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Diskussionskultur: Apropos, wir müssen reden
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Politiker nur Pappkameraden, die Demokratie nur Kulisse: Das ist die Welt, die sich superreiche Superrechte wünschen. Hauptsache, der ohnehin enorme Besitz wird immer weiter gemehrt.

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Sonia 24.11.2018, 13:29
10. Die Feigheit vor den Bürgern

Besonders verschlimmert hat es sich doch erst seit 2014/2015. Weder Medien noch die Politik können damit umgehen, dass es heute einfacher ist, dass Bürger ihre Meinung äußern. Es sind nicht mehr die Zeiten, wo Leserbriefe irgendwo in Aktenordnern abgeheftet wurden. Heute ist es aufgrund der technischen Möglichkeiten so, dass sich jeder äußern kann. In die Anonymität flüchten die meisten doch aber nur, weil sie es nicht riskieren können, dass vielleicht der Arbeitgeber oder der Nachbar erfährt, welcher Meinung sie ggf. zu einem bestimmten Thema haben. Aktuell ist doch gerade beispielhaft, wie mit den begonnenen Diskussionen zum Migrationspakt umgegangen wird. Unter anderem in der Schweiz diskutierte darüber das Parlament. Es lehnte die Unterzeichnung ab, ebenso wie Israel, Australien, die USA, Österreich, Dänemark, Estland, Ungarn usw. Anstatt den Bürgern zu erläutern, warum diese wichtigen Staaten Probleme damit haben und unsere Regierung/Bundestag (?) nicht, wird sofort die Keule des Rechtspopulismus geschwungen, selbst Boris Palmer verwies auf ein notwendiges Zusatzprotokoll zum Pakt. Wer ausländische Medien liest, kommt schnell zu dem Schluss, nirgendwo wird sofort jeder in die rechte Ecke gestellt, der nur ansatzweise wagt, eine abweichende, eigene Meinung zu haben. Die Warnung von Hillary Clinton in Interview mit dem "Guardian", vor weiterer Migration nach Europa, erschien nur sehr kurz. Alles raus aus den Medien, damit die Menschen ihre Klappe halten. Damit bleiben den Bürgern nur noch soziale Medien, YouTube u.ä., voller Wut landen die natürlich dann bei Rechten. Wenn kolportiert wird: Haltet einfach eure Schnauze, dann sollte sich wirklich niemand wundern, dass es Leute genauso verstehen und auf diesem Niveau zurückfeuern. Die AfD kann eigentlich nur täglich danke sagen.

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Dr. Metro 24.11.2018, 13:34
11. Reine Neiddebatte! Jeder hat das Recht darauf

Millionär zu werden. Packen wir es an, oder überlassen wir dieses Feld lieber anderen, um diese anschließend zu kritisieren...?

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tomdabassman 24.11.2018, 13:36
12. Hat mit Rechts und Links nichts zu tun

sondern mit Macht und Geld bzw.Macht gleich Geld. Maduro und Kim Jong Un agieren doch genauso, Putin etwas eleganter auch. Du wirfst dem Volk irgendwelche Empörungshappen hin, um von deinem eigenen fetten Leben abzulenken. Und solange das klappt, why not? Hitler bekam die Kohle von der Großindustrie und das war schon damals kein Geheimnis. Unsere Regierung bekommt komplette Gesetzesentwürfe von den Lobbyisten vorgeschrieben und das Parlament nickt sie ab. Und wenn die Linkspartei morgen die Regierung stellt, kauft sich jeder von denen zuerst einmal ne Villa in Grunewald. Wetten daß?

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jujo 24.11.2018, 13:58
13. ....

Zitat von tomdabassman
wenn die Linkspartei morgen die Regierung stellt, kauft sich jeder von denen zuerst einmal ne Villa in Grunewald. Wetten daß?
Die Spitzenlinken leben doch schon gut saturiert in angenehmer Umgebung.
Von denen lebt keiner in einer Platte in Marzahn

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im_ernst_56 24.11.2018, 14:01
14.

