Forum: Kultur
Egoismus und Weihnachten: Die Liebe ist eine Erfindung des Kapitalismus, um Zeug zu v
NEIL HALL/EPA-EFE/REX

Bloß nicht anstecken lassen von der Armut! Auch wenn die Menschen zu Weihnachten für ein paar Sekunden mal an andere denken - ihren Egoismus kriegen sie dauerhaft nicht überwunden.

Seite 5 von 15
kreuzberger36 22.12.2018, 23:34
40. Jede eine diese

Interessant! Den Frauen sind auch nur egoistisch! Das ist ein gerechter Artikel. Diese eine die ich über alles liebte hat mich auch nur für das Kapital verlassen! Liebe ist trotzdem schön (schön schmerzhaft, manchmal) Frohe Wahnnachten. Und ein wirrettendieweltganzalleineplastikdieselatomfreive ganhippes 2019!

Beitrag melden
spiegelvictim 22.12.2018, 23:46
41. Präzise

Aus der Seele gesprochen. Haben Sie vielen Dank dafür!

Hier ist mein Versuch für ein kleines Exempel globaler Fairness. Es greift noch nicht weit genug, doch ist es ein sehr zielstrebiger Anfang, wie ich finde:
www.instagram.com/himalhemp

Frau Berg, ich wäre hocherfreut über Ihre schonungslose Meinung dazu, denn Evolution kommt von vielen, in sich selbst findet man gewissermaßen nur Selbstbestätigung in irgendeiner Form - oder man verdirbt an Selbstzweifeln.

Frohe Weihnachten

Andreas Kramer

Beitrag melden
susie.soho 23.12.2018, 00:00
42. Liebe

.....bedarf keiner materieller Geschenke. Man kann den Kapitalismus kritisieren, aber das Schenken bleibt immer eine Win-Win-Situation.

Beitrag melden
petra_bruns 23.12.2018, 07:11
43.

Zitat von takvor
Die zwei wichtigsten Thesen in der Bibel sind die Liebe zu dem Nächsten und die Gottes Liebe. Die Zweite ist die Wahre Liebe und wenn jemand SIE anstrebt, wird glücklich! Ein gesegnetes Weihnachtsfest am 6.1.2019.
Die wichtigste These im Christentum sind Sünde, Vergebung, Auferstehung (weshalb auch Ostern und nicht Weihnachten das höchste christliche Fest ist). Gottes "Liebe" haben die Kirchen nur deshalb nach vorn gekramt, weil man mit dem Sündengedöns heutzutage keinen mehr locken kann. Wie leiten Sie denn aus dem Foltertod eines Hingerichteten Gottes Liebe ab? Oder um Kubitza zu zitieren: "Wenn ein Gott auf diese Weise schon seine Liebe zeigt, womit ist dann zu rechnen, wenn er wirklich mal böse wird?"..."Jesus als Bringer einer neuen Botschaft und Ethik der Liebe und des Friedens - das ist romantischer Unsinn und längst von der neutestamentlichen Forschung widerlegt."
Die Bibel, dieses über Jahrhunderte von Menschen zusammengeschusterte Flickwerk, ist nichts weiter als ein Bauchladen - jeder nimmt sich, was er braucht. Sie anscheinend Liebe.

Beitrag melden
HLoeng 23.12.2018, 07:30
44. Bislang keine frohe Botschaft!

Denn der Einzelhandelsverband ist bis dato nicht zufrieden. Da bleibt nur die Hoffnung, dass die Konsumorgie am Montag einen neuen Höhepunkt erreicht. Auch die Aktion "Vorfreude schenken" (seit Anfang November) hat nicht das gewünschte Ergebnis gebracht.

Beitrag melden
Little_Nemo 23.12.2018, 07:53
45. Hinter dem Glanz

Das Ulkige an Weihnachten ist ja sein Placebo-Charakter. Wenn man Weihnachten als christliches Fest begreift, dann geht es dabei ja darum Christus zu gedenken und ihn zu feiern, der in Armut und von der Obrigkeit verfolgt und von Anfang an mit dem Tode bedroht, geboren wurde um den Menschen einen Weg aus der Dunkelheit der Inhumanität zu weisen. Zahllose Weihnachtsgeschichten ungezählter Autoren versuchen ähnliches. Charles Dickens "Christmas Carol", indem sie uns einen in seiner Habgier und seinem Egoismus vollkommen verhärteten und vereinsamten alten Mann präsentiert, dem auf übernatürliche Weise die Folgen und die Tragweite seiner Handlungen verklickert werden. Ganz ähnlich, nur umgekehrt, macht es Frank Capra in seinem Weihnachtsklassiker "It's a wonderful Life", wo der gütige George Bailey (James Stewart) von einem sehr menschlichen Engel davon überzeugt werden muss, dass er als Mensch, der sich um seine Mitmenschen sorgt und, im Gegensatz zu dem alten verknöcherten Kapitalisten Potter, mit ihnen und nicht gegen sie ist, wichtig für eine lebens- und menschenwürdige Welt ist. So sind nahezu alle Weihnachtsgeschichten. Und wir sehen sie uns an und lassen uns wohlig einlullen in dieser virtuellen Geborgenheit der Konventionen, in der wir uns in unseren Familienverbänden zuhause einschließen, um uns der zügellosen Völlerei hinzugeben und dem Konsum zu huldigen, und die nervige Welt da draußen, mit all ihren Beschwernissen und Ungerechtigkeiten ausschließen. Und wir empfinden dieses Gefühl der Güte und des Miteinanders, oder versuchen es zumindest krampfhaft, obwohl es doch, wenn man genauer hinsieht, eher das Gegenteil ist.

