Forum: Kultur
Einbürgerung: Deutsche Pässe nur noch für artige Ausländer
Jens Wolf/ DPA

Der Bundestag führt im Staatsangehörigkeitsrecht eine Art Leitkultur-Paragraf ein. Der deutsche Pass als Trophäe für die lupenreine Ausländerkarriere? Klüger wäre es, darum zu werben, dass sich mehr Menschen einbürgern lassen.

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dasfred 28.06.2019, 10:58
160. Zu Nr.133 im_ernst_56

Ich habe versucht darzustellen, dass wir alle in diesem Land uns an Gesetze halten sollen. Nicht an irgendein Geschwurbel von Kultur. Diese hat nämlich für jeden eine andere Bedeutung, je nachdem, in welchem Umfeld er sozialisiert wurde. Den Satz mit dem Lippenbekenntnis zu deutschem Recht hätten Sie sich sparen dürfen. Unsere einheimischen Versicherungsbetrüger, Steuerhinterzieher und Falschparker sind für Migranten auch nicht gerade ein Vorbild. Ich verdanke es nur meinen deutschen Eltern, hier als Deutscher leben zu dürfen. Da maße ich mir nicht an, für Migranten die Hürde unerreichbar hoch zu legen. Es reicht schon, wenn sie sich anständiger aufführen, als manch einheimischer Hutbürger!

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Zirben 28.06.2019, 11:05
161. Fr. Ataman hat Recht und sonst niemand

Das ein Staat darauf achten sollte wer seine Staatsbürgerschaft erhält ist eigentlich nicht sonderbar oder verwerflich sondern sollte als gut und notwendig erachtet werden.
Fr. Ataman ist sich anscheinend nicht ganz sicher was Sie denn nun eigentlich ist. Einerseits schreibt Sie von „wir CSU Wähler haben“ „müssen wir in Deutschland“ etc. Andererseits immer schön abfällig vom „Alemannischen Pass“ vom „Kartoffelclub“ vom „erlauchten Club der Deutschen“usw.
Das Sie und Ihre Familie seinerzeit lediglich aufgrund der willkürlichen Entscheidung eines biederen kartoffelessenden deutschen Beamten den „alemannischen Pass erhalten haben, mag willkürlich gewesen sein, jedoch letztendlich nicht unerheblich für Ihren Werdegang. Das ärgerliche an dieser Art von Berichten /der Bericht von Fr. Ataman ebenso wie dieser/ die wenig bringen und vor allem eines sind nämlich die subjektive Wahrnehmung einer einzelnen Person welcher ein breites Forum zur Veröffentlichung gegeben wird.
Die süffisante Fragestellung worum es denn bei der Aufnahme in den Klub der Einheimischen gehe welche bequemerweise sogleich von Frau Ataman höchst selbst beantwortet wird, indem unterstellt wird das hier ja unweigerlich folgendes Bild von Ausländern aufgebaut wird: alles abschieberesistente Sozialschmarotzer, Paschas mit mehren Ehefrauen und radikalisierte Islamisten.
Man könnte auf diese überspitzte Unterstellung polemisch auch darauf antworten, das es sich bei den Ausländern ja ausnahmslos um freundliche, gutsituierte Leute handelt welche niemals irgendwelche Probleme bereiten, niemals radikalisiert sind nie gewalttätig werden und sich bestens an die hier bestehenden Gesetze und Lebensarten halten usw. usw.
Dass diese von Ihr selbst wahrgenommen aufschreienden Ungerechtigkeiten, Unwahrheiten und Fallgruben womöglich von anderen Menschen anders, vielleicht sogar positiv bewertet werden könnten darüber wird offenbar kein Gedanke verschwendet. Eine gewisse Selbstreflektion wäre allerdings dafür von Nöten um die eigene moralische Erhabenheit anzuzweifeln.
Im Vergleich zu den meisten anderen Industrienationen weltweit ist es im vielgeschmähten und verachtenswerten Deutschland um ein vielfaches leichter die Staatsangehörigkeit zu erlangen. Das es hierbei tatsächlich auch bürokratische Hindernisse Verbesserungsmöglichkeiten gibt, ist der Komplexität des Themas geschuldet.

