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Eine Generation trauert: "Prince war alles - und er gab uns den Mut, alles zu sein"
REUTERS

Mit seinen Songs und grandiosen Performances schuf Prince eine Welt, in der Außenseiter sexy und stark waren und sich nicht scheren mussten um die Meinung anderer. Unser New Yorker Autor Marc Pitzke nimmt Abschied.

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denis111 22.04.2016, 12:20
20. Genial.

Ein mittlerweile völlig überstrapaziertes Wort, aber absolut treffend im Fall von "Prince". Ich war mitten in der Pubertät, als ich mir 1985 die bunte Musikcassette "around the world in a day" kaufte. Was in den folgenden 10 bis 12 Jahren von ihm folgte, war bombastisch. Schrill. Inspirierend. Und vor allem: einzigartig.

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BRDexit 22.04.2016, 12:32
21. Popgigant?

Zitat von gruebi01
Prince war einer der sehr wenigen, der den Begriff Popgigant wirklich ausfüllte: Er war als Komponist fast grenzenlos kreativ über Jahrzehnte, er war ein begnadeter Multiinstrumentalist, der als Guitarist so manchen Spezialisten locker an die Wand spielte
Dieser Begriff ist so schrecklich inflationär.
Wir haben sogar einen Poptitanen.
Auch ein kreativer Komponist und begnadeter Multiinstrumentalist.
Trotzdem würde ich die beiden nicht in einen Topf werfen wollen, auch wenn sich der noch lebende wahrscheinlich für ebenbürtig hält.:)

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Xantos73 22.04.2016, 12:35
22. Mein Stil war es nicht...

und trozdem. Prince war einer der Großen. Möge er in Frieden ruhen.
Was mir aber nun als Erkenntnis reift. Die VIP-Generationen ab den 80/90igern waren durch die sich immer mehr verbessernden Medien derart präsent, das meine Generation nun das versterben der damaligen Jungendidole besonders schmerzlich empfindet. Man hat das Gefühlt das die eigene Jungend sich anschickt immer mehr dem Sog der Zeit anheim zu fallen und sich zwangsläufig die Frage stellt, na ? Wann kommt meine Stunde ?

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he.ro.lito 22.04.2016, 12:43
23. Danke Spon!

I bet that if you threw that ass into the air it would turn into sunshine! (Aus: sexy MF)
Oh Mann, das ist doch nicht einfach nur Sex!?!

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goliat7 22.04.2016, 12:51
24. Mir fehlt er nicht

Ab und zu ein STück von ihm im Radio war ganz nett, aber mehr auch nicht.
Die 80er habe ich in Erinnerung als Trendwende hin zum komerziellen und zum Effekt. Style wurde wichtiger als Inhalt und richtig komponieren wollte bald keiner mehr.

Prince war bestimmt ein guter Musiker. Aber seine Musik wird nicht überdauern, wie die von den Beatles, Jimmy Hendrix, Joplin, St. Wonder, Ella Fitzgerald, und vielen mehr.

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moi1 22.04.2016, 12:54
25.

Zitat von -seltsam-
Prince polarisierte in den 80ern. Die 3 großen: Madonna, Michael Jackson und es gab diesen Prince. Die Queen of Pop und der King of Pop, das ging noch grad so zusammen, aber auch nicht oft. Aber zusammen ging Prince und Jackson und Madonna nie. Jedenfalls nicht bei uns damals, in unserer Clique. Prince war für mich viel mehr als Pop und Show.
Das war bei "uns" nicht anders. Damals noch selbst "Basser" stand Prince mit Gitarre in der Hand oder am Piano spielend eindeutig in der höheren Gunst.

Unvergessen das Lovesexy 88 Konzert in Dortmund, welches noch als Live-Video eines damals aufstrebenden Privatsenders ins TV kam, mir als, durch VHS > Digitaliesierung leider schlechte Qualität, VideoFile auf dem Rechner schlummert und heute definitiv wieder angeschaut wird.

