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Ehegattensplitting: Das Aroma verfaulender Äpfel
DPA

Die "Ehe für alle" ist da. Wozu braucht man jetzt noch das Ehegatten-Splitting, mit dem der Staat weiterhin das Patriarchat unterstützt?

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gg0815 04.07.2017, 15:21
20. Feindbilder

wahrscheinlich sind es alte übernommene, überkommene, unhinterfragte und geliebte Feindbilder ohne Sinn, die da sprechen wenn es um das Ehegattensplitting geht.
Die gemeinsame Veranlagung und auch das Splitting sind letztlich ein wirklich nur kleine Anerkennung des Staates für die gegenseitigen Verpflichtungen die Eheleute füreinander übernehmen und so den Staat entlasten.
Der Eine muss schon von Gesetzes wegen für den Anderen sorgen ( mit liebe muss das gar nichts zu tun haben ) Rente HarzIV Krankheit Pflege etc etc immer zieht sich der Staat ein Stück zurück und wird der Partner gefordert.
Das ist auch richtig so genauso wie die kleine Anerkennung. Es ermöglicht Individualität oder ist es diese was die Gegner so anwidert.

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Epaminaidos 04.07.2017, 15:22
21. Familiensplitting

Der Staat sollte nicht Ehen fördern, sondern Kinder. Am besten sollte das Ehegattensplitting also zu Gunsten des Familiensplittings abgeschafft werden.

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flori-online 04.07.2017, 15:22
22. Das Splitting ist in der Ehe gleichberechtigt!

Patriarchat? Nein. Schon jetzt funktioniert das Ehegattensplitting schließlich auch umgekehrt: Die Frau arbeitet und hat ein höheres Einkommen, der Mann arbeitet nicht oder z.B. nur gelegentlich und hat ein niedrigeres Einkommen.

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FrankH 04.07.2017, 15:24
23. Sind Sie verheiratet?

Ich nehme mal an, die Autorin ist nicht verheiratet. Spätestens in einer Pflegesituation würden Sie wissen, warum es steuerliche Vorteile bei einer Ehe gibt: Weil zwei Menschen sich garantieren für einander einzustehen - und damit den Staat entsprechend entlasten. Solange das Vermögen halt reicht. Selbst bei einer Scheidung (im Gegensatz zu einer "normalen" Trennung!) ist eine Weile Ehegattenunterhalt zu zahlen, eine Unterstützung, die bei entsprechender Bedürftigkeit vom Staat kommen würde. Und viele Beispiele mehr.
Richtig fände ich allerdings ein Dreistufensystem: Der Einzelkämpfer zunächst, der komplett unabhängig sein möchte; das Ehepaar ohne Kinder, welches eben den Staat von bestimmten finanziellen Belastungen freihält und darüberhinaus die Familie mit Kindern. Im Prinzip haben wir genau das mit dem Kindergeld - lediglich die Abstufung zwischen Ehepaar und Familie mit Kindern ist definitiv zu gering.

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elcaron 04.07.2017, 15:24
24. Völlig korrekt.

Zitat von p11
auch der Rentenausgleich im Falle der Scheidung fallen, die Anrechnung des Partnereinkommens bei H4 sowie die Anrechnung des Partnereinkommens bei der Versorgung von Angehörigen eines der beiden Partner. Wie immer, provkante Fragen und Vorschläge, die nur Klicks produzieren aber keine Substanz.
All das gehört abgeschafft. Es kann nicht sein, dass ich als bisheriger Beitragszahler bei meinem Sexualpartner betteln gehen muss, wenn ich aus Krankheitsgründen meinen Job nicht mehr ausüben kann.

