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Ehe für Alle: Ein bisschen homophob gibt es nicht
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Wolfgang Schäuble und Angela Merkel hadern mit der Öffnung der Ehe für Homosexuelle und dem Adoptionsrecht. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Und deshalb verschieben sie ihre Gründe bewusst ins Gefühlige.

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jojack 12.04.2017, 01:32
150.

Zitat von marty_gi
Muesste man dann zum Wohle des Kindes auch gegen Alleinerziehende sein? Gegen Elternteile, die ploetzlich verstorben sind? Zwangsabtreibungen fuer Unverheiratete? Wohl kaum - und dann doch lieber zwei liebende Elternteile fuer wirklich gewollte Kinder, koennte eventuell besser sein fuer das Kindeswohl. Muss also doch so ein Stueck Homophobie hinter den Zweifeln stecken. Und, was Migraene so schreibt - worin steckt Groesse, Zweifeln zu haben, diese aber nicht zu begruenden? Da ist die Autorin des Kommentars aber doch eindeutig drei Schritte weiter. Noch dazu - was hat die "Bibel" mit der Gesetzgebung in einem Staat zu tun, der Religionsfreiheit hat? DAs riecht doch eindeutig nach gewollter Diskriminierung aufgrund von "Traditionen", die keinerlei Aussagekraft haben. (Wobei der Mensch ja auch traditionell mal in Hoehlen lebte, bis er etwas besseres fand......Veraenderung zu besserem ist also moeglich. Wobei das nichts mit "Zeitgemaess" zu tun hat, sondern mit richtig oder falsch, wie in Mathe. Da funktioniert es auch ohne Buch, dass 1 plus 1 weiterhin 2 ergibt)
Der Vergleich hinkt. Dass es für Kinder schwer belastend sein kann, wenn sich die Eltern trennen, ist wohl unstrittig. Aber immerhin verbleiben sie in der Regel bei der Mutter, also der engsten Bezugsperson. Und es ist vermutlich das Geringere zweier unausweichlicher Übel für das Kind: die Eltern "zu zwingen" im Interesse des Kindes weiterhin zusammen zu leben, würde vermutlich ins Gegenteil umschlagen und dem Kind eher schaden.

Meines Wissens gibt es schon heute mehr adoptionswillige Paare, als zu adoptierende Kinder. Bei der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare wäre dann ja die absurde Situation gegeben, dass es anderen (getrennt geschlechtlichen) Paaren vorgezogen würde.

Ich könnte auch wissenschaftlich abgesicherte Gründe aufführen, weshalb ich insbesondere die Adoption fremder Kinder durch schwule Paare für unangebracht halte. Etwa den gleichen Grund, warum Schwule pauschal kein Blut spenden dürfen.

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jojack 12.04.2017, 01:34
151.

Zitat von stoffi
hatte ich auch, bis ich einen Bericht über ein männliches Paar in Holland sah, das vier Kinder adoptiert hatte. Glücklichere Kinder konnte es sicher nicht geben, so dachte ich nach der Sendung. Zweifel kann man mit guten Beispielen ausräumen. Hauptsache ist doch, den Kindern geht es gut, dann werden sie sich auch zu ordentlichen Menschen entwickeln. In der Tierwelt leiden Homopaare auch, weil sie keinen Nachwuchs haben. Da hat man im Zoo einem solchen Pinguinpaar, ein Ei untergeschoben und die beiden glücklichen Zieheltern verwöhnten ihr Ziehkind so sehr, das dies bald grösser war, als alle anderen Jungtiere. Mensch, lasst doch alle die sich lieben ,einfach glücklich sein. Mehr wollen sie doch gar nicht
Sie können von tendenziösen TV-Berichten aber keine Aussage für den Allgemeinfall ableiten. Und aus der Tierwelt schon gar nicht.

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besonders_wachsam 12.04.2017, 01:37
152. Na dann gute Nacht

Zitat von dborrmann
Frau Merkel und Herrn Schäuble, traut Euch doch endlich. Ihr seid für uns prinzipiell wählbar, gäbe es nicht dieses bekloppte Gefühl, das Euch umtreibt. Ihr macht Euch ein Politikum, das die Bevölkerung bereits lange hinter sich hat. Solange Ihr das nicht hinbekommt, seid Ihr für uns eine No-Go-Partei.
Konservativ sein heißt, die Flamme zu bewahren, und nicht, die Asche zu behüten. Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte. Von wem sprechen Sie denn wenn Sie "UNS" meinen?

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jojack 12.04.2017, 01:45
153.

