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Doku über Superreiche: Geradezu asketisch
Arte

Schwer vor die Kamera zu bekommen: Die TV-Doku "Ganz oben" zeigt, wie Deutschlands Superreiche leben - und stellt subtil die Frage nach einer gerechteren Gesellschaft.

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lamblies 23.01.2019, 05:52
30. Mein Titel

Zitat von crazydee
Ich kenne in meinem beruflichen Umfeld viele Menschen, die es zu großem Reichtum gebracht haben. Sie alle eint, dass sie es mit großem Fleiß und großer Anstreungen so weit gebracht haben. Der Preis, den sie dafür bezahlt haben, bestand in Verzicht auf Freizeit, Freunde und intakte Familie. Im Übrigen werden auch Vermögende nicht von persönlichen Tragödien und Krankheit verschont. Das Problem ist, dass wir Aussenstehenden immer nur den Reichtum und Erfolg sehen, aber nie den Preis erfahren werden, den diese Menschen bezahlen.
Reiche Menschen zahlen keinen Preis in ihrem Sinne für ihren Reichtum.

Nur zum Vergleich:
Wenn 1.000 EUR ca. der Grösse einer Ameise entspricht, dann entsprechen 1.000.000 EUR ca. der Grösse eines Hundes.
1.000.000.000 EUR entspricht der Grösse eines Fernsehturms.
Hunde gibt es viele.

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wortgewalt87 23.01.2019, 07:29
31. Die Alternative?

Komisch. Wenn das Geld einem Reichen gehört, der dafür vernünftige Arbeitsplätze stellt, dann wird ihm das nicht gegönnt. Wenn der Staat ihm dieses Geld abknöpft, dieses Geld dann selber kontrolliert und ungeschickt umverteilt, ist das dann gerecht? Die Geldverteilung nimmt nach wie vor überwiegend der Staat vor, aber schuld sind die Reichen. Bin übrigens nicht reich, aber wäre ich reich, würde ich auch heimlich leben.

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Pela1961 23.01.2019, 07:57
32.

Zitat von freeclimber
Das Vermögen der Quandts und Co. besteht allerdings nur zu einem (sehr) kleinen Teil aus Immobilien und auch deren Wert ist im vergangenen Jahr nicht um 100% gestiegen, sondern um etwa 8% (Beispiel München). Der kolportierte Vermögensanstieg von 20% ist nichts als Stimmungsmache!
Bei der Steigerung des Vermögens geht es ja nicht nur um die Wertsteigerung der Aktien, sondern auch um die ausgeschüttete Dividende. Wenn ich mich nicht täusche, haben die Quandts bzw. Klattens vor einiger Zeit 1,4 Milliarden alleine an Dividende erhalten. Ich hoffe geradezu, dass das mehr als 8 % des Vermögens darstellen.

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Pela1961 23.01.2019, 08:00
33. Würde es nicht reichen,

wenn nur die wirklich "halblegalen" Steuertricks und die ganz offensichtlichen Steuerhinterziehungen endlich konsequent angegangen würden? Und welcher Reiche ist eigentlich so d....lich, sich dann hinzustellen und zu sagen "wenn ich keine Verbrechen mehr begehen darf, wandere ich aus"? Und wenn er denn auswandert - ist das wirklich ein Verlust? Meinetwegen können die Typen, die über Jahre hinweg straffrei den Staat um Milliarden beschissen haben, gerne auswandern. So weit weg wie möglich.

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rjb26 23.01.2019, 08:11
34. der Artikel

ist schwach, die Diskussion allerdings interessant. ich selber finde es ok wenn Menschen viel Geld verdient haben und selbst Familien mit altem Geld sind manchmal besser als moderne Prolls.
Leidet wird hier völlig ausgeblendet wieviel kriminelles Geld v.s. mit Hilfe des Staates und über die Ermordung von Menschen im Jemen, in Syrien, in Vietnam....gemacht wurde. das ist nicht akzeptabel

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n.wemhoener 23.01.2019, 08:52
35.

Günther Moewes, früher Professor an der Fachhochschule in Dortmund:

"Wertschöpfung entsteht nur aus Arbeit. Die Milliarden der Superklasse entstanden zum größten Teil aus der Arbeit anderer. Aus Lohndumping bei ihrem eigenen Personal, aus Preisdumping bei ihren Zulieferern, aus Monopoltricks oder Finanzspekulation auf Kosten anderer. Aus Abschöpfung, nicht aus Wertschöpfung."
"Richtig ist. Das Sozialprodukt ist zu jedem Zeitpunkt eine feste, endliche Größe und kann nur einmal verteilt werden. Die Superreichen konnten nur deshalb ihre Milliarden anhäufen, weil sie nicht angemessen besteuert wurden."

