Forum: Kultur
Doku über Superreiche: Geradezu asketisch
Arte

Schwer vor die Kamera zu bekommen: Die TV-Doku "Ganz oben" zeigt, wie Deutschlands Superreiche leben - und stellt subtil die Frage nach einer gerechteren Gesellschaft.

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chense90 22.01.2019, 22:08
20. @nr.6 syracusa

Erbschaftssteuer auf dem Niveau der Einkommenssteuer? Das zahlen genau die kleinen unter den großen dann ... die deren Eltern sich das Vermögen wirklich hart erarbeitet haben ... ganh im Gegenteil - Weg mit der Erbschaftssteuer und eine faire Kapitalertragssteuer her und weg mit Beitragsbemessungsgrenzen auch für Unternehmer ... gezahlt wird dann nach Vermögen

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chense90 22.01.2019, 22:11
21. Und an Kollegen nummer 7 gleich hinterher...

... dass verraten sie mir als zukünftigem Erben eines Hauses in München mal den supertrick wie man sich die Erbschaftssteuer spart ... gerade als einer der nicht mit dubiosen Modellen agiert sondern die Mieten so hält dass das Haus sich gerade selbat trägt... und kommen sie mir jetzt nicht damit wie Kapitalismus funktioniert ... wieder endet es dabei, dass Gewinne und nicht Werte besteuert werden müssten (und die natürlich sauber erfasst)

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vicbrother 22.01.2019, 22:33
22. Gerechtigkeit ist nicht...

... anderen etwas vom Lohn wegzunehmen. Wenn jemand 25.000€ im Jahr verdient, zahlt er 2.500€ Steuern, also 10%. Verdient jemand 100.000€, zahlt er 40.000€ Steuern, also 40%. Oder anders gesagt: Derjenige, der etwas gewagt hat, der sich vermutlich auch in seiner Freizeit sich mit seiner Fortbildung beschäftigt hat, hat zwar das Vierfache an Gehalt inklusive der entsprechenden Verantwortung, zahlt dann aber das 18fache an Steuern. Das ist m.E. sehr ungerecht und es wird einem nicht gedankt. Das Signal der Politik muss wieder lauten: Leistung zählt und verschafft einem mehr Wohlstand, es muss mehr Netto vom Brutto bleiben. Es gibt im übrigen vier Reichtümer: Die Gesundheit (unbezahlbar), eine zusammenhaltende Familie (ein Wert den wir heute erst wieder erlernen müssen), ein soziales Netz (haben viele Reiche nicht - siehe 'Timon von Athen') und finanzielle Unabhängigkeit. Geld ist nur eins von vielen Faktoren und mehr als drei Mettwurstbrötchen kann auch ein Milliardär nicht essen.

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Dr. Kilad 22.01.2019, 22:43
23. Arbeitsplätze geschaffen??

Eher nicht. In Wahrheit soll es der Staat mit seinen Sozialsystem richten, wenn mal wieder Entlassen anstehen, um ..... Arbeitsplätze zu retten. Die Frage ist immer: Was würden Sie abgeben? Und nicht das schlechte Gewissen der ewig Raffenden.

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firefox34 22.01.2019, 22:46
24.

Zitat von crazydee
in Verzicht auf Freizeit, Freunde und intakte Familie. Im Übrigen werden auch Vermögende nicht von persönlichen Tragödien und Krankheit verschont.
Na dann fragen sie mal nach wie das so bei Angestellten in der Gastronomie, bei Polizisten, Flugbegleitern, Telefonverkäufer, Paketboten oder Hoch- und Tiefbau und vielen anderen Berufsgruppen aussieht...

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zynischereuropäer 22.01.2019, 23:55
25. @dasfred

Ohne über die Ausbeutung mancher Mitarbeiter diskutieren zu wollen, da ist auf jeden Fall einiges im Argen, aber Ihr Rundumschlag wird der Sache auch nicht gerecht. Dass durch mehr Onlinehandel der Versandhandel stark gestiegen ist oder die Menschen lieber zentral in einer Mall einkaufen, statt durch die Innenstadt zu tingeln haben nicht die Herren und Damen Besitzer so angeleiert. Das sind normale wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Solch altes Geld samt seiner diversen Anlagesysteme erkennt so was nur recht früh und nutzt es aus, deswegen sind & bleiben sie reich. Der Herr Otto (ich meine der war Ihr Beispiel) hat nicht das Konzept der Shoppingmall erfunden. Er hat im Zweifel nur erkannt, dass es auch hier Erfolg haben kann. Völlig normaler und legitimer wirtschaftlicher Wandel.

