Forum: Kultur
Einbürgerung: Deutsche Pässe nur noch für artige Ausländer
Jens Wolf/ DPA

Der Bundestag führt im Staatsangehörigkeitsrecht eine Art Leitkultur-Paragraf ein. Der deutsche Pass als Trophäe für die lupenreine Ausländerkarriere? Klüger wäre es, darum zu werben, dass sich mehr Menschen einbürgern lassen.

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jay.boehner 27.06.2019, 18:48
20. Symbolpolitik?

Vielleicht hat das Verbot der Vielehe auf den ersten Blick mehr den Eindruck der (unschönen) Symbolpolitik, allerdings täuscht sich Frau Ataman, wenn sie meint, Ausländer würden zu Unrecht unter Generalverdacht gestellt. Voraussetzung der Einbürgerung muss ein Bekenntnis zum Grundgesetz und den darin angelegten Werten sein. Die islamische Rechtsordnung syrischer, iranischer, irakischer oder afghanischer Prägung ist mit dem Grundgesetz in weiten Teilen (Familienrecht, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Freiheit des religiösen Bekenntnisses, Tarifautonomie, Pressefreiheit, überhaupt das Verständnis von Staat) nicht kompatibel. Genau aus diesen Ländern kommen aber die Ausländer, die in mittlerer Zukunft (ab 2023) einen Anspruch auf Einbürgerung haben werden. Ich möchte, dass nur solche Leute eingebürgert werden, die diese Rechts- und Wertvorstellungen hinter sich gelassen haben. Denn die mit Erwerb der Staatsbürgerschaft verbundenen Partizipationsrechte (aktives und passives Wahlrecht, Anspruch auf Sozialleistungen) sind ganz erheblich.

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Kalle84 27.06.2019, 18:50
21.

Ich bin dagegen, dass Jeder Deutscher werden kann, wenn er nur lange genug hier lebt. Sehe keinen Grund dafür, hierfür keine angemessenen Anforderungen zu stellen.

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m_advisor 27.06.2019, 18:51
22.

Zitat von Christoph L
Also meine Frau will sich event. auch irgendwann einbürgern lassen, hab aber nicht so einen Mega-Komplex wie Sie im Kopf. "Der Club der Einheimischen" / "Wer reinkommt, steht erst mal zehn Jahre unter Verdacht" Was ist das denn für ein Blödsinn? Meine Frau stand noch nie unter Verdacht, und einen Pass hat sie bisher noch nicht aus Bequemlichkeit angefordert. Genauso übrigens wie mehrere Cousins von Ihr, die in Italien leben. Nicht weil sie vorverurteilt werden oder als nicht gut genug anerkannt werden. Wie viele Türken kenne ich, die überhaupt keinen deutschen Pass wollen. Die Schwammigkeit des neuen Gesetzes passt mir auch nicht, aber Ihr Artikel ruft sogar in mir - einem eher linksgerichtetem Menschen der Humanismus als Religion propagiert und sich dagegen ausspricht nur qualifizierte Menschen aufzunehmen (daheim fehlt es dann an klugen Köpfen und die Länder haben noch mehr Schwierigkeiten) - eine absolute Verteidigungsreaktion und Unverständnis hervor! 1. Hören Sie auf vom "Club der Alemanen" oder sowas zu schreiben. Damit scheren Sie alle Deutschen über einen Kamm. Wie sie selbst schreiben sind der CSU Wähler nur ein kleiner Teil. Und auch dort gibt es Leute die sicher nichts gegen Ausländer haben 2. Hören Sie auf so zu tun als ob "Wir Deutschen" nur was gegen Islamisten und Sozialschmarozer hätten. Ich persönlich habe einfach etwas gegen Ausländer die kriminell sind und dann am besten noch gegen "die blöden Deutschen" hetzen. Die sind genauso verachtenswert wie das rechte Gesindel! Meine Kinder werden Ausländer sein und müssen dann mit den Vorurteilen leben die solche Asozialen Typen verursachen die durch falsche Milde auch noch angestachelt werden weiter zu machen. Sie geben den ganzen AFDlern doch nur Futter und alle ihre absolut korrekten Grundargumente werden in den Dreck gezogen durch ihr polemischen Geschreibsel! Abe
"...die solche Asozialen Typen verursachen die durch falsche Milde auch noch angestachelt werden weiter zu machen."...
"Ich persönlich habe einfach etwas gegen Ausländer die kriminell sind und dann am besten noch gegen "die blöden Deutschen" hetzen."