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Kurt-C. Hose 23.01.2019, 09:11
36.

Zitat von doitwithsed
Habe gerade die Doku angeschaut. Der Redakteur des MM führte darin aus, der Wert des Immobilienvermögen hätte sich durch die Explosion der Preise quasi verdoppelt. Ein Milliardär, der mit 5 Milliarden gestartet ist, hat heute 10 Milliarden.
Theoretisch. Auf dem Papier. Und wenn die Immobilienpreise fallen, hat er wieder 5. Das ist doch der populistische Unsinn an diesen Zahlen. WEnn die BMW-Aktie steigt, schreibt die Presse sich die Finger wund, dass die Milliardärsfamilien Klatten und Quandt. wieder um Milliarden "reicher" geworden wären. Die Aktie hat im vergangenen Jahr 22% an wErt verloren. Liest man jetzt irgendwo, dass Quandts und Klattens Milliarden eingebüßt haben? Nee. Man geht da geflissentlich drüber weg und schwafelt weiter davon, dass "die Reichen immer reicher werden". Dass die beiden Familien ihr Geld nicht wie Dagobert im Speicher haben, sondern damit arbeiten, dass das Geld im Unternehmen investiert ist - und Hunderttausende Familien ernährt und dem Staat Milliarden an Steuereinnahmen beschert - egal.

Was soll der Sinn dieser Propaganda sein? Dass es uns allen besser ginge, wenn alle das Gleiche hätten?
Das Experiment wäre wirklich interessant. Meine Wette: Zehn Jahre später hätten die, die heute gar nichts haben und gar nichts verdienen, auch wieder NICHTS. Die, die heute viel Verdienen, hätten viel, und ein großer Teil der heute vermögenden hätte wieder ein Vermögen.

Die meisten vergessen, dass die, die viel Geld verdienen, in der Regel in ihrem Leben mehr richtig als falsch gemacht haben.

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freeclimber 23.01.2019, 09:24
37. Nun

Zitat von Pela1961
Bei der Steigerung des Vermögens geht es ja nicht nur um die Wertsteigerung der Aktien, sondern auch um die ausgeschüttete Dividende. Wenn ich mich nicht täusche, haben die Quandts bzw. Klattens vor einiger Zeit 1,4 Milliarden alleine an Dividende erhalten. Ich hoffe geradezu, dass das mehr als 8 % des Vermögens darstellen.
Die Familie Quandt hält etwa 45% der BMW Aktien und hat damit im Jahr 2018 allein mehr als 8 Milliarden verloren.

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OhMyGosh 23.01.2019, 09:35
38.

Zitat von crazydee
"....Der Preis, den sie dafür bezahlt haben, bestand in Verzicht auf Freizeit, Freunde und intakte Familie. ...."

Ja, und? War doch alles von ihnen so gewollt? Echte Schicksalsschläge sehen aber ganz anders aus, vor allem, wenn sie durch weitreichende Entscheidungen und Tricksereien von gewissenlosen Superreichen ausgelöst werden. Der sogenannte kleine Mann hat gegen die Nabobs und ihr Schweinesystem keine echte Chance. Vor allem nicht in Deutschland, das zudem im Gegensatz zu Frankreich Unterdrücker noch nie mit Gewalt davongejagt hat.

Darüber hinaus erschließt sich mir der Sinn einer derartigen Doku mitnichten. Es reicht, dass man um die Existenz dieser Ausbeuter weiß.

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freeclimber 23.01.2019, 09:37
39. Nicht vergessen bitte!

Zitat von stefangr
Einerseits zahlt hermes seinen Zustellern nur 70 Cent pro Paket/Päckchen, gleichzeitig fördert Herr Otto, der Multimilliardär die Elbphilharmonie, während seine Mitarbeiter bei hermes nicht das Brot über Nacht haben. Das lässt sich an Peinlichkeit nicht überbieten.
Hermes steht in Konkurrenz zu mehreren anderen Logistik Unternehmen. Diese Konkurrenz bestimmt den Preis und damit auch die maximal tragbaren Kosten. Hermes kann daher nur versuchen mit zu halten oder den Laden dicht zu machen! Lt. Handelsblatt vom 15.7.2018 schrieb Hermes in diesem Geschäftsbereich Verluste.
Letztendlich bestimmen wir als Verbraucher auch den Verdienst eines Hermes-Paketboten. Wer sein Paket zum billigsten Versender bringt, darf sich über schlechte Bezahlung bei diesem Dienstleister nicht beschweren.

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