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ernstrobert 28.06.2019, 11:06
162. die Intelligenz nimmt ab

Zitat von ackermart
ist das Passieren von Grenzen. Da es diese defacto nicht mehr gibt, könnte man genauso gut allen einen Pass geben oder besser noch - nehmen, ehe es passiert, dass viele davon viele haben können. Um das zu verhindern muss ohnehin eine Staaten indifferente Identifikationsmöglichkeit geschaffen werden. Am besten man bekommt fortlaufende Nummern bei der Geburt - entsprechend der Antragseingangsreihenfolge bei der UNO - und gilt als "eingeboren" da, wo man hin...eingeboren wurde.
Grausamer Vorschlag: Ein Masse durchnummerierter Objekte, dem Tun und Lassen der Mächtigen und Marktbeherrschenden hilflos ausgeliefert. Sagt Ihnen Demokratie etwas? Oder was 'Staatsbürgerschaft' heißt, also ein Staatsbürger zu sein? Mit allen Rechten und Pflichten? Nämlich z.B. gewisse Errungenschaften der Zivilisation, der Aufklärung, der Menschenrechte zu verteidigen und zu entwickeln? Mit gewaltloser Sprache für ein demokratisches Gemeinwesen einzutreteten?
Dazu braucht es natürlich Engagement, Information und Bildung, um das alles zu erkennen. Also bitte: Verringern wir unsere Defizite und kämpfen gegen abnehmende Intelligenz, die anscheinend zum Trend wird...

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yogtze 28.06.2019, 11:08
163.

Zitat von karlsiegfried
Andere Länder machen das doch auch? Sind diese deshalb Unmenschen?
Nein, nur wir sind Unmenschen, wenn wir dieselben Regeln aufstellen wie jedes vernünftige Land. Lesen Sie öfter mal Kolumnen von Frau Ataman, dann wissen Sie Bescheid. ;-)

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GGerd 28.06.2019, 11:09
164. Darf eigentlich jeder einen SPIEGEL Kommentar schreiben?

Und dann noch eine unpassende Überschrift wählen?
Das ist ein unseriöser Beitrag zur Spaltung und Lagerbildung. Da wird einfach Unkenntnis weitergegeben, um Interessenpolitik zu machen. --Aber sich über einen Trump aufregen ...

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cava63 28.06.2019, 11:10
165. Das können nur wir

Überall - also wirklich in jedem Land der Welt - wird genau geprüft, wenn jemand neu ins Land kommt: Ist der/die Betreffende kriminell, qualifiziert, in der Lange, zum Sozialsystem beizutragen, kann sich sprachlich behaupten, respektiert voraussichtlich Kultur und Gesetze etc.
Nicht jedoch wir. Wir ´wissen es natürlich wieder besser und stellen Freibriefe für Jedermann aus. Die Sozialsysteme krepieren dadurch? Egal - es gibt ja noch genügend Trottel, die weiter dafür schuften, und auf die man später als Rentner schimpfen kann. Der Kriminalitätsanteil von Migranten ist um ein Vielfaches höher als der der Einheimischen? Ebenfalls kein Problem: Dann möglichst schnell einbürgern, denn mit einem deutschen Pass zählen sie künftig auf der "deutschen" Seite der Statistik.

Nicht dass wir uns falsch verstehen. Ich respektiere und begrüße jeden, unabhängig von Religion, Hautfarbe etc., der sich konstruktiv an unserem Land beteiligt, auf deutsch "arbeitet", Recht, Kultur und - ja, "Einheimische" respektiert. Das ist leider nicht mehr selbstverständlich. Auf den Rest sollten wir dringendst verzichten!

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archi47 28.06.2019, 11:11
166. die deutsche Staatsbürgerschaft für Jeden

und für Alles als großzügiger Zukunftsentwurf also für alle Menschen vom Stamme der Nimm und von Stamme der Gib hierzulande. Wer wird denn wohl mehrheitlich dieses Angebot annehmen, frage ich?

Interessanter Gedanke, sozusagen "Deutsch to go", als Massen- oder auch als Wegwerfprodukt für Durchreisende, Hierbleibende, Mitnehmende und Abgebende, gratis aber mit allen Ansprüchen an die schon Dagewesenen und dem was noch zu holen Ist ...

Wenn ich diesen Gedanken zu Ende denke, dann kann ich ihm sogar einiges an Unberechenbarkeit für meinen zukünftigen Erlebnishorizant abgewinnen, sozusagen das großen Abenteuer meiner alten Tage:

Alle, wirklich alle, sind gleich und nehmen sich, was noch da ist.
Alle Lebensformen und Verhaltensweisen sind möglich und gesetzlich im Zeichen der Toleranz gegen Jeden geschützt, wie Vielweiberei, Vielmännerei, Hordenbildung in Neigungsgemeinschaften, aber auch in Abneigung konfliktaustragend verbundene, die ihre Schlachten nun hier schlagen wollen, weil dies zu Hause unterdrückt wird.

