Forum: Kultur
"District 9"-Regisseur Neill Blomkamp: Aliens im Asylantenlager

In dem Erfolgsfilm "District 9" lässt Neill Blomkamp Außerirdische landen und einsperren - und erzählt so von einer neuen Apartheid. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht der Regisseur über seine düstere Vision, die Regeln des Rassismus - und professionellen Insektensprech.

Seite 2 von 4
multiplexer 11.09.2009, 11:23
10. re

Zitat von Websingularität
Hab mir den Film gestern angeschaut und ist wie so oft bei Filmen eine reine Geschmacksache. Dass heutige Filmemacher versuchen so 'erzwungen innovativ' zu sein, zeigt unter welchem Druck sie stehen. Es hat ja in der Filmgeschichte ja schon fast alles gegeben. Wie auch immer, es waren ein paar witzige Ideen darin und einige hatte man meinen eigenen Geschichten vorweggenommen (z.B.: Menschen....
Da schwingt doch sehr viel Selbstmitleid mit... Der Regisseur von District 9 war bis vor kurzem auch ein "Niemand" und hat als 3D Animator angefangen. Der ganze Film wurde für 30 Millionen USD produziert.

Beitrag melden
krylosz 11.09.2009, 11:32
11. IMDb

Zitat von Galaxia
Wie wärs mal mit der Frage nach 2012? (Da soll ja Chistopher zurück kommen). Oder der Umstand das es der Film aus dem Stehgreif geschaft hat in die Top 250 Movies (Davon in die Top 30-40) of all time (imdb).
Naja die IMdB Top 250 sind ein schlechter Anhaltspunkt um die Qualität eines Films zu messen. Jahrelang waren 3 der Top 4 Filme die Herr der Ringe Trilogie.

Und dark Knight war nach dem Start #1 für einige Monate. Im Augenblick ist er #9. Und Batman Begins ist #106. Nach dem Double Feature im Kino waren witzigerweise so gut wie alle der meinung, daß Batman Begins der bessere Film war. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn Heath Ledger nicht gestorben wäre, würde Dark Knight nicht auf #9 stehen. Und Inglorious Bastards ist gerade auf #40. Muß ich noch mehr sagen??

So. Damit will ich District 9 nicht schlecht machen. Ich hab ihn noch nicht gesehen, aber vom Trailer her sieht's super aus.

Beitrag melden
lalito 11.09.2009, 11:37
12. Africa

Zitat von sysop
In dem Erfolgsfilm "District 9" lässt Neill Blomkamp Außerirdische landen und einsperren - und erzählt so von einer neuen Apartheid. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht der Regisseur über seine düstere Vision, die Regeln des Rassismus - und professionellen Insektensprech.
Ist da eine Affinität zu Afrika, bums, gleich sind böhze, böhze Nigerianer am Start.

Generalisieren und über Rassismus schwadronieren, Klischee-Denken und -Verwendung als Stilmittel ist auch eine Art von Rassismus. Öde.

Beitrag melden
Websingularität 11.09.2009, 12:00
13. Titel

Zitat von Kopflaus
Z.B. hat "Der Soldat James Ryan" meine naiv-heroische Vorstellung vom Krieg radikal geändert.
... 'Call of Duty' hat meine naiv-heroische Vorstellung vom Krieg wieder bestärkt. Spiele sind eindringlicher und das ist wohl auch was den Film stellenweise so 'krass' macht.
Er hat irgendwie Computerspiele Elemente. Die angewachsene Hand mit welcher der Protagonist Waffen bedienen kann, könnte ebensogut aus einem Bioshock-Spiel sein. Ebenso als dieser im Mechwarrior Anzug durch die Gegend rennt.
Mich würde nicht wundern, wenn ein Großteil der mitwirkenden Filmemacher aus der Computerspielindustrie stammen.

Beitrag melden
Websingularität 11.09.2009, 12:01
14. Titel

Zitat von Kopflaus
Z.B. hat "Der Soldat James Ryan" meine naiv-heroische Vorstellung vom Krieg radikal geändert.
... 'Call of Duty' hat meine naiv-heroische Vorstellung vom Krieg wieder bestärkt. Spiele sind eindringlicher und das ist wohl auch was den Film stellenweise so 'krass' macht.
Er hat irgendwie Computerspiele Elemente. Die angewachsene Hand mit welcher der Protagonist Waffen bedienen kann, könnte ebensogut aus einem Bioshock-Spiel sein. Ebenso als dieser im Mechwarrior Anzug durch die Gegend rennt.
Mich würde nicht wundern, wenn ein Großteil der mitwirkenden Filmemacher aus der Computerspielindustrie stammen.

Beitrag melden
Websingularität 11.09.2009, 12:01
15. Titel

Zitat von Kopflaus
Z.B. hat "Der Soldat James Ryan" meine naiv-heroische Vorstellung vom Krieg radikal geändert.
... 'Call of Duty' hat meine naiv-heroische Vorstellung vom Krieg wieder bestärkt. Spiele sind eindringlicher und das ist wohl auch was den Film stellenweise so 'krass' macht.
Er hat irgendwie Computerspiele Elemente. Die angewachsene Hand mit welcher der Protagonist Waffen bedienen kann, könnte ebensogut aus einem Bioshock-Spiel sein. Ebenso als dieser im Mechwarrior Anzug durch die Gegend rennt.
Mich würde nicht wundern, wenn ein Großteil der mitwirkenden Filmemacher aus der Computerspielindustrie stammen.

Beitrag melden
kuchenbob 11.09.2009, 12:06
16. .

