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Ehegattensplitting: Das Aroma verfaulender Äpfel
DPA

Die "Ehe für alle" ist da. Wozu braucht man jetzt noch das Ehegatten-Splitting, mit dem der Staat weiterhin das Patriarchat unterstützt?

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dingstabumsta 04.07.2017, 14:59
1. Hmmmm...

Ich bin auch dafür, dass das Ehegattensplitting abgeschaft wird.
Eine Idee wäre, nur Ehen mit Kindern sollten das weiterhin bekommen...das wäre doch nur fair, und würde das Traditionelle Bild Konservativer und Rechter Politiker von der Ehe ja dann weiterschützen!
Ich glaube das Ehegattensplitting und andere Steuerliche erleichterungen im zusammenhang mit Ehe ist eh zweitrangig....wir Heiraten ja nur aus Liebe ne?
Wenn wir etwas zuviel in Deutschland haben, dann ist es die möglichkeit zu Heiraten....für jeden wird immer etwas da sein!

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elibobo 04.07.2017, 15:04
2. Unsinnige Argumentation

Dass eine Ehe ohne Kinder nur bedingt förderungswürdig ist, sehe ich auch so. Aber als Argument fürs Patriarchat? Bei annähernd gleichem Einkommen ist der Vorteil ohnehin minimal, und ich bezweifle sehr, dass heute auch nur eine Frau wegen Ehegattensplittings auf Erwerbstätigkeit verzichtet. Also mal die Kirche im Dorf lassen. ..

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p11 04.07.2017, 15:04
3. Dann muss aber konsequenterweise ...

auch der Rentenausgleich im Falle der Scheidung fallen, die Anrechnung des Partnereinkommens bei H4 sowie die Anrechnung des Partnereinkommens bei der Versorgung von Angehörigen eines der beiden Partner.
Wie man dann allerdings mit Ansprüchen der Kinder umgehet (welches Elternteil muss denn dann was bezahlen) steht noch in den Sternen.
Wie immer, provkante Fragen und Vorschläge, die nur Klicks produzieren aber keine Substanz.

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andreasclevert 04.07.2017, 15:05
4. Sie haben so Recht...

Ich bin mit einer Spanierin verheiratet - als wir heirateten und ihr Gehalt (in Spanien) nicht so dolle war, fand sie es unfassbar, dass mein Gehalt durch die simple Heirat netto um ein Viertel nach oben ging. Völlige Schwachsinn. Übrigens nicht nur für's Patriarchat, sondern auch für das Matriarchat. Heute haben wir drei Kinder und unser Geld geht eh für den Nachwuchs drauf (und zwar gerne, www.vaterdasein.wordpress.com). Die Leute im Umfeld klopfen einem auf die Schulter und bedanken sich, dass wir für ihre Rente sorgen. Wir machen es zwar nicht dafür, aber 'nice fringe benefit' für die anderen. Wie wäre es mit Kindersplitting? Eine Ehegattensplitting gibt es m.W. bei uns in Deutschland und sonst nur noch in der Schweiz.... weg mit den alten Zöpfen, falls das feministisch gesehen in Ordnung ist :-). Oder meinetwegen auch mit den fauligen Äpfeln, die braucht doch niemand mehr zum Schreiben, oder?

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Antaguar 04.07.2017, 15:08
5. Und ohne?

Aus unserer Familie Sicht ist das Ehegattensplitting eine Notwendigkeit. Für meine Frau bedeutet dies ein Nettoenkommen von XXXX EUR - nämlich die Hälfte meines Gehaltes. Dafür sorgt sie sich um unsere 3 Kinder, die alle in verschiedenem Alter, mit verschiedenen Ansprüchen, Vereinen, Schulen, Kindergarten, Hausaufgaben etc. viel Zeit benötigen. Zum Arbeiten ist da leider kein Raum. Und bevor nun die 'Bleib Du doch daheim und lass Deine Frau arbeiten gehen' Keule geschwungen wird: Gerne - wenn es für meine Frau einen adäquaten >100k Job gibt.
Leider ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt nun mal so wie sie ist - und daher sehen wir das Ehegattensplitting als ein Einkommen, das die Gesellschaft bezahlt, dafür dass wir 3 Kinder groß ziehen.