Ich kann dem feministischen Patriarchatsgeschwurbel auch nichts abgewinnen, aber das ist ein Missstand, der abgeschafft gehört. Eine kinderlose Partnerschaft hat niemanden zu interessieren und ist damit weder positiv noch negativ sanktionsfähig. Die aktuelle Förderung geht auf Kosten von Alleinerziehenden und gleichberechtigten Partnerschaften mit Kindern (wir hätten als Ähnlichverdiener keinen finanziellen Vorteil, würden uns aber den ganzen Unterhaltskram inklusive dem unseeligen Elternunterhalt ans Bein binden).
Die aktuelle Ehegesetzgebung basiert auf dem Gedanken eines Einzelverdieners und der Produktion von Rentenzahlern. Beides ist heute nicht mehr gegeben und damit haben Homosexuelle nichts zu tun. Dass die sich vor diesem Hintergrund nicht mehr länger übervorteilen lassen wollen, ist verständlich. Man nimmt halt mit, was man kann, anstatt zu zahlen während man für die große Gerechtigkeit des Universums kämpft.

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Moeh 04.07.2017, 15:24
25. Ehegattensplitting nicht verstanden?

Was hat das Ehegattensplitting denn mit Patriarchat zu tun? Es hilft einfach nur Familien, in denen sich ein Ehepartner gerne um die Kinder kümmert. Was durchaus sinnvoll ist. Ob Mann oder Frau bleibt jeder Familie selbst überlassen. Wenn beide Rund um die Uhr arbeiten sollen, dann kann man doch die Kinder gleich im Reagenzglas zeugen, im Labor ausbrüten und in 24h Kitas aufziehen...
Das Ehepartner ohne Kinder auch davon profitieren ist wieder etwas anderes und nicht sinnvoll. Aber auch hier ist keine Präferenz des Patriarchat erkennbar...

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e-ding 04.07.2017, 15:25
26. ...

Kein Ehegattensplitting? Ok! Dann aber auch keine Rentenpunkte, Unterhaltsansprüche bei Scheidung oder Versorgungsansprüche im Pflegefall.

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es_bobbelche 04.07.2017, 15:26
27. ... und der nächste Schritt !!

Mit der überfälligen Abschaffung des Ehegattensplittings sollte dann aber als "nächster Schritt" auch eine Reform des nachehelichen Ehegattenunterhalts erfolgen. Fällt mit dem Ehegattensplitting der staatliche Anreiz für eine "Hausfrauenehe" weg, gibt es keinen Grund mehr, das "Hausfrauendasein" nach einer Scheidung über den Ehegattenunterhalt wie bisher bis ans Lebensende zu zementieren. Es müssen vielmehr Anreize geschaffen werden, während der Ehe, aber auch nach einer Scheidung einer Berufstätigkeit nachzugehen .... und die Erfahrungen in Frankreich zeigen, dass dies keinesfalls zu einem Geburtenrückgang führt ... ganz im Gegenteil !

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parsimony 04.07.2017, 15:26
28. Ahja, es kündigte sich ja schon an, dass es doch noch dümmlicher geht.

Dass das Ehegattensplitting nicht nur Vorteile bringt, mag auf der Hand liegen, allerdings sollte man schon mal ein durchdachtes Konzept liefern, statt nur plump die Abschaffung zu fordern.
Das Ehegattensplitting muss immer zusammen gedacht werden mit den Unterhaltspflichten in der Ehe. Abschaffung des Splittings darf nicht zu einer Ungleichbehandlung zwischen Ehepaaren führen. Soll also zusammen mit dem Ehegattensplitting die Abschaffung des Unterhaltsanspruchserfolgen? Dies wäre aber ein Verlustgeschäft für den Staat. Das ganze ist dann doch eine etwas kompliziertere Nuss als einfach nur die Abschaffung der finanziellen Förderung von Ehen. Wie soll denn die wirtschaftliche Zugewinngemeinschaft weiter bestehen können, wenn die Unterhaltsansprüche wegfallen? Wird der nicht erwerbstätigen Ehefrau von ihrem Mann ein zu versteuernder geldwerter Vorteil verschafft, wenn sie in der Wohnung wohnt, für die er die Miete zahlt?

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derdings123 04.07.2017, 15:27
29.

Ach Frau Stokowski, woher kommt denn dieser Groll gegen die Ehe? Wenn Sie das nicht wollen, zwingt Sie ja keiner zum Heiraten. Aber das reicht Ihnen nicht. Mit dem Vorschlaghammer wollen Sie ran. Ist es Neid? Andere sollen nicht haben dürfen, was Sie selbst nie erleben durften?

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