Forum: Kultur
Einbürgerung: Deutsche Pässe nur noch für artige Ausländer
Jens Wolf/ DPA

Der Bundestag führt im Staatsangehörigkeitsrecht eine Art Leitkultur-Paragraf ein. Der deutsche Pass als Trophäe für die lupenreine Ausländerkarriere? Klüger wäre es, darum zu werben, dass sich mehr Menschen einbürgern lassen.

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pittiken 28.06.2019, 08:13
110.

Zitat von geotie1
Ich bin Deutscher und lebe zurzeit in Brasilien und meine Frau ist Brasilianer und lebte über 20 Jahre in Deutschland. Was ist daran verwerflich, wenn der Staat gerne wissen möchte ob man etwas irgendwo verbrochen hat und deswegen auf der Flucht ist? Wirtschaftsflüchtlinge sind in meinen Augen auch nicht unbedingt von Nachteil, weil die Arbeiten und nicht dem Staat auf der Taschen liegen wollen.
Wirtschaftsflüchtlinge liegen doch dem Staat auf der Tasche.

Das was Sie meinen könnten, ist doch wohl, wer von seinem Heimatland eine Arbeitsstelle und Wohnung in Deutschland gefunden hat, bekommt eine Arbeitserlaubnis und kann für seinen Unterhalt selber sorgen.

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isikat 28.06.2019, 08:15
111. Kopfschüttel

Ich kenne viele Mitmenschen mit ausländischem Pass, die schon ihr halbes oder fast ihr ganzes Leben lang hier leben und arbeiten und gar keinen deutschen Pass wollten, Türken und Kroaten in meinem Umfeld. Sie würden sich auch niemals nur für die deutsche Staatsbürgerschaft entscheiden, sondern höchstens für einen Doppelpass. Bei den Türken liegt es am guten türkischen Sozialsystem. Türken können sich zum Beispiel eine türkische Rente "kaufen". Für 20.000 Euro bekommen sie dann lebenslänglich 500 Euro monatlich ausgezahlt, bei Einzahlung von 40.000 Euro sogar 1000 Euro monatlich (umgerechnet). Zusätzlich zur deutschen Rente. Die wären ja verrückt, wenn sie das aufgeben würden. Zudem: Ich habe einmal eine Kollegin mit kroatischen Wurzeln, die hier aufgewachsen ist, gefragt, warum sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft annimmt. Ihre Antwort "Bin ich verrückt? Ich zahl doch nicht auch noch Soli". Solange man Deutsche mit Abgaben mehr belastet als ausländische Arbeitnehmer, werden die sich nicht darum reißen, auch mehr belastet zu werden. Das ist überhaupt irre, diese Ungleichbehandlung. Im übrigen bin ich sehr dafür, dass wirklich nur diejenigen die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen sollen, die sich integriert haben und sich nichts zuschulden kommen ließen. Kriminelle Subjekte haben wir wirklich schon reichlich, die müssen nicht auch noch eingebürgert werden.

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carlitom 28.06.2019, 08:27
112.

Zitat von FIFA87
Die Einbürgerungspraxis wird restriktiver. Das ist das Ergebnis der Tatsache, dass über Migration immer kritischer diskutiert wird. Und diese Tatsache ist gut so.
Vielleicht ist es aber auch der Entwicklung geschuldet, die zeigt, dass viele Migranten sind nicht integiert haben oder integrieren wollen und sich dementsprechend verhalten. So haben wir gelernt, dass es falsch ist, jedem die Staatsbürgerschaft zu geben, der sie einfach nur haben will, ohne dafür selbst was geben zu wollen: die Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten, die Achtung der Verfassung und unserer Gesetze, das Erlernen der Sprache, die Beteiligung an der sozialen Gemeinschaft usw.

So haben Migranten voriger Generationen den Migranten der nächsten Generationen den Wege eben erschwert.

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ruhepuls 28.06.2019, 08:31
113. Naive Vorstellungen?

Frau Ataman ist in Einbürgerungsfragen recht empfindlich, das ist ja nichts Neues. Aber dieser Artikel strotzt vor Naivität. Jede Gemeinschaft basiert darauf, dass die überwiegende Mehrheit ihrer Mitglieder "produktiv" ist - sprich mitarbeitet, die Gemeinschaft unterstützt und zu ihrem Gedeihen beiträgt. Das gilt für jeden kleinen Verein genauso wie für eine Nation. Insofern muss jede Gemeinschaft darauf achten, möglichst nur Mitglieder aufzunehmen, die für die Gemeinschaft förderlich sind - sonst geht sie kaputt. Wer in einen Verein vor allem deshalb rein will, weil es da regelmäßig Freibier gibt, sonst aber kaum zu sehen ist, der ist eben nicht förderlich. Eine Gemeinschaft mit viel "Freibier" (sprich Sozialstaat) ist generell anziehender als eine, bei der dem Einzelnen das Lebensrisiko weitgehend selbst überlassen wird. Insofern ist nachvollziehbar, dass auch Deutschland versucht, sich vor "Freibierschnorrern" zu schützen und dafür lieber arbeits- und integrationswillige ins Land zu lassen. Ob man das mit dem fraglichen Gesetz erreicht, muss man sehen.