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Mastermason 04.07.2017, 15:09
6.

Mal von den üblichen Phantastereien Stokowskis wie dem beliebten Patriachat (was ist das? wo soll es das geben?) und ähnlichen paranormalen Phänomenen, die nur Feministinnen sehen können abgesehen, ist die Forderung berechtigt. Das Ehegattensplitting sollte zugunsten eines noch zu definierenden Steuervorteils abgeschafft werden, der Menschen zugute kommt, die Kinder aufziehen: unabhängig von Geschlecht oder sexueller Präferenz.

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theladyofluminosity 04.07.2017, 15:13
7. Wenn man keine Ahnung hat...

... sollte man vielleicht keine Kolumne über das entsprechende Thema schreiben. Sie verstehen offenbar nichts vom deutschen Steuersystem, deutlich weniger als viele von Ihnen kritisierte Personen und Personenkreise von Feminismus.

Leider machen Sie sich nicht nur absolut lächerlich mit dieser abstrusen Argumention ohne jegliche Grundlage, sie schießen auch ein spektakuläres Eigentor, wenn Sie beispielsweise behaupten, diese Regel würde nur das Patriarchat schützen. Es gibt sicherlich viele Mechanismen in der Gesellschaft, die verhindern, dass Frauen und Männer wirklich gleichberechtigt sein können und berufliche Entscheidungen treffen können. Dass aber bei Verheirateten z.B. auch der Mann zuhause bleiben kann oder weniger arbeiten und die Frau sich auf die Karriere konzentrieren, ist sicherlich keiner davon, ganz im Gegenteil. Es bedarf höchstens eines neuen Verständnisses, welches zu schaffen sich Feministinnen und Feministen zutrauen und zur Aufgabe machen sollten. Dass Sie sich das nicht zutrauen, und dass gerade Sie, gerade in der Woche nach der wunderbaren Öffnung der Ehe, so eine negative und einfach schlechte Kolumne schreiben, ist wirklich traurig.

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Holunderbeere 04.07.2017, 15:13
8. Ehegattensplitting Nebenform von Prostitution

"Ehegattensplitting ist letztlich eine sozial weitgehend akzeptierte Nebenform von Prostitution"
Diese Aussage halte ich für eine Unverschämtheit. Zumindest wenn man die Definition von Ehe betrachtet, die vor kurzem noch gültig war: die Ehe zwischen Mann und Frau, die auf Treue, Dauerhaftigkeit und Familie hin ausgelegt ist (unabhängig davon, dass es in viel zu vielen Fällen nicht der Fall ist).
Klar, unter neuem Vorzeichen werden sich viele neue Fragen stellen (Inzest, Polygamie ...) und die Frage, warum eine Ehe schützenswert sei wird wohl immer mehr ad absurdum geführt

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tomac 04.07.2017, 15:15
9. Ehegattensplitting schafft Gleichheit

Es werden konsequent immer wieder die gleichen Falschbehauptungen geäußert. Also mal zur Klarstellung: Egal wer in einer Ehe wieviel verdient und egal wie die Steuerklassen aufgeteilt sind, nach der Steuererklärung haben alle Paare die in der Summe das gleiche verdienen auch das gleiche übrig! Das ist doch auch die faiirste Lösung. Ohne das Ehegattensplitting hätten Paare mit einer Einkommensverteilung von 1:1 das meiste übrig, alle anderen Paare mit ungleicher Verteilung müssten mehr Steuern abführen. Mir konnte noch niemand erklären, was daran gerecht sein soll.

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