Forum: Kultur
Doku über Wechseljahre: Der Aufbruch
Eva Maschke/ NDR/ BR

Weicher werden, knittriger, schwitziger - aber auch endlich den Mut haben, radikal an sich selbst zu denken. Die Doku "Was Sie schon immer über Frauen wissen wollten" erzählt entspannt über die Wechseljahre.

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schmidt-post 16.05.2019, 10:10
10.

Zitat von odapiel
Na dann hat Ihre Frau Glück gehabt. Das haben nicht alle. Was ich schilderte ist keineswegs ein Einzelfall unter Tausenden, sondern eher 3 oder 4 von 10. Und die Freundinnen Ihrer Frau werden es Ihnen als Mann gerade auf die Nase binden, wenn sie diese Probleme haben? Träumen Sie mal schön weiter.
Die Libido-Probleme hab ich ausgeklammert.
Und den Rest? Wir kennen uns seit fast 40 Jahren, da kriegt man so etwas mit. Ob Sie es glauben, ist mir eigentlich egal.

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landsend 16.05.2019, 10:15
11. Körper und Seele trennen

Ich denke, dass die Betrachtung der Wechseljahre zwei Dinge unzulässig vermischt und dadurch künstlich Probleme schafft. Das eine, ernst zunehmende Anliegen ist die physische Veränderung, die in den Wechseljahren eintreten und schwere Krankheiten wie Osteoporose, Rheuma oder Arthrose bzw. noch schlimmer Arthritis nach sich ziehen kann. Wie ein Mitforist richtig bemerkt: wären Männer davon in gleichem Maße betroffen, gäbe es längst ausgedehnte Forschung und entsprechende Medikamentierung. So aber sind es "nur" Frauen, die darunter leiden.
Was dagegen das nicht mehr gesehen, bzw. wahrgenommen werden betrifft, so rechne ich es der weiblichen Eitelkeit zu und sehe es als Luxusproblem, das auf die Mehrheit von Milliarden Frauen nicht zutrifft, die überhaupt nie für das, was sie leisten und was sie als Menschen sind, wahr genommen werden. Dieses "Problem" scheint mir nur in wohlhabenden, vor allem westlichen Gesellschaften virulent, in denen sexuelle Attraktivität als ultimativer Gradmesser sozialer Teilnahmefähigkeit gilt. Das ist ein ungerechter Koeffizient, der Männer und Frauen ungleich beurteilt, aber gesellschaftlich akzeptiert ist. Insofern ist es ein Luxusproblem, das nur auf eine begrenzte Anzahl von Frauen zutrifft. Die könnten sich leicht davon befreien, wenn sie sich nur klar machten, ob sie in der Lage sind oder sein wollen, ihr eigenes Leben selbstbestimmt zu führen. Es erfordert ein bisschen Arbeit an sich selbst.

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odapiel 16.05.2019, 11:35
12.

Zitat von tipto
Eine Schilddrüsenunterfunktion ist nicht explizit ein Wechseljahresproblem und eine Bradycardie ebenfalls nicht. Und beides haben auch Männer! Nur weil die Symptomatik bei Ihnen zu dem Zeitpunkt aufgetreten zu sein scheint, ist es wenig sinnvoll, es so kausal zu verknüpfen. Ca. 1/3 aller Frauen haben behandlungsbedürftige Probleme (die teilweise eben auch alternde Männer haben, wie Rhythmusstörungen, Depressionen und Panikstörungen), 2/3 haben keine oder wenig Probleme und können sich wie beschrieben selbst helfen. Es klingt abstrus, wie Sie sich als Opfer einer die Männer bevorzugenden Medizin darstellen und geht für die Mehrheit am Thema vorbei. Und ja es dauert manchmal lange und ist beschwerlich Lösungen zu finden.
Daß Sie diese Zusammenhänge nicht kennen, beweist lediglich, wie wenig Ahnung Sie davon haben, was Hormone wie Östrogen oder Progesteron bewirken. Ganz zu schweigen davon, was losgetreten wird, wenn Aldosterone und Stresshormone plötzlich die Oberhand bekommen.

Googeln Sie doch einfach mal nach Östrogendominanz, Progesteronmangel, hormonell induzierter SD-Unterfunktion oder Hashimoto. Sie werden staunen, vor allem wenn Sie feststellen, wie erheblich die Fallzahlen sind, und daß die Mehrheit dieser Frauen keinerlei Hilfe erfährt.

Nicht zuletzt dokumentiert durch Ihre Geisteshaltung, die absolut nicht hilfreich oder zutreffend ist. Gilt auch für den anderen Herrn der Schöpfung hier, der keinen blassen Schimmer hat.

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schmidt-post 16.05.2019, 12:34
13.

Zitat von odapiel
Daß Sie diese Zusammenhänge nicht kennen, beweist lediglich, wie wenig Ahnung Sie davon haben, was Hormone wie Östrogen oder Progesteron bewirken. Ganz zu schweigen davon, was losgetreten wird, wenn Aldosterone und Stresshormone plötzlich die Oberhand bekommen. Googeln Sie doch einfach mal nach Östrogendominanz, Progesteronmangel, hormonell induzierter SD-Unterfunktion oder Hashimoto. Sie werden staunen, vor allem wenn Sie feststellen, wie erheblich die Fallzahlen sind, und daß die Mehrheit dieser Frauen keinerlei Hilfe erfährt. Nicht zuletzt dokumentiert durch Ihre Geisteshaltung, die absolut nicht hilfreich oder zutreffend ist. Gilt auch für den anderen Herrn der Schöpfung hier, der keinen blassen Schimmer hat.
Falls Sie mich meinen sollten: Meine Frau ist Ärztin. Was machen Sie gleich noch mal?
Niemand bestreitet, dass die Wechseljahre durchaus problematisch sind. Aber Ihr Horrorszenario ist doch reichlich überzogen.

