Forum: Kultur
Ein Vierteljahr im Kino: Zu viel des Guten?
Pandora

Ein Vertrauter und Großspender von Präsident Macron schickt sich an, die französische Filmlandschaft umzugraben. Die Unruhen sind groß - aber auch inspirierend.

eepikurist 13.08.2019, 14:04
1. Edelfrüchte und Birnen.

Herr Jaeger, ein guter Artikel mit einem sehr guten Schlußsatz. Nur bei der Aufzählung der deutschen Regisseure schmeißen Sie Edelfrüchte, Fallobst und nicht so gutes Obst alles in einen Korb. EinigInnen in diesem Korb haben sehr wohl (sogar viel zu große) Lobby, aber wenig Interessantes zu bieten, während andere tatsächlich keine Lobby haben.

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dragondeal 13.08.2019, 23:13
2. Im Zusammenhang mit Kunst und Kultur

stellt sich schon die Frage, was gesellschaftlich relevant ist. Reicht es, wenn ein Film ein entsprechendes Thema hat? Oder braucht es nicht auch ein entsprechend großes Publikum, um überhaupt erst Relevanz zu entwickeln? Reicht es, wenn ein Künstler sagt, sein Werk habe diese oder jene Bedeutung oder verliert es nicht seine Relevanz, wenn die Masse darin lediglich einen Haufen Altmetall erkennt und die "Kulturszene" sich nur darauf einigen kann, dass es eine Bedeutung hat, aber nicht welche? Ich denke schon, dass sich Künstler, Film- und Theaterschaffende immer wieder diesen Fragen (und damit auch der Frage nach Förderung) stellen sollten und sich auch selbst diese Fragen stellen sollten.

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Dr.T 16.08.2019, 07:31
3. Man muss schon erklären können, warum...

Filmförderung nach Anzahl von Zuschauern ist leicht, weil halt ein leicht messbarer Indikator verwendet wird. Ein Film, den kaum jemand sehen will, ist jedenfalls nicht unbedingt im Sinne des Zuschauers, um den es letztlich geht. Das erinnert mich ein wenig an die Diskussion um Theaterstücke. Wenn der KPI "Anzahl Zuschauer" abgelehnt wird, dann muss man halt andere definieren. Das ist eigentlich leicht, wenn man etwas von der Materie versteht.

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