Forum: Kultur
Dokumentarfilm über Kurt Waldheim: Ein Mann, ein Tisch, eine Fahne
Ruth Beckermann Filmproduktion

Von Kurz Waldheims Nazi-Vergangenheit zu den neuen Rechten: Ruth Beckermann zeigt in ihrem Dokumentarfilm "Waldheims Walzer" nationalkonservative Kontinuitäten die bis heute andauern.

legeipsred 04.10.2018, 21:15
1. Tu infelix austria

Ich liebe Wien. Aber ich hasse diese überall gegenwärtigen korrupten Machtmenschen, die sich da tummeln. Man muss Deutschland hoch anrechnen, dass es seiner Schuld bewusst ist. Im Gegensatz dazu hat Österreich niemals eine Vergangenheitsbewältigung, weder in Schule noch im Alltag, in Angriff genommen. Man sieht sich da immer noch als Opfer, dabei haben 1938 Millionen dem Hitler zugejubelt. Kein Wunder, sind Neofaschisten wie Strache und Kickl jetzt an der Macht. Dagegen war Haider ein Lausbub.

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adieu2000 04.10.2018, 22:22
2. Das kollektive Gedächtnis ist sehr begrenzt

Das machen sich seit Jahrzehnten unsere Volksparteien und deren Politiker zu Nutze. Vor jeder Wahl tun die Parteien so, als wenn sie plötzlich entdeckt haben was sich ändern muss und versprechen einen neuen Kurs, aber nach der Wahl ist alles wieder vergessen. Die Erinnerung an die Gräueltaten in der Nazi Zeit muss man auf Dauer wach halten, dann regelt sich das Problem mit den neuen Rechten von ganz alleine.

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scoopx 04.10.2018, 23:26
3. Das Nazi-Ghetto

Ende letzten Jahres hat die österreichische Außenministerin Karin Kneissl Israel als ein "US-finanziertes Ghetto" bezeichnet.
Echt? Also wenn Israel ein "US-finanziertes Ghetto" ist, was ist dann Österreich?

Richtig, ein Nazi-Ghetto. Schade daß Thomas Bernhard nicht mehr lebt. Diese Bemerkung mit dem US-finanzierten Ghetto ist der absolute Tiefpunkt und rechtfertigt alles, was Bernhard im "Heldenplatz" an Schmähungen über Österreich abgelassen hat. Zum Beispiel diese:

"Sie fallen ja immer wieder auf Österreich herein, aber weil Sie einmal ein einem Gasthaus gut essen oder in einem Kaffeehaus einen guten Kaffee trinken dürfen Sie doch nicht vergessen, daß Sie sich in dem gemeingefährlichsten aller europäischen Staaten befinden, wo die Schweinerei oberstes Gebot ist und wo die Menschenrechte mit Füßen getreten werden..." (Suhrkamp Taschenbuch, S.148)

Und das war noch vor der FPÖ.

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fatal.justice 05.10.2018, 02:19
4. Lausbubhaftigkeit...

Zitat von legeipsred
Ich liebe Wien. Aber ich hasse diese überall gegenwärtigen korrupten Machtmenschen, die sich da tummeln. Man muss Deutschland hoch anrechnen, dass es seiner Schuld bewusst ist. Im Gegensatz dazu hat Österreich niemals eine Vergangenheitsbewältigung, weder in Schule noch im Alltag, in Angriff genommen. Man sieht sich da immer noch als Opfer, dabei haben 1938 Millionen dem Hitler zugejubelt. Kein Wunder, sind Neofaschisten wie Strache und Kickl jetzt an der Macht. Dagegen war Haider ein Lausbub.
... trifft es ins Herz der immerwährenden Verleugner. Damals nahm man es nicht wahr und später tat man so, als sei man nur ein machtloser Beisitzer. Solange Geld rann, war das ganze österreichische Establishment bei Fuß (Fusz). Die Ungarn konnten sich auch nicht erwehren - die kleinen Pechvögel. Die faschistischen Horthy-Anhänger entflammen heute noch Fackelmärsche, um ihre Identität zu untermauern. Was für Helden... Wenn das die einstimmige Identität Mitteleuropas sein soll - dann bin ich schneller weg, wie Marco Polo, als ihm die Zeitenwende prophezeit wurde.

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fischmops 05.10.2018, 07:57
5. Wären Sie so freundlich,

Zitat von chjuma
Krampfhaft wird das Feindbild vom allgegenwärtigen bösen Nazi gefüttert. Denn das Linke braucht einen Feind, auf den es sich stürzen kann und den es für jedes Ungemach schuldig sprechen kann. So wird von der Linken Absicht, den Nationalstaat zu zerstören und einen globalen Einheits(partei)brei zu veranstalten. Dabei leben die Linken Dauerrandalierer und Revoluzzer meistens von dem Sozialstaat, den sie weg haben wollen. Mal sehen, wann sie es geschafft haben. Und vor allem bin ich gespannt wovon sie dann leben wollen, wenn plötzlich das H4 nicht mehr überwiesen wird. Morgens um 5 aufstehen und arbeiten gehen ist ja nicht so deren Ding, das hindert am revoluzzen, Haus besetzen und randalieren.
mir zu erklären, was das mit Waldheim zu tun hat?

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a.vollmer 05.10.2018, 10:09
6. Was ist daran "nationalkonservativ"?

Nichts an diesen politischen Positionen bewahrt die Werte und gesellschaftlichen Errungenschaften des 21. Jahrhunderts. Es ist eine "nationalreaktionäre" politische Haltung.
Konservative sind Bewahrer, nicht Umstürzler, die das längst Vergangene wieder ausmotten wollen und die schlechte alte Zeit zurückbringen wollen.

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Pierre30 05.10.2018, 11:56
7. Mit Waldheim

befasst sich kein einziger Kommentar. Der Mann war ein Konservativer. Er war kein Nazi, kein Antisemit, hat niemanden umgebracht und trug im Krieg wie Millionen eine deutsche Uniform, weil es die österreichische bekanntlich nicht mehr gab. Seine Wahl in das höchste Amt der UN wurde weltweit getragen.

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meresi 05.10.2018, 15:49
8. Waldheim

und österreichische Geschichtsklitterung. Nur durch die Unterstützung der österreichischen Kummerln kam dieses Land in den Genuß befreit und Neutral weiterzuwurschtln. Bald danach gelang es den, mit Ex-Nazis gespickten Großparteien die Kummerln aus dem Parliament zu entfernen. Für immer. Undankbares Volk. Waldheim ein Lügner vor dem Herrn, keine Frage. Er verschwieg sein letztes Jahr in Yugoslawien. In diesem welchen noch dutzende Greueldaten von allen Seiten begangen wurden. So jedenfalls berichtete ein ehemaliger slowenischer Partisan, der sich auf Grund dieser Vorfälle von Tito lossagte und 1948 an der Grenze zu Kärnten von hinten erschossen aufgefunden wurde.

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Alexis_Saint-Craque 05.10.2018, 17:21
9. Fesch

I bitt Sie. Der Herr Waldheim war fesch und konnt den imperialen Rahmen der Hofburg gut füllen. Ned so wie der Herr Bellen. Aber der Herr Kanzler is au sehr fesch. I mein, fesch is wichtig. Dös könnens in Deutschland ned verstehn. Die homs immer mit der Kompetenz, so lang bis merken, dass nirgends a Kompetenz war. Na bitte, no ned amol fesch wars. Also.

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