Die alte Ordnung wird durch unberechenbare Fraktalität abgelöst, insgesamt gilt diese neue Unordnung als Gesellschafts- und Geschäftsgrundlage.

Auch wird die Behörde dann "Amt für Öffentliche Unordnung" heißen müssen und muß alle Teile desorganisch bedienen und schützen.
"Es wächst auseinander und separiert sich, was nicht zusammen gehört." ist der neue Leitspruch dieser Generation...

Dadaisten und Gagaisten und alle anderen - ismen, auch Terroristen und Fundamentalisten, Idealisten, Hedonisten, Religionsfundamentalisten, Triebfaschisten, oder einfach nur Nassauer, etc. :
Herzlich Willkommen in der "Buntenrepublik ForSaleland"...

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licht_und_schatten 28.06.2019, 11:13
167.

Zitat von auslaender101
….Das ist für mich ein vor-letztes Aufbäumen der Heuchler mit Übermenschgehabe (freilich gut versteckt). Doch rein demographisch stehen diese auf verlorenen Posten. Jedes Jahr sterben ca. 1 Mio. "Echt"-Deutsche, es werden ca. 450K neue geboren, dazu ca. 250K Mihis. Plus Nettozuwanderung, unter Berücksichtigung der demographischen Struktur (Median bei Echtdeutschen bei fast 50 Jahren und unter 40 bei Neuzuwanderern) ist es eine Frage von 1-2 Jahrzehnten bis zumindest bei der aktiven Bevölkerung, wir Mihis, die Mehrheit sind. Anstatt über gemeinsame Werte, Zusammengehörigkeitsgefühl, Teilhabe zu diskutieren, werden, zum Scheitern verurteilte, Versuche unternommen, uns zu segregieren. Schade.
Ich nehme an, dass Sie mit Mihis Menschen mit Migrationshintergrund meinen. Wow! Wir Mihis….das klingt, als ob in Ihrem Kopf die Segregation immer schon da war. Warum denken Sie so? Das ist irgendwie komisch. Auf der Suche nach einem besseren Leben, wandert man in ein fremdes Land ein um dort dieselben Zustände herstellen zu wollen, wie in dem Herkunftsland. Was ist so toll daran, dass sich aufgrund der demografischen Entwicklung die Bevölkerungsstruktur dieses Landes wie von Ihnen beschrieben ändert.
Als ich vor vielen Jahren nach Deutschland kam tat ich das, weil ich es so toll fand, was diese Menschen hier aufgebaut haben. Ich fand ihren way of life OK und wollte genauso leben. Heute stelle ich mit Entsetzen fest, dass Zustände die ich längst hinter mir gelassen glaubte, langsam aber sicher auch hier Einzug erhalten. Dass sich die hier im Elfenbeinturm aufgewachsenen Einheimischen dafür begeistern, kann ich nachvollziehen. Wohlstand führt zu einer gewissen Naivität. Insbesondere dann, wenn man nicht unmittelbar von den Umwälzungen persönlich betroffen ist.
Aber die hier lebenden Mihis, um Ihren Ausdruck zu verwenden, haben einen ganz anderen Bezug. Mit diesem Hintergrund müsste man doch ganz anders denken.

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Luritz 28.06.2019, 11:14
168.

Wie wär's denn mit einer Überprüfung der demokratischen Gesinnung und verträglichen Lebensweise bei den Rechtsradikalen? Vielleicht kann man die dann auf Probe ausbürgern? Das wäre doch zu schön.

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CancunMM 28.06.2019, 11:16
169.

Zitat von ackermart
ist das Passieren von Grenzen. Da es diese defacto nicht mehr gibt, könnte man genauso gut allen einen Pass geben oder besser noch - nehmen, ehe es passiert, dass viele davon viele haben können. Um das zu verhindern muss ohnehin eine Staaten indifferente Identifikationsmöglichkeit geschaffen werden. Am besten man bekommt fortlaufende Nummern bei der Geburt - entsprechend der Antragseingangsreihenfolge bei der UNO - und gilt als "eingeboren" da, wo man hin...eingeboren wurde.
Warum gibt es jetzt keine Grenzen mehr ? Es gibt sie immer noch. Die Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraumes sind aufgehoben. Aber sonst ? Sie wissen schon, dass es außerhalb Europas noch mehr Länder gibt, oder ?

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