Vielen Dank für diese Wortwahl!
Es fängt ja bereits bei den kleinen an, die sich z.B. im Freibad selbstverständlich bei den Rutschen an allen anderen wartenden Kindern vorbeizulaufen, und sich bei seinem "Cousin" wieder einzureihen, rücksichtslos als Jugendlicher vom Beckenrand inmitten der Nichtschwimmer reinzupfeffern, egal ob man wen trifft oder nicht, und prinzipiell jeden als Nazi zu titulieren, der versucht eine gewisse Ordnung und gegenseitige Rücksichtnahme/Respekt voreinander wiederherzustellen.
Und das sind nur die Kinder und Jugendlichen...

Eben falsche Milde

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HISXX 27.06.2019, 18:55
23.

Hier wird ein Problem ins Lächerliche gezogen, das vielen Menschen sehr ernst ist. Sehr viele Deutsche sind weder rassistisch noch ausländerfeindlich, aber sie sehen nicht ein, dass wir uns immer mehr Probleme mit Menschen aufladen sollen, die sich in D nicht integrieren wollen oder können. Das mit Begriffen wie "artig" lächerlich zu machen ist unfair. Die Einwanderung nach D muss meiner Ansicht nach gesteuert werden. Momentan haben wir doch folgende Situation: Wer es nach D schafft und sich nicht komplett dämlich anstellt, schafft es mit 90% Wahrscheinlichkeit auch hier zu bleiben. Weder das Asylrecht noch Dublin oder sonstige Abkommen werden durchgesetzt. Wer kein Asyl bekommt findet immer einen Weg, hierzubleiben.
50% der Insassen in deutschen Gefängnissen haben Migrationshintergrund. Parallelgesellschaften, Clankriminalität, No go areas, Islamismus.... Es sind einfach zu viele, die die deutsche Gutmütigkeit schamlos ausnutzen und unsere Werte mit Füßen treten. Und da muss der Staat die Möglichkeit haben, diese Leute wieder nach Hause zu schicken. Man versucht uns weis zu machen, dass wir Zuwanderung brauchen. Warten sie es ab wenn die Arbeitsplätze knapp werden, die Anzeichen liest man jeden Tag in der Zeitung. Die Industrie wird massiv Arbeitsplätze abbauen, das wird nicht mehr lange dauern, was dann hier los ist.

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carlitom 27.06.2019, 18:57
24.

Ich finde es ehrlich gesagt, etwas schräg und nicht sehr seriös, wenn man als Journalistin seinen Beruf einem einzigen Thema widmet, von dem man noch dazu sehr persönlich betroffen zu sein scheint und alles eben auch dementsprechend und meist noch böswillig interpretiert. Meinen Sie, das füllt ein ganzes Berufsleben? Das wäre, als wenn ein Blonder alle seine Artikel dieser Haarfarbe widmet, ein Rollstuhlfahrer prinzipiell nur über Rollstühle und damit verbundene Probleme berichtet, ein Frau niemals über was anderes schreibt als über rein spezielle Frauenthemen, ein Krebskranker nur über die Befindlichkeiten, die mit der Krankheit verbunden sind... Ich finde sowas eintönig und sinnentfremdet (oh, böses Wort: fremd) und der eigentlichen Berufung als Journalist (offen, interessiert an vielen Themen, neugierig, an Neuem interessiert, immer dazulernend...) absolut nicht entsprechend. Und ich weiß, wovon ich rede, denn ich hab selbst Journalismus studiert.