Zitat von mwroer
Ich glaube Ihnen gerne dass Sie nicht homophob sind aber mir fehlt die Erklärung wo Sie das Wohl des Kindes gefährdet sehen wenn es von 2 Frauen oder 2 Männern aufgezogen wird? Mir fehlen die 'breiteren' Erfahrungswerte. Will meinen: Ich kenne nur ein homosexuelles Paar das ein Kind adoptiert hat aber soweit ich das beurteilen kann sind das prima Eltern und die Tochter ist glücklich. Mehr kenne ich leider nicht weil selbst bei uns in den Niederlanden ist Adoption in Ehen von Homosexuellen eher selten.
Der Grund für die Adoption eines Kindes durch ein Paar sollte immer ausschließlich das Interesse des Kindes sein. Insofern wird die Diskussion um ein Adoptionsrecht durch gleichgeschlechtliche Paare falsch geführt. Der Sinn des Adoptionsrechts ist nicht die Auflösung des Konflikts, dass ein Paar keine gemeinsamen Kinder zeugen kann, sich jedoch Kinder wünscht.

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jojack 12.04.2017, 01:50
154.

Zitat von freekmason
gerne. nur ist die frage dann, warum blinde nicht heiraten und kinder adoptieren sollten. ich bin gespannt auf Ihre gedanken.
Ich bin tatsächlich der Meinung, dass Menschen mit schweren Behinderungen als Adoptionseltern aus offensichtlichen Gründen nicht in Frage kommen. Und um das gleich klarzustellen: ich halte Homosexuelle nicht für behindert.

Ernsthaft, hier wird mit Vergleichen argumentiert, die nicht funktionieren. Weder kann man mit Alleinerziehenden, nich mit Behinderten und schon gar nicht mit dem Tierreich argumentieren. Man muss sich schon die Mühe machen, auf die Besonderheiten einer möglichen Rolle von Homosexuellen als Adoptiveltern einzugehen.

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123Valentino 12.04.2017, 02:48
155. Ich stelle....

mir vor Frau Stokowski trägt irgendwann politische Verantwortung, in irgendeiner Partei.
Würde homophobie ein Straftatbestand?
Tatsächlich finde ich es immer noch verwunderlich, wenn zwei Männer sich küssen.
Ich bin in diesem Sinne ein wenig Homophob .
Allerdings, käme mir nie in den Sinn Menschen anderer sexueller Ausrichtung, irgendetwas vorzuenthalten, warum auch.
Allerdings kann ich verstehen wenn Menschen wie Schäuble und Merkel darüber nachdenken.
Angst habe ich nur wenn Frauen wie Frau Stokowski Macht ausüben, dieses Nachdenken würde fehlen.

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yorktonite 12.04.2017, 03:57
156.

Noch so eine absurde Wortschoepfung - uebersetzt heisst das Wort "Angst vor dem Gleichen", was sicher nicht das ist, was die Wortschoepfer ausdruecken wollten. Aber denen fehlt ohnehin der klassisch-humanistische Background. Schlimmer allerdings ist, dass auch hier den Menschen etwas suggeriert werden soll, naemlich dass Skepsis oder Reserviertheit gegenueber Homosexualitaet allein auf Angst beruhen kann. Dabei sind andere, durchaus vernuenftige Gruende denkbar, den Schwulen-, Lesben- und Genderhype in Deutschland abzulehnen. Aehnlich verhaelt es sich mit dem Wort "Fremdenhass." Um eine ungebremste Einwanderung aus dem muslimischen Kulturkreis nach Deutschland abzulehnen, brauche ich keinen einzigen der Fluechtlinge zu hassen.

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johannesbueckler 12.04.2017, 04:24
157. Partnerschaften sollten in Allem gleichgestellt werden

Für den Dackel halt mit einer finanziellen Verfügung.....Kenne Paare, die bewußt über kûnstliche Befruchtung Kinder zeugten, und ich habe bisher nur Liebe und Fürsorge beobachtet......

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vankust 12.04.2017, 04:45
158. Schock

Im was für Zeiten leben wir, wo im Spon eine Margarete Stokowski von Politikern fordern kann, sich gefälligst deutlicher von Homosexuellen zu distanzieren?

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w.a.mozart 12.04.2017, 07:09
159.

Zitat: "Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die gezeigt hätte, dass Kinder aus solchen Partnerschaften irgendwie schlechter aufwachsen als solche aus anderen Partnerschaften, deswegen kann man gegen ein solches Adoptionsrecht nur mit Gründen vorgehen, die entweder offen homophob sind oder eben verdeckt homophob."
Welch erschütternde Logik!
Wie bitte soll eine Studie Folgen aufzeigen, deren Entwicklung über mehr als 30 Jahre brauchen? Ergo: Wer gegen dilettantisch durchgeführte Versuchsanordnungen ist, muß auch gleich feinlich sein.
Ich würde solche Texte einer pubertierenden zuordnen, wüsste ich nicht, das es sich hier um einen erwachsenen Menschen handeln. Erwachsen? Nun, ja.

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