Zitat von lalito
Ist da eine Affinität zu Afrika, bums, gleich sind böhze, böhze Nigerianer am Start. Generalisieren und über Rassismus schwadronieren, Klischee-Denken und -Verwendung als Stilmittel ist auch eine Art von Rassismus. Öde.
Ja, stimmt. Das war irritierend. Die Nigerianer kommen in D9 wirlich nicht gut weg, mal ganz vorsichtig ausgedrückt. Die wichtigen Charaktere im Film sind entweder weiss oder Alien. Da fällt es dann echt schwer den Film nicht als Anti-Negro wahrzunehmen.

Beitrag melden
Celegorm 11.09.2009, 13:04
17. ...

Zitat von kuchenbob
Ja, stimmt. Das war irritierend. Die Nigerianer kommen in D9 wirlich nicht gut weg, mal ganz vorsichtig ausgedrückt. Die wichtigen Charaktere im Film sind entweder weiss oder Alien. Da fällt es dann echt schwer den Film nicht als Anti-Negro wahrzunehmen.
Wobei die Wahrnehmung wiederum zum wahren Kernproblem hinsichtlich rassistischem Denken führt: Rassismus als solches wäre eben erst wirklich überwunden, wenn halt beispielsweise auch Schwarze ganz selbstverständlich die Rolle der Bösen übernehmen können ohne dass gleich alle Warnlampen angehen und die grosse Diskussion beginnt..;)

Im übrigen, wenns um kriminelle Strukturen in Afrika geht sind Nigerianer nunmal ein nicht unwichtiger und entsprechend auch gern verwendeter Mitspieler. Das ist so gesehen dann nicht anders als wenn in US-Filmen mal wieder die Italo-Amerikaner oder Osteuropäer als Mafiosi herhalten müssen. Nur dass sich über letzteres eigentlich niemand aufregt, insofern wird da ja auch schon wieder mit ungleichen Ellen gemessen.

Beitrag melden
lalito 11.09.2009, 14:39
18. mhm

Zitat von Celegorm
Wobei die Wahrnehmung wiederum zum wahren Kernproblem hinsichtlich rassistischem Denken führt: Rassismus als solches wäre eben erst wirklich überwunden, wenn halt beispielsweise auch Schwarze ganz selbstverständlich die Rolle der Bösen übernehmen können ohne dass gleich alle Warnlampen angehen und die grosse Diskussion beginnt..;)
Fein und differenziert betrachtet. Leider ist es beim Vorwärtskommen in dieser Frage ähnlich wie beim Gehen: Erst den einen Fuß und dann den anderen, sonst liegt man gleich auf der . . .

Beitrag melden
wilam 11.09.2009, 16:34
19. sei guter Mensch

Auch der Rassismus ist nur eine Frage des Druckes, genauer, der Bevölkerungsverdichtung - aber Vorsicht: immer bezogen auf die Ressourcen. Wobei Ressourcen neben Platz und Futter unbedingt auch Freiheit, Sicherheit, Nähe, Distanz, Alternativen und Zukunft sind.

In Zeiten des Aufschwungs, besonders nach Kriegen, sind alle mit der Grundsicherung beschäftigt. Die Bedrohung ist weg und die Ressource Zukunft sichtbar. Mögliche divergierende Merkmale wie Religion, Rasse, Sprache, Nation, Brauch und Kleidung spielen kaum eine Rolle. Diskutiert wird in entspannten Runden über die philosophischen Implikationen dieser oder jener Glaubensfrage, ohne daß irgendwelche Emotionen hochkochen. Bekannt ist, daß in solchen Phasen sogar die Kreuzritter in Jerusalem muslimisch heirateten.

Eine allmähliche Verdichtung, wie sie z.B. auch vor den Weltkriegen stattfand, bringt es dann mit sich, daß die Unterschiede wieder zu Streitfragen werden. Zunächst streitet man über Grundsätze, dann markiert man sein Gebiet, die Aggressionen steigen, man spuckt Gift und Galle, Repression und Organisation greifen um sich und irgendwann zieht man los. Man sieht, eine Religion ist so friedlich wie die Umstände. War es nicht die Religion der Liebe, die die Lebendverbrennung eingeführt hatte?

Anfangs wird auf Argumente geachtet, auf Denk- und Sprechweisen. Mit der Zeit werden die kritischen Merkmale vordergründiger. Sprache, Kleidung und Lebensweise gelten als Werte. In der Masse, unter Druck, von allen Seiten eingeengt, gibt es nur eine Möglichkeit der Bewegung und Befreiung: die Gleichrichtung. Gleichrichtung einer großen Masse verlangt den “kleinsten Nenner”. Nicht unbedingt als Konzession an die Dummheit, sondern eher an die Allgemeinheit. Kleidung, Fahnen, Uniformen und schließlich die Hautfarbe werden zur Kriegserklärung. Bei niedrigem Bildungsstand ist es von vornherein die Hautfarbe.

Niemals sind die Unterschiede die Ursache von Kriegen - es ist immer die Verdichtung; die Unterschiede ziehen nur die Grenzen. Und nun kommen diese Aliens mit den Stahlhelmen in das überfüllte Afghanistan und möchten, daß sie geliebt werden. Äh,....oder was? Nein, da kommen die, die durch ihren Kinderreichtum ganze Länder in Flüchtlingslager verwandelt haben in das nervöse Europa. Eine Europa, das nichts nötiger hat, als schnellstens seine Bevölkerung zu halbieren, damit es nicht die Erde unbewohnbar macht. Nun sei ein guter Mensch und ächte den Rassismus!

Beitrag melden
Seite 2 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!