für mich ein Verein widerlicher Nazis. Das zeigt wieder, wie z.B. Höcke versucht, die Schulen und Lehrer unter Druck zu setzen. Ich bin Lehrer und Schulleiter in Niedersachsen, und ich werde mich von der AfD mit Sicherheit nicht unter Drucksetzen lassen. Im Gegenteil: ich werde mich bei Schülern und Eltern und Lehrern für Demokratie und gegen Rassismus einsetzen. Dreckige Demagogen werden von mir auch als solche benannt werden. "
Diese Überzeugung seinen Schülern zu vermitteln , dürfte kaum zulässig sein.Hier hätte das Schulamt längst einschreiten müssen.

Beitrag melden
Leser_01 24.11.2018, 12:54
3.

In dem Beitrag kommen unglaublich viele negativ besetzte Bezeichnungen vor. Die Rede ist von Rechtspupulisten, rechtskonservativen Eliten, Marktliberalen, Superreichen und vielen anderen bösen Gruppen, die es auf die Ausbeutung der armen hilflosen Bürger abgesehen haben. In Wirklichkeit geht es dabei jedoch um den ewigen Kampf zwischen Egoismus und Altruismus. Der Altruist gibt für andere sein letztes Hemd, der Egoist nimmt das Geschenk gerne an. So hat zwar jeder genau das bekommen, was er möchte, aber fair ist es dennoch nicht. Die beste Lösung liegt wie so oft in der Mitte: Egoistischen Liberalismus bekämpft man nicht mit altruistischem Marxismus, sondern mit der guten alten (nicht der sog. "neuen") sozialen Markwirtschaft.

Beitrag melden
meister_proper 24.11.2018, 12:56
4. Ich denke das trifft es recht gut

Es gibt keinen spannenden Plot - nur langweiliges "mehr für mich ist besser als weniger" multipliziert mit ein paar Tausend. Natürlich kommen dabei sehr komplexe und schwer zu durchschauende Netzwerke heraus. Schließlich können sich die meisten Superreichen gegenseitig nicht leiden. Obwohl viele das gleiche Ziel verfolgen - welches halt egoistisch ist.

Beitrag melden
dr.joe.66 24.11.2018, 13:07
5. dann sollen sie halt Kuchen essen...

Tja, offenbar wiederholt sich hier die feudale Geschichte mit leicht geänderten Randbedingungen.
Die meisten Menschen sind von Natur aus Egoisten. Und dann hängt es von der Sozialisation ab, ob man lernt als sozialer Mensch für das Allgemeinwohl auch mal zu verzichten, oder ob man lernt, dass man besser ist, wenn man möglichst viel besitzt.
Wenn ich mir die Werbung in unserem Gesellschaftssystem anschaue, dann ist man offenbar glücklicher wenn man reich, sportlich und sexy ist. Arme, HartzIV-ler, Alleinerziehende, Überforderte, Dicke, Unsportliche, all die kommen in der Werbung nicht vor. Und wenn doch, dann meist als Witzfigur.
Auf der anderen Seite nehmen ca. 5% aller Deutschen regelmäßig harte Drogen; 1.2 Mio. Menschen gelten als Alkohol-süchtig; ca. 600.000 Menschen sind Internet-süchtig; und 1.2 Mio. Freier pro Tag besuchen eine Prostituierte. Je nach Überschneidungsgrad kann man also davon ausgehen, dass wir 4 bis 7 Mio. Suchtkranke in unserem Land haben - und das durch alle Schichten und Alterklassen hindurch. Und diese Menschen sind sicherlich nicht suchtkrank, weil sie ach so glücklich im Leben sind.
Dazu kommen 5% mit Burnout, sowie 5-10% mit Depressionen.
Unsere Gesellschaft ist in großen Teilen krank. Es will nur keiner wissen.

Ob wir irgendwann lernen, anders und besser mit uns selbst und mit anderen umzugehen? Ich wage es zu bezweifeln...

