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Ehe für Alle: Ein bisschen homophob gibt es nicht
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Wolfgang Schäuble und Angela Merkel hadern mit der Öffnung der Ehe für Homosexuelle und dem Adoptionsrecht. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Und deshalb verschieben sie ihre Gründe bewusst ins Gefühlige.

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allmis 11.04.2017, 15:50
1. 21. Jahrhundert Hallo!

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/homosexualitaet-bei-tieren-maennchen-mit-maennchen-weibchen-mit-weibchen-a-444512.html

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind nichts ungewöhnliches und in der Natur genauso vorzufinden wir beim Menschen. Ausserdem sollte man nicht vergessen, das es gleichgeschlechtliche Beziehungen in der Menschheitsgeschichte seit langem gibt. Also sollte man rein biologisch davon ausgehen, dass dies ein normales Verhalten ist und nur der Mensch selber die Regel, dass sich nur unterschiedliche Geschlechter auf ein gemeinsames Leben einlassen sollten, aufgestellt hat. Diese Paare haben das Recht auf Gleichbehandlung, egal ob es Heirat, Ehe, Adoption etc betrifft. Alles andere ist unfair und logisch in meinen Augen nicht zu begründen. Vor allem bezüglich Adoption. Wenn ein Kind nur von der Mutter oder dem Vater gross gezogen wird, sagt niemand was, aber wenn es ein gleichgeschlechtliches Paar tut, dann könnte was schief gehen. Ich möchte dafür gerne eine logische Begründung! Wir sollten glücklich über jedes Kind sein, welches ein Elternhaus bekommt und glücklich über jede glückliche Ehe. Ich verstehe nicht warum man das, diesen Menschen nicht gönnt!

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C. V. Neuves 11.04.2017, 15:50
2.

Die Ehe ist eine überholte Institution. sie ist das "gefühlige" gestrige. Die Zeit der eine Partnerschaftsform für alle sollte vorbei sein. Was soll überhaupt der rationale Zweck einer Ehe in der heutigen Zeit sein?

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UlrichLamprecht 11.04.2017, 15:51
3. da core

dem ist nichts hinzuzufügen.

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xaron 11.04.2017, 15:51
4.

Nicht alles was nicht mehr zeitgemäß ist, ist auch sinnvoll.
Gegen die Öffnung der Ehe für Homosexuelle und das Adoptionsrecht zu sein bedeutet auch nicht gleichzeitig homophob zu sein.

Ich persönlich bin zum Wohle des Kindes gegen das Adoptionsrecht aber für die Ehe für Homosexuelle. Und ja, auch ich weiß, dass es viele heterosexuelle Paare gibt, die lieber keine Kinder haben sollten. ;)

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Migräne 11.04.2017, 15:53
5. So, so ein bißchen homophob gibt es also nicht

Ein bißchen genervt sein gibt es dagegen schon. Während Frau Stokowski ganz genau weiß, was zeitgemäß ist und was nicht, wer homophob ist und wer nicht, räumen Herr Schäuble und Frau Merkel ein, dass sie mit sich ringen und dass sie Zweifel haben. Damit zeigen sie entschieden mehr Größe als die Kommentatorin.

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keine-#-ahnung 11.04.2017, 15:56
6. Das ist nicht mehr zeitgemäß?

Woran machen wir politische Entscheidungen fest? An der Zeit? An der Mode? Ich persönlich finde, die Ehe ist ein historisch gewachsener und vor allem bewährter Begriff, der eine sozial aber halt auch biologisch funktionierende Verbindung zwischen zwei Partnern unterschiedlicher Geschlechtern zeichnet, die auch dem Schutz der Arterhaltung dient. Da bin ich dann halt homophob - meine schwulen Freunde kläre ich baldmöglichst darüber auf ...

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lipz 11.04.2017, 15:59
7. Gestrig

An dieser Stelle sind viele der Konservativen im letzten Jahrhundert hängengeblieben. Ich stimme zu 100 % mit dem Artikel überein und sehe das als mitentscheidend für meine Stimmabgabe bei der Bundestagswahl.

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medium07 11.04.2017, 16:00
8. Zitate...

Wenn Sie sich schon die Mühe machen, das Schäuble-Zitat "so lang" zu zietieren, sollten Sie es wenigstens auch richtig interpretieren: "Seit bilbischen" Zeiten bedeutet nicht "wie zu biblischer Zeit", sondern schon sehr, sehr lange. Und in der Tat gibt es Bräuche, Traditionen, überkommene Regeln und Gesetze, die durchaus bedenkenswert sind.- Bezeichnend jedenfalls, dass neuerdings ständig von der Ehe FÜR ALLE die Rede ist. Das hieße dann im Sinne eines Diskriminierungsverbots auch Ehe für Poliamore (also beliebig viele), unter nahen Verwandten, unter oder mit Kindern, für Fetischisten (also mit Gegenständen, Tieren etc.), mit Robotern und unter Robotern... eben FÜR ALLE.

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gelegentlicher_spon_leser 11.04.2017, 16:03
9. ein bisschen homophob

Selbst wenn man homophob als Begriff für die maximal mögliche Abneigung gegen Homosexuelle nimmt, ist das eine Position auf einem Spektrum, was mit bei einer Schwangerschaft wohl nicht sagen kann. Klingt kleinlich, aber wenn das ganze Bild, was dem Artikel zugrunde liegt, schief ist, spricht das nicht für eine klare Denkweise. Von der Sache her wäre zu sagen, dass die Öffnung der Ehe auch etwas zu tun hat mit den speziellen Schutz der Ehe durch das Grundgesetz (eines der ewigen Gesetze). Wie zeitgemäß ist dieses Gesetz? Ist uns die Ehe noch so heilig wie den Verfassungsvätern Ende der 40ger? Wenn nicht, sollte man das ganze Thema eher ab- als weiter aufbauen.

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