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heitergehtsweiter... 22.04.2016, 13:29
26. Mal Abgesehen ...

vom ganzen Starkult.
Prince hat unglaublich viele Musiker in Ihrem Schaffen beeinflusst,sowohl als Sänger und Performer, aber auch als Gitarrist, Songwriter, Bandleader und Produzent.
Er war ein Tüftler und Querdenker, der aus den unterschiedlichsten Musikgenres ein ganz eigenes Süppchen zusammenbraute und auf seinem Weg vielen Kolleginen und Kollegen inspirierender Mentor war.
Rückblickend werden natürlich viele Menschen hauptsächlich auf seine kommerziellen Erfolge und Misserfolge schauen, auf seinen extravaganten Stil, auf seine Kostüme und Posen, seine Körpergröße sowie seinen Vermarktungskrieg mit Warner. Ich selbst verbinde mit Ihm neben vielen anderen musikalischen Aspekten, die aufzuzählen hier den Rahmen sprengen würde, etliche unfassbar packende Grooves und Hooklines, die er mir mit zum Teil völlig verbotenen Sounds auf äußerst kreative Weise direkt ins Rückenmarck verpflanzte.
Das Gefühlte gab mir zu Denken. So verdanke ich ihm manch einen gefallenen Groschen, was mein Musikverständnis betrifft.
Wer lieber über 158 cm oder Frisuren und Klamotten reden möchte, der soll es tun...

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kajoter 22.04.2016, 13:37
27. Kirche im Dorf lassen

Er war ein guter Musiker, keine Frage. Aber was man hier im SPON und in einigen Kommentaren aus ihm macht, ist eine weitere Stufe auf der Superlativ-Spirale und wird ihm nicht gerecht. Natürlich war er kein musikalisches Genie. Aber er war ein wohltuender Leuchtturm in der an sich eher seichten Pop-Welt. Seine Musik konnte mitreißen, war aber sehr einseitig, d.h. eine Mischung aus Funk und Soul. Harmonisch und melodisch war sie sogar unterdurchschnittlich und monoton, dafür war sein Gespür für Groove großartig. D.h. er machte eine prototypische Musik für alle, denen Rhythmus wichtiger ist als die anderen musikalischen Elemente. Bevorzugt man dagegen herausragende Harmoniefolgen und Melodien, wird man mit seiner Musik wenig anfangen können. - Es ist schon sehr auffällig, wie viele gute Musiker dieses Jahr schon von uns gegangen sind. George Martin, Keith Emerson und nun Prince. Eine oder eineinhalb Generationen sind gerade dabei, sich zu verabschieden.

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carlitom 22.04.2016, 13:39
28.

Nett geschrieben und zu fast 100 Prozent nachvollziehbar - bis auf die Schlaghosen. Schlaghosen? Da trübt den Autor wohl die Erinnerung. Schlaghosen waren 70er. Prince war 80er aufwärts. Da trug absolut niemand Schlaghosen, nicht mal der Gemobbteste. Karottenhosen vielleicht, mit in den Bund gestecktem Sweatshirt - alles in pastell. Aber niemals Schlaghosen.

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schwenker1970 22.04.2016, 13:45
29. Ach herrje

Zitat von flotalo
Stirbt so ein Geschöpf der Musikindustrie, wird er von den medien in den Himmel gehob en. Dabei taugen aber diese Gestalten wie Amy Winehouse, , der Queen-Sänger(Name fällt mir nicht ein), Kurt Cobain, Janis Joplin rein gar nicht zum Vorbild. Wer diese Gestalten verherrlicht, ist mit Schuld an manchen Drogenkarrieren unserer jugendlichen. Aber dem Absatz von Tonträgern wirds sicher förderlich sein. Geschäft geht halt vor Verantwortung, liebe Spon Redaktion.
Ach mein lieber flotalo, das sind doch keine Vorbilder, wie kommen Sie denn darauf?
Das sind nur geniale Musiker, die (wie der Queen Sänger, der übrigens Freddy Mercury genannte wurde) viele Menschen, u.a. auch mich höchst emotional durch ihre Kunst berührt haben. Und ja, dafür möchte ich sie verherrlichen. Ganz einfach weil sie herrliches geschaffen haben. Ob sie Drogen genommen haben, was sie sonst noch für Schwächen hatten interessiert mich nicht. Genie und Wahnsinn liegen immer dicht beieinander. Aber - nur am Rande bemerkt - gerade Prince war nun nicht so sehr auf Droge.
Wenn Sie meinen, dass ich dann "mit Schuld an manchen Drogenkarrieren unserer jugendlichen.", dann muss und kann ich damit leben. Jeder hat einen freien Willen, auch bei der Entscheidung Drogen zu nehmen.
Ein bisschen tun Sie mir leid, dass Sie offenbar diese emotionale Bindung zu solchen Ausnahmetalenten nciht eingehen können. Ihnen entgeht da was, das kann ich Ihnen sagen.
Außerdem haben Sie den guten Lemmy in Ihrer Aufzählung vergessen. Wenn es um Drogen geht, darf der nicht fehlen, hargharg!

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