Zitat von Leser_01
In dem Beitrag kommen unglaublich viele negativ besetzte Bezeichnungen vor. Die Rede ist von Rechtspupulisten, rechtskonservativen Eliten, Marktliberalen, Superreichen und vielen anderen bösen Gruppen, die es auf die Ausbeutung der armen hilflosen Bürger abgesehen haben. In Wirklichkeit geht es dabei jedoch um den ewigen Kampf zwischen Egoismus und Altruismus. Der Altruist gibt für andere sein letztes Hemd, der Egoist nimmt das Geschenk gerne an. So hat zwar jeder genau das bekommen, was er möchte, aber fair ist es dennoch nicht. Die beste Lösung liegt wie so oft in der Mitte: Egoistischen Liberalismus bekämpft man nicht mit altruistischem Marxismus, sondern mit der guten alten (nicht der sog. "neuen") sozialen Markwirtschaft.
Sie schreiben "In dem Beitrag kommen unglaublich viele negativ besetzte Bezeichnungen vor. Die Rede ist von Rechtspupulisten, rechtskonservativen Eliten, Marktliberalen, Superreichen und vielen anderen bösen Gruppen, die es auf die Ausbeutung der armen hilflosen Bürger abgesehen haben."
Ich wundere mich immer, wie jemand (Frau Berg), der in der DDR aufgewachsen ist, diese vor dem Fall der Mauer verlassen hat, und jetzt in der Schweiz, deren Geschäftsmodel u.a. darin besteht, das Geld der Superreichen zu verwahren und zu verwalten, eine neue Heimat gefunden hat, zu so einer Weltsicht kommt. Wenn es richtig ist, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, wie ist Frau Berg zu ihrem Bewusstsein gekommen? Wenn Sie als Entwicklungshelferin irgendwo in Afrika gearbeitet hätte, könnte ich nachvollziehen, was sie schreibt. So wirkt für mich vieles was schreibt, aufgesetzt und künstlich.

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Duzend 24.11.2018, 14:19
15. Gut gebrüllt! Jetzt eins höher springen!

Werte Frau Berg,

Sie haben schon ganz recht: Da würden ein paar Superreiche nichts lieber tun, als die Demokratie in eine Scheindemokratie umwursteln und dabei selber immer noch reicher werden. Ich hätte gerne zwei DInge, mit denen Sie belegen sollen, dass es Ihnen erst ist und Sie nicht einknicken beim Zu-Ende-Denken, weil Sie den Zorn der Gegner nicht fürchten:

1) Stellen Sie deutlich heraus, dass es diese Superreichen, die immer reicher werden, diese Plutokratie und diese Scheindemokratie, in der ganz andere als die gewählten Politiker die Strippen ziehen, längst gibt. Hier. Im Westen. Dass die ganz Reichen dabei rechts sind, halte ich für eine Unterstellung. Wie wär's mit luziferisch?

2) Sagen Sie es allen laut und deutlich: Diese Cliquenherrschaft endet frühestens nach der nächsten radikalen Neuardnung der Besitzverhältnisse und wenn wir als Gesellschaft einen Modus vivendi ohne Bankenkartell und Zinseszinsen gefunden haben.

Und wenn Sie das alles so nicht vertreten wollen, malen Sie für uns aus, wie das von Ihnen Angeprangerte eine Remedur erfahren soll unter expliziteer Beibehaltung a) der Besitzverhältnisse, b) des Schuldgeldes und der Nationalbanken und c) der Zinsordnung. Bin gespannt.

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so-long 24.11.2018, 14:23
16. Interessant,

daß man mit solchem Quark als Journalistin Geld verdienen kann/möchte. Die Autorin müßte man sich merken, um den nächsten Artikel gleich wegzuklicken.

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Spiegelkritikus 24.11.2018, 14:27
17. Migration: Die kuriose Liaison von Linken und Kapital

Guter Kommentar. Der zunehmende Multikulturalismus führt in der Tat zu einer schleichenden Entsolidarisierung der Gesellschaft, was ganz im Sinne des Kapitals bzw. der Marktkonformität ist. Kurioserweise finden sich die Protagonisten der fremdkulturellen Massenmigration nach Deutschland und Europa sowohl beim globalisierten Kapital wie auch den dogmatischen Linken, sie ziehen quasi am selben Strang, wenngleich aus unterschiedlichen Motiven und die meisten Linken sind sich dessen gar nicht bewußt.
Auch blenden sie eine Tatsache aus, die schon der Ökonom Milton Friedman erkannt hatte: unqualifizierte Massenzuwanderung und Sozialstaat schließen sich aus, man kann nur auf längere Sicht nicht beides haben. Wenn Linksgrüne den national begrenzten Sozialstaat universalisieren wollen, werden sie ihn lediglich schwächen und schließlich zerstören. Die Probleme Überbevölkerung, Armut etc. Afrikas und anderer Regionen können angesichts der enormen Bevölkerungszahlen nur dort, nicht aber in Deutschland oder Europa gelöst werden. In den Worten des klugen Scholl-Latour: Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selber zu Kalkutta.
Diesen Sachverhalt hat die reflektierte Linke um Wagenknecht erkannt und sich entsprechend migrationskritisch aufgestellt.