Seine persönlichen Befindlichkeiten und Interpretationen zum einzigen Thema zu machen, ist stumpfsinnig. Und das sage ich ohne jeglichen diskriminerenden Rassismus, den mir die Autorin vielleicht gleich wieder unterstellen will.

Diesen Beitrag durchzulassen, ist vielleicht ein bisschen heikel für die Moderation, aber ich finde nichts Bedenkliches daran.

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muunoy 27.06.2019, 18:58
25. Der Doppelpass muss weg

Meine Frau ist Chinesin und überlegt, ob sie sich einbürgern lassen soll. Dazu müsste sie jedoch die chinesische Staatsbürgerschaft aufgeben, weil China keinen Doppelpass akzeptiert. Wir halten beide die Einstellung Chinas für richtig. Man kann halt nur einem Land dienen und sich nicht je nach Lage das Beste aussuchen. Selbstverständlich sind wir auch neidisch, weil der Doppelpass phantastische Möglichkeiten zur Steuervermeidung bietet, die wir leider nicht haben. Aber das Problem mit Terroristen mit Doppelpass hätten wir nicht. Und auch ich musste Deutschland eine zeitlang dienen, weil ich als Deutscher geboren wurde. Meine Frau ist dagegen ihren Pflichten in ihrer Heimat nachgekommen. Ich denke, es ist absolut korrekt, sich an die Regeln und Pflichten des Landes zu halten, dessen Staatsbürger man ist. Das sieht man nach meiner Erfahrung überall so. Warum Frau Ataman da anderer Meinung ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn die Alemannen alles doofe Kartoffeln sind, empfiehlt es sich doch, gar nicht erst in Deutschland zu leben.

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anabele 27.06.2019, 18:58
26.

„Deutsche Lebensverhältnisse“ setzen in erster Linie ein klares Bekenntnis zu unseren Werten voraus. Es können somit keine parallelgesellschaftlichen Lebensformen die gegen unseren Werte verstossen toleriert werden. Auch nicht im Umgang mit den eigenen Familien in den Heimatländern. Hier wird es sicherlich sehr schwer für die Behörden werden eine neutrale und saubere Beurteilung zu treffen.

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ford_mustang 27.06.2019, 19:03
27. Ihre Wortwahl ...

in Ihren Artikeln, ist mir öfter schon aufgefallen, strahlt immer wieder eine deutschfeindliche Haltung aus. Andersherum würden Sie Sturm laufen. Leute wie Sie sind hochgradig kontraproduktiv, beim Integrationsprozess. Schreiben Sie doch bitte mal einen Artikel, warum es lebenswert ist, in Deutschland zu leben. Gerade auch für zugezogene Ausländer. Also auch Italiener, Franzosen, usw., nicht nur Türken. Mir fielen da Einige ein. Und Ihnen?

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carlitom 27.06.2019, 19:03
28.

Zitat von Wolfno
Das man ein Recht auf einbürgern hat ist einfach unsinnig, es müsste den Deutschen Staat möglich sein Nein zu sagen. Hier sollte es nicht möglich sein so eine Entscheidung einzuklagen. Auch wer falsche Angaben macht sollte der Deutsche pass verlieren, hier darf es keine Verjährung geben.
Naja, das dürfte zumindest dann schwierig sein, wenn der deutsche Pass der einzige ist, den derjenige besitzt. Man darf seine Staatsangehörigkeit nicht verlieren, wenn die Gefahr besteht, dass derjenige dadurch staatenlos wird.

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fblars 27.06.2019, 19:09
29. Normalzustand

Wir sind als Volk eine sog. Schicksalsgemeinschaft, ein Begriff des BVerfG nicht meiner, und vollen Zugang zu allen Ressourcen kann halt nur der haben, der sich hier in die Gesellschaft einfügt. Es gibt Normen, Werte und Moral, die in einem Volk, einer Gesellschaft den Kitt des Zusammenhalts bilden. Wer jetzt hier jeden ungeprüft teilhaben lässt zerstört diesen Zusammenhalt fahrlässig. Das Ende wäre eine Gesellschaft des Faustrechts.

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