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Doppelnamen-Witz: WDR entscheidet über Ausstrahlung von Bernd-Stelter-Gag
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Bei einer Karnevalssitzung macht Büttenredner Bernd Stelter einen Witz über den Doppelnamen von Annegret Kramp-Karrenbauer. Eine wütende Frau stürmt die Bühne. Nun befindet der WDR darüber, ob die Szene im TV ausgestrahlt wird.

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sekundo 25.02.2019, 18:34
160. Endlich!!!!

Zitat von guki0340
Sie glauben nicht, was der WDR so alles zensiert.
Ich habe schon befürchtet, dass sich die
"Lügenpresse"-Fraktion hier nicht einmischt!
Nun bin ich beruhigt.

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ambulans 25.02.2019, 18:37
161. >sekundo (#146, oben),

Zitat von sekundo
Sie sollten sich dringend über die Bedeutung der Begriffe Matriarchat und Patriarchat kundig machen. Anschliessend bitte nicht noch einmal versuchen!
mein gott - in welcher kurve sind denn sie ausm gleis raus geflogen? wenns an der bildung hapern sollte, o.k.: heißt dann halt "überstunden" für sie - der einsatz könnte sich allerdings durchaus auch lohnen. ansonsten: man sollte lächerliches nicht über gebühr strapazieren; ne zünftige vendetta muss man sich auch leisten können, weil - mit nem popeligen taschenmesser bei einer schießerei aufzutauchen, ist eher "weniger" geschickt, mein "bester" ...

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sekundo 25.02.2019, 18:41
162. Als Musiker hatte

ich vor Jahren einen Gig für den Kölner
Elferrat im Gürzenich zu Köln. Was da
hinter den Kulissen vorging, hatte mit
Alaaf, Schunkeln, Geselligkeit, Tusch,
Fröhlichkeit und Narretei nichts (in
Buchstaben NIX) zu tun!
Karneval ist eine toternste Angelegenheit!

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Einhorn 25.02.2019, 18:49
163.

Zitat von heiko1977
Scheinbar ist es kaum Leuten bekannt welche Geschichte die Annahme und das Gesetz zum Familienname hat. Denn die Aussage "Ja die Frau hätte ja ihren Namen behalten können" oder "Der Mann hätte ja auch den Namen der Frau annehmen können" zeugen von Unwissenheit wie eben der Paragraf im BGB entstand und seine Entwicklung war. Diese Möglichkeit, das die Ehepartner ihre Namenbehalten können, der Ehegatte den Namen der Frau annimmt oder einen Doppelnamen annehmen, sind noch gar nicht so alt. Sie wurden erst mit den Reformen von 1976 und 1994 eingeführt.
Man könnte auch das positiv sehen: Das alte Namensrecht war so schnell Geschichte, dass man sich heute nicht mehr vorstellen kann, dass frau gezwungen war, auch den unterirdischsten Namen anzunehmen.

Frau Kramp-Karrenbauer wäre nach heutiger Gepflogenheit auch nicht mehr gezwungen, beide Namen so lautstark zu führen. Sie tut es aber, sie steht in der Öffentlichkeit und ganz ohne sie zu kennen tippe ich: sie kann das ab.

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ambulans 25.02.2019, 18:53
164. >crom (#149, oben),

Zitat von Crom
Familiennamen sind eigentlich alles Männernamen, denn die Frauen haben ja in der Vergangenheit auch den Namen ihrer Väter als Familiennamen bekommen. Es gibt daher keine weiblichen Familiennamen.
"familien-namen ... alles männer-namen"? klingt zwar auf den ersten blick ziemlich griffig, stimmt so, in dieser form, aber nicht ganz. denn: in früheren zeiten, also mittelalter und so, gabs sowieso nur "familien"-namen für den adel (a la hasso von und zu, oder karl theodor - hier bitte ergänzen! - von und zu guttenberg, u.ä.). der rest, also praktisch alle anderen 99%, wurde gewöhnlich nach dem vornamen des gebietschefs oder des vaters (z.b. sigurd sigurdson), dann zunehmend auch nach berufen (müller, maier, schulze, usw.) oder regionaltypischen dialekt-abwandlungen, meist von vornamen (betrifft mich übrigens selbst - die region meiner vorfahren ist außerordentlich exakt bestimmbar) benannt. also: zwar grundsätzlich patrilinear (wg. der übernahme römischen rechts durch die lange zeit tonangebenden franken), aber auch zunehmend andere aspekte. namenskunde ist ein ziemlich spannendes thema; die bisher beste darstellung, die ich kenne, ist: familiennamenbuch, von horst naumann (leipzig 1989) ...