Dass wir uns nicht falsch verstehen, ich liebe Weihnachten. Es ist für mich eine Zeit der Entschleunigung und Besinnung. Und ich mag auch den Lichterfirlefanz. Es kommt darauf an was man daraus macht. Und da ist leider so einiges aus dem Ruder gelaufen.

Beitrag melden
madame_no 23.12.2018, 07:55
46. Danke für die weibliche Ansprache

Dieser Artikel ist so unaufdringlich und schön in weiblicher Ansprache geschrieben, toll! Ich hatte schon einen Kritiksturm im Forum befürchtet, aber bisher nur eine Kritik. Und sogar diese war wunderbar mit „Also nett die Männer aus einer Debatte auszuschließen. Danke für diesen Sexismus“. Schöner kann man nicht zeigen, wie die Frauen sich mit der permanent männlichen Ansprache fühlen, sich aber mitgemeint fühlen und nicht so anstellen sollen :) Ich empfehle zur Erheiterung über die besinnlichen Tage den Klassiker: Die Töchter Egalias. Und was das Fest der Liebe (bzw. des Einzelhandels) betrifft: Ich kenne sehr viele Familien, die den Geschenketerror schon lange nicht mehr mitmachen, nur die Kinder der Familie beschenken und sich einfach nur in lustiger Familienrunde treffen.

Beitrag melden
quark2@mailinator.com 23.12.2018, 08:09
47.

Ach je, Frau Berg. Mitunter frage ich mich, welch schlimmes Leben die Autorin eigentlich gehabt haben muß, wenn sie permanent alles so negativ sieht und hinter jeder Sache gleich das Finsterste wittert. Noch vor 2 Generationen waren die Menschen viel lokaler, gab es noch soetwas wie eine Großfamilie bzw. die Dorfgemeinschaft, was wir heute gern mal als Clan bezeichnen. Da waren die Menschen von Geburt an eingebunden, jeder kannte einen Großteil der anderen über sehr lange Zeiträume. Man hing voneinander ab, aber man hatte eben auch enge Beziehungen vieler Art. Und es bildeten sich Rituale heraus, sich gegenseitigt zu helfen und zu beschenken. Das hat man in den damaligen Zeiten des Mangels nicht getan, weil der Kapitalismus eine Überproduktionskrise hatte. Die kam viel später. Nein, das Schenken und Freude spenden wollen kommt mMn. aus uns selbst. Wer nicht das Bedürfnis hat, eine Katze zu streicheln, einen Hungrigen zu versorgen oder ein Lächeln auf das Gesicht eines Mitmenschen zu bekommen, der könnte ein Fall für Psychiater sein. Das eigentliche Problem unserer heutigen Zeit ist, daß wir so vielen Menschen begegnen, daß unser natürlicher Wunsch, den anderen zu helfen nicht mehr realistisch ist. Wir treffen zu viele Menschen in zu kurzer Zeit und haben keine Beziehungen mehr zu ihnen. Überforderung ist es, nicht Unmenschlichkeit, die uns davon abhält, jedem zu helfen, dem wir helfen könnten.

Beitrag melden
jujo 23.12.2018, 08:21
48. ....

Zitat von unaufgeregter
Vielleicht ist es für Kinder und junge Erwachsene noch ein schöne Zeit. Für mich ist die Weihnachtszeit nur noch nervig. Zum Glück haben wir innerhalb der Verwandtschaft und Freunden das Schenken seit über 20 Jahren abgeschafft. Ich ignoriere das große Konsumfest und fahre sehr gut damit.
Wir haben innerhalb der Verwandschaft das rituelle, Routine Beschenken schon vor Jahrzehnten abgeschafft. Ausnahmen sind nachkommende Kinder.
Wäre dem nicht so, würden wir fast permanent damit beschäftigt sein für irgendjemanden ein Geschenk zu suchen was dieser nicht braucht.
Zudem ist die Steigerungsspirale und ein Neidgefühl damit vermieden.

Beitrag melden
Uschi99 23.12.2018, 08:53
49. Leider oft allzu wahr.....

Zitat von pefete
etwas kaufen, das sie nicht brauchen, von Geld, das sie nicht haben, um Menschen zu Imponieren die sie nicht mögen - dann ist Weihnachten!
ich kann mich diesem Satz nur anschließen. Und doch.... ab und zu erlebt man noch ein Weihnachtswunder. Eine Karte von jemandem den man lange nicht gesehen hat oder ein Geschenk von einem Mitmenschen mit dem man überhaupt nicht gerechnet hat.

Beitrag melden
Seite 5 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!