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amuseemanc 23.01.2019, 00:21
26. Kein Wunder.

Nicht der Reichtum Einzelner ist das Problem, sondern dass die Wohlstands- und Produktivitätsgewinne sich immer ungesunder verteilen in der Gesellschaft, dass bei der Mehrheit der Bevölkerung nichts mehr ankommt. Ein Indiz dafür, dass unser System nicht mehr richtig funktioniert. Und dies geschah nicht über Nacht.

Das es soweit gekommen ist, hat u.a. damit zu tun, dass man die soziale Marktwirtschaft immer
mehr verwässert hat. Wie sagte schon Ulrich Beck:"Wir erleben die Beschwörung der sozialen
Marktwirtschaft unter ihrer gleichzeitigen Beerdigung." Was machte denn die soziale Marktwirtschaft aus? Eine ihrer Kernaussagen war ja, dass auch die untersten Arbeitnehmerschichten mit ihrem erwirtschafteten Lohn, am allgemeinen Wohlstand der Gesellschaft partizipieren. Solange auch die einfachen Arbeitnehmer sich einen gewissen Wohlstand schaffen können, beachtet auch niemand die Milliardäre oder Millionäre.

Mittlerweile kämpft selbst die Mittelschicht gar nicht mehr um ein "mehr" an Wohlstand, sondern
führt nur noch Rückzugsgefechte. Der Aufwand der betrieben werden muss um nicht abzusteigen,
wird immer größer, die Angst vor dem sozialen Abstieg wirkt bedrohlich und nimmt die Luft zum atmen. Dazu gehören dann eben kaum noch bezahlbare Mieten, drohende Altersarmut etc.

Die Politik muss sich den Vorwurf schwerer sozialpolitischer Versäumnisse gefallen lassen und
sollte sich über ihre mangelnde Akzeptanz daher auch nicht wundern. Und die Wirtschaft muss
sich gefallen lassen, ihre Macht der Politik gegenüber zu sehr ausgespielt, ja missbraucht zu haben
und ist genauso verantwortlich dafür. Ob Globalisierung, internationaler Wettbewerb etc. , stets
wurde gedroht wenn die Politik nicht so wollte wie sie. Im Zuge dessen wurde alles gestrichen was nur geht bei den Arbeitnehmern. Zulagen, Gratifikationen etc. Ob das immer notwendig war, kann
durchaus bezweifelt werden.

In einer solchen Gemengelage kann man schon nachvollziehen, warum sich die Superreichen so
abschotten. Da eine Änderung nicht in Sicht ist, wird es wohl noch schlimmer kommen.

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mahnke 23.01.2019, 00:42
27. Geld? Wer hat schon Geld?

Ich habe mal bei einem Immobilienmagnaten einen Auftrag erledigt, weshalb ich ihn etwas näher kennenlernte. Dieser verkaufte grad für ca 120 Mio Euro ein Einkaufszentrum in einer Großstadt von Frankfurt. Jubelnd saß er am Schreibtisch - um am nächsten Tag mir zu sagen: "Die 150 Mio Euro hab ich schon wieder ausgegeben - nächstes Projekt eben. Jetzt bin ich wieder so reich wie zuvor. Wissen Sie - bei uns ist es so: Geld hat niemand von uns wie Dagobert Duck."
Wer Millionen hat, hat dies vielleicht auf dem Papier - in Bargeld hat das so gut wie niemand. Daher ist dieser Beitrag genauso uninteressant wie der Sack Reis in China...

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anark 23.01.2019, 00:57
28.

Das schönste an der Reportage war für mich, dass sich Familienunternehmen mit 55.000 Beschäftigten zum Mittelstand zählen dürfen. Und so ganz nebenbei, ich beneide die armen Leute, die im Schweiße ihres Angesichts erben, absolut nicht, die Angst, welche sie haben, nicht einem größeren Raubfisch in die Quere zu kommen, möchte ich nicht haben.

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stefangr 23.01.2019, 05:37
29. wie peinlich

Einerseits zahlt hermes seinen Zustellern nur 70 Cent pro Paket/Päckchen, gleichzeitig fördert Herr Otto, der Multimilliardär die Elbphilharmonie, während seine Mitarbeiter bei hermes nicht das Brot über Nacht haben. Das lässt sich an Peinlichkeit nicht überbieten.

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