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stegganosaurus 25.02.2019, 18:57
165. Nicht nur zum Lachen

Man könnte sich wie viele Foristen darauf beschränken die Dame darauf hinzuweisen, dass sie sich am falschen Ort für ihre Übergriffigkeit befand.
Man kann es aber auch grundsätzlicher betrachten. Als einen weiteren Hinweis darauf, dass eine unselige Allianz von Internetaufmerksamkeitsökonomie und hypertrophen Feminismus/Moralismus die westlichen Gesellschaften langsam aber sicher in ein Biedermeier 2.0 treiben.
Das Modetrauma Sexismus, und die permanente Diskriminierungsvermutung zahlreicher "Gruppen", zusammen mit einem wohl aus dem Islam reimportieren Dauerbeleidigt sein, ergeben zusammen mit dem Internet einen üblen moralischen Impetus, der sich immer mehr Bahn bricht.
In diesem Zusammenhang müssten jetzt eigentlich in allen doch so freiheitsliebenden Medien Kommentare erscheinen, welche klar Stellung für Herrn Stelter ergreifen. (Was immer man von Karnevalswitzen hält) Aber das Gegenteil scheint eher der Fall zu sein.

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Hamberliner 25.02.2019, 19:02
166. Re: Ergänzung

Zitat von widower+2
Im spanischen Sprachraum hat allerdings jede(r) bereits von Geburt an einen Doppelnamen (ohne Bindestrich, wobei im Alltag meistens nur der erste Nachname verwendet wird). Eine Wahlmöglichkeit gibt es da gar nicht. Im Gegensatz zu Deutschland, wo niemand zu einem lächerlichen Doppelnamen gezwungen wird oder wurde.
Das ist eine andere Baustelle. Es handelt sich um den Nachnamen des Vaters (erster Nachname) und den Nachnamen der Mutter (zweiter Nachname). Dem unterliegen im spanischen Sprachraum auch dort lebende Ausländer, es betraf auch mich, als ich da lebte. Das ist kein Doppelname, weil beide Teile nur in offiziellen Dokumenten, aber nicht im Alltag gebraucht werden. Im Alltag, z.B. Geschäftsleben, gebraucht man genau wie bei uns nur den ersten Nachnamen. Wer grundsätzlich und bei jeder Gelegenheit beide Teile gebraucht um trotz mangelndem Adelstitel seinen Namen lang zu machen, outet sich als Affe mit Minderwertigkeitskomplexen.

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sekundo 25.02.2019, 19:08
167. Auch in diesem Jahr

werde ich tolerant sein und "Humor"
für schlichtere Gemüter billigen, die
komplizierte Pointen einfach nicht
kapieren und deshalb dem Dumpf-Witz
den Vorzug geben. Also, Ingo Appelt und
Bernd Stelter statt Jochen Malmsheimer
und Georg Schramm! Tusch!!

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Hamberliner 25.02.2019, 19:17
168.

Zitat von Crom
Familiennamen sind eigentlich alles Männernamen, denn die Frauen haben ja in der Vergangenheit auch den Namen ihrer Väter als Familiennamen bekommen. Es gibt daher keine weiblichen Familiennamen.
Doch. Man braucht nicht lange danach zu suchen: Kramp. Damit baut man Karren, wenn die Schrauben und Nägel alle sind, und hofft, dass es hält.

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sporadischer 25.02.2019, 19:29
169. Ohje

Soviel Aufmerksamkeit für eine Petitesse. Dass Witze auf Karnevalsveranstaltungen keine höhere Sinnhaftigkeit besitzen, sollte Allgemeingut sein. Dann wäre es konsequent, auszuschalten und nicht hin zu gehen. Und das „Ausflippen „ der Matrosin finde ich schon wieder witzig, einerseits als spontane Reaktion, andererseits weil völlig überzogen. Aber wenn der Karneval gerade davon leben soll, dann unbedingt zeigen. Und die Dame sollte man in Ruhe lassen und Respekt zollen, dass sie sich öffentlich so exponiert.

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