Beitrag melden
Gut Reden 24.11.2018, 13:08
6. Selten

so einen Quark gelesen. Als ob nicht gerade linke Politiker mit extra falschen Schlüssen aus Statistiken (Korrelation ist da immer gleich Kausalität: die Gesellschaft ist schuld, nie der Einzelne selbst) aufwarten.
Daten aus unprüfbaren/ungeprüften Eigenaussagen der Klientel verwenden, extra unrealistische und seltene Konstellationen irgendwelchen Anfragen zugrunde legen. Und permanent von Armut (bes. Kinderarmut) lamentieren, obwohl sie genau wissen, dass es die statistisch immer geben muß, solange man relativ rechnet, und nicht alle fast gleich verdienen. Die sogar ansteigt, je mehr man an Transfers fließen lässt.
Und dadurch eigtl. schon Volksverhetzung betreiben. Die immer von Würde labern, aber dauernd mit Begriffen wie "Bedürftige" entwürdigen. Die es würdevoller finden, nicht zu arbeiten, sich alimentieren zu lassen, als einen Job unterhalb der formalen Qualifikation auszuüben und sich selbst zu ernähren. Die nicht begreifen, dass es Luxus ist, wenn sich Leute ausrechnen können, ob sich das Arbeiten wg. etwas mehr lohnt, obwohl der Sinn des Systems ist, dass jeder so viel selbst tut, wie er nur kann, nicht für etwas Eigenleistung belohnt werden muß. Die Flaschensammler entwürdigen, die mit Eigenleistung herumliegendes Geld einsammeln, um sich etwas dazuzuverdienen (einfache selbstst. Arbeit, steuerfrei. Kinderpopwischen macht man gratis. Ist Arbeit für jeden egtl. unwürdig, wer macht die schon freiwillig. Wieso arbeiten viele über den Grundbedarf hinaus und nicht nur Teilzeit?) Die Familien entwürdigen, die ganz zufrieden sind mit ihrem ehrlichen Einkommen, aber sich ständig ungewollt in der Armutsstatistik finden und so auch in ihrem Namen rumgejammert wird.

Beitrag melden
majakovskij 24.11.2018, 13:19
7. Multikulti heißt mehr Solidarität?

Ich bin viel gereist, sehr viel. Hier konnte ich mir, neben aller grauen Theorie, ein unmittelbares Bild machen: Setzen Sie die kulturelle Homogenität eines Staates mit dem Niveau der Solidarität / sozialen Absicherung ins Verhältnis. Sie werden feststellen: Je homogener, desto sozialer, je inhomogener, desto unsozialer. Neusprech: Je mehr Multikulti, kulturfremde Migration, desto weniger Solidarität, mehr Kapitalismus, Kälte. An sich auf einer emotionalen Ebene banal: Mitgefühl ist groß, aber nicht unendlich, es muss priorisiert werden und verteilt sich konzentrisch von nah zu fern, von ähnlich zu unähnlich. Warum „der Linken“ diese Einsicht so schwer fällt, begreife ich nicht. Ich vermute, es liegt am Dogma der „internationalen Solidarität“ der alten, echten Linken, die jedoch NIEMALS im Sinne eines Multikulturalismus verstanden wurde, sondern im Sinne der Solidarität der unterdrückten Klassen der EINZELNEN Völker gegen die Unterdrücker INNERHALB ihrer Gesellschaften. Migration? Vermischung? Nein. Damals war die Linke noch intellektuell der Rechten weit überlegen, und, im Übrigen (deswegen?), noch erfolgreich. So lange es den Multikulturalismus in Deutschland gibt, wird es niemals etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen geben. Die Sozialsysteme werden in einem ständigen Abwehrkampf sein, statt sich (endlich) zu mehr Freiheit und mehr Gerechtigkeit hin zu entwickeln. Die Phase der Stagnation im sozialen Fortschritt fällt nicht zufällig mit dem Höhepunkt des Multikulturalismus zusammen.

Dennoch vielen Dank, Frau Berg, auch wenn ich fast nie ihrer Ansicht bin, schätze ich Ihre Artikel dennoch. Sie heben sich von der Masse des Einheitsbreis spürbar wohltuend ab.

Beitrag melden
jujo 24.11.2018, 13:24
8. ...

Glauben Sie wirklich Frau Berg, das sich einer der von Ihnen gemeinten mit so einer Petitesse wie der Homoehe belastet? Es sei denn er hieße Arndt v. Bohlen und Halbach.
Das sich ein Superreicher von irgendwetwas genervt fühlt was uns, der zu Kreti und Pleti gehört, interessiert oder stört glaube ich nicht. Der lebt unter seiner Käseglocke.

Beitrag melden
Lykanthrop_ 24.11.2018, 13:24
9.

Resignation ist auch keine Lösung, Kopf hoch Frau Berg !

Beitrag melden
Seite 1 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!