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Sleeper_in_Metropolis 16.05.2019, 13:58
14.

Zitat von temp1
radikal an sich selbst denken ...Tun das nicht zunehmend mehr Menschen in einer Zeit, wo man die meiste Zeit nicht mehr direkt auf seine Mitmenschen angewiesen ist, weil man sich das meiste kaufen kann .... ich weiß nicht, ob das so ein erstrebenswertes Ideal ist, was hier vorgeschlagen wird.
Wenn man das "radikal an sich selber denken" so interpretiert, das sich diese Frauen mehr oder weniger zum ersten mal in ihrem Leben nicht darum kümmern, was andere über sie denken halte ich das für eine sehr vernünftige Entwicklung, die aber eigentlich schon viel früher im Leben hätte einsetzen sollen - am besten schon vom ersten Tag an.

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benmartin70 16.05.2019, 14:53
15.

Zitat von odapiel
Das ist wie mit Münchhausen und seinem Zopf. Esoterisches Yoga-Blah-Blah hilft bei Unterfunktion und Hormon-/Elektrolyt-Störung bis hin zur schrittmacherpflichtigen Bradykardie zero. Da geht nicht mal mehr der Gang quer durchs Zimmer, geschweige denn irgendwelche Jane-Fonda-Hüpfereien. Fakt ist, kämen Männer in die Menopause, hätten wir bereits eine ordentliche Behandlung und Spezialisten.
Blödsinn, auch Männer um die 50 haben sicherlich Gewichtsprobleme auch wenn Sie sich genauso ernähren wie die Jahrzehnte davor ohne zuzunehmen.
Da hilft nur eins, weniger Fressen, weniger Saufen und mehr Sport machen.
Oder man lässt es.

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Hexavalentes Chrom 16.05.2019, 15:02
16. Bitte. Danke.

Der Aufbruch vom Objekt zum Subjekt für all jene, die bislang mehr Objekt als sonst etwas waren. Ein Subjekt verschwindet nicht. Und es akzeptiert die Perspektive des Todes mehr als die Verewigung des Eros. Abseits rein physischer Umstellungen ist dies Chance für die einen, Kapitulation für die anderen. Und nichts für jene, die immer schon Subjekt waren. Wer, außer dir selbst, lässt dich verschwinden?

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tipto 16.05.2019, 15:17
17. @ odapiel

Nun Sie scheinen Ihr Fachwissen aus Googleforen zu beziehen. Da kann ich sicher nicht mithalten. Sie scheinen jedoch alles unbedingt auf IHRE Wechseljahre und ihr Verständnis von Krankheit, Gesundheit und insbesondere IHR Wissen bezüglich der Endokrinologie etc. reduzieren zu wollen. Es wundert mich nicht, dass Sie von der Medizin enttäuscht sind und vermutlich alles besser erklären können, als Ihre ÄrztInnen. Nun ja, so kann frau auch leben. Ich habe es vorgezogen das Fachwissen im Studium zu erwerben, habe schon 12 Jahre Hashimoto mit allen Facetten, habe Osteoporose und vieles mehr, was im alternden Körper so passieren kann aber ich habe alles durch Fachliteratur, gute Ärzte und Disziplin in den Griff bekommen. Menschen wie Sie, verstören die, die alle Ressourcen haben, um Krisen, wie sie das Altern mit sich bringen, zu bewältigen.
Die Forschung bietet schon ziemlich viel, um Dinge zu erklären. Aber zu glauben, dass es eine Lösung ohne Anstrengung, Probleme und/oder dauerhafte manchmal auch "schmerzhafte" Konsequenzen geben muss oder zu bemängeln, dass andere keine Lösung anbieten und stattdessen sogar Frauen etwas vorenthalten, scheint mir unsinnig und stellt ein ungesundes Anspruchsdenken da.
Sie altern! Und sie werden nie mehr jünger aber vielleicht fitter.
Machen Sie das Beste daraus, denn ich kann Ihnen versprechen, es geht so weiter. Alles Gute für ihre Zukunft.

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lilli65 16.05.2019, 16:24
18. Herrjemine ...

Der Beitrag ist schwer zu ertragen!
Die Frau als funktionslose Hülle, weil sie nicht mehr gebären kann...
HILFE!

Was ist denn mit Frauen, die das aus anderen Gründen nicht gebären können oder wollen?
Da wird die Angst zum Bock und dann zum Gärtner gemacht.

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Hexavalentes Chrom 16.05.2019, 18:14
19. Song of Siren

Du wurdest benutzt. Weil Du es zugelassen hast. Jetzt will Dich niemand mehr benutzen. Weil Du verbraucht bist. Von und an Dir. Und Du hast Angst zu verschwindem: Ja, die meisten haben Angst vor der Freiheit. Sie verweigern sich dem, was unausweichlich ist: der Befreiung von sämtlichen Bildern. Wo nichts ist, kann aber auch nichts frei werden. UNd Du klammerst Dich an Dein Bild von Dir. Es bleibt ein Leben im Käfig der Existenz. Im Monochrom des Erreichten, also Verbrauchten. Welches mehr und mehr ausbleicht, bis es ganz weiß wird. Vor lauter Nichts und Umsonst.

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