Frau Berg geht falsch in der Annahme, daß es nur "rechte" Superreiche gibt, die ihr Vermögen und ihre Macht mehren. Paradebeispiel ist bekanntlich Multimilliardär und Spekulant Soros, der sich bei neoliberalem Kern durchaus linksliberal gibt, mit seinen Stiftungen linke NGOs und Aktivisten unterstüzt und sich für Massenmigration stark macht. Dabei ist sein finanzieller und politischer Einfluß so groß (UN, EU, Berlin etc.), daß er sich selbst allen Ernstes schon mit einer Art Gott verglichen hat.

Politik im Allgemeinen und Migrationspolitik im Besonderen werden heutzutahe in hohem Maße von einer kapitaldominierten Elite bestimmt, die sich um die legitimen Interessen der betroffenen Bevölkerungen wenig schert und auf Demokratie. Besonders gefährlich wird es dann, wenn sie ihre Pläne und Ziele mithilfe willfähriger Politiker umsetzen können.
All diese Machenschaften und Hintergründe müßen öffentlich gemacht und kritisch diskutiert werden, denn es geht um existenziell wichtige Zukunftsfragen für die Gesellschaft und natürlich um die Demokratie.

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Spiegelkritikus 24.11.2018, 14:28
18. Migration: Die kuriose Liaison von Linken und Kapital

Guter Kommentar. Der zunehmende Multikulturalismus führt in der Tat zu einer schleichenden Entsolidarisierung der Gesellschaft, was ganz im Sinne des Kapitals bzw. der Marktkonformität ist. Kurioserweise finden sich die Protagonisten der fremdkulturellen Massenmigration nach Deutschland und Europa sowohl beim globalisierten Kapital wie auch den dogmatischen Linken, sie ziehen quasi am selben Strang, wenngleich aus unterschiedlichen Motiven und die meisten Linken sind sich dessen gar nicht bewußt.
Auch blenden sie eine Tatsache aus, die schon der Ökonom Milton Friedman erkannt hatte: unqualifizierte Massenzuwanderung und Sozialstaat schließen sich aus, man kann nur auf längere Sicht nicht beides haben. Wenn Linksgrüne den national begrenzten Sozialstaat universalisieren wollen, werden sie ihn lediglich schwächen und schließlich zerstören. Die Probleme Überbevölkerung, Armut etc. Afrikas und anderer Regionen können angesichts der enormen Bevölkerungszahlen nur dort, nicht aber in Deutschland oder Europa gelöst werden. Diesen Sachverhalt hat die reflektierte Linke um Wagenknecht erkannt und sich entsprechend migrationskritisch aufgestellt.

Frau Berg geht falsch in der Annahme, daß es nur "rechte" Superreiche gibt, die ihr Vermögen und ihre Macht mehren. Paradebeispiel ist bekanntlich Multimilliardär und Spekulant Soros, der sich bei neoliberalem Kern durchaus linksliberal gibt, mit seinen Stiftungen linke NGOs und Aktivisten unterstüzt und sich für Massenmigration stark macht. Dabei ist sein finanzieller und politischer Einfluß so groß (UN, EU, Berlin etc.), daß er sich selbst allen Ernstes schon mit einer Art Gott verglichen hat.

Politik im Allgemeinen und Migrationspolitik im Besonderen werden heutzutahe in hohem Maße von einer kapitaldominierten Elite bestimmt, die sich um die legitimen Interessen der betroffenen Bevölkerungen wenig schert und auf Demokratie pfeift. Besonders gefährlich wird es dann, wenn sie ihre Pläne und Ziele mithilfe willfähriger Politiker umsetzen können.
All diese Machenschaften und Hintergründe müßen öffentlich gemacht und kritisch diskutiert werden, denn es geht um existenziell wichtige Zukunftsfragen für die Gesellschaft und natürlich um die Demokratie.

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photoshop.info 24.11.2018, 14:31
19. Achja, die rechten Milliardäre...

sind schon eine Plage. Aber sie haben ja das Alleinstellungsmerkmal "rechts". Weil es offenbar keine linksgestrickten Superreichen gibt. Wenn man etwa auf Oskar Lafontaine mal keine Rücksicht nimmt, der ist glaube ich nur Millionär, fällt also durchs Raster. Oder auf den Exkanzler Schröder. Nee, auch zu arm. Oder auf Bill Gates (der spendet wahrscheinlich so viel Geld, weil er sich schämt, superreich zu sein und - natürlich - rechts ist. Also Republikaner. Oder doch nicht?). Da bei den Democrats so ziemlich jeder der dort sitzenden Parlamentarier zur reichen oder gar reichsten Oberschicht gehören, ist die USA also keine Demokratie mehr. Weil um demokratisch zu sein, muss man höchstens Mittelschicht sein. Sagt auch Frau Sybille Berg. Und die weiß das. Schon eine vertrackte Welt, nicht...?

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