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njäh 28.06.2019, 08:31
114. andersherum

Dass viele Spiegeljournalisten mit dem generischen Maskulinum nichts anzufangen wissen, ist ja nichts Neues.
Im Grunde aber darf man sich wirklich die Frage stellen, was an der deutschen Staatsbürgerschaft so toll ist. Mit dem Reisepass kommt man sicher in zwanzigmal so viele Länder visafrei rein wie mit der irakischen Staatsbürgerschaft, aber sonst? Man darf dann wählen, aber genau das sollte man auch, wenn man irgendwo lebt - und nicht da, wo die Ahnen hergekommen sind.

Letztlich ist es doch ein ganz simples Mittel zur Inklusion (sic! ich will keine Integration), wenn jeder, der hier länger als ein Jahr lebt, auch automatisch Staatsbürger wird. Irgendwas will er hier ja offenbar und dann so er sich auch verantwortlich fühlen: Schöffe und Wahlhelfer werden zum Beispiel.


Ansonsten sollte es ja wohl vollkommen reichen, wenn man sich an die Gesetze hält. Mit der deutschen Straßenverkehrsordnung haben zwar auffällig viele türkische Hochzeitsgesellschaften genauso Probleme wie Spielgelkolumnisten der deutschen Rechtschreibung.

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mwroer 28.06.2019, 08:32
115.

Zitat von im_ernst_56
Die Verwendung des Begriffs alemannischer Pass dürfte darauf beruhen, dass im Türkischen Almanya der Begriff für Deutschland ist. Im Spanischen und Französischen ähnlich. Pars pro toto. So wie bei uns Holland für die Niederlande. Die Frage, was wirklich alemannisch ist, könnte man natürlich beim Einbürgerungstest stellen. Das wäre aber ziemlich fies.
Ausgehend davon das Frau Ataman in Stuttgart geboren ist würde ich doch behaupten das Argument mit dem 'im türkischen ist' fällt weg. Es ist einfach schlampig.

So wie Eure Verwendung von 'Holland' als Bezeichnung für die Niederlande. Wir sprechen übrigens auch niederländisch, nicht holländisch :)

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BöwaM 28.06.2019, 08:40
116. Lasst uns die Staatssbürgerschaft abschaffen

Wenn die jeder kriegen soll, kann man die Staatsbürgerschaft auch abschaffen. Frau Atamann und die Sympathisanten einer solch wirren und destruktiven (und im Kern gegen die deutsche Gesellschaft gerichteten) Vorstellung sollten aber realisieren, dass die deutsche Bevölkerung es anders sieht. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist jetzt schon so entwertet, dass von Passdeutschen die Rede ist. Ihr werdet es euch zwar jetzt wieder einfach machen und schreien "alles Nazis", und das mag euch ja auch zufriedenstellen, ändert aber nicht die Realität.

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tomlex27 28.06.2019, 08:46
117. Rassistische Äußerungen

So so, Kartoffel-Klub. So darf man in Spon also Deutschland/Deutsche bezeichnen. Konsequenzen scheint es dafür keine zu geben. Dann hat es hoffentlich auch keine Auswirkungen zu schreiben, Frau Ataman, schon immer hier aber nicht mal ansatzweise hier angekommen, herzlich willkommen und Grüsse an den Knoblauch-Klub. Oder Döner Connection, oder Erdogan-Versteher oder oder...suchen sie sich was aus. Genau richtig, Frau Ataman. Wir suchen uns, wie jedes andere Land übrigens auch, unsere Bürger aus. Und dazu würden dann eben nicht mehr die mannigfaltigen Integrationsverweigerer, die auch in der dritten Generation kaum Deutsch lesen und Schreiben können, mit der Scharia viel und mit dem Grundgesetz wenig anfangen können, die aus einst funktionierenden Stadtteilen Pestbeulen der Intoleranz, Totalverweigerung und Verbrechens- Hot spots namens No go Area gemacht haben, gehören. Interessant sind auch die wenigen Kommentare deutscher Teilnehmer dieses Forums die für ein bisschen Beifall aus der Knoblauch-Klub- Ecke den Quatsch von Ataman auch noch goutieren. Mehr sich selbst wegwerfen geht schon gar nicht mehr. Früher hätte man gesagt, keinerlei Ehre im Leib. Wie wohl Frau Ataman die Kanzlerin, Chefin des Kartoffel-Klubs, beim Integrationsgipfel anspricht?

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Igelnatz 28.06.2019, 08:49
118. Kriterienkatalog

Es sollte einen klaren Kriterienkatalog für Einbürgerung geben und eine Ombudsstelle! Einen Automatismus für Einbürgerung nicht! Insofern klar - bitte brave Einwanderer einbürgern. Gefälschte Angaben müssen auch schwere Konsequenzen haben.

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zeisig 28.06.2019, 08:54
119. Eigentlich selbstverständlich.

Eigentlich soltte es eine Selbstverständlichkeit sein, daß wir nur solche Personen dauerhaft und mit allen Rechten und Pflichten ausgestattet in unserem Hause aufnehmen, die wir auch wirklich bei uns haben wollen.Im Übrigen verfahren wir da nicht anders alle anderen Länder auf der Welt, die nach individueller Prüfung über die Erteilung einer Staatsbürgerschaft entscheiden.

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