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Doku über Homosexualität in der DDR: Ausspioniert bis ins Bett
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Links und doch ultrakonservativ: Der Film "Out in Ost-Berlin" zeigt pointiert, wie sehr die DDR darum bemüht war, gleichgeschlechtliche Liebe aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Obwohl sich selbst der oberste Mann im Staat nicht daran hielt.

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salomona7o 31.10.2013, 11:11
10. kein thema

Zitat von maburayu
Warum das? Es ist Teil unserer Geschichte und ihre Kritik klingt ähnlich wie die der Altnazis, endlich mal die Verbrechen von damls ruhen zu lassen.
wo sehen sie da 'altnazis'??was hat das mit der DDR zu tun?von welchem verbrechen gegen homos reden sie?in der DDR wurden viele ausspioniert. was in der bundesrepublik ganz undenkbar war(?!)und heutzutage kein thema ist.

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-blub- 31.10.2013, 11:21
11. Geschichtsfälschung?

Mich stört etwas das immer vom "kommunistische[n] Staat" gesprochen wird, von "kommunistischen Systemen".
Die DDR etc. waren doch realsozialistische Diktaturen.. in denen kommunistische Parteien versuchten diesen zu errichten, es aber nicht schafften. Der DDR-Sozialismus oder der UDSSR-Stalinismus waren doch was vollkommen anderes als der Kommunismus, zumal ja selbst in den Anfängen der Bewegung es Spaltungstendenzen gab (Trotzkisten vs. Stalinisten z.b.)

Von daher finde ich die Vermischung der Begriffe schon sehr geschichts- und inhaltsverfälschend, um das Feindbild der bösen "Linken" aufrecht zu erhalten und die Marktwirtschaft hintenrum als alternativlos darzustellen.

Bitte etwas mehr Genauigkeit und kein in 5min. geschriebener Artikel.

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deutscher_demokrat 31.10.2013, 11:35
12. Daß es in der DDR

sexuell freizügiger zuging als in Westdeutschland, ist in meinen Augen eine nicht auszurottende Legende, vermutlich entstanden durch Westdeutsche, die im "wilden Osten" das sexuelle Eldorado vermuteten. Einziger Anhaltspunkt ist dafür m.E. das wohl verbreitere FKK-Baden, allerdings gab's dafür das im Westen bereits in den 80ern übliche "oben ohne" in ganz normalen Freibädern bis zum Ende der DDR nicht (jedenfalls nicht im Freibad meiner Kleinstadt), so daß einem mancher unappetitliche Anblick erspart geblieben ist...

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misscecily 31.10.2013, 12:04
13.

Surprise, surprise!

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4qfghei3pers 31.10.2013, 12:16
14. Ach herrje!

Wieder ein Thema aus der Mottenkiste als Lückenfüller. Wenn Sauregurkenzeit ist, holt man mal wieder ein Schwulenthema aus der Kiste und hübst es etwas auf modern auf. Spieglein Spieglein...

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Realer 31.10.2013, 12:43
15. Die böse, böse...

DDR! Was war 1984 mit dem General Kießling, einem 4 Sterne Soldaten der Bundeswehr? Angeblich homosexuell, ist er entlassen worden. Später stellte sich heraus, dass die reduzierten Dienste da was verwechselt haben. Nämlich die Personen. Aber die Diskriminierung war schon öffentlich. So wie auch die Schnüffelei der transatlantischen Freunde jetzt öffentlich ist, die euch schon 50 Jahre (!), O-Ton, abhören. Bis ins Privateste hinein. Und habt Ihr die Verbringung von transatlantischen Gefangenen in Länder außerhalb ihres nationalen Rechts vergessen, wo sie gefoltert wurden? Britische Botschaftangehörige haben sich bei euren Freunden über diese Praxis beschwert und sind sofort abberufen worden. Hört mit eurer Hetze auf.
Nur weil die Dienste dieses Landes nichts können, müsst Ihr nicht neidisch auf die DDR schielen.

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walter_de_chepe 31.10.2013, 13:03
16. Alles schon lange bekannt?

Was und wie der Sozialismus gewesen ist, weiß man allgemein. Es gibt nichts neues darüber zu berichten. Trotzdem ist es immer wieder notwendig, das was eigentlich jeder weiß, zu wiederholen - denn es gibt noch immer unverbesserliche Sozialisten. Natürlich war der Sozialismus in der DDR spießig. Er war auch schrecklich. Das weiß auch Gysi, über den ich mich immer mehr ärgere. Bei der Wagenknecht, glaube ich, fehlt es an Reife, Empathie und Intelligenz. Aber was hat dieser Gysi davon, ein paar Jahre lang in Deutschland Unsinn erzählt zu haben. Was hat er davon, dass ein paar Jahre lang einige darauf hereingefallen sind?

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zzipfel 31.10.2013, 13:51
17. Bruderkuss ist Bruderkuss

... egal, ob kommunistisch, warm oder schwul ... :-)

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mhampel 31.10.2013, 13:57
18.

Was für ein Unfug:

Zitat von
Eines haben alle Befragten gemeinsam: Sie konnten ihr Liebesleben später in Stasi-Akten nachlesen.
Das ist ja mal ein dickes Ding. Die Stasi hat Menschen, die außerhalb der staatlichen Organisation gesellschaftlich Tätig wurden bespitzelt?

Das wissen wir ja nun schon. Die sind in den Stasi-Akten aufgrund ihrer außerstaatlichen Organisation und nicht aufgrund der sexuellen Orientierung gelandet.

Aus dieser "Neuigkeit" wird dann folgerichtig dann auch solch ein Bullshit konstruiert:

Zitat von
Hick und Strohfeldt verdeutlichen einem als Zuschauer ein Grundproblem der DDR: Freizügig war der kommunistische Staat nur dann, wenn er sich davon einen Nutzen versprach. [...]
Wenn dem so war, warum war der DDR-Staat dann der BRD bei der Gesetzgebung immer mehrere Jahre voraus? Die faktische Abschaffung des Nazi-§175 schon 1957, komplette Abschaffung schon 1989. Im Westen musste man bis 1969/1994 warten, bis dieser Homophobie-Paragraf abgeschwächt und schließlich ganz aus dem StGB gestrichen wurde.

Wenn dann auch noch der sozialistische Bruderkuss ins Spiel kommt, dann wird das ganze Theater doch komplett lächerlich und durchschaubar. Alles in der DDR *muss* schlecht gewesen sein. Man darf keine Errungenschaft außer dem Ampelmännchen und dem grünen Pfeil zugestehen. Diese DDR-Phobie verkommt doch komplett zum Kasperletheater und verdeckt die eigentlichen Probleme des DDR-Regimes.

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ellereller 31.10.2013, 14:03
19. 16 Jahre?

Im Artikel steht: "Obwohl das DDR-Regime den Paragrafen 175, der Homosexualität unter Strafe stellte, bereits 1968 - und damit 16 Jahre früher als die BRD - abgeschafft hatte, ..."

Da ist nun so gut wie alles falsch. Die Bundesrepublik schaffte den § 175 StGB komplett im Jahre 1994 ab - also 26 Jahre nach 1968 nicht 16 Jahre.
Zweitens ist die Aussage irreführend. Die Bundesrepublik hat in zwei Schritten 1969 und 1973 das nach § 175 StGB strafbare Verhalten auf homosexuelle zwischen Handlungen zwischen erwachsenen Männern und Jugendlichen reduziert. In der DDR war das zwischen 1968 und 1988 auch strafbar und zusätzlich auch homosexuelle Handlungen zwischen Frauen und Jugendlichen. Allerdings geschah diese Pönalisierung nicht in einem abgespeckten § 175 wie in der Bundesrepublik, sondern in einem eigen § 151. Aber das ist ja wohl kein gravierender Unterschied.
Es bleibt dabei - und das erkenne ich als entschiedener Gegner der DDR an -, dass die Modernisierung in der DDR jeweils fünf (1968-1973) bis sechs (1988-1994) Jahre früher erfolgte. Noch bemerkenswerter finde ich allerdings, dass die Verschärfung des § 175 durch die Nazis (1935) von der DDR schon bald nach ihrer Gründung rückgängig gemacht wurde, während die Bundesrepublik dieses Bestimmungen bis 1969 mitschleppte.

Übrigens an alle Foristen, die das Alter des Themas beklagen: Es handelt sich hier um die Besprechung eines aktuellen